Sonntag, 13. Oktober 2013

11. Hamburg kocht!-Treffen - Indien: Dinge, die wir gelernt haben, und ein wenig Drumherum

Es ist völlig unnütz, zu überlegen, wie viele Personen in einer 7 m²-Küche maximal arbeiten können. Im Zweifelsfall sind eh' alle zehn gleichzeitig drin.

Koch-Stoff.
Es ist eine absolut schlechte Idee, sämtliche Mörser gerade während eines Indisch-Treffens in die Spülmaschine zu geben. Es ist eine noch schlechtere Idee, ersatzweise in einer antiken Souffléform zu mörsern.
Duft-Stoff.
Alkoholische Relativitätstheorie: In ein Schnapsglas (40 ml) passt genauso viel wie ein Grappaglas (135 ml). Es sieht nur mehr aus, weil das Grappaglas so einen dicken Boden hat.

Auswahl von Chutneys und Relish.
Schwarzen Sesam gibt es nicht. Zumindest, wenn man grundverpeilten Frettchen wie mir glaubt.

Trink-Stoff.
Viele Köche verderben zwar nicht den Brei, aber die Suppe. Zum Glück hat Heidi es noch ausgebügelt bekommen, dass ich hinter ihrem Rücken einfach noch einen halben Liter Gemüsebrühe in den Topf kippte.

Trink-Stoff.
Chapati schmecken besonders gut, wenn sie per Menschenkette aus dem Esszimmer in die Küche befördert werden.
Chapati im Werden.
Wir brauchen mehr Kochplatten!

Deko.
Saubere Kochtöpfe unbeaufsichtigt zu lassen, ist eine ganz schlechte Idee. Kaum drehst Du Dich um, hat ihn schon jemand in Beschlag belegt.

Ist die Küche zu klein, muss der Esstisch als Arbeitsfläche herhalten. Oder der Couchtisch. 
Bevor Du anfängst, Gewürze in Massen zu rösten, schalte die Rauchmelder aus. Es schadet auch nichts, wenn Du aus Armeezeiten noch eine Gasmaske hast.

Typische Foodblogger-Tätigkeit.
Fritteusen sind faszinierend. Du gibst 3 Liter Öl hinein, entsorgst aber nur zwei. Es muss auch eine Frittier-Relativitätstheorie geben.

Lasse niemals eine braun verfärbte Spülbürste und einen Stahlschwamm in der Gästetoilette liegen, nachdem Du dort wegen Platzmangels in der Küche die Friteuse reinigtest. Das könnte den Gatte zutiefst verwirren.

Hier geht's zu ORsys Bericht mit wunderbaren Fotos.

Natürlich gab es wie üblich bei unseren Treffen nichts zu essen und keinen Spaß. Davon erzähle ich Dir morgen. Die Rezepte folgen in den nächsten Tagen.

Freitag, 11. Oktober 2013

11. Hamburg kocht!-Treffen - Indien: Ich kauf' so gerne ein

Donnerstag im Supermarkt, wo alle Lebensmittel lieben. Ich choppere zwischen Gemüse und Molkereiwaren hin und her und arbeite einen DinA4-Zettel ab.

Hinter mir läuft eine dürre Blondine, die sicher jünger ist, als sie aussieht, und unterhält sich funktelefonisch über ihre geplante Fettabsaugung. Das macht sie ausgiebig zwischen Schokoladen-, Tiefkühlwaren- und Chipsregal.

Muss ich sagen, dass mir solche Menschen zuwider sind?!

Telefonieren im Supermarkt - also wirklich!

Ich bin endlich glücklich an der Kasse und lade auf:
  • 7 Stück + 200 g Zwiebeln, kleine, weiße
  • 1 Knolle Ingwer
  • Chilischoten, frische, rot und grün
  • 3 Stangen Lauch
  • 5 Knollen Knoblauch
  • 980 1200 ml Kokosmilch
  • Zitronen
  • 24 Riesengarnelen
  • 500 g Blumenkohl
  • 1 Stück + 150 g Tomaten
  • Mandelblättchen
  • Schalotten
  • Limetten
  • 8 Liter Vollmilch
  • 1 Paket Puderzucker
  • 2 Auberginen
  • 2 Salatgurken
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 4 Granatäpfel
  • 5 Mangos
  • 2 kg Bananen
  • 2 Packungen koschere Chips

Die Kassiererin macht große Augen ob der Menge, während ich mich frage, was ich vergessen habe, weil es nach so wenig aussieht.

Irgendwann stellt sie fest: "Das reicht dann genau für eine Woche!"

"Nee", antworte ich. "Das reicht dann genau für einen Tag!"

Die Kassiererin blickt panisch und sucht nach einer Fluchtmöglichkeit. Bevor sie meint, ich wolle sie verspeisen - fett, wie ich bin, sehe ich schließlich so aus, als könnte ich das mühelos - erkläre ich, dass das die Zutaten für 12 Personen und bummelig 15 Gänge sind und mir nur die Chips gehören. Ich verschweige ihr, dass das auf dem Band nur ein Drittel dessen ist, was auf unserem Einkaufszettel steht.

Als ich bezahle, guckt die Kundin nach mir in meinen Einkaufswagen und meint lobend: "Das sieht aber sehr gesund aus!" Ich verschweige ihr die zwei Kilo Butterschmalz und vier Liter Frittieröl, die schon auf dem heimischen Balkon stehen.

Während ich mein Auto belade, kommt die Fettabsaugungsblondine mit ihren Einkäufen aus dem Markt: Eine Tiefkühlpizza und eine Tüte Chips. 

Dienstag, 8. Oktober 2013

Ibaganschadd*

Arrakschatt.
Jetzt, wo es draußen unbestritten Herbst wird, kann der Kuchen gerne etwas hochprozentiger sein, damit er von Innen wärmt.

"Schatt" ist die fränkische Bezeichnung für die Backform. Der Arrakschatt ist eine klassische fränkische Kuchenspezialität , wo er bis heute in fränkischen Konditoreien angeboten wird wie etwa im Nürnberger Café Beer, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts in den Händen der Familie ist.

In nunmehr sechster Generation hat Martin Rößler das Regiment in der Backstube inne. Er backt regelmäßig in der Fernsehsendung "Wir in Bayern", aus der auch das Rezept stammt.

Zu gerne wüsste ich mehr zur Geschichte dieses Kuchens, konnte im Netz aber nichts dazu finden, wie der indonesische Reisbranntwein in den fränkischen Kuchen kommt.

Ich vermute, der Arrak kam über traditionelle Handelsrouten aus Indonesien über den Orient nach Venedig und von da über die Alpen - vielleicht mit den Fuggern? Jedenfalls gibt es alte Verkaufsanzeigen aus dem Augsburger Raum, in denen viele Bouteillen Arrak aufgelistet sind.

Während einer virtuellen Plauderei mit Gwex und anderen fränkischen Kochfreunden erfuhr ich, dass der Schatt auch "Gesundheitskuchen" heißt. Ich vermute, das liegt an der Vielzahl der exklusiven Zutaten, die stärkend, aufbauend wirken sollten. Und angeblich ist der Arrakschatt nur echt mit Arrakaroma - so kennen die Kochfreunde ihn aus der Kindheit. Ich nehme lieber richtigen Arrak *hicks* Allerdings würde ich in der Nähe des Kuchens nicht mit offenem Feuer hantieren ...

* Fränkisch für: Ich backe einen Gesundheit-Guglhupf

Arrakschatt. 
Arrakschatt nach Martin Rößler

Zutaten für eine 26er oder 28er Guglhupfform:

Für den Teig;
150 g Mehl
110 g weißer Zucker
60 g kalte Butter
50 g Zitronat
25 g Weizenstärke
6 Eigelb
6 Eiweiß
1 Prise Salz

Für die Tränke:
250 ml Wasser
200 ml Arrak (indonesischer Reisbranntwein)
150 g Zucker

Für den Überzug:
200 g Aprikosenkonfitüre
1 Marzipandecke, Fondant oder Zuckerglasur
Belegkirschen (oder, wie in meinem Fall, Schokoherzen)

Zubereitung:

Für den Teig Zitronat und kalte Butter aufs Mehl geben und im Mehl zu feinen ca. 2 x 2 mm kleinen Würfeln hacken. Dann in eine Schüssel geben, aber nicht kneten.

Eigelb mit der Weizenstärke schaumig schlagen. Dann Eiweiß in einer anderen Schüssel mit dem Zucker und einer Prise Salz zu einem festen Eischnee schlagen. Schaumiges Eigelb vorsichtig unter das Eiweiß heben, dann das Mehl-Butter-Zitronatgemisch ebenfalls unterheben. Nun die Masse in die leicht mit Butter ausgestrichene Form einfüllen.

Bei 170°C Ober- und Unterhitze (wichtig: keine Umlauft, da sonst die Masse zusammen fällt) in der Mitte des Ofens ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen und den Kuchen lieber etwas zu lang backen lassen, damit er beim Tränken stabil bleibt).

Dann den noch lauwarmen Kuchen auf ein Gitter stürzen und auskühlen lassen. Die Form gleich sauber machen, da sie zum Tränken gebraucht wird.

Für die Tränke Wasser mit dem Zucker aufkochen, den Arrak hinzugeben und in die Form schütten. Den Arrakschatt in die Form zur Tränke geben und etwa 30 Minuten ziehen lassen. Ich habe den Kuchen zusätzlich noch ein paar Mal mit einem Schaschlikspieß eingestochen, damit er die Tränke schneller aufnimmt - aber nicht zu viele Löcher in den Kuchen piksen, sonst wird er instabil!

Der Kuchen wird getränkt.
Warten, bis die Tränke ganz aufgesogen ist, dann den Kuchen wieder zurück aufs Gitter stürzen.

Für den Überzug die Aprikosenkonfitüre aufkochen und den Kuchen damit bestreichen.

Der getränkte und aprikotierte Schatt wartet auf den Überzug.
Ist die Aprikosenkonfitüre auf dem Schatt abgekühlt, die Marzipandecke darüber legen (Du schaffst das sicher faltenfreier als ich) und mit Schokoherzen belegen.

Arrakschatt - fertig zum Anschnitt.
Bücher mit Rezepten von Martin Rößler und die wichtigste Zutat (Affiliatelinks):

Samstag, 5. Oktober 2013

Kostprobe: Besuch bei Stauning Danish Whisky, Dänemarks einziger Whisky-Brennerei

In der Lagerhalle, wo die Whiskyfässer reifen.
Wir machen schon seit Jahrenden Urlaub auf dem Klit, aber Stauning Whisky entging uns bislang - vermutlich, weil wir im Urlaub gerne in den Tag hineinleben, ohne irgendwelche Verpflichtungen oder uns um Öffnungszeiten zu kümmern.

In diesem Urlaub brauchte ich aber zwangsläufig wetter- und gesundheitsbedingt ein Alternativprogramm zu Strandspaziergängen, Wanderungen und Radtouren und war froh, dass ich mir schon zu Hause ein paar Termine ausgeguckt hatte, darunter auch die Besichtigung von Dänemarks einziger Whiskydestillerie.

Die Besichtigung, zu der auf Wunsch auch eine Verkostung gehört, beginnt im Verkaufsraum der Brennerei. Hier ist schon alles ausgestellt, was es für dänischen Whisky braucht. Nach der Einfürhung geht es dann erstmal in einen langen Flur, in dem Getreide auf die Weiterverarbeitung wartet. Vom Gang geht es in eine kleine Kammer, in der das Getreide gemahlen wird.

Das getorfte Getreide wartet auf die Verarbeitung.
Gerste, die nicht mit Torf, sondern mit Heide geräuchert wurde - ein spannendes Experiment!
Gemahlenes Getreide.
Eine der Brennblasen, die von den
Ingenieuren von Stauning Whisky ihren
Bedürfnissen angepasst wurden.
Whisky, in Form von Bourbon, ist eigentlich eher das Getränk des Gatten und seiner Mutter. Ich hingegen finde es schon lange interessant, über Whisky und die verschiedenen Brennereien zu lesen, aber ihn zu trinken, war bislang keine schöne Erfahrung. Drambuie, ein Whiskylikör, geht so gerade, aber wenn ich die Wahl habe, nehme ich lieber was anderes. Ich habe halt keinen Stil, wie Schwiegermutter immer wieder gerne betont.

Da der Gatte so total auf Bourbon festgelegt ist, machte er sich ein wenig widerwillig mit mir auf nach Stauning, zeigte sich dann aber doch nachhaltig beeindruckt von der Besichtigung. Wieder zu Hause, trank er einen seiner geliebten Bourbons und meinte, der dänische Whisky habe ihm besser geschmeckt.

Dänischen Whisky zu brennen, war buchstäblich eine Schnapsidee: Während eines langen Wochenendes im Sommerhaus im Mai 2005 fragten sich 14 Freunde, warum es keinen dänischen Whisky gibt. Das Land hat gutes Getreide und gutes Wasser, also alles, was es für einen guten Whisky braucht.

Der Torf für die geräucherten Sorten.
Hier wird das Getreide gewässert und keimt, bevor es gemälzt wird.
Blick in die Räucherkammer, die bei unserem Besuch gerade in Betrieb war. 
Noch ein Blick in die Brennerei.
Neun Freunde blieben übrig und machten sich dran, eine Brennerei ins Leben zu rufen. Das hieß zuerst mal, Bürokratie zu meistern. Gegen die Kupferbrennblasen hatten die Behörden etwas einzuwenden, da Kupfer gesundheitsschädlich ist, genauso wie das Räuchern des Getreides. Diese Bedenken mussten ausgeräumt werden.

Das erste Mal gebrannt wurde dann im Hinterzimmer einer Schlachterei, denn einer der neun ist ein (inzwischen pensionierter) Schlachter.

Zwei Jahre später waren die neun Freunde dann soweit, sich mit privat geborgtem Geld und beliehenen Häusern einen leerstehenden Hof südlich von Stauning zu kaufen. Hier wird jetzt destilliert. Die Brennerei ist inzwischen so erfolgreich, dass sie drei Vollzeitstellen schaffen konnte.

Besonders beeindruckend finde ich, dass die Jungs von Stauning Whisky von Anfang an das Umfeld mit einbezogen und auf Nachhaltigkeit setzten. Am Liebsten machten sie alles selbst, aber nachdem sie feststellten, dass sie keine Bauern sind, verzichten sie auf den Anbau von Gerste und Roggen. Stattdessen beziehen sie es von Bauern in der Umgebung des Ringkøbing Fjords.

Das Destillat wird gefiltert. Dabei lösen sich Öle, die
nach Citrus riechen.
Der Torf, der für das Räuchern des Getreides benötigt wird, wird von Schülern im Rahmen von Projekttagen im Klosterlund Museum (Bølling Sø ) gestochen – ohne Projekttage also kein Whisky.

Das Getreide wird etwa eine Woche lang gewässert, darf keimen und wird schließlich  gemälzt. Da unter den neun Whiskymachern vier Ingenieure sind, haben sie eine Maschine entwickelt, mit der das Getreide bewässert und umgewälzt werden kann, quasi eine Wanderhaufenmälzerei, wie sie im Bierbrauen verwendet wird. Traditionell wird das beim Whiskybrennen mit der Hand gemacht – eine schwere, kräftezehrende Arbeit. Bei der Umsetzung wurden die Schüler einer nahegelegenen Ingenieursschule einbezogen.

"Jetzt alle mal tief einatmen!" Das erste Destillat riecht sehr
fruchtig - wie Obstler. 
Nach dem folgenden dreitägigen Gärprozess beginnt die Destillation in den Brennblasen. Die kommen nicht aus Dänemark – die Spanier haben da einfach mehr Erfahrung und die bessere Technik. Allerdings ließen sich die Macher von Stauning Whisky es sich nicht nehmen, die spanische Technik ihren Bedürfnissen anzupassen und zu verbessern.

Den Jungs von Stauning Whisky geht es im Wesentlichen um den Geschmack, und so verzichten sie auf Zusätze wie Zuckercouleur, womit manche Brennereien für eine gleichmäßige Färbung des Whiskys sorgen. Geschmack ist wichtiger als Aussehen - eine sehr sympathische Einstellung.

Nach Besichtigung der Brennerei geht es über den Hof in die Scheune, in der der Whisky reifen darf. Der Duft ist unbeschreiblich. Die Luft ist geschwängert von Angels' share, dem Anteil des Whiskys, der im Laufe der Lagerung aus den Holzfässern verdunstet.

Auf dem Boden liegt eines der neuen Fässer aus
französischer Eiche mit Young Rye aus 2011.
Darüber ist ein altes Makers Mark-Fass mit einem
Traditional, der erst ein paar Tage vor unserem
Besuch abgefüllt wurde.
Nach der Besichtigung der Lagerhalle geht's wieder in den Verkaufsraum, denn es steht ja noch eine Verkostung auf dem Programm (die Besichtigung kann allerdings auch ohne Verkostung besucht werden).

Seit März 2011 wird der Whisky verkauft, beginnend mit Young Rye, einem Roggendestillat. Wobei: Strenggenommen ist der der Young Rye noch kein Whisky und darf eigentlich auch nicht so genannt werden, da er nur zwei Jahre reifte.

Young Rye ist in der Tradition der Roggendestillate aus Nordamerika hergestellt und gemalzt, mit Aromen von Karamell, Vanille und Früchten.

Young Rye 2013 war dann auch in der Verkostung der Whisky, der dem bourbonliebenden Gatten am Besten und mir schmeckte. So nahmen wir uns davon eine Flasche mit nach Hause. Eigentlich wird Young Rye on the rocks getrunken, aber wir bevorzugen in pur bei Zimmertemperatur.

Statt in Flaschen kann man Whisky auch gleich im Fass kaufen. Es wird bis zur reife separat gelagert und dann abgefüllt.
Blick in die Lagerhalle.
Auch die Beschriftung der Fässer erfolgt in Handarbeit. 
Im Sommer 2012 wurden dann die ersten beiden Single Malts abgefüllt und in den Verkauf gegeben. Seitdem gibt es neben dem Young Rye die Sorten Stauning Traditional Single Malt aus Gerste, die nicht geräuchert wurde, und Stauning Peated Single Malt mit Torf-geräucherter Gerste.

Die Verkostung beginnt.
Alle Arbeitsschritte werden in der Brennerei in Stauning gemacht, und während der Besichtigung kann man alles anschauen, anfassen, daran riechen – die Offenheit, mit der die Jungs ihr Produkt vorführen, ist unglaublich erfrischend. Der Spaß, den sie an der Arbeit haben, ist jederzeit zu spüren.

Auch bei den Fässern wird auf Nachhaltigkeit gesetzt: Traditional und Peated reifen in ehemaligen Makers Mark-Fässern – noch, denn inzwischen kaufen die Chinesen die Fässer zu besseren Preisen auf, als die kleine dänische Brennerei zahlen kann. Also produziert Stauning Whisky seine eigenen Fässer: Rye reift in neuen Fässern aus französischer Eiche, die dann später für Traditional und Peated genutzt werden. Gleichzeitig werden Sherryfässer eingesetzt.

Stauning Traditional reift in ehemaligen Makers Mark-Fässern, der Lieblingssorte des Gatten. Dennoch schmeckte ihm dieser Whisky mit seinem leichten Nougataroma nicht. Mein Fall war’s auch nicht.

Stauning Peated ist aromenreich: Schokolade, Nougat, Vanille, Rauch … Mir sagte der Geschmack durchaus zu.  Allerdings verzichtete ich auf den Kauf, denn an einer Flasche trünke ich ewig.

Zu den Standardsorten kommen Spezialitäten in kleiner Auflage wie Whiskys, die in Sherryfässern ausgebaut wurden, und ein Whisky, der drei Jahre an Bord eines Bramseglers aus Hvide Sande über die Nordsee schippert. Am Ende soll er 56 Prozent haben und Hvide Sande gewidmet werden, das am 56. Breitengrad liegt.

Vorstellung der zu verkostenden Whiskys.
Da der Ausstoß der Brennerei noch gering ist, wird Stauning Whisky zurzeit nur in Dänemark verkauft. Die Qualität des Whiskys sprach sich schnell herum - Jim Murray, Herausgeber der "Whisky Bible", war angetan, und das Kopenhagener Restaurant Noma, wiederholt zum besten der Welt gekürt, schenkt Stauning Whisky als einzigen Whisky aus.

Das ist sicherlich beeindruckend und macht die Jungs von Stauning Whisky zurecht stolz. Letztlich kommt es aber auch beim Whisky nur auf eines an: Schmeckt er oder schmeckt er nicht. Ich finde, er schmeckt.

Mir haben Besichtigung und Verkostung sehr viel Spaß gemacht - klare Empfehlung an Dich, da mal vorbeizuschauen, wenn Du in der Nähe bist! Meine wichtigste Erkenntnis war übrigens, dass Whisky ganz anders riechen kann als er schmeckt. 

Dienstag, 1. Oktober 2013

Kostprobe: Viele, viele bunte dänische Biere

Rollentausch im Urlaub: Während sich der Gatte durch bunte dänische Brausen trank, versuchte ich mich an den Bieren.

Wobei: Manchmal ist der Unterschied zwischen Bier und Brause fließend wie bei Skovbærhvede aus der Bryggerie Skovlyst. Sehr süß, sehr himbeerig, sehr rot - durchaus lecker, wenn man auf Gummibärchen steht.

Ein Weizenbier mit Waldbeeren: Skovbærhvede aus der Bryggerie Skovlyst. Sehr süß, sehr himbeerig, sehr gummibärig - vermutlich eines der Biere, die als "Mädchenbier" charakterisiert werden. 
Putzigerweise weniger himbeerig war Hindbær Tripel, ein belgisch inspiriertes Bier mit Himbeeren, aus der gleichen Brauerei.

Hindbær Tripel aus der Bryggerie Skovlyst. Nicht ganz so süß wie das Waldbeerenbier, etwas mehr Hopfen. 
Während die beiden ersten Biere auf Seeland gebraut wurden, stammt Thisted Limfjords Porter aus Jütland, wo wir urlaubten. Es ist ein Baltic Porter, also dunkles, malziges Starkbier.

Limfjords Porter aus dem Thisted Bryhus: Malzig. leicht rauchig, schokoladig-karamellig.
Thisted Limfjords Porter wird mit Rauchmalz und Lakritz gebraut - hört sich vielleicht merkwürdig an, schmeckt aber, auch dank einer sehr schokoladigen und ein wenig karamelligen Note. Überhaupt entdeckte ich in diesem Urlaub Lakritze für mich - zumindest als Notengeber.

Keinen wirklich bleibenden Eindruck hinterließ bei mir das India Pale Ale aus der Rise Bryggeri auf Ærø, aus der Dänemarks bestes Bier kommen soll. Anscheinend mag ich dunkle Biere lieber.

India Pale Ale aus der Rise Bryggeri, ein helles, starkes Ale.
Am ersten Abend, als wir in einem Restaurant aßen, trank ich zum Biksemad ein Jacobsen Brown Ale, ein Vintage Beer, benannt nach dem Gründer der Carlsberg-Brauerei. Karamellig, gehopft, mit Aromen von Schokolade und Lakritz, schmeckte es mir sehr gut - wie gesagt: Dunkle Biere mag ich anscheinend lieber. Der Gatte hingegen bevorzugte das Extra Pilsner und das Saaz Blonde von Jacobsen.

Mal schauen, welche der Biere wir in Hamburg bekommen ...

Montag, 30. September 2013

Ferienhausküche

Trotz des holprigen Urlaubsstarts schaffte ich es noch, die Lebensmittel, die während unserer Abwesenheit verdorben wären, in den Wagen zu packen, bevor es losging. So kochten wir in den ersten Tagen also mit dem, was wir an Frischem mitbrachten: Gnocchi, Tomaten, Paprika, Bickbeeren, Gurke, Wurzeln, Sahne und Steaks.

Blick aus dem Küchenfenster, das ein Dachfenster ist. 
Wein darf auch nicht fehlen - für den Fall, dass ich den aus Årø nicht finde (ich war auch diesmal erfolglos).

Vor der Abfahrt schnell noch unter den Beifahrersitz gestopft: Eine Flasche Rheingauer Leichtsinn.
Der Gatte hatte schon Lieblingsmesser und Pfannendeckel eingepackt und eine Kühlbox bestückt. Ich nahm noch Basics wie Mehl, Zucker, Semmelbrösel, getrocknete Steinpilze, Reis und Nudeln mit sowie ein paar Gewürze und getrocknete Kräuter, Essig und Öl.

Karbonade mit Nudeln und Steinpilzen.
Ansonsten kaufen wir im Urlaub frisch ein - so viel teurer als in Hamburg ist es in Dänemark nicht, und wir lieben es, uns im Urlaub vom Angebot inspirieren zu lassen. Zu Hause leben wir ja meistens nach Plan. Unverständlich ist uns, wie manche mit Massen an eingedosten Lebensmitteln ins Ferienhaus fahren können. Auch wenn die Küche vielleicht nur spartanisch ausgestattet ist, ist es doch nicht so schwer, was Leckeres, Frisches auf den Tisch zu bringen.

Resteessen: Nudeln, Steinpilze, Hähnchenbrustfilet und ein übriggebliebener Klops.
Kaltes Mittagessen auf dem Liegestuhl: Spaghetti Bolognese.
Im Urlaub kocht der Gatte - ich bin höchstens für Pfannkuchen, Puddings und Kuchenbacken zuständig. Backformen gab's im Ferienhaus nicht, aber Auflaufformen - prima für Ofenpfannekuchen mit Bickbeeren, die ich aus dem heimischen Gemüsefach mitnahm.

Ofenpfannkuchen als Nachtisch an einem Tag, an dem es Salat gab.
Am nächsten Tag gab' s die Pfannkuchen zum Tee auf der Terrasse.
Zwei Mal kauften wir Kuchen. Besonders der Othellokage mit nur drei wesentlichen Zutaten - Sahne, Zucker, Mehl - tat es dem Gatten an.

Wienerstang zum Tee auf der Terrasse. 
Othellokage, an einem der Regentage am rumpeligen Basteltisch im Wintergarten genossen.
Hauptmahlzeit im Ferienhausurlaub ist das späte Frühstück, das wir ausgiebig genießen. Diesmal lag das Haus so, dass der Brugsen mit frischen Brötchen nur einen Spaziergang entfernt war. So gab's dann morgens frische Rundstykker und Spiegel- oder Rührei.

Rührei mit Krabben und Kräutern. Dass dänische Eier so blass sind, finde ich immer wieder irritierend. 
Eigentlich wollte der Gatte täglich grillen. Im Vorfeld überlegten wir uns einiges dafür. Durch den vielen Regen hatte er dann dazu aber keine Lust. Er konnte den Grill zwar an die Tür des Wintergartens stellen, so dass er trocken blieb, aber Spaß machte ihm das nicht. So wurden dann zwei Mal Steaks gegrillt, einmal Karbonaden, aber auf die geplante Grillfischorgie verzichteten wir.

Ohne seinen Weber fährt der Gatte nicht in den Urlaub ... 
Vielleicht im nächsten Urlaub ...

Sonntag, 29. September 2013

Szenen einer Ehe: Fifty Shades of Grey, sozusagen

Kaffeekochen auf dem Weber.
Der Gatte und ich waren in Urlaub. Das erste Mal wieder gemeinsam seit zwei Jahren. Es ging nach Dänemark. Normalerweise sind wir dort im Mai, jetzt halt im September. Das macht einen Unterschied, wie uns schnell klar wurde.

Der Urlaubsauftakt war mehr als chaotisch. Der Gatte, überurlaubsreif, fing schon Tage vorher mit den Vorbereitungen an. Wo war der gelassene Mann, den ich bislang zu Hause hatte? Der aus dieser Geschichte?

Am Abfahrtstag, nach einer schlaflosen Nacht, begann der Gatte, viel zu früh alles mögliche ins Auto zu stopfen. Normalerweise schlafen wir am Abfahrtstag aus, frühstücken und arbeiten dann gemeinsam die Packliste ab. Diesmal gebar sich der Gatte wie ein geficktes Eichhörnchen Berserker, war nicht ansprechbar. Da hilft nur eins: In Deckung gehen.

Mir wurde plötzlich klar, wieso manche Männer ihre Frauen an Raststätten oder Tankstellen vergessen. In dem Zustand, in dem der Gatte war, hätte er mich glatt zu Hause gelassen.

Hätte nur nichts genützt.

Ich habe ein eigenes Auto und kenne den Weg. Außerdem bin ich die mit den Reiseunterlagen, die, auf deren Namen die Buchung läuft.

Wie grillt man einen Topf?! Kaffeekochen auf dem Weber.
Bei dem ganzen gedankenlosen Gestopfe vergaß der Gatte die Basics wie Kaffee, Kaffeefilter und Kochgedöns. Passte ohnehin nicht mehr ins Auto. Ein bisschen schmuggelte ich noch vor Abfahrt hinein. Ansonsten beruhigte ich mich damit, dass ich weiß, welche Supermärkte auch sonntags erst um 22 Uhr schließen. Kaufen wir halt vor Ort ein ...

Irgendwann hieß es dann: "Der Grill ist eingeladen. Wir können los!"

Fehlten noch die Fahrräder. Als die auf dem Träger in der Stoßstange festgestrapst waren, guckte ich mir das Auto an und fragte vorsichtig: "Schatz, meinst du vielleicht auch, es wäre vielleicht eine gute Idee gewesen, die Kofferraumklappe erst zu schließen und dann die Fahrräder anzustrapsen?!"

Der findet das Wetter sicher auch nicht toll, freut sich aber
über Brötchen- und Kuchenkrümel.
Einen Wutanfall später waren die Fahrräder abgestrapst, die Kofferraumklappe geschlossen, die Fahrräder wieder festgestrapst. Nach einem Tankstellenstopp konnten wir dann tatsächlich los - nur knappe vier Stunden später als sonst.

Und zum Glück kam diesmal der Hund nicht mit. Er hätte keinen Platz mehr gehabt - falls der Gatte ihn überhaupt eingeladen hätte ...

Die Fahrt war sehr anstrengend - Dauerregen, Staus ... Wir waren froh, als wir ankamen - viel später als sonst. Im strömenden Regen luden wir aus und freuten uns auf einen Sofaabend am prasselnden Kaminfeuer nach einer heißen Dusche.

Nur: Es gab keinen Strom. Klar, wir wissen, dass wir den Hauptschalter betätigen müssen, damit es Strom gibt. Aber in diesem Ferienhaus war anscheinend kein Hauptschalter.

Durchnässt, frierend und schwerst genervt, machten wir uns auf den Weg in die nächste größere Stadt, nach Nørre Nebel. Wir landeten in der Bodega Bjælkestuen, aßen Schnitzel Wiener Art mit Kapern und Sardellen sowie Biksemad, ein deftiges Gericht aus Bratkartoffeln, Fleisch, Spiegelei und Roter Bete.

Liegestuhlblick.
Das Essen war gut, das Bier war süffig, aber es zog wie Hechtsuppe. Warm wurde uns also nicht. Okay, ich wünschte mir, in diesem DK-Urlaub mal zum Essen ausgeführt zu werden, aber irgendwie stellte ich mir das anders vor ...

So gedankenlos der Gatte auch das Auto vollstopfte - er nahm Taschenlampen mit. Viele Taschenlampen. Und er dachte auch an die Batterien. Licht hatten wir also, nur kalt war uns immer noch. Die Vormieter ließen kein Holz da, und die Verkaufsstellen war entweder leer oder standen so ungünstig, dass das Holz nass war.

Am nächsten Morgen wollte ich wieder in die Stadt fahren, um zu frühstücken, bevor wir zum Vermieter fuhren, um das Stromproblem zu klären. Der Gatte, lange vor mir wach, da genervt, begann stattdessen, Wasser auf dem Grill zu erhitzen, um Kaffee zu kochen. Brötchen gab's vom nahe gelegenen Brugsen.

Liegestuhlblick.
Während wir einkauften, löste der Vermieter unser Stromproblem. Wer hätte gedacht, dass der Hauptschalter mit "Vand", "Wasser" beschriftet ist und auf Rot stehen muss, nicht auf Grün, damit Strom, nicht Wasser fließt?! Und warum sollte man für dämliche Touristen einen Hinweis anbringen, wenigstens auf Dänisch?!

Drinnen floss endlich Strom, draußen strömte der Regen. Aber wir hatten Holz und  Lebensmittel und richteten uns ein. Es wurde ein fauler Tag mit Basteln, Lesen, Fernsehen gucken und Schlafen.

Am nächsten Tag war dann plötzlich für drei Tage Sommer.

Während ich mich einem ausgiebigen Wellnessprogramm widmete, um mich anschließend auf dem Liegestuhl zu erholen, startete der Gatte zu einem ersten Strandspaziergang.

Liegestuhlblick.
Nachts regnete es, aber das störte uns nicht weiter, solange es tagsüber einigermaßen trocken ist.

Die geplanten Rad- und Wandertouren mussten allerdings ausfallen. Der Gatte, seit April maladierend, bekam Herzprobleme. Sonst in der Lage, 30 Kilometer und mehr zu wandernd, schaffte er keine 300 Meter mehr ohne Pause, fiel einfach vom Rad.

Es ist zwar ein erhebendes Gefühl, eine bessere Kondition als der Gatte zu haben, aber unter diesen Umständen konnte ich darauf verzichten.

Mein Held wollte weder zum dänischen Arzt noch nach Hause, also reduzierten wir unser Sportprogramm radikal. Inzwischen wissen wir, dass alles nicht so dramatisch war, nur seine Medikamente neu eingestellt werden mussten. Gott sei Dank!

Ich hätte natürlich auch alleine losfahren können, aber dazu hatte ich keine Lust. Ich freute ich stattdessen darüber, in der Sonne liegen und lesen zu können, denn dazu kam ich den ganzen Sommer nicht. Und abends fand ich endlich Zeit, ausgiebig zu basteln, während der Gatte sich durch mitgebrachte DVDs arbeitete oder durch Programme, die wir zu Hause nicht empfangen können, zappte.

Einen Vorteil hatte das schlechte Wetter:
Wir sahen jede Menge Regenbögen.
Ende der Woche setzte dann wieder der nicht vermisste Regen ein.

Aus den Mai-Urlauben kennen wir Wolkenbrüche. Jetzt aber war das Wetter so verrückt, dass wir, kaum ahnten wir eine Wolkenlücke und gingen los, sofort vom nächsten Schauer überrascht wurden. Nachts gab's Stürme, die mich um das Dach bangen ließen und die Gartenmöbel von der Terrasse schoben.

Außerdem wechselten Hoch- und Tiefdruckgebiete so rasch, dass ich Migräne bekam.

Nein, wir brauchen keinen blauen Himmel. Grauer tut's auch. Aber Sturm und Dauerregen machten uns mürbe. Ich wollte früher abfahren, auch, damit der Gatte zum Arzt kommt, aber der wollte stur bleiben. Inzwischen hatte er alle DVDs gesehen und entdeckte TV-Kochsendungen für sich ... Ich war froh, dass ich mein eBook vor der Abfahrt noch prall füllte.

Bedingt durch das Wetter waren wir viel mit dem Auto unterwegs, hatten aber wenig Lust, uns irgendwas anzuschauen, sofern das mit Aussteigen verbunden war - der Weg vom Parkplatz zum Eingang war selten trocken zu schaffen, und da zum Regen Wind kam, nützten auch Jacken wenig.

Am Ende der zehn Urlaubstage war ich urlaubsreif und froh, dass ich wieder ins Büro durfte. Der Gatte ist noch immer maladierend und urlaubsreif, freut sich auf das bevorstehende lange Wochenende und seinen Weihnachtsurlaub.

Im Mai wird's wohl wieder nach Dänemark gehen - mit einem hoffentlich gesundeten Gatten.

Freitag, 27. September 2013

Nachgekocht: Kürbis-Linsen-Curry

Kürbis-Linsen-Curry mit Malabar-Curry-Paste.
Ich freue mich immer, wenn ich andere als die vom Gatten so geliebten Tellerlinsen verkochen kann. Es gibt so viele Linsensorten, warum sich auf eine beschränken?! Die roten sind besonders eisenhaltig, was meinen chronischen Eisenmangel freut.

Da wir keinen halben Kürbis im Kühlschrank hatten, kaufte ich einen ganz kleinen beim Lieblingsbiostand auf dem Markt. Ansonsten ist das Curry auch prima zur Resteverwertung geeignet.

Kürbis-Linsen-Curry

Zutaten für 4 Portionen:
neutrales Öl
1/2 Zwiebel, gewürfelt
1 kleiner Hokkaido-Kürbis, entkernt und in mundgerechten Würfeln
3 Wurzeln, geschält und mundgerechte Würfel (etwa in der Größe der Kürbiswürfel)
ein großzügiger Schluck Noilly Prat oder Weißwein
500 ml Gemüsebrühe
100 g rote Linsen
2 EL Malabar-Curry-Paste (oder ein anderes Currypulver / eine andere Currypaste)
Salz
Pfeffer
1 Spritzer Zitronensaft
1/2  EL Schwarzkümmel
1 Prise Cumin
1-2 EL Crème Fraîche oder Joghurt

Zubereitung:

Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig andünsten. Kürbis und Wurzeln dazugeben, 3 bis 4 Minuten anbraten. Mit dem Noilly Prat ablöschen, die Currypaste einrühren und etwas einkochen lassen. Brühe hinzu fügen und die Linsen einstreuen. Zum Kochen bringen und etwa 20 Minuten köcheln lassen bzw. bis die Linsen und das Gemüse gar sind. Ab und zu umrühren und prüfen, ob eventuell noch Brühe fehlt und zugegeben werden muss. Mit den restlichen Zutaten abschmecken. Joghurt/Crème fraîche auf dem Teller über dem Curry verteilen.

Dazu schmeckt Fladenbrot, aber eigentlich braucht es keine Beilage.

Quelle: Paprika meets Kardamom