Freitag, 8. Mai 2015

In der historischen Hanauer Museumsbahn

Wie bei der historischen Butzbach-Licher-Eisenbahn führt auch die Museumseisenbahn Hanau eine "Donnerbüchse" als Thekenwagen mit.

Mohnkuchen mit Streuseln, schön saftig.
Diesmal gefiel uns der Thekenwagen nicht so gut, aber auf der Hinfahrt liefen fleißige Vereinsmitglieder durch die Wagen und verkauften Kuchen (theoretisch verkauften sie auch Kaffee, aber der versickerte anscheinend in den hinteren Wagen).

Eine Kiste Kuchen, bitte.
Auf der Rückfahrt holten wir uns dann selbst einen Kaffee im Thekenwagen.

Im Thekenwagen.
Fotos von der Fahrt in der historischen Eisenbahn gibt's im kleinen Blog.

Montag, 4. Mai 2015

Küche, Höker und Milchbar im 50er-Jahre-Museum in Büdingen

Das 50er-Jahre-Museum in Büdingen, das im Aufbau teilweise einer Wohnung, teilweise einer Kleinstadt ähnelt, verfügt auch über eine Küche, eine Milchbar und einen Höker.

Blick auf den sonntäglichen Kaffeetisch in einer 50er-Jahre-Küche. So sah's bei meinen Eltern und Großeltern auch aus. Den Krümelsauger gibt es hier bis heute.
Das untere Geschirr stammt von Melitta und ist bei Mudderns bis heute im Einsatz.
Eine züchtige Hausfrau in einer typischen 50er-Jahre-Küche.
In der Milchbar kann man an den Wochenenden Milkshake trinken. Manchmal wird sie abends auch für Veranstaltungen genutzt.

Hier sind ein paar Impressionen.

Beim Höker. Vieles wurde lose verkauft, zum Beispiel Milch. Im Krug vorne wurde Essig verdünnt und dann verkauft - sofern auch der Kunde einen Krug dabei hatte.
Detailblick auf den Verkaufstresen. In die Spitztüte kamen Waren, die geschüttet werden konnten wie Hülsenfrüchte.
Bei der Küche hat mich vor allem fasziniert, dass alle Ausstellungsstücke einfach so rumstanden - meistens ohne Erläuterungen und bereit zum Anfassen. Ich hätte Angst, dass die alle Füße bekommen ...

Helferlein für die Küche.
Kassensituation.
Die Küche an sich kam mir sehr vertraut vor: Die Anbauküche "Colora" der württembergischen Firma Leicht oder einer ihrer Nachbauten fand sich auch in meinem Elternhaus. Einzelne Schränke begleiteten mich, bis ich 2000 mit dem Gatten zusammenzog.

Diese Spülmaschine hat es uns angetan. Ob das Geschirr da bruchfrei raus kam?
Als hätten wir Mudderns Küchenschränke geöffnet ... 
Das Schulkochbuch ist das, was Mudderns mir mitgab, als ich auszog.
Kochen mit Kohle / Holz und Elektrizität. Die stapelbaren Kochtöpfe sparten Platz und Energie - eine Idee, die man heute wieder aufgreifen könnte.
Ein wenig versteckt wurde auf die Care-Pakete hingewiesen. Die Versorgungslage im Nachkriegsdeutschland war so desolat, dass große Teile der Bevölkerung auf die amerikanischen Lebensmittelspenden angewiesen waren - und nicht nur auf die. So wurde beispielsweise in Großbritannien der Weizen rationiert, um ihn nach Deutschland zu importieren.

Auf einem der Küchenschränke fanden sich Care-Pakete.
Die 10 US-Dollar, die ein Care-Paket kostete, wurden von den amerikanischen Absendern oft mühselig zusammengespart - die wenigsten Spender waren reich. Die meisten gehörten zum (unteren) Mittelstand und wussten selbst nur zu gut, was es bedeutet, Hunger zu leiden.

Als die magere Zeit vorbei war, galt es, Kalorien zu sparen.
Heute wünsche ich mir oft, mehr Menschen würden sich an die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erinnern, daran, was es heißt, auf der Flucht zu sein, Hunger zu leiden, in einem fremden Land von vorne anfangen zu müssen. Dann wären manche vielleicht weniger hartherzig.

Blick in eine Milchbar aus den 50er Jahren.
Solche Erdnussspender gab's bei uns auf dem Dorf in den Gaststätten noch bis weit in die 70er Jahre. 
Erst im letzten Drittel der 1950er Jahre verbesserte sich die Versorgungslage der Bevölkerungsmehrheit, erreichten "Wirtschaftswunder" und "Fresswelle" die westdeutsche Republik.

Weitere Museumsimpressionen gibt es im kleinen Blog.

Donnerstag, 30. April 2015

Gebratener grüner Spargel mit Polenta

In der Spargelzeit halte ich auf dem Heimweg gerne bei Edeka Struve, wenn ich sicher sein will, auch nach Feierabend noch grünen Spargel aus Deutschland in guter Qualität zu bekommen. Der Stand vom Spargelhof Nuttelmann, bei dem wir sonst unseren Spargel kaufen, hat grundsätzlich keinen grünen, und in den Supermärkten oder beim Grönhöker gibt es oft nur ausländischen. Das muss ja nun in der Saison nicht sein.

Ursprünglich wollte ich Anikós Spargel-Kartoffel-Tarte nachbacken, weil ich dachte, sie wäre mit Polenta. War sie nicht. Und dann auch noch die vielen Zutaten. Mal ehrlich, mehr als drei Zutaten braucht doch kein Mensch. Außerdem: Ich will heute Polenta zu meinem Spargel!

Schließlich wurde ich bei Christina fündig und wandelte ihr Rezept leicht ab, da sie schrieb, die Polenta-Sticks würden nicht richtig fest und zerfielen beim Braten. Kurzerhand rechnete ich mein bewährtes Polenta-Rezept auf eine Portion herunter.

Gebratener grüner Spargel mit Polenta.
Gebratener grüner Spargel mit Polenta 

Zutaten für 1 bis 2 Portionen:

225 ml Gemüsebrühe
62 g Polenta (Maisgrieß)
500 g grünen Spargel
Parmesan
Olivenöl
Salz
Pfeffer
2-3 Stängel glatte Petersilie

Zubereitung:

Die Gemüsebrühe aufkochen, Maisgrieß einrühren. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dabei stetig umrühren. Eventuell noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Achtung, die Masse wird richtig fest, damit sie sich später gut weiterverarbeiten lässt. Ist sie zu fest, lässt sie sich nicht mehr rühren, etwas Milch, Wasser oder Gemüsebrühe zugeben, um die Masse wieder rührfähig machen. Polenta vom Herd nehmen, noch ca. 10 Minuten im Topf quellen lassen.

Die Polenta auf einer Schicht Backpapier verstreichen, eine zweite darüber legt und die Masse dann mit einem Schneidbrett platt drücken, so dass sie etwa 2 cm hoch ist. Erkalten lassen. Die fest gewordene Polenta mit einem Messer in Rauten schneiden.

Während die Polente erkaltet, die holzigen Ende des Spargels abbrechen. Die Spargelstangen in etwa 4 cm lange Stücke schneiden und waschen. Die Petersilie waschen, die Blätter abzupfen und fein wiegen. Vom Parmesan mit einem Sparschäler Späne ziehen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Polentarauten darin von beiden Seiten knusprig braten. Auf einem Stück Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Spargelstücke in der Pfanne von allen Seiten anbraten, bis sie leicht glasig sind. Die Petersilie dazu geben und alles kurz schwenken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Spargel und Polenta zusammen mit dem Parmesan servieren.

Inspiration: New Kitch on the Blog

Mittwoch, 29. April 2015

Rezension: Claire Hajaj "Ismaels Orangen"

Ismaels Orangen (Front-Cover)Wer so alt ist wie ich, für den sind "Jaffa" und "Orangen" quasi synonym. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese Orangensorte in der Hafenstadt Jaffa für den Export angebaut. Die leuchtend orangenen Früchte kamen in Holzkisten, später in Pappkartons, in alle Welt.

Eine Zeitlang arbeiteten Juden und Araber im britischen Mandatsgebiet Palästina gemeinsam in Anbau und Export der Jaffa-Orangen, wurden die Früchte zu einem Symbol positiver arabisch-jüdischer Beziehungen. Damit war spätestens mit dem Israelischen Unabhängigkeitskrieg Schluss. 1950 enteignete der israelische Staat alle Palästinenser, die während des Krieges flohen.

Heute finden sich bei Jaffa keine Orangenhaine mehr, werden die Früchte dort nicht mehr angebaut.

Die Geschichte einer der Familien, die durch den Israelischen Unabhängigkeitskrieg aus Jaffa vertrieben wurde, schildert das Buch "Ismaels Orangen" von Claire Hajaj. Der Vater vom Protagonisten Salim besaß Orangenhaine. Wie für seine Brüder auch, wurde zu Salims Geburt ein Orangenbaum im elterlichen Garten gepflanzt. Im April 1948 freut sich der Siebenjährige darauf, zum ersten Mal die Früchte seines Baumes ernten zu dürfen.

Doch der Krieg bricht aus und treibt die ganze Familie in die Flucht, an der die ohnehin brüchige Ehe von Salims Eltern zerbricht. Der Versuch, den Grundbesitz in Jaffa wiederzukommen, scheitert. Die einstmals wohlhabende Familie verarmt. Salim geht zu seinem älteren Bruder nach London und nimmt ein Studium auf.

Zur selben Zeit wächst Judith als Tochter von Holocaust-Überlebenden in England auf – und sehnt sich danach, irgendwann ein normales und glückliches Leben führen zu dürfen. Als Salim und Judith sich im London der Sechzigerjahre begegnen und ineinander verlieben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und stellt ihre Liebe auf eine harte Probe. Angeregt durch seinen jüngeren Bruder, den die Mutter mit nach Beirut nahm, wird ein Traum in Salim geweckt: Eines Tages zu seinem Baum zurückzukehren und im Land seiner Väter zu leben.

"Ismaels Orangen" ist beeinflusst und inspiriert durch die Familiengeschichte von Claire Hajaj: Sie ist die Tochter einer jüdischen Mutter und eines palästinensischen Vaters, wuchs in England und im Nahen Osten auf. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer vierjährigen Tochter in Beirut, wo beide für die Vereinten Nationen arbeiten.

Claire Hajaj schildert die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Salim und Judith und erzählt sehr warmherzig, so dass die Leserin sich in beide Charaktere sehr gut hineinversetzen, für beide Sympathien entwickeln kann. Rasch wird deutlich, dass Juden und Araber durchaus mehr gemeinsam haben, als sie sich oft eingestehen mögen.

Ebenfalls wird deutlich, dass Judith und Salim gesellschaftlich zwischen allen Stühlen sitzen, dass ihre Beziehung nicht in das beschränkte Schubladendenken vieler Menschen passt. Das Paar stößt also nicht nur in der eigenen Familie auf Widerstand, wobei die sich teilweise leichter überwinden lassen als die Abneigung von Kollegen, worunter insbesondere Salim leidet. Aber auch die Kinder tragen schwer am elterlichen Erbe.

Hajaj erzählt warm, herzlich und bunt, mit Pathos und Empathie. Es gelingt ihr, die Leserin in die Welt des Nahen und Mittleren Ostens mitzunehmen. Aus dem Buch atmet der Duft von Orangenblüten, weh eine kühle Meeresbrise, glüht der Wüstensand. Auch wenn das Buch streckenweise Längen hat, bereitet es großes Lesevergnügen.

Vielen Dank an Blogg Dein Buch und Blanvalet für das Rezensionsexemplar.

Verlagsangaben: Claire Hajaj / Ismaels Orangen / Roman / Originaltitel: Ishmael's Oranges / Aus dem Englischen von Karin Dufner / Deutsche Eerstausgabe / Gebundenes Buch mit Schutzumschlag / 448 Seiten / ISBN: 978-3-7645-0516-5 / € 19,99 / Verlag: Blanvalet

Dienstag, 28. April 2015

Tomoshiraga Somen Nudeln mit Edamame und Petersilienöl

Dieses Gericht ist schnelle Feierabendküche, die zudem auch noch ohne dusselige Ersatzprodukte vegan ist und meinem chronischen Eisenmangel auf die Sprünge hilft. Bis auf die frische Petersilie sind alle Zutaten im Vorrat, so dass dieses Gericht am Dauerevent "Schatzsuche im Vorratsschrank" teilnimmt.

Nudeln mit Edamame und Petersilienöl.
Die Nudeln kannst Du durch andere asiatische, italienische oder sonstige Nudeln ersetzten. Bei der Petersilie kannst Du auch die Stiele mit verarbeiten, nur war ich zu faul, die ordentlich zu pürieren und hatte so viel Petersilie gekauft ...

Wenn Du das Gefühl hast, dass Dir das Petersilienöl zu ölig gerät, nimm einfach ein bisschen vom heißen Nudelwasser ab und mixe das unter das Öl. Es wird dann geschmeidiger und ein bisschen leichter.

Die Sesamkörner bekommen mehr Geschmack, wenn Du sie in einer Pfanne ohne Fett anröstest.

Tomoshiraga Somen Nudeln mit Edamame und Petersilienöl

Zutaten für 1 bis 2 Portionen:

160 g Tomoshiraga Somen Nudeln
200 g Edamame, geschält
1 - 2 Bund glatte Petersilie
1 EL Sesamkörner
1 - 2 Knoblauchzehen, geschält
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Wasser zum Kochen bringen. Ich bin eine faule Hausfrau: Ich gebe die Nudeln unten in den Topf und die Edamame in ein Sieb, das ich in den Topf hänge.

Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Die Edamame ca. 5 Minuten kochen, dann abschrecken und in eine Schüssel geben. Wenn die Nudeln gar sind, das Wasser abgießen und die Nudeln zu den Edamame geben.

Während ich darauf warte, dass das Wasser kocht, püriere ich Petersilie, Sesam, Knoblauch und Öl miteinander. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, zu den Nudeln und Edamame geben, gut miteinander vermischen - fertig.

Inspiration: NYT. Das Originalrezept stammt von Martha Rose Shulman.

Affiliate Links zu den Zutaten und den Kochbüchern von Martha Rose Shulman:

Samstag, 25. April 2015

Rückblick: Wochenplan KW 17 und drei Wochen mit Foodsharing / Leben aus dem Vorrat

Single-Kühlschrank am Ende der KW 17.
Als feststand, dass der Gatte in die Reha geht, nahm ich mir vor, weitgehend aus den Vorräten zu leben und Foodsharing zu nutzen. Letzteres geht mit dem Gatten schlecht, denn bei Foodsharing weiß ich vorher nie, was ich bekomme, in welcher Menge und in welchem Zustand. Kurz: Foodsharing ist ein bisschen so wie Lebensmittel von der Tafel, nur ohne Einkommensgrenze.

Der Gatte ist da wenig experimentierfreudig, weiß gerne im Voraus, was es zu essen gibt, und mag nicht vegetarisch oder vegan essen müssen, wenn Foodsharing oder Vorrat kein Fisch oder Fleisch hergeben. Ich bin da genügsamer.

Als ich in KW 15 aus Bad Nauheim zurückkam, inspizierte ich den Vorratsschrank und den Tiefkühler. Danach kaufte ich ein: Champignons, Petersilie, Milch (die fror ich ein, weil ich nicht dazu kam, Milchreis zu kochen und noch zwei Liter Milch da waren, die ich nicht so schnell verbrauchte wie gedacht), Butter, Joghurt, Lachs, Pecorino, Silberzwiebeln, Cornichons und Hüttenkäse.

Am Ende der KW 15 kaufte ich auf dem Heimweg Eier, weil ich Ravioli machen wollte, Hefe, weil ich Brötchen backen wollte, und Hüttenkäse. Den esse ich gerne als Zwischenmahlzeit, der sollte also immer im Kühlschrank sein. Gleichzeitig war meine Foodsharing-Premiere: Ich holte auf dem Heimweg viele TK-Backwaren und belegte Brötchen ab, ersparte mir also das Experiment Brötchenbacken.

Zum Wochenplan der KW 15.

In KW 16 kaufte ich lediglich einen Kasten Kresse, ein Bund Schnittlauch, zwei frische Brötchen und ein Stück Nachmittagskuchen. Radieschen, schwarzen Rettich und Mandarinen bekam ich beim Foodsharing, Schwiegermutter versorgte mich mit Kartoffeln und Tsatsiki, die während ihres Kurzurlaubs verdorben wären.

Zum Wochenplan der KW 16.

In dieser Woche lebte ich ohne Plan und ohne Foodsharing. Stattdessen war ich Montag bei Edeka und ließ mich vom Angebot dort leiten. Ich kaufte Grünen Spargel und Kalbsleber.

Sonnabend aß ich Pellkartoffeln mit Tsatsiki.

Sonntag gab's Rinderbraten mit brauner Sauce aus dem TK-Vorrat. Eine Portion ging zudem an Schwiegermutter, damit sie was zu essen hatte, als sie aus dem Kurzurlaub kam, zwei weitere reichten mit Schupfnudeln noch für Montag und Dienstag.

Mittwoch wäre eigentlich Fairteiler-Tag gewesen, aber angesichts der Mega-Staus in der Stadt war ich froh, dass ich fast alles für's Essen zu Hause hatte. Einzig ein paar Kräuter fehlten noch, waren auch nicht in Garten oder Balkon. Nachdem ich für die abendlichen 18 km knapp zwei Stunden brauchte, hielt ich kurz bei Rewe. Danach gab's Grünen Spargel mit Polenta.

Donnerstag gab es Kalbsleber venezianischer Art mit Polenta - ich hatte am Vortag gleich die doppelte Portion gemacht, damit es abends schneller Essen gibt.

Freitag gab's Grießbrei. Manchmal ist mir nach solchem Seelenfutter.

Insgesamt habe ich in diesen drei Wochen sehr wenig Geld für Lebensmittel ausgegeben - Foodsharing und Kochen aus dem Vorratsschrank sei Dank. Ich hätte noch weniger Geld ausgeben können, aber dann hätte ich das Gefühl gehabt, gar keine frischen Lebensmittel mehr zu essen, immer nur zu improvisieren. Und ich hätte ebenfalls deutlich weniger ausgegeben, hätte ich auf Brause und Schnobkram verzichtet. Ein Leben ohne Schokolade ist zwar möglich, aber ziemlich sinnlos, finde ich.

Wäre ich Single, würde ich Foodsharing sicher regelmäßig nutzen. So werde ich dem Gatten zwar von meinen Erfahrungen berichten, aber ich glaube, er wird sich darauf kaum einlassen, das Experiment fortzuführen.

Donnerstag, 23. April 2015

Nachgekocht: Gewürzter Rhabarberkompott aus dem Ofen

Gewürzter Rhabarberkompott aus dem Ofen
auf Joghurt.
Rhabarberkompott mache ich gerne im Frühling. Es lässt sich vielfältig würzen und ist mit Joghurt oder Reis ein lecker-leichtes Büro-Mittagessen.

Anikó, von der ich das Rezept habe, schreibt, das Kompott ließe sich in Gläser füllen und aufbewahren. Wie sie habe ich das aber noch nicht ausprobiert.

Mal schauen, ob ich in der nächsten Saison mal dazu komme. Dann wäre das Kompott auch ein schönes Geschenk aus der Küche oder könnte für die rhabarberlose Saison aufbewahrt werden.

Gewürzter Rhabarberkompott aus dem Ofen

Zutaten für 4 bis 6 Portionen:
1 kg roter Rhabarber
1 Vanilleschote
1 cm Ingwerwurzel
1 Zimtstange
2 frische Lorbeerblätter
300 g Zucker
150 ml Wasser

Rhabarberkompott mit Joghurt.
reisefertig für's Büro.
Zubereitung:

Rhabarber waschen, putzen, falls nötig schälen und in 2 bis 3 cm lange Stücke schneiden. Die Stücke nebeneinander in nur einer Schicht in eine große ofenfeste Form oder ein tiefes Backblech legen.

Für den Gewürzsirup die Vanilleschote längs halbieren und das Mark heraus schaben. Ingwer in Scheiben schneiden und mit Zimt, Lorbeerblättern, Vanilleschote und -mark sowie mit Zucker und Wasser aufkochen lassen, bis sich der komplett Zucker aufgelöst hat. Den Sirup über den Rhabarber gießen. Form oder Blech mit Alufolie abdecken.

In den Ofen schieben und bis 180°C (Umluft) etwa 15 bis 20 Minuten garen lassen, je nach Dicke und Größe der Rhabarberstücke.

Quelle: Anikó

Affiliate link

Dienstag, 21. April 2015

Champignons mit Leber-Paté gefüllt auf Apfelringen

In unserem Vorratsschrank gab es eine ungeplante Paté-Vermehrung. Der Gatte isst keine Paté, war aber bei einem Hofladenbesuch der Ansicht, er müsse jetzt sofort auf der Stelle ein paar Gläser kaufen. Sie ladeten im Vorratsschrank.

Als der Gatte in der Reha war, nutzte ich ich die Chance, den Vorratsschrank gründlich aufzuräumen. Aus einem Glas Paté, einem angebrochenen Beutel getrockneter Apfelringen und einem Stück Käse, das noch im Kühlschrank war, wurde dieses Gericht.

Champignons mit Leber-Paté gefüllt auf Apfelringen.
Und da die meisten Zutaten aus dem Vorrat stammen, nimmt dieses Gericht am Dauerevent "Schatzsuche im Vorratsschrank" teil.

Champignons mit Leber-Paté gefüllt auf Apfelringen

Zutaten für 1 - 2 Portionen:

6 große Champignons
180 g Paté
1 Schalotte, fein gehackt
2 EL Käse, fein gerieben oder gewürfelt (die Sorte, die gerade da ist)
Thymian, frisch oder getrocknet
1 Handvoll getrocknete Apfelringe
Gemüsebrühe oder Apfelsaft
Öl
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Stängel von Champignons entfernen und fein würfeln. Mit Schalotte und Thymian in etwas Öl anschwitzen, dann mit der Paté vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Apfelringe in eine Auflaufform legen und die Champignonköpfe darauf platzieren und mit der Paté füllen. Den Käse auf die gefüllten Champignonköpfe streuen. Etwas Gemüsebrühe oder Apfelsaft angießen.

Bei 180°C (Umluft) etwa 10 bis 15 Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.

Gefüllt Champignons, frisch aus dem Ofen.
Inspiration: CK