Samstag, 10. Januar 2026

Wochenplan in KW 02/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCIV

Montag half alles nichts. Ich musste das Karlchen freischaufeln und mit dem Auto zum Einkaufen fahren, trotz Schnee und Eis, denn ich brauchte zu viel für ÖPNV, Hackenporsche und Rucksack. Ich lebe noch immer weitgehend aus dem Vorrat, kann aber keine Linsen-Lasagne, keine Lasagne, keine Linsen-Bolognese oder Bolognese mehr sehen, also mussten ein paar frische Zutaten her. 

Also schaufelte ich 40 cm Schnee vom Auto und fuhr ins Nachbardorf, wo es zwei Discounter, einen Supermarkt mit Bäcker und einen Drogeriemarkt gibt. Im Laufe der Woche war ich in der Trafik, nochmal in einem Drogeriemarkt, im Wollladen und beim Schlachter.

Beim Kochen komme ich langsam mit kleinen Mengen zurecht. Rezepte für vier Portionen lassen sich in der Regel gut teilen, so dass ich zwei Mal davon essen kann, statt zwei weitere Portionen einzufrieren. Auf bestimmte Gerichte, die für vier Portionen schon schwierig zuzubereiten sind, verzichte ich momentan oder hole sie vom Schlachter. Seit gestern gibt es die Idee, beispielsweise Rouladen, Grünkohl, Kohlrouladen oder Gulasch mit der 91jährigen Nachbarin zu teilen, denn sie vermisst diese Gerichte auch. Mal schauen.

Mein Plan für die zweite Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Von Neujahr hatte ich noch Miesmuscheln übrig. Die wurden Sonnabend zu Spaghetti mit Miesmuscheln.

Sonntag gab's Bratwurst mit Sauerkraut und Semmelknödeln. Das kann ich jetzt auch erstmal nicht mehr sehen.

Montag bereitete ich Ofen-Shakshuka mit Avocado und Ei zu.

Dienstag nahm ich Butterchicken aus dem Tiefkühler und kochte Reis dazu. Die Menge für eine Portion Reis habe ich inzwischen im Griff.

Mittwoch wärmte ich Ofen-Shakshuka mit Avocado und Ei auf.

Donnerstag wurde ich etwas aus der Bahn geworfen, denn eigentlich sollte das Abendessen wegen des monatlichen Stricktreffens ausfallen. Da im Laufe des Nachmittags das Wetter aber immer schlechter wurde, entschieden wir uns kurzfristig, das Treffen absagen zu lassen. Ich war Völlig überfordert davon, mir zu überlegen, was ich nun essen möchte - Verhungern im vollen Vorratskeller, sozusagen. Lieferdienst schied aus aufgrund des Wetters (und weil ich den Mindestbestellwert nicht erreiche), zu einem der Imbisse in der Nähe wollte ich auch nicht laufen. Also nahm ich mir den Wochenplan für die kommende Woche vor, der Ofenfisch mit Gurkensalat vorsah. Auf den Gurkensalat hatte ich keinen Appetit, also gab's Ofenfisch mit Ofenkartoffeln

Freitag trabte ich dann trotz des Wetters zum Schlachter, denn ich hatte Sauerbraten mit Salzkartoffeln und Rotkohl bestellt. Als Dessert gab's Cappuccino-Creme. Der Schlachter war eines der wenigen Geschäfte, das geöffnet war. Wer konnte, hielt seinen Laden geschlossen. Dementsprechend ausgestorben war die Stadt.

Wetterbedingt arbeitete ich nur zu Hause, brauchte also nichts für die Mittagspause. Gebacken wurde nicht. Über Too good to go holte ich auch nichts.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ein Kommentar, wie schön! Ich bemühe mich, alle Kommentare zu beantworten. Allerdings kann das manchmal etwas dauern - das Leben neben dem Blog, Du verstehst. Wenn Du Dich durch eine Sicherheitsabfrage quälen musst oder der Kommentar erst moderiert wird, heißt das, dass es gerade viele Spamkommentare gibt. Last but not least: Ich behalte mir vor, einzelne Kommentare zu löschen.