Samstag, 31. Januar 2026

Wochenplan in KW 05/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCVII

Endlich konnte ich mal wieder einen Wocheneinkauf im Nachbardort machen, kam das Karlchen mal wieder aus der Garage! Die Eisplatten in unserer kleinen Anwohnerstraße waren kurzfristig auf ein Minimum getaut, so dass sie mich nicht störten. Ich bin ja der Meinung, ich muss bei diesem Wetter nicht mit dem Auto fahren, wenn es sich vermeiden lässt.

Der Einkauf war ziemlich umfangreich, weil ich einiges brauchte, was ich lange nicht mehr kaufte. Seit dem Tod des Gatten stelle ich ja meine Ernährung langsam um. Bevor der Gatte in mein Leben trat, aß ich viel vegetarisch, kochte meistens Gerichte aus der Levante. Dahin werde ich schrittweise wieder zurückkehren, wenn die Fleischberge aus der Hofschlachtung verbraucht sind. 

So schlich ich denn mit einem langen Einkaufszettel durch den Supermarkt und schaffte erstmals wieder einen dreistelligen Betrag - Schnappatmung an der Kasse! Obwohl ich akribisch den Einkaufszettel abarbeitete, schaffte ich es, zwei Flaschen Erdnussöl zu kaufen anstelle je einer Flasche Erdnuss- und Sesamöl. Dafür fand ich den Tee, den ich letztens vergeblich suchte, von dem ich dachte, er Supermarkt habe ihn nicht im Sortiment. Doch, er ist im Sortiment, steht allerdings bei den Bio-Waren. Diese Unterteilung in Bio und Konventionell finde ich ohnehin unsinnig, vor allem für grundverpeilte Frettchen wie mich. 

Es ging zu Supermarkt und Discounter, zum Bäcker und zum Schlachter. Im Laufe der Woche war ich dann noch im Drogeriemarkt, beim Asia-Markt und natürlich nochmal beim Kaffeeröster, um die ausgedruckte Mail vorzulegen und meine Ware abzuholen.

Mein Plan für die letzte Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend war ich bei Freunden zum Fondue / Raclette / heißer Stein eingeladen. 

Sonntag bereitete ich ein Thai Lychee Curry zu und merkte wieder mal, dass ich inzwischen schärferes Essen vertrage. Okay, die Refluxösophagitis meldet sich zwar jedes Mal, aber die meldet sich selbst bei stillem Wasser, gegen die komme ich nicht an, muss lernen, mit ihr zu leben. Jedenfalls ist die Dose Lychee, die der Gatte mal kaufte, jetzt auch verbraucht. Ich mag eigentlich keine Lychees, aber im Curry waren sie lecker. Ein Schweineschnitzel aus der Hofschlachtung konnte ich ebenfalls verbrauchen.

Montag gab's nochmal Kartoffel-Cabanossi-Ragout. Damit sind nur noch zwei Cabanossi im Tiefkühler. 

Dienstag gab's wieder Thai Lychee Curry. Eine Portion wanderte zudem in den Tiefkühler.

Nun geriet mein Wochenplan etwas aus dem Tritt. Für Mittwoch waren Pesto-Nudeln geplant, aber die Kraft reichte noch nicht mal mehr zum Nudelkochen. Also holte ich über Too good to go Tortellini Formaggio

Auch Donnerstag reichte die Kraft für die geplante Fliederbeersuppe mit Grießklößchen nicht aus. Stattdessen gab's eine TK-Pizza, die ich vom Einkauf für die Folgewoche mitbrachte. Seitdem ich weiß, wie ich mit unseren noch immer neuen Herd TK-Pizza perfekt zubereite, schmeckt sie direkt wieder. Schade, dass der Gatte von diesem Wissen nicht mehr profitieren konnte. In der kurzen Zeit, die er nach der Entlassung aus dem Krankenhaus noch leben durfte, hatte er keinen Appetit auf TK-Pizza, gab's nur seine Lieblingsgerichte.

Freitag wollte ich Entenkeule mit Rotkohl und Röstkartoffeln vom Schlachter holen, verbaselte aber die Bestellung. Außerdem waren von den Frühstückstoasties aus Shermins neuem Kochbuch* noch zwei Wiener übrig. Also gab's Würstchen mit Kartoffelsalat

Gebacken wurde wieder mal nichts. Mir fehlt das wöchentliche Backen. Über Too good to go holte ich ein Abendessen. Da ich in den Mittagspausen keinen Appetit mehr auf Overnight Oats hatte, holte ich mir einmal einen Salat und bekam prompt Schnappatmung, weil der inzwischen 10 Euro kostet. Dafür bekam ich vor zwei, drei Jahren noch einen Salat mit Brötchen plus Getränk und süßes Teilchen. Für die zweite Mittagspause holte ich mir beim Schlachter einen super leckeren Linsen-Granatapfel-Salat. Ich muss mal schauen, ob ich das Rezept bekomme ...

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

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Samstag, 24. Januar 2026

Wochenplan in KW 04/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCVI

Auch für diese Woche plante ich so, dass ich den Wocheneinkauf wetterunabhängig mit Hackenporsche bei Netto erledigen konnte. Mittlerweile sind zwar fast alle Straßen schneefrei, aber in den Anwohnerstraßen ohne Winterdienst wie unsere sieht es anders aus, liegen kleine und größere Eisplatten. Ach wenn ich vor 40 Jahren meinen Autoführerschein bei genau so einem Wetter machte, muss ich dennoch nicht unbedingt über Eisplatten fahren, wenn ich es lassen kann. Außerdem brauchte ich auch nicht viel. Also konnte das Karlchen in der Garage bleiben.

Außer zum Discounter ging's ins Kaufhaus, mehrfach zum Bäcker, zum Schlachter, zum Kaffeeröster und in die Buchhandlung. Beim Kaffeeröster braucht es zum Abholen der Bestellungen jetzt einen QR-Code. Das entsetzte Gesicht der Verkäuferin, als sie hörte, dass ich meine eMails nicht auf dem Taschentelefon dabei habe, war entzückend. Ich darf also nächste Woche nochmal zum Kaffeeröster traben, um die ausgedruckte eMail vorzulegen.

Generell ist "Kochen aus dem Vorrat" noch immer mein Projekt, und das heißt im Wesentlichen, den Fleischberg aus den Einkäufen der Hofschlachterei im Tiefkühler abarbeiten. Ich weiß inzwischen, dass die örtliche Tafel auch "Einzelspenden" annimmt und muss mal gucken, dass ich mir einen Tag freinehme, um die Vorräte, die ich nicht mag, dorthin zu bringen. Das ist einfacher, als damit zum Fairteiler nach Hamburg zu fahren. 

Mein Plan für die vorletzte Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Von den Flower Mushrooms war noch ein halber Chinakohl übrig. Den gab's Sonnabend als Chinakohlpfanne mit Walnüssen und Speck, der aus dem Tiefkühler kam.

Sonntag verwandelten sich zwei Bratwürste aus dem Tiefkühler zu Toad in the Hole, einem Bratwurstauflauf.

Montag gab's wieder Chinakohlpfanne mit Walnüssen und Speck.

Dienstag war Strick-Kino, aber da ich unsicher war, ob ich nach einem Tag im Echtbüro nicht zu platt bin, um ins Kino zu gehen, plante ich sicherheitshalber Toad in the Hole als Abendessen ein. Alternativ hätte ich die Stunde zwischen Ankunft in der lindgrünen Hölle und Kinobeginn beim Bäcker überbrückt, Strickzeug hatte ich sicherheitshalber im Rucksack, aber bei dem kalten Winterwetter ging ich dann doch lieber gleich nach Hause zu beheiztem Relax-Sessel und Hasen-Kuscheldecke. 

Mittwoch wollte ich Ofenfisch mit Gurkensalat essen, hatte dann aber doch mehr Appetit auf Kohlenhydrate in Form von Burger und Fritten, musste zudem lange arbeiten, so dass ich auf dem Heimweg bei der Schiebetür vorbei ging. Da ist seit einem Betreiberwechsel die Qualität des Essens ja leider sehr schwankend. Diesmal hatte ich Pech: Das Bun war hart, und im Tsatsiki des Gyros-Burgers fand sich ein Haar, das ganz sicher nicht mir gehörte. Beim nächsten Mal werde ich den Burger-Bräter um die Ecke ausprobieren, der vor einem Jahr, rechtzeitig zu unserem Hochzeitstag eröffnete. Damals wollten wir da tatsächlich unser Hochzeitsessen dort bestellen, waren aber zum zweiten Mal in dem Jahr vergrippt und appetitlos. 

Donnerstag nahm ich mich der Cabanossi im Tiefkühler an. Sie würden zu einem Kartoffel-Cabanossi-Ragout.

Freitag trabte ich zum Schlachter, um Honigrippchen mit grünen Bohnen und Salzkartoffeln zu holen. Als Dessert gab's Philadelphia-Creme.

Gebacken wurde schon wieder nicht, aber ich bestellte etwas über Too good to go. In den Mittagspausen der Echtbüro-Tage gab's wieder Overnight Oats. Langsam bräuchte ich da mal Abwechslung ...  

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Montag, 19. Januar 2026

Flower Mushrooms mit Chinakohl

Im Vorrat fanden sich getrocknete Flower Mushrooms, und ich hatte keinen blassen Schimmer, was das für Pilze sind oder wie ich sie zubereiten sollte. Barbara kam darauf, dass es letztlich Shiitake-Pilze sind und empfahl mir dieses Rezept

Flower Mushrooms mit Chinakohl.

Sturmtief Elli sorgte dafür, dass der Asia-Laden geschlossen war und ich Pak Choi durch Chinakohl ersetzen musste, denn woanders war in der Kleinstadt fußläufig kein Pak Choi zu bekommen. Ich mache das Gericht bestimmt nochmal mit Pak Choi, denn den mag ich lieber als Chinakohl. 

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Flower Mushrooms mit Chinakohl

Zutaten für 1-2 Portionen:

4-6 Getrocknete Flower Mushrooms oder Shiitakepilze, ggf. gesäubert
1 Tasse Wasser
1 Knoblauchzehe
Ingwer
1/2 rote Paprika (alternativ: 1 rote Chilischote)
Erdnussöl
1/2 Chinakohl
1-2 EL helle Sojasauce
1 TL Speisestärke
3-5 EL kaltes Wasser
3-5 Tropfen geröstetes Sesamöl

Zubereitung:

Wasser aufkochen, etwas abkühlen lassen und über die Pilze geben. Ca. 15 Minuten einweichen lassen.

Währenddessen Knoblauch und Ingwer pellen und hacken. Die Paprika fein würfeln. Chinakohl waschen, den Strunk entfernen und den Rest und in mundgerechte Streifen schneiden.

Einen Wok oder eine große Pfanne erhitzen, Öl dazu geben und heiß werden lassen. Knoblauch, Ingwer und Chili hineingeben, kurz pfannenrühren. Die eingeweichten Pilze aus dem Wasser nehmen, dabei das Wasser aufbewahren. Pilze in Streifen schneiden und in die Pfanne geben, unterrühren. Dann erst die dunkleren Teile des Chinakohls dazu geben, unter wenig Rühren braten, schließlich den hellen Rest des Chinakohls dazugeben, unterrühren und unter großer Hitze braten. Das Einweichwasser der Pilze und die Sojasauce dazu geben.

Die Speisestärke mit kaltem Wasser anrühren und unterrühren; kurz aufkochen lassen, damit die Sauce bindet. Mit Sesamöl abschmecken.

Dazu schmeckt (Duft-)Reis.

Samstag, 17. Januar 2026

Wochenplan in KW 03/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCV

Dass ich zwei von ohnehin nur drei Posten auf dem Einkaufszettel austauschen muss, kam lange nicht mehr vor. Angesichts des Sturmtiefs Elli hatte ich den Plan für diese Woche ohnehin so gestaltet, dass ich möglichst nur mit dem Vorrat auskomme. Auf dem Zettel standen also nur Pak Choi, Koriander und Milch. Hätte ich nicht ein Essen beim Schlachter bestellt und einen Schlüssel für einen Veranstaltungsraum abgeben müssen, wäre ich Freitag gar nicht losgegangen, sondern hätte mich bis Dienstag zu Hause eingeigelt. 

So stapfte ich aber am Freitag Vormittag, bevor der Sturm richtig aufdrehte, los. Was Elli da bot, reichte mir schon. Ich war froh über Wanderstiefel und Spikes. Der Hackenporsche war 'ne blöde Idee, aber da ich nicht nur Pak Choi, Koriander und Milch brauchte, sondern auch bei den Altglascontainern vorbei musste, kam der Hackenporsche mit. Die Altglas-Entsorgung ist in der lindgrünen Hölle schwierig und muss geplant werden. In Hamburg stehen so ziemlich auf jedem Supermarkt-Parkplatz und an jeder Straßenecke Container. Das ist hier anders. 

Womit ich nicht rechnete, war, dass jeder Ladeninhaber, der es konnte, sein Geschäft am Freitag schloss. So stand ich dann vor einem geschlossenen Asia-Laden. Pak Choi und Koriander hatten sich damit erledigt. Der Grönhöker neben dem Schlachter war auch zu, hätte aber auch weder Pak Choi noch Koriander gehabt. Der Schlachter war geöffnet, aber so leer, dass ich nicht warten musste. Ohnehin war die Stadt quasi ausgestorben. 

Ich erledigte dann den Einkauf bei Netto, ersetzte Pak Choi durch Chinakohl und Koriander durch glatte Petersilie ... Bei Netto kaufe ich nicht gerne ein, da es keinerlei logische Ordnung im Sortiment gibt, aber ich hatte keine Lust, mich durch den Schneesturm über einen großen Platz zum Supermarkt zu kämpfen. Außerdem ist Netto günstiger, bekomme ich Payback-Punkte.

Außerdem ging's noch in einen Drogeriemarkt und im Laufe der Woche mehrfach zum Bäcker, in die Trafik und in die Apotheke.

Mein Plan für die dritte Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Flower Mushrooms mit Chinakohl, denn Pak Choi war ja nicht zu bekommen.

Sonntag gab's Avocado mit Garnelen in Cocktailsauce. Ich esse aktuell zu viele Avocados. Jetzt ist aber auch erstmal wieder Schluss damit. Am Mittwoch aß ich die letzte. Jetzt ist erst mal wieder Avocado-Pause.

Montag gab's wieder Flower Mushrooms mit Chinakohl.

Dienstag taute ich Kichererbsen-Curry auf. Damit ist das jetzt auch komplett aufgegessen.

Mittwoch kochte ich eine Reispfanne mit Avocado, Mango und Garnelen. Damit wären die TK-Mango aufgebraucht und die meisten der Garnelen.

Für Donnerstag war ich komplett ideenlos. Also kochte ich Pellkartoffeln und aß Kräuterquark dazu.

Freitag gab's nochmal Reispfanne mit Avocado, Mango und Garnelen.

Gebacken wurde nicht (es sind immer noch sechs Stücke veganer Schokokuchen im Tiefkühler ...), und über Too good to go holte ich auch nichts. Für die Mittagspausen gab's Overnight Oats mit Banane und Ananas. Eins von zwei Paketen TK-Ananas ist geschafft.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Freitag, 16. Januar 2026

Spaghetti mit Mupfeln in Tomatensauce (Spaghetti con cozze)

Da ich mich bei diesem Rezept wider besseres Wissen von der Mengenangabe irritieren ließ und nur die Hälfte der Muscheln aß, hatte ich noch welche übrig für dieses Gericht. Natürlich hätte ich auch die ganzen Muscheln essen und mir für den übernächsten Tag was anderes zu essen ausdenken können, aber Wochenplan ist nun mal Wochenplan ;o)

Spaghetti mit Mupfeln in Tomatensauce (Spaghetti con cozze).

Wenn du keine Muscheln übrig hast, musst du sie kurz mit Lorbeer und Zitrone garen, bevor du mit dem Rest des Rezepts loslegst.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Spaghetti mit Miesmuscheln in Tomatensauce (Spaghetti con cozze)

Zutaten für 1 Portion:

80 g Spaghetti
1/2 rote Paprikaschote
1/2 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund glatte Petersilie
200 ml gehackte Tomaten (Dose)
500 g Miesmuscheln, übrig von diesem Gericht oder entsprechend zubereitet
Weißwein
Salz
Pfeffer
Zucker
Olivenöl
Parmesan, gerieben

Zubereitung:

Spaghetti nach Packungsanweisung kochen.

Während die Spaghetti kochen, Zwiebel und Knoblauch pellen und fein hacken. Paprikaschote waschen, putzen und fein würfeln. Petersilie fein hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Paprika glasig dünsten. Mit einem kräftigen Schuss Weißwein ablöschen. Gehackte Tomaten und die Hälfte der Petersilie dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und etwas köcheln lassen. Ist die Sauce zu dick, etwas Nudelkochwasser dazu geben. Die Miesmuscheln dazugeben und warmziehen lassen.

Nudeln und Sauce zusammen mit geriebenen Parmesan und der restlichen Petersilie servieren.

Donnerstag, 15. Januar 2026

Mupfeln mit Cajun-Butter (Miesmuscheln in Cajun-Butter)

Mit der Hummer-Bestellung für Silvester ließ ich auch gleich noch Miesmuscheln mitliefern, denn die hatte ich ebenfalls schon lange nicht mehr gegessen, bekomme ich sie doch hier in der lindgrünen Hölle nicht frisch. Ich muss beizeiten mal beim Fischhöker auf dem Markt fragen, ob ich dort Muscheln bestellen kann, aber zwischen Weihnachten und Neujahr ging sich das nicht aus.

Miesmuscheln in Cajun-Butter.

Aus der Hälfte der Muscheln wurden zwei Tage später Spaghetti mit Miesmuscheln. Ich hätte problemlos auch das ganze Kilo Mupfeln verputzen können, ließ mich aber durch die Angaben im Rezept irritieren. Ich rechne normalerweise mit einem Kilo Muscheln pro Person und schaffe dazu auch noch problemlos Fritten.

Die Muscheln nur in Öl und etwas Zitronensaft zu garen, irritierte mich anfangs, aber es klappt tatsächlich.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Mupfeln mit Cajun-Butter (Miesmuscheln in Cajun-Butter)

Zutaten für 1 Portion:  
 
1 kg frische Miesmuscheln
1 Zitrone, heiß abgewaschen
3 frische Lorbeerblätter, leicht zerdrückt
30 g Ingwer
3 Knoblauchzehen
1 Handvoll glatte Petersilie
Olivenöl
80 g Butter

Zubereitung:

Muscheln unter fließend kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Geöffnete oder kaputte Muscheln aussortieren.

Zitrone in breite Scheiben schneiden. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Muscheln und Lorbeerblätter zugeben, mit Zitronenscheiben belegen und mit Deckel ca. 5 Minuten garen. Die Muscheln sind fertig, wenn sie sich alle geöffnet haben. Ungeöffnete Muscheln aussortieren. Muscheln danach warmhalten.

Ingwer schälen, Knoblauch pellen. Knoblauch, Ingwer und Petersilie mit Olivenöl in einem Küchenmixer fein pürieren. Butter in einem Topf erhitzen und die gemixte Masse zusammen mit 1 TL Cajun-Gewürz zugeben. Alles bei niedriger Hitze 3-4 Minuten erhitzen. Öfter umrühren und eventuell mit etwas Salz abschmecken. 

Muscheln anrichten und mit der warmen Cajun-Butter beträufeln. Eventuell alles noch mit etwas Cajun-Gewürz bestreuen.

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Mittwoch, 14. Januar 2026

Linsen-Lasagne mit Wintergemüse

Linsen-Bolognese wollte ich schon lange ausprobieren. Als ich im November vegetarisch lebenden Besuch hatte, war es so weit. Der Gatte liebte ja Linseneintöpfe, und so sind im Vorrat drölfzich Dosen gekochte Linsen mit Suppengemüse. So eine Dose beschleunigt die Zubereitung ungemein, vervielfacht allerdings auch die Menge des Gerichts. Die Lasagne als auch die Bolognese lassen sich aber sehr gut einfrieren.

Linsen-Lasagne mit Wintergemüse.

Ich habe bei diesem Gericht mal wieder gemerkt, dass ich immer noch keine Pastinaken mag. Eine Zeitlang aß ich sie sehr gerne, aber inzwischen sind sie mir zu dominant. Hier geht es noch gerade so.

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Linsen-Lasagne mit Wintergemüse

Zutaten für 6 - 8 Portionen:

Für die Linsen-Bolognese:
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Wurzeln (Karotten, Möhren)
2 EL Tomatenmark
350 ml Gemüsebrühe
2 Dosen gehackte Tomaten (800 g)
1 Dose braune gekochte Linsen (800 g)
Paprikapulver rosenscharf
Oregano
Thymian
Zucker
1 EL Aceto Balsamico
etwas Olivenöl

Für die Béchamelsauce:
1/2 Knollensellerie
1 Pastinake
3 EL Butter
2 EL Mehl
250 ml kalte Milch
150 ml kalte Gemüsebrühe
geriebene Muskatnuss

Außerdem:
Lasagneplatten
200 g Schafskäse
etwas frischer Thymian
Salz
Pfeffer
Zucker

Zubereitung:

Für die Linsen-Bolognese Wurzeln, Zwiebel und Knoblauch putzen bzw. pellen und fein hacken. Etwas Öl in eine Pfanne geben und alles für ein paar Minuten anbraten. Dann das Tomatenmark kurz mit anschwitzen.
Alles mit Brühe und gehackten Tomaten ablöschen. Die restlichen Zutaten bis auf die Linsen dazugeben und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis alles gar ist. Die Linsen dazugeben und warmziehen lassen. Alles mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Während die Bolognesen köchelt, Sellerie und Pastinake putzen, schälen und fein hacken. Butter zerlassen und das Gemüse mit mittlerer Hitze anbraten, ohne dass es Farbe nimmt. Das Mehl hinzugeben und unter Rühren kurz erhitzen. Mit Milch und Brühe ablöschen - dabei zügig rühren, damit es keine Klümpchen gibt. Die Sauce unter Rühren aufkochen lassen und dann köcheln, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

In eine Auflaufform etwas Linsen-Bolognese geben, dann eine Schicht Lasagneplatten darauf legen und mit gut einem Drittel der Béchamel bestreichen. Wieder Lasagneplatten, dann Linsen-Bolognese - solange, bis die Form voll ist, die Linsen-Bolognese aufgebraucht ist (sollte welche übrig bleiben, lässt sie sich prima einfrieren). Mit einer Schicht Béchamel abschließen und den Schafskäse darüber bröseln. Die Form abdecken und bei 190°C (Umluft) etwa 30 Minuten im Backofen garen. Dann die Abdeckung von der Folie nehmen und den Käse noch etwas bräunen lassen. Mit frischen Thymianblättchen bestreuen und portionsweise servieren. 

Dienstag, 13. Januar 2026

Hummer in Vanille-Butter auf Pak Choi

Wenn ich in den letzten sechs Jahren eines lernte, dann, dass das Leben blitzschnell zu Ende sein kann und dass Verzicht Moppelkotze ist. Dass Leben will in vollen Zügen genossen werden, und ich will mit Champagner und Schokolade in den Händen ins Grab gleiten. 

Hummer in Vanille-Butter auf Pak Choi.

Es gab viel zu lange keinen Hummer mehr, was auch daran liegt, dass ich ewig nicht mehr bei der Metro war. Als wir noch in Hamburg wohnten, lag die Metro nur einen Katzensprung entfernt, kauften wir oft dort ein. Alternativ gibt es Hummer Pedersen im Fischereihafen. In der lindgrünen Hölle fehlt ein Fischhöker. Es gibt zwar einen Forellenhof, und zwei Mal in der Woche ist ein Fischstand auf dem Wochenmarkt, aber ich kam nicht dort hin, um zu klären, ob ich dort Hummer bestellen kann. 

Einfacher ist es da schon, an Pak Choi zu kommen - zumindest, wenn Sturmtief Elli nicht gerade unterwegs ist. Wir haben nämlich fußläufig einen sehr gut sortierten Asia-Laden. Hier gibt es eine recht große vietnamesische Community, im örtlichen Krankenhaus arbeiten viele Menschen aus Thailand und von den Philippinen. Kurz: An asiatische Lebensmittel komme ich hier leichter als in Hamburg.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Hummer in Vanille-Butter auf Pak Choi

Zutaten für 1 Portion:

1 Hummerhälfte, ca. 200 g
3 EL Butter
2 Pak Choi, in Streifen
Fleur de Sel
1 Vanilleschote, das Mark davon

Zubereitung:

Das Hummerfleisch vorsichtig aus Schale, Beinen und Scheren herauslösen. Ggfs. den Darm entfernen.

2 EL Butter in einer Bratpfanne erwärmen. Zuerst die dicken, hellen Teile des Pak Choi darin ca. 2 Minuten dämpfen, dann die zarten grünen Teile kurz garen. Salzen, aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

In derselben Pfanne 1 EL Butter und Vanille erwärmen. Das Hummerfleisch ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze rundum anbraten. Hummer und Pak Choi anrichten, mit Vanille-Butter beträufeln und ggfs. noch Salz darüberstreuen.