Freitag, 10. Juli 2015

Aperol-Gelee

Aperol Spritz ist ein Klassiker im Sommer, mit dem ich gerne experimentiere, wie Du hier sehen kannst. So kam das Aperol-Gelee gleich auf meine Nachkochliste, als ich es in einer meiner virtuellen Kochgruppen entdeckte. So, wie wir es letzten Sonnabend zubereiteten, war's aber nicht so ganz unser Fall: Uns schmeckte das Gelee viel zu sehr nach Alkohol.

Morgen Abend haben wir wieder Gäste, da werde ich das Aperol-Gelee nochmal machen, aber mit Orangensaft statt mit Weißwein. Ich denke, der Aperol-Geschmack kommt dann auch besser zur Geltung.

Aperol-Gelee mit Erdbeeren.
Aperol-Gelee

Zutaten für 4 Portionen:

50 ml Aperol
30 g Gelatinepulver (Sofortgelatine)
450 ml Weißwein oder Sekt
5 g Zitronensäure

Zubereitung:

Aperol und Gelatine mischen und kurz quellen lassen.

Weißwein und Zitronensäure erwärmen. Die Gelatinemischung darin auflösen. Die Flüssigkeit in eine Form stellen und über Nacht bzw. ein paar Stunden kaltstellen.

Ich servierte das Gelee mit Erdbeeren, die ich in Orangensaft und Zucker marinierte und mit etwas geraspelter weißer Schokolade versah.

Inspiration: Rons Kochlabor

Donnerstag, 9. Juli 2015

Hähnchenbrustfilet mit Aprikosen-Chili-Thymian-Kruste nach Holger Stromberg

Für unseren mediterranen Terrassenabend war auch ein Hauptgericht vorgesehen, nämlich dieses. Dann allerdings war's schlichtweg viel zu heiß, um viel zu essen. Als wir vor zweieinhalb Wochen den Abend planten, war es noch so kühl, dass ich froh war um die Terrassenheizung. Letzten Sonnabend dann erwog ich, einen Ventilator auf die Terrasse zu stellen ...

Hähnchenbrustfilet mit Aprikosen-Chili-Thymian-Kruste.
Im Sommer, wenn alle Zutaten Saison haben, ist das hier schnelle Feierabendküche voller Aromen.

Das Originalrezept stammt von Holger Stromberg und wird mit Heilbutt zubereitet, aber da keiner außer mir Fisch mochte, gab's Huhn.

Hähnchenbrustfilet mit Aprikosen-Chili-Thymian-Kruste.
Hähnchenbrustfilet mit Aprikosen-Chili-Thymian-Kruste

Zutaten für 2 Portionen:

2 Hähnchenbrustfilets
Rapsöl
6 Aprikosen, entkernt und fein gehackt
1 Chilischote, fein gehackt
2 - 4 Thymianstängel, die fein gehackten Blätter davon
30 g Semmelbrösel
1/4 Limette, die Schale davon
4 - 6 Cocktailtomaten
4 EL Olivenöl
80 g Butter
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2 Sternanis
1 TL Fenchelsamen
200 g Babyspinat, gewaschen
1 Prise gemahlene Vanille
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Hähnchenbrustfilets in etwas Rapsöl in einer ofenfesten Pfanne von beiden Seiten anbraten.

Während das Filet gart, für die Kruste Aprikosen, Chili, Thymianblättchen, Limettenschale und Semmelbrösel vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Über die beiden Filets geben und im Backofen bei 160°C (Oberhitze/Grill) bräunen.

Währenddessen Butter in einem Topf zerlassen. Die Tomaten waschen, halbieren und mit Olivenöl, Knoblauch, Sternanis, Fenchelsamen und gemahlene Vanille in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze zugedeckt im eigenen Saft schmoren lassen. Am Ende der Garzeit den Spinat dazugeben und garen, bis er leicht zusammengefallen ist.

Gemüse und Hähnchen mittig auf einer Platte anrichten und servieren.

Quelle: Holger Stromberg, Das Kochbuch der Nationalmannschaft*

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Mittwoch, 8. Juli 2015

Muhammara nach Holger Stromberg

Muhammara ist ein scharfer roter Paprika-Dip, der ursprünglich aus dem syrischen Aleppo kommt. Er ist in der ganzen Levante und in der Türkei bekannt, teilweise auch unter dem Namen "Acuka". Die Zutaten sind simpel, der Dip ist schnell gemacht.

In das Originalrezept kommen neben Paprika getrocknetes Brot, gemahlene Walnüsse, Olivenöl, gerne auch Knoblauch und Zitronensaft, vor allem aber frischen oder getrockneten Aleppo Pepper, eine spezielle fruchtige Chili-Sorte, die eher mild als scharf ist und nur in dieser Gegend Syriens wuchs - genau, wuchs, denn durch den syrischen Krieg ist es nicht mehr möglich, Aleppo Pepper zu bekommen. Der Krieg fordert nicht nur Menschenleben, sondern zerstört auch Gewürze, Traditionen und Kulturen.

Die türkische Variante des Aleppo Pepper ist Pul biber* - den bekommst Du im gut sortierten Gewürzregal oder beim "Türken" um die Ecke. Alternativ kannst Du auch Harissa*, Zhug* oder eine andere fruchtig-scharfe, orientalische Gewürzmischung nehmen.

Muhammara, wörtlich "rötlich", eine fruchtig-scharfe Paprikapaste.
Muhammara nach Holger Stromberg

Zutaten für 1 Portion:

3 rote Paprika, im Backofen gegart und gehäutet
1 Handvoll Walnüsse, in einer Pfanne ohne Fett geröstet
6 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Harissa, Pul biber, Zhug oder was Du halt bekommen kannst
Salz
Pfeffer
Semmelbrösel
Limettensaft

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf Gewürze, Semmelbrösel und Limettensaft in einen Blender geben oder mit dem Stabmixer pürieren.

Mit den Gewürzen und dem Limettensaft abschmecken, ein paar Semmelbrösel unterheben, so dass die Masse eine leichte Bindung hat, und servieren.

Quelle: Holger Stromberg, Das Kochbuch der Nationalmannschaft*

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Oliventapenade nach Holger Stromberg

Die Oliventapenade ist einer von vier Dips, die Holger Stromberg für das Pfannenbrot empfiehlt.

Oliventapenade.
Uns sagte die Konsistenz nicht so zu. Wir würden sie beim nächsten Mal eher als Creme servieren, also pürieren.

Oliventapenade nach Holger Stromberg

Zutaten für 1 Portion:

160 g schwarze Oliven, fein gehackt
1/2 Chilischote, entkernt und fein gewürfelt
1 TL frische Thymianblättchen
1 TL Sesam
1 TL Olivenöl
Meersalz nach Geschmack
Limettensaft nach Geschmack

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut vermengen.

Quelle: Holger Stromberg, Das Kochbuch der Nationalmannschaft*

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Pfannenbrot nach Holger Stromberg

Das Wetter an unserem Kochabend war ideal für Hefeteig: Heiß und dampfig. Dementsprechend ging der Teig für das Pfannenbrot in Rekordzeit hoch.

Schmeckt auch zum Frühstück: Pfannenbrot mit Oliventapenade. 
Mich hat das Rezept beim Lesen etwas verwirrt, denn Hefe, Backpulver, Joghurt und Ei in einem Brotteig waren mir irgendwie zu viel. Aber da ich ein Brotback-DAU bin, hielt ich mich genau an das Rezept. Letztlich war mir der Teig zu hefig - ich werde es sicher noch mal mit der Hälfte und ohne Backpulver versuchen -, aber das Brot war schön fluffig-leicht.

Pfannenbrot in voller Schönheit.
Pfannenbrot nach Holger Stromberg

Zutaten für 1 Brot:

150 ml warme Milch
25 g Zucker
35 g frische Hefe
500 g Mehl (im Original Dinkelmehl, ich nehme immer Dinkel. und Weizenmehl im Mischungsverhältnis 1:1)
Meersalz
1 TL Backpulver
2 EL Olivenöl plus etwas Olivenöl zum Gehen
150 g Joghurt
1 Ei, leicht aufgeschlagen
Butter
Currypulver, zum Beispiel Madras oder Pondichéry
Schwarzer Sesam*

Der Teig für's Pfannenbrot nimmt
ein Sonnenbad.
Zubereitung:

Milch, Hefe und einen halben Esslöffel vom Zucker in eine Schüssel geben und verquirlen. An einem warmen Ort etwa 20 Minuten ruhen lassen, bis die Mischung schaumig wird.

Mehl in eine große Schüssel geben, Meersalz und Backpulver untermischen, dann die Hefemilch, 2 EL Olivenöl, Joghurt und das Ei dazu geben. Alles gut miteinander verkneten, bis der Zeig glatt und geschmeidig ist. Etwas Olivenöl über den Teig geben und die abgedeckte Schüssel an einem warmen Ort zugedeckt etwa eine Stunde stehen lassen, damit der Teig gehen kann.

Wenn sich das Teigvolumen verdoppelte, den Teig nochmals durchkneten. Sollte er zu feucht sein, etwas Mehl hinzufügen, ist er zu trocken, etwas Öl dazu geben. Den Teig so teilen, dass er Pfannengröße hat.

Eine beschichtete Pfanne vorheizen und den Teig bei schwacher bis mittlerer Hitze von beiden Seite etwa 4 bis 6 Minuten backen (ggf. portionsweise, je nach Pfannengröße), dabei mit Butter und Curry bestreichen. Zum Schluss schwarzen Sesam über das Brot streuen.

Quelle: Holger Stromberg, Das Kochbuch der Nationalmannschaft*

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Sabzi als fruchtiger Salat

Das klassische Sabzi ist kein Salat im europäischen Sinne, sondern eine Platte mit Radieschen und Kräutern, die man einfach so mit den Fingern isst. Sanam von "My Persian Kitchen" erklärt das hier sehr anschaulich.

Salat nach Sabzi-Art.
So nett Kräuter ohne alles sind: Mit 'nem Dressing sind sie weniger drüch und mir lieber. Durch die Nektarine kam 'n büschen mediterranes Flair in den Salat. So kreierten wir dann mal eben ein neues Gericht.

Normalerweise sind die Kräuter für Sabzi festgelegt: Persischer Basilikum, Minze, Koriander, Estragon, persische Brunnenkresse, Lauchzwiebeln, Schnittlauch und Radieschen. Da nicht immer und überall alle Kräuter zu bekommen sind, wird improvisiert. So auch bei uns.

Sabzi-Salat im Detail.
Sabzi als fruchtiger Salat

Zutaten für 4 Personen:

Für den Salat:
1 Bund Lauchzwiebeln
1 Bund Radieschen
1 Bund Oregano, Liebstöckel oder Estragon
1 Bund Minze
1 Bund glatte Petersilie
2-3 vollreife Nektarinen
1 kleine Handvoll geröstete Walnüsse

Für das Dressing, Mengen nach Gefühl:
Zitronensaft
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Fliederbeerblütensirup

Zubereitung:

Alle Salatzutaten bis auf die Walnüsse waschen und putzen und in feine Scheiben oder Streifen schneiden. Wenn Du Radieschen aus eigener Ernte hast, kannst Du auch das Radieschengrün mit verwenden. Alles auf einer Platte anrichten.

Die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften, etwas abkühlen lassen und über den Salat geben.

Alle Dressingzutaten in ein Schraubdeckelglas geben und schütteln, bis sie emulgieren. Abschmecken, ggf. nachwürzen.

Sabzi und Dressing servieren. Dazu schmeckt Pfannenbrot oder Fladenbrot.

Dienstag, 7. Juli 2015

Limonade mit Zitronenmelisse (Old-Fashioned Lemon Balm Lemonade)

Im Garten wucherte die Zitronenmelisse das Hochbeet zu. Dieses Jahr war gut für die Zitronenmelisse und den Waldmeister - die anderen Kräuter schwächeln. Am vorletzten Wochenende war's mir dann zu viel: Ich schnitt die Zitronemelisse großzügig ab und stellte die Stiele in eine Blumenvase, bis ich wusste, was daraus werden sollte - Limonade zum Beispiel.

Limonade mit Zitronenmelisse.
Es lohnt sich, von dem Limonadenansatz gleich mehr herzustellen und im Kühlschrank parat zu halten, denn an hießen Sommertagen ist das Getränk sehr erfrischend. Das Schöne: Wenn Dir die Limo zu süß ist, kannst Du sie mit Wasser einfach weiter verdünnen.

Statt Zitronen kannst Du auch gut Orangen oder Limetten nehmen. Die Zubereitung ist die selbe.

Limonade mit Zitronenmelisse 
(Old-Fashioned Lemon Balm Lemonade)

Zutaten für ca. 1 Liter Limonade
4 Zitronen
8 Stängel frischen Zitronenmelissenblätter (plus ein paar zur Deko der Gläser)
100 g Zucker
900 ml Wasser

Lecker Limo.
Zubereitung:

Die Zitronen heiß abwaschen und abtrocknen. Die Schale dünn abschneiden (ohne das Weiße). Die Früchte beiseite legen.

Zitronenschale, Zitronenmelissenblätter, Zucker und 250 ml Wasser in einen Topf geben und langsam zum Kochen bringen, bis der Zucker aufgelöst ist.

Dabei gut umrühren und währenddessen die Zitronenmelissenblätter zerdrücken, um ihr Aroma zu lösen. Die Mischung für mindestens 15 Minuten, aber am Besten bis zum Abkühlen ziehen lassen.

Die Zitronen auspressen und den Saft mit ein paar frische Zweige Zitronenmelisse in einen großen Glaskrug geben, dann den abgekühlten Sirup dazu geben. Den Krug mit dem restlichen Wasser füllen und bis zum Servieren kalt stellen. Auf Eiswürfeln servieren.

Quelle: Es gibt unzählige Rezepte im Inter-Netz, aber ich habe mich an dieses gehalten.

Pimm's - DER britische Sommercocktail

Pimm's - Obstsalat zum Trinken.
Pimm's ist ein klassischer britischer Sommercocktail, den ich durch Herrn London leben kennenlernte. Netterweise lieferte er auch gleich das Rezept und die Geschichte mit dazu.

Ein bisschen mussten wir improvisieren, denn Konstantin nimmt mit Schweppes Lemonade eine herbe Zitronenbrause. Die Sorte  bekam ich nicht (habe ich hier auch noch nie gesehen).

Ich habe mich daher für die Zitronenbrause von Fritz entschieden, damit wir 'n büschen Lokalkolorit haben. Schließlich ist Hamburg die britischste Stadt des Kontinents, da passt das dann schon. Wenn Du den Drink lieber süßer magst, nimm Ginger Ale.

Pimm's von oben.
Pimm's bekommst Du im Getränkefachhandel oder hier*.

Da ich keinen Krug habe, der einen Liter Flüssigkeit plus Obst fasst, habe ich die Pimm's-Brause-Mischung extra gemixt und den Teil, der nicht in den Krug passte, zum Nachfüllen kalt gestellt.

Pimm's von oben.
Pimm's

250 ml Pimm's
750 ml kalte, herbe Zitronenbrause
1 Orange
5 frische große Erdbeeren
1/4 Gurke
4 Stängel frische Minze

Zubereitung:

Die Orange heiß abwaschen.

Erdbeeren und Gurke waschen und putzen.

Die Früchte in mittelgroße Stücke zerschneiden und zusammen mit der Minze in einen Krug werfen. Pimm's dazugeben, mit Brause auffüllen und mit viel Eis in großen Gläsern mit Strohhalm und Löffel servieren.

Quelle: London leben

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