Montag, 10. Dezember 2012

Bratapfelmarmelade mit karamellisierten Walnüssen

Bratapfelmarmelade auf Brötchen mit Ziegenfrischkäse.
Mudderns Apfelbaum trug dieses Jahr mal wieder reichlich Früchte. Pflücken ist schwierig, denn Mudderns wagt sich nicht auf die Leiter, und ich schaffte es nicht zu ihr, um den Baum abzuernten.

Zudem wachsen die schönsten Früchte zur Seite der Nachbarin, und die ist ... öhm ... sagen wir es mal vorsichtig ... speziell *hüstel*

Mudderns würde den Baum auf der Seite der Nachbarin gerne beschneiden lassen, den Baum insgesamt kürzen, aber dazu müsste ihr Gärtner in den Nachbarsgarten. Den darf er aber nicht betreten, weil er den Grünen angehört, einer Partei, die die Nachbarin nicht schätzt.

Solange also der Gärtner nicht fliegen lernt, wächst der Baum auf einer Seite, wie er will, und die Nachbarin hat ihren Gärtner angewiesen, die Früchte in Mudderns Garten zu werfen. Natürlich könnte auch der Gärtner der Nachbarin Mudderns Baum beschneiden, aber das will die Nachbarin nicht. Die Situation ist also ein wenig verfahren. 

Ein wenig verfahren ist auch die Frage, was mit den Massen an Äpfeln passiert. Mudderns Nachbarn werden reichlich bedacht, aber in guten Jahren wie in diesem schaffen die auch nicht alles. Die Äpfel haben eine kräftige schale, lassen sich also am Besten geschält essen und prima saften, verbacken oder verkochen.

Dieses Jahr wollte ich sie an "Das Geld hängt an den Bäumen" stiften, aber wie gesagt: Ich kam nicht zum Pflücken. Die Idee, sie zu einer Mosterei zu fahren, ließ ich schnell fallen, denn die nächste ist bummelig 80 km von Mudderns entfernt - einfache Strecke. Ich hoffe, dass sich im nächsten Jahr über Foodsharing Interessenten finden.

Mudderns versucht natürlich auch, die Äpfel loszuwerden. Dieses Jahr bot sie sie einem örtlichen Ponyhof an. Der lehnte ab. Die Ponys sollen nichts fressen, was schon auf der Erde lag, und selbst pflücken wollte man nicht ...

Bratapfelmarmelade mit karamellisierten Walnüssen

Zutaten:

50 g Rosinen
Calvados
1 kg Äpfel, gerne säuerlich, geschält und geputzt gewogen, was den Vorteil hat, dass ich das Fallobst aus Mudderns Garten verarbeiten kann
50 g Walnüsse
2 TL Brauner Zucker
50 g Marzipanrohmasse
1 TL Zimt
1 Zitrone, der Saft davon
1 kg Gelierzucker 1:1, gerne Bio-Qualität mit Braunem Zucker (der hat dann auch den Vorteil, dass er ohne Gelatine und damit vegetarisch / vegan ist und keine Palmöle enthält)

Zubereitung:

Rosinen in ein Schüsselchen geben, mit Calvados bedecken und mindestens über Nacht stehen lassen (sie 24 Stunden stehen zu lassen, schadet auch nichts).

Walnüsse hacken (ob grob oder fein, bleibt Dir überlassen, fein gehackt essen sie sich aber leichter) und mit dem Brauen Zucker in einer Pfanne ohne Fett karamellisieren.

Marzipan hacken (ob grob oder fein, bleibt Dir überlassen) und mit den Äpfel, den Rosinen (samt evtl. übrigem Calvados), dem Zimt, den Walnüssen und dem Zitronensaft in einen ausreichend großen Topf geben (daran denken, dass da später auch noch der Gelierzucker 'rein muss!), etwas Wasser dazu geben und so lange köcheln, bis das Marzipan sich aufgelöst hat. Dann sollten auch die Äpfel zerfallen sein - falls nicht, mit einem Kochlöffel oder Kartoffelstampfer etwas nachhelfen. 

Den Gelierzucker dazu geben und ca. 4 Minuten sprudeln kochen lassen. Gelierprobe machen, ggf. noch etwas weiter kochen.

Die heiße Marmelade in heiße, sterilisierte Gläser abfüllen. Mit Schraubdeckeln fest verschließen, auf den Kopf drehen und abkühlen lassen (das Auf-den-Kopf-stellen ist zwar eigentlich überflüssig, aber ich mache es gerne, um zu wissen, ob die Gläser richtig fest verschlossen sind).

Die Gläser sterilisiere ich im Backofen bei 130 Grad Umluft für mindestens 30 Minuten.

1 Kommentar:

Ein Kommentar, wie schön! Ich bemühe mich, alle Kommentare zu beantworten. Allerdings kann das manchmal etwas dauern - das Leben neben dem Blog, Du verstehst. Wenn Du Dich durch eine Sicherheitsabfrage quälen musst oder der Kommentar erst moderiert wird, heißt das, dass es gerade viele Spamkommentare gibt. Last but not least: Ich behalte mir vor, einzelne Kommentare zu löschen. Für die Löschung von Kommentaren, die zu kommerziellen Webseiten führen, stelle ich dem Webseiteninhaber 200 Euro in Rechnung.