Samstag, 22. November 2025

Wochenplan in KW 47/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCVII

Den großen Wocheneinkauf erledigte ich am Freitag, nachdem ich Tante und Schwiegermutter zurück nach Hamburg gebracht hatte. Sie waren ein paar Tage zu Besuche wegen der Trauerfeierlichkeiten für den Gatten.

Es ging zum kleinen Aldi-Edeka, in den Baumarkt und in den Drogeriemarkt. Im Drogeriemarkt war ich im Laufe der Woche öfter, ebenso beim Bäcker, in der Trafik und beim Grönhöker. Ich war auch auf dem Wochenmarkt, wo die Blumen frischer und günstiger sind als beim Floristen. 

Ich versuche weiterhin, möglichst viel aus dem Vorrat zu verwenden. Dadurch beschränken sich die Lebensmitteleinkäufe auf Gemüse, Obst, Joghurt, Milch und Butter und sind relativ günstig.

Mein Plan für die dritte Novemberwoche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Ich schwächelte bei der Pizza beim Lieblingsitaliener und ließ mir die Reste einpacken. Sonnabend gab's daher nochmal Pizza Parma.

Im Hamster-Vorrat des Gatten war noch Hühnerfrikassee. Das gab's Sonntag mit Reis.

In meinem Hamster-Vorrat waren noch Tortellini. Die waren immer praktisch, wenn wir spät von langen Arztterminen zurückkamen. Aus dem letzten Paket wurden am Montag Tomaten-Mozzarella-Tortellini.

Dienstag gab's wieder Hühnerfrikassee mit Reis.

Mittwoch gab's wieder Tomaten-Mozzarella-Tortellini. Eine Portion wanderte zudem in den Tiefkühler. So wird der niemals leer, ich weiß. 

Donnerstag hatte ich lieben Tee-Besuch, der bis spätabends blieb. Über Plaudern und Stricken vergaßen wir total das Abendessen. Es wäre Baked Feta Pasta mit Kürbis gewesen.

Die Woche ist Pasta-lastig, aber unser unendlicher Nudelvorrat muss ja auch mal abgebaut werden. Freitag gab's Linsen-Lasagne mit Wintergemüse. Lasagneplatten, Käse zum Überbacken und eine Dose Linsen kamen aus dem Vorrat. 

Da Besuch kam, wurde endlich mal wieder gebacken. Es gab einen veganen Schokoladenkuchen, für den ich Hafermilch-Kakao und Schokoladen aus dem Vorrat verwenden konnte. Über Too good to go holte ich wieder mal nichts. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Donnerstag, 20. November 2025

Maultaschen-Aprikosen-Spieße

Während des neunwöchigen Krankenhausaufenthaltes des Gatten zwischen Juli und September kochte ich nur selten. Drei Wochen zog ich sogar zum Gatten und wurde im Krankenhaus verköstigt, bis sich der Gatte entschloss, zum Sterben nach Hause zu kommen. Wir hatten dann noch fast sieben gemeinsame Wochen. 

Bevor ich zum Gatten ins Krankenhaus zog, war ich den ganzen Tag bei ihm im Krankenhaus, nur unterbrochen von einer Mittagspause. In der Mittagspause besorgte ich die Kleinigkeiten, die der Gatte im Krankenhaus vermisste. So bestand er jeden Tag auf Wassermelone. Die aß er tatsächlich bis zwei Tage vor seinem Tode jeden Tag. Erstmals kaufte ich deswegen Wassermelone aus Brasilien, als die Melonensaison vorbei war. Ich vermute, ich werde nie wieder Wassermelone essen können.

In einer Mittagspause entdeckte ich beim lokalen Obststand zufällig Aprikosen aus dem Alten Land. Normalerweise mag ich keine Aprikosen, weil sie immer mehlig schmecken, unreif sind, aber diese hier, keine 20 Kilometer entfernt angebaut, waren perfekt! So kaufte ich denn immer wieder Aprikosen, über die sich auch der Gatte freute, denn er mag Aprikosen noch lieber als ich. 

Da Aprikosen auch warm schmecken, kombinierte ich sie nicht nur mit gebackenem Camembert, sondern auch mit Maultaschen.

Maultaschen-Aprikosen-Spieße.

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Maultaschen-Aprikosen-Spieße

Zutaten für 2 Portionen (6 Spieße):

1 Packung Maultaschen à 360 g (= 6 Stück), nach Gusto auch vegetarisch oder vegan 
6 Aprikosen
12 Kirschtomaten
Öl
Salz
Pfeffer
6 gewässerte Schaschlikspieße

Zubereitung:

Maultaschen halbieren. Aprikosen und Tomaten waschen. Aprikosen halbieren und den Kern entfernen. Maultaschen, Aprikosen und Tomaten im Wechsel auf den Spießen verteilen. 

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Spieße darin unter mehrmaligem Wenden garen, bis Aprikosen und Tomaten weich und die Maultaschen gebräunt sind. 

Dienstag, 18. November 2025

Ijjeh - Petersilien-Omelette

Während des neunwöchigen Krankenhausaufenthaltes des Gatten zwischen Juli und September kochte ich nur selten. Drei Wochen zog ich sogar zum Gatten und wurde im Krankenhaus verköstigt, bis sich der Gatte entschloss, zum Sterben nach Hause zu kommen. Wir hatten dann noch fast sieben gemeinsame Wochen. 

Bevor ich zum Gatten ins Krankenhaus zog, war ich den ganzen Tag bei ihm im Krankenhaus, nur unterbrochen von einer Mittagspause. Abends lebte ich hauptsächlich von Fertigfutter, kochte nur selten für mich. Eines der wenigen Gerichte, das ich mir zubereitete, war Ijjeh.

Ijjeh, etwas monochromatisch serviert mit Oliven.

Ijjeh wird im Libanon und in Syrien gerne als Vorspeise oder wie in meinem Falle als Hauptgericht gegessen. Normalerweise ist es ein Petersilien-Omelette. Manchmal werden aber auch andere Kräuter oder sogar Paprika oder Zucchini verwendet. Selbst Ijjeh mit Hackfleisch ist möglich. Ijjeh wird warm oder kalt gegessen. Beilage sind normalerweise Oliven, Tomaten oder eingelegte Gemüse. Gewürzt wird nach Geschmack, zum Beispiel mit Zimt, Cumin, Muskat ... Ich mag's schlicht mit Salz und Pfeffer.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Ijjeh - Petersilien-Omelette

Zutaten für 2 Portionen:

4 Eier
1/2 Bund glatte Petersilie (wenn du nur ein "deutsches" Bund bekommst, verwende zwei davon)
Salz
Pfeffer
Öl

Zubereitung:

Eier aufschlagen und verquirlen. Petersilienblätter fein hacken und in die Eiermasse rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Eiermasse hineingeben. Bei kleiner Hitze garen, bis das Ei gestockt ist (ggf. umdrehen). 

Alternativ den Backofen mit 120°C (Umluft) vorheizen und das Omelette im Backofen zu Ende garen.

Samstag, 15. November 2025

Wochenplan in KW 46/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCVI

Den Wocheneinkauf erledigte ich am Donnerstagvormittag. Ich hätte ihn auch schon eher erledigen können, aber ich brauchte Dill, und der hält sich ja nicht solange. Den Dill kaufte ich dann am Sonnabend nochmal, denn mir ging auf, dass ein "deutsches" Bund Dill nicht vergleichbar ist mit einem "orientalischen". So lief ich dann zehn Minuten in den relativ neuen orientalischen Supermarkt, um Dill und vergessenes Fladenbrot zu kaufen. Der Laden ist erfreulich gut sortiert. Es gab sogar Chubz. Da war ich bestimmt nicht zum letzten Mal! Traurig dachte ich daran, dass sich der Gatte sehr über den Laden gefreut hätte, dort gerne eingekauft hätte. Als der Laden eröffnete, war der Gatte aber schon nicht mehr gesund genug, um einfach mal da hin zu bummeln.

Viel brauchte ich nicht, so dass ich in Discounter und Supermarkt schnell durch war. Im Laufe der Woche ging's nach noch zwei Mal zum Schlachter, außerdem öfter zum Bäcker. 

Beim Einkaufen ertappe ich mich jedes Mal dabei, dass ich etwas mitnehmen möchte, worüber sich der Gatte freuen würde, eine seiner Lieblingsleckereien oder eine Kleinigkeit Irgendwas. Dann realisiere ich, dass der Gatte nicht mehr da ist, und mir kommen die Tränen. Anfang Juni war der Gatte zum letzten Mal einigermaßen fit genug, um mit mir einzukaufen. Danach war er entweder im Krankenhaus oder zu schwach. Als er Anfang September aus dem Krankenhaus entlassen wurde, freute er sich so darauf, mal wieder durch die Geschäfte bummeln zu können, schaffte es aber nicht mehr, auch nicht im Rollstuhl.

Der Plan für die zweite Novemberwoche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Baghali Gatogh, dicke Bohnen auf persische Art nach einem Rezept von Frau Küchenlatein

Sonntag gab's nochmal die Feta-Tasche aus der Hofschlachtung. Ich habe gelernt, dass eine dreiviertel gefüllte Mainzelmännchen-Tasse die ideale Reismenge für zwei Portionen für mich ist. 

Montag gab's wieder Baghali Gatogh.

Dienstag sollte es abends Spargelcremesuppe geben, aber die Damen wirkten schon mittags so, als bräuchten sie vor der Trauerfeier eine Stärkung. Also buk ich ein Baguette aus dem Vorrat auf und servierte die Suppe. Abends gab's verschiedene Salätchen vom Schlachter zu frischem Baguette, gefolgt von Vanille-Eis mit Amarena-Sauce (auch so eine Speise, die der Gatte bis zuletzt bekam).

Mittwoch wollten wir zum Lieblingsitaliener, aber Schwiegermutter befand, sie wolle erst Donnerstag dort essen. Ins Deutsche Haus wolle sie nicht mehr, weil bei unserem Besuch Mitte Oktober die Ochsenbäckchen die falsche Form hatten und mit Rotkohl serviert wurden. Ja, nee, ist klaa. Dank des Gatten mit seinen Hamster-Genen war eine Dose Ochsenschwanzsuppe im Vorrat, zu der es das restliche Baguette vom Vortag gab.

Donnerstag ging's dann zum Lieblingsitaliener. Dorthin wollten wir eigentlich Ende September mit dem Gatten, aber er war zu schwach. Drei Tage später wurde er als palliativ eingestuft, vier Wochen später starb er. Beim Lieblings-Italiener bestellte Schwiegermutter wieder Pizza Quattro Stagioni. Die gefiel ihr Ende Juli beim Innenstadt-Italiener nicht, weil sie keine vier Stationen hatte. Ende September hingegen befand sie die Quattro Stagioni für sehr gut. Diesmal gefiel ihr die Pizza wieder nicht, denn sie war geachtelt, nicht geviertelt. Eine echte Pizza Quattro Stagioni muss vier Teile haben. Ja, nee, is klaa. 

Drei Mal Pizza beim Lieblingsitaliener. Vorne ist meine normale Portion, während Schwiegermutter und Tante eine kleine Pizza bekamen.

Ich jieperte schon seit Tagen darauf, dass es beim Schlachter endlich Grünkohl gibt, denn der schmeckt nur gut, wenn er in Mengen gekocht wird. Das lohnt sich für mich alleine nicht wirklich, ich würde Tage davon essen. Freitag wurde endlich angegrünkohlt, holte ich drei Portionen Grünkohl mit Kohlwurst und Röstkartoffeln mit Stracciatella-Creme als Dessert. Zwei Portionen waren für Schwiegermutter und Tante. Hätte doch der Gatte noch erlebt, dass seine Mutter Grünkohl isst! So ein Bauernessen lehnte die Dame von der Elbchaussee immer ab. Aber nach drei anstrengenden Tagen mit Trauerfeier und Beisetzung war auch Schwiegermutter froh, abends nicht mehr für Tante und sich kochen zu müssen und nahm meinen Vorschlag, ihnen Essen vom Schlachter mitzubringen, dankbar an. Ich bin gespannt über ihr Urteil. Ich vermute, Kohl und Wurst waren zu fett, die Kartoffeln zu süß, und vermutlich vergaß sie auch, dass die Straciatella-Creme das Dessert ist, und dachte, es wäre Schmand für die Kartoffeln oder so.

Backen oder Lebensmittel über Too good to go holen lohnt sich für mich alleine irgendwie nicht mehr.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Donnerstag, 13. November 2025

Lackierter Hasselback-Kürbis mit Schafskäse-Creme und Walnüssen

Hasselback ist ursprünglich eine Zubereitungsart für Kartoffeln und kommt aus Schweden. Letztlich lässt sich aber so ziemlich jedes Gemüse fächerförmig aufschneiden. In den Tiefen meines Foto-Fundus' habe ich auch irgendwo ein Rezept für Fleischwurst à la Hasselbacken. Fleischwurst ist ja auch irgendwie Gemüse ...

Lackierter Hasselback-Kürbis mit Schafskäse-Creme und Walnüssen.

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Lackierter Hasselback-Kürbis mit Schafskäse-Creme und Walnüssen

Zutaten für 2 Portionen
1 kleiner Butternut-Kürbis
3 EL Honig
2 Limette, heiß abgewaschen
je 2 Zweige Rosmarin und Thymian
1 Apfel
Paprikapulver, rosenscharf oder Chiliflocken
1-2 Handvoll Walnusskerne
4 EL weißer Essig
200 ml Milch
50 ml Olivenöl
200 g Feta

Zubereitung:

Den Kürbis schälen, halbieren und aushöhlen. Mit der ausgehöhlten Seite nach unten auf ein Brett legen und einen Fächer hineinschneiden. Damit du den Kürbis nicht versehentlich durchschneidest, evtl. rechts und links Brettchen hinlegen. Kürbis salzen und mit etwas Olivenöl einpinseln. Rosmarin- und Thymianzweige in eine Auflaufform legen und die Kürbishälften darauf setzen.  Die Form für 20 Minuten bei 180° C (Umluft) in den Ofen geben.

Währenddessen für den Lack den Honig in ein mikrowellentaugliches Gefäß füllen und in der Mikrowelle erwärmen. Schale sowie Saft einer Limette, Essig und rosenscharfes Paprikapulver dazugeben. Nach 20 Minuten den Kürbis zum ersten Mal lackieren, dann noch drei Mal alle 15 Minuten (Gesamt-Garzeit ist also ca. 65 Minuten). Beim letzten Bepinseln die Walnüsse in die Auflaufform geben und den Kürbis ggf. mit etwas Alufolie abdecken. Falls Lack übrig ist, den zu den Walnüssen in die Auflaufform geben.

Jetzt für die Schafskäse-Creme den Apfel schälen und würfeln. Zusammen mit Schafskäse und Milch in einen Mixer geben und zu einer Creme mixen. Mit Limettensaft und Limettenschale würzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Die Creme auf einen Teller streichen und darauf den Kürbis anrichten. Zum Schluss mit den Nüssen toppen.

Dienstag, 11. November 2025

Gefüllte Schmorgurken mit Senf-Ei-Ragout

Durch den langen Krankenhausaufenthalt des Gatten, bei dem ich ihn drei Wochen lang begleitete, hänge ich mit den Rezepten hinterher. Deswegen kommt jetzt mitten im Spätherbst ein Sommerrezept.

Gefüllte Schmorgurken mit Senf-Ei-Ragout.

Der Gatte aß gerne Schmorgurken, die er erst durch mich kennenlernte. Ich freute mich sehr, dass ich nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus im September noch welche beim Grönhöker bekam. Als es die Schmorgurken gab, war der Gatte schon als palliativ eingestuft, war sein Ableben nur noch eine Frage der Zeit. Bis zuletzt bekam der Gatte nur Gerichte zu essen, die er mochte wie eben Schmorgurken.

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Gefüllte Schmorgurken mit Senf-Ei-Ragout

Zutaten für 4 Portionen:

4 Eier
2 Schmorgurken
30 g Butter 
20 g Mehl
350 ml Gemüsebrühe
200 ml Milch
4 EL Senf
200 g tiefgefrorene Erbsen
Salz
Pfeffer
Öl
4 Stiele Dill

Zubereitung: 

Eierwachsweich kochen, abschrecken und pellen. Schmorgurken schälen, längs halbieren, Kerne mit einem Löffel herausschaben. 

Butter schmelzen, unter Rühren mit Mehl bestreuen und anschwitzen. Nach und nach unter Rühren Brühe und Milch zugießen. Senf unterrühren. Soße unter Rühren aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eier sechsteln. Die Sechstel von 3 Eiern grob zerteilen, mit den tiefgekühlten Erbsen unter die Senfsoße rühren. Übriges Ei zugedeckt beiseitestellen.

Gurken-Hälften in eine flache Auflaufform legen und mit ca. der Hälfte der Sauce füllen. Im vorgeheizten Backofen (Umluft: 175 °C) ca. 30 Minuten überbacken, dabei ggf. abdecken oder noch etwas Gemüsebrühe angießen.

Dill waschen, trocken tupfen und Fähnchen von den Stielen zupfen. Fähnchen, bis auf etwas zum Garnieren, fein hacken. Die restliche Sauce nochmals erhitzen. Gurken aus dem Ofen nehmen, mit der Sauce anrichten, mit Dill bestreuen und mit Ei und Dillfähnchen garnieren. 

Und schmeckt dazu Reis oder Kartoffelbrei. 

Samstag, 8. November 2025

Wochenplan in KW 45/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCV

Diesen Wocheneinkauf erledigte ich Donnerstag Mittag - eine ziemlich blöde Idee, war es doch wegen des Feiertags ziemlich voll. Aber ich musste zum Müllumschlagplatz und zur Kleidersammlung, so dass es sich nicht anders ausging. Zum Glück verzichtete ich darauf, wie geplant in den großen Supermarkt im Gewerbegebiet zu fahren, sonst wäre ich mitten in eine Halloween-Party gekommen. Dafür durfte ich im Laufe der Woche auf die Jagd nach tiefgekühltem Spargel für eine Suppe für den Leichenschmaus des Gatten gehen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwer ist, TK-Spargel zu bekommen - und das er so teuer ist. Fünf Euro für 300 g erzeugten kurzfristig Schnappatmung. Normalerweise käme ich nicht auf Idee, im November Spargelcremesuppe zu machen. Sie ist für das Beerdigungsessen des Gatten. Er mochte Spargelcremesuppe.

Erschreckend leer waren übrigens die Eierregale - Vogelgrippe sei Dank. Ich brauche aktuell keine Eier, dachte nur bei jedem Blick ins Leere an die, die bald mit der Weihnachtsbäckerei anfangen. 

Da ich immer noch aus dem Vorrat lebe, brauchte ich nur wenig aus Discounter und Supermarkt. Teuer wurde der Einkauf trotzdem, denn ich kaufte Adventskalender für Schwiegermutter und mich. Außerdem ging's in Apotheken, in den Baumarkt und zum Bäcker. Zum ersten Mal holte ich Brötchen und Kuchen nur für mich - sehr ungewohnt. Im Laufe der Woche fuhr ich zum Möbel-Dänen. Wie schön, dass der in der Kleinstadt eine Filiale hat! Da werde ich in Zukunft öfter kaufen, denn Ikea ist bannig weit weg (und nach dem Desaster mit unserer Küche kaufe ich da eh nicht mehr so gerne). Außerdem kaufte ich endlich wieder einen Akku-Sauger. Unser alter, den wir zur Verlobung bekamen, wollte nach über 20 Jahren nicht mehr und fehlte mir schon länger. Es ging auch in die Drogerie und ins Kaufhaus.

Ich bummelte kurz über den Wochenmarkt, der sehr viel kleiner wurde in den letzten drei, vier Jahren. Leider ist der Rossschlachter weg. Lange Zeit hoffte ich, er wäre nur im Urlaub. Neu ist ein Stand mit Büsumer Krabben. Der Blumenstand, an dem Mudderns sonnabends Blumen für den Friedhof holte, ist noch da, wenn auch an anderer Stelle. Ich hoffe, dass auch die Stände mit Gewürzen, Trockenobst und Nüssen noch da sind, aber so weit ging ich nicht. Fisch-, Honig- und Geflügel-Höker sind noch da, ein Glück. 

Der Plan für die erste Novemberwoche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend taute ich mir Hörzu-Nudeln auf. 

Sonntag gab's nochmal Hasselback-Kürbis mit Schafskäse-Creme.

Montag gab's TK-Pizza. Der Keller-Tiefkühler ist tatsächlich fast leer!

Dienstag gab's einen Germknödel mit Pflaumenkompott - wieder etwas mehr Platz im Tiefkühler.

Mittwoch taute ich Penne mit Creme Spinaci auf. Das Fertigfutter hatte ich noch im Sommer gekauft, als der Gatte im Krankenhaus war und ich keine Kraft zum Kochen hatte. Dann aber zog ich drei Wochen zum Gatten ins Krankenhaus und wurde bekocht.

Donnerstag gab's Currywurst mit Pommes frites. Der 2,5 Kilo-Beutel Pommes ist endlich geschafft! Eine Currywurst ist noch im Tiefkühler. Die gibt es irgendwann mal mit Ofenkartoffeln.

Aus dem Hofschlachtungsvorrat gab's Freitag eine Feta-Tasche mit Tomaten-Reis. An der Reismenge für eine Person scheitere ich noch immer, aber diesmal kochte ich Reis für zwei Tage. So klappte es einigermaßen mit der Menge.

Backen oder Lebensmittel über Too good to go holen lohnt sich für mich alleine irgendwie nicht mehr, wobei ich beim Backen immerhin auf eine kleine Springform zurückgreifen könnte.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 7. November 2025

Gebratener Romana-Salat mit karamellisierten Walnüssen

Es war ein Romana-Salat übrig. Daraus wurde dieses feine Gericht.

Gebratener Romana-Salat mit karamellisierten Walnüssen.

Wenn du statt Honig Zucker zum Karamellisieren nimmst, ist das Gericht vegan. Ich stellte wieder mal fest, dass ich karamellisierten Honig gar nicht so mag, das mir Zucker einfach feiner schmeckt.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Gebratener Romana-Salat mit karamellisierten Walnüssen

Zutaten für 1 Portion:

1 Romana-Salat
Olivenöl
Salz
Pfeffer
2-3 Zweige Thymian
2-3 Stängel Lauchzwiebeln
etwas Honig oder Zucker
1 Handvoll Walnüsse

Zubereitung: 

Den Salat als Ganzes waschen, dann in der Mitte durchschneiden, so dass möglichst viel vom Strunk erhalten bleibt. Lösen sich dennoch Blätter, die Salathälften mit Zahnstochern fixieren. Lauchzwiebeln in Ringe schneiden und waschen.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Salathälften darin anbraten. und wenden, sobald sie gut Farbe genommen haben. Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen. Temperatur reduzieren und solange dünsten, bis der Salat weich ist. 

Währenddessen Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie duften. Mit Honig karamellisieren. 

Die Salathälften auf einem Teller anrichten, die Walnüsse und die Lauchzwiebelringe darüber geben. 

Samstag, 1. November 2025

Wochenplan in KW 44/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCIV

Aktuell lebe ich aus dem Vorrat. Der Gatte musste irgendwie Hamster- und Eichhörnchen-Gene haben, denn unser Vorratskeller ist immer voller als voll. Das, was ich sicher nicht essen werde, brachte ich schon zum Fairteiler - ganze vier Taschen. Da werden sicher noch weitere folgen, wenn ich erstmal einen Überblick habe und Ideen, was ich essen möchte. Außerdem fror ich im letzten Monat übriggebliebene Portionen ein, nachdem der Gatte als palliativ eingestuft wurde, denn ich ahnte schon, dass ich froh darüber sein würde, nicht kochen zu müssen. Das kommt mir aktuell zugute. 

Der Keller-Kühlschrank ist ja schon länger leer, müsste nur noch sauber gemacht werden, um verschenkt werden zu können, und der Keller-Tiefkühler soll bald folgen. Die TK-Kombi in der Küche ist mehr als ausreichend für mich (sie ist sogar viel, viel zu groß).

Den Wocheneinkauf erledigte ich Freitag Mittag wie zu Lebzeiten des Gatten in der Aldi-Edeka-Kombi im Nachbardorf. Nicht, dass ich so viel brauchte, eigentlich nur einen Butternuss-Kürbis, Milch, Walnüsse und Halloween-Schnobkram, aber ich hatte reichlich Pfand, und da ist das Auto dann schon praktisch. Pfand wird es zukünftig auch weniger geben. Sprudelwasser macht der Soda-Stream, und da der Gatte Säfte hamsterte, wird es lange Zeit Schorlen geben.

Der erste Wochenplan, den ich ohne den Gatten machte.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend kam G., um mit mir in Regen und Sturm über den kleinen Friedhof zu spazieren und nach potentiellen Gräbern zu gucken, damit ich vorbereitet bin auf den Termin mit der Friedhofsverwaltung und nicht aus Überforderung irgendein Grab nehme. Sie brachte Madeleines zum Tee mit. Außerdem gab's fette Burger im Lim's.

Sonntag konnte ich dank G.s Madeleines alle Trauer-Besucherinnen bewirten, die spontan vorbei kamen. Abends briet ich mir ein Steak und aß dazu eine Baked Potatoe. Ich hätte das Steak auch grillen können, aber ich traue mich noch nicht an den Weber heran. Das gehört zu den Dingen, die ich noch lernen will.    

Montag gab's Schmorgurke mit Senf-Ei-Ragout. Dazu kochte ich Reis und war völlig überfordert mit der Menge für eine Portion. Eine kleiner halber Becher war jedenfalls zu viel. Ich werde mich mal mit einer Espresso-Tasse herantasten. 

Dienstag gab's Schweinefilet mit Steinpilzsauce und Spätzle. Das war so viel, dass es auch für Donnerstag reichte, so dass ich das Schlefi mit Ofenkartoffeln verschob.

Freitag kochte ich frisch: Hasselback-Kürbis mit Schafskäse-Creme, wobei der Schafskäse aus dem Vorrat kam.

Gebacken wurde nicht, und über Too good to go holte ich auch nichts.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 25. Oktober 2025

Wochenplan in KW 42/25 - 43/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCII - CCXCIII

Für die dritte Oktober-Woche machten der Gatte und ich zum letzten Mal gemeinsam einen Wochenplan. Der Gatte war zu dem Zeitpunkt schon sehr schwach, das Lebensende absehbar.

Bis zuletzt aß der Gatte Wassermelone, so dass ich tatsächlich eine brasilianische Import-Melone kaufte. Unter normalen Umständen hätten wir das nicht gemacht. Überraschenderweise war die Melone aber wirklich lecker (ich probierte ein kleines Stück). 

Den Wochenplan für die 42. Woche schrieb ich noch auf die Tafel im Flur, den für die 43. Woche schon nicht mehr. 

Der Wocheneinkauf war schnell erledigt, da wir nur wenig brauchten - ich setzte ja konsequent auf das Verbrauchen des Vorrats. Es ging zu Discounter und Supermarkt, mehrfach zu Bäcker, Schlachter und Grönhöker, in den Drogeriemarkt ... Zu den Gerichten, die der Gatte bis zuletzt gerne aß, gehörte auch Fränkischer Wurstsalat von unserem Schlachter. 

Unser Plan für die dritte Oktoberwoche.

Unsere Wochenpläne in Theorie und Praxis:

Kurz bevor der Gatte aus dem Krankenhaus entlassen wurde, beschloss er, zu Hause Bolognese zu kochen. Er war zu schwach zum Kochen, also machte ich das am Sonnabend. Abends gab's Spaghetti Bolognese.

Aus unserem Einkauf im Hofladen war noch Pfannen-Gyros im Tiefkühler. Das gab's Sonntag mit Reis, Tsatsiki und Krautsalat

Montag gab's wieder Spaghetti Bolognese.

Dienstag kochte ich einen großen Topf Linsensuppe.

Mittwoch gab's Klopse, Kartoffeln und Möhrchen.

Donnerstag wollte ich Bauernfrühstück aus dem Ofen machen, aber der Gatte mochte lieber Linsensuppe.

Freitag gab's wieder Klopse, Kartoffeln und Möhrchen.

In der vierten Oktoberwoche waren wir am Sonnabend noch im Plan. Schwiegermutter kam für ein paar Tage zu Besuch. Es gab Lasagne Bolognese. Der Gatte konnte davon schon nichts mehr essen, aber er konnte sich noch Wassermelone wünschen. Die bekam er natürlich auch, gefolgt von Vanille-Eis mit Amarena-Kirschen. Nachmittags gab's nochmal Altländer Apfelkuchen, zum letzten Mal für den Gatten.

Sonntag bis Dienstag waren Schwiegermutter und ich fremdessen. Geplant waren Steaks mit Baked Potatoe, Kartoffel-Sellerie-Suppe und Lasagne Bolognese

Mittwoch machten wir uns Reste mit Salat - in Schwiegermutters Falle waren es Bratkartoffeln mit Roastbeef, in meinem Falle Kürbis-Falafel. Geplant waren Eier in Senfsauce.

Für Donnerstag war Kartoffel-Sellerie-Suppe geplant. Ich machte mir ein Steak mit Baked Potatoe.

Für Freitag war Schnitzel Wiener Art mit Petersilien-Kartoffeln und Gurkensalat geplant. Es war noch ein Romana-Salat da, den ich mir briet. Dazu gab's karamellisierte Walnüsse.

Gebacken wurde nicht, stattdessen gab's reichlich Kuchen vom Bäcker - Seelenfutter und Nervennahrung. Über Too good to go holte ich nichts. Vier Taschen voller Lebensmittel gingen zum Fairteiler - der Gatte hatte einiges an Eintöpfen, Suppen und anderen Lebensmitteln eingekauft, die ich nicht esse.

Überhaupt wird Kochen für mich alleine spannend. Ich bin damit zurzeit absolut überfordert, weiß gar nicht mehr, worauf ich alleine Appetit habe. Als ich noch jeden Sonntag für mich alleine kochte, war das einfacher, da gab's dann immer Gerichte, die der Gatte nicht mochte. Aber sechs Jahre lang haben wir ja quasi nicht getrennt gegessen, da habe ich völlig verlernt, darauf zu achten, was mir schmeckt, ging Kompromisse ein. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 11. Oktober 2025

Wochenplan in KW 41/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCI

Der Gatte ist seit 19 Tagen als palliativ eingestuft, und ich verbringe weiterhin so viel Zeit wie möglich bei ihm. In der Küche gibt es nach wie vor keine Experimente, sondern ich koche seine Lieblingsgerichte. Ich achte auch darauf, dass ich möglichst einfache Gerichte koche, denn ich muss jederzeit aus der Küche herauskönnen, falls der Gatte Hilfe braucht. 

Den Großeinkauf machte ich in der üblichen Aldi-Edeka-Kombi im Nachbardorf. Im Laufe der Woche ging's mehrfach in die Apotheke und zum Bäcker, außerdem zum Schlachter. Zu den wenigen Dingen, die der Gatte noch isst, gehört Wassermelone, die ich auch regelmäßig besorgte. Erfreut nahm ich zur Kenntnis, dass der Butter-Preis wieder sank.

Der kleine Keller-Tiefkühler wurde etwas leerer und gleichzeitig etwas voller. Da der Gatte nur noch wenig isst, bleibt immer wieder eine Portion übrig, die ich einfriere, denn ich ahne, es wird die Zeit kommen, in der ich froh über Ein-Portionen-Gerichte bin (und noch froher, wenn ich dann nicht wieder auf Fertigfutter zurückgreifen muss). 

Normalität suggeriert, dass die Spülmaschine jeden Tag läuft - so wie früher, als noch alles irgendwie in Ordnung war, wir beide viel und gerne kochten. Jetzt kann der Gatte nicht mehr seine Lieblingsgerichte kochen.

Unser Plan für die erste Oktoberwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis.

Sonnabend gab's Eier in Senfsauce.

Sonntag gab's Hörzu-Nudeln.

Montag gab's Zwiebel-Sahne-Hähnchen mit Reis.

Mittwoch gab's wieder Hörzu-Nudeln.

Donnerstag hätte es wieder das Zwiebel-Sahne-Hähnchen mit Reis geben sollen, aber der Gatte befand nach einem siebenstündigen Krankenhaus-Termin, dass er gerne Fertig-Frikadellen mit Fertig-Nudelsalat essen möchte. Nun denn. Der Gatte ist palliativ und bekommt alles, was er möchte. Also hielt ich kurz bei Edeka, um das Gewünschte zu besorgen. Für mich gab's auch Fertigfutter, aber anderes. 

Freitag hätte es Schnitzel mit Petersilien-Kartoffeln und Gurkensalat geben sollen, aber da war ja noch das Zwiebel-Sahne-Hähnchen mit Reis

Gebacken wurde auch, zum letzten Mal ein Altländer Apfelkuchen aus den Äpfeln des kleinen Apfelbaums, den der Gatte einst pflanzte. Über Too good to go holte ich nichts.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 4. Oktober 2025

Wochenplan in KW 40/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXC

Seit zwölf Tagen ist der Gatte als palliativ eingestuft, seit vier Wochen ist er wieder zu Hause. Seitdem gibt es möglichst keine Koch-Experimente mehr, sondern nur Gerichte, die er sicher essen mag. Seine letzten Tage sollen so schön wie möglich sein, in jeder Beziehung. 

Den Wocheneinkauf machte ich wie üblich im Nachbar-Dorf mit der Aldi-Edeka-Kombi. Der Gatte war leider zu schwach, um mitzukommen, obwohl er so gerne mal wieder durch die Geschäfte streifen möchte. Er kauft ja so viel lieber ein als ich. Für mich ist das nur lästige Pflichterfüllung, die ich möglichst schnell hinter mich bringe.

Da ich nicht weiß, wie es sich mit dem Gatten entwickelt, versuche ich die Zeiten, in denen ich außer Haus bin, auf ein Minimum zu reduzieren, was bedeutet, dass wir weiterhin möglichst aus dem Vorrat leben. So lassen sich Gerichte leichter schieben. Ich muss zwar ohnehin öfter zu Ärzten oder in die Apotheke und besorge dann immer mal wieder frisches Obst oder Gemüse, aber auch diese Zeiten versuche ich auf ein Minimum zu begrenzen. Zum Bäcker geht's auch öfter. Der Gatte wird nicht mehr mit Eiweißbrot gequält. Hunger und Durst werden weniger, aber immerhin kann der Gatte noch schlucken. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Spaghetti Carbonara.  

Sonntag war es mir wichtiger, mit dem Gatten in der Sonne zu sitzen, als den geplanten Linseneintopf zu kochen. Also gab's abends Essen von der Schiebetür.  

Fast Food am Sonntag: Currywurst und Pommes frites für den Gatten, Chickenburger Hawaii mit Pommes frites für mich.

Montag kochte ich dann den Linseneintopf mit Cabanossi.

Dienstag gab's einen Tortellini-Tomaten-Mozzarella-Auflauf. Der kleine Keller-Tiefkühler leert sich zusehends, endlich.

Mittwoch gab's wieder Linseneintopf mit Cabanossi. Zwei Portionen wurden eingefroren. Ähm, schrieb ich gerade, der kleine Keller-Tiefkühler leere sich?!

Donnerstag gab's nochmal Tortellini-Tomaten-Mozzarella-Auflauf.

Freitag gab's paniertes Fischfilet mit Ofen-Kartoffeln. Ich habe keine Ahnung, wie sich der Fisch angesichts des fischophoben Gatten so ungehindert im Keller-Tiefkühler vermehren konnte ... 

Gebacken wurde nicht, denn es war noch Sachertorte da. Über Too good to go holte ich nichts. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 27. September 2025

Wochenplan in KW 39/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCLXXXIX

Den Wocheneinkauf erledigte ich am Freitag Morgen, als unsere Zugehfrau da war, damit der Gatte nicht alleine ist. Dabei ging es ihm letzten Freitag noch vergleichsweise gut. Inzwischen kann ich ihn quasi gar nicht mehr alleine lassen, was in der Praxis leider nicht geht. Inzwischen ist nicht mehr daran zu denken, den Gatten mit zum Einkaufen zu nehmen. Dem Gatten fehlen unsere Einkaufstouren, und mir fehlt der Gatte. Ich gehe mit einem unruhigen Gefühl aus dem Haus, immer bangend, was mich bei der Rückkehr erwartet. 

Da wir noch immer möglichst aus dem Vorrat leben, wundere ich mich jedes Mal, wie umfangreich so ein Wocheneinkauf sein kann. Obwohl ich beim üblichen Discounter und beim üblichen Supermarkt einkaufte, musste ich diesmal ewig suchen, stand in langen Schlangen, waren die Straßen voll, dauerte alles länger als gedacht. Dafür bekam ich endlich wieder kleine Apfelsäfte. Die braucht der Gatte, falls er doch mal unterzuckert.

Während der Woche ging's öfter ins Dorf, um Wassermelone für den Gatten zu besorgen, außerdem zum Schlachter, in die Trafik, öfter zum Bäcker und in die Apotheke. Ich freute mich total, dass ich noch Schmorgurken bekam, denn die eigentliche Schmorgurkenzeit verbrachte der Gatte ja komplett im Krankenhaus.

Aufgrund der palliativen Situation des Gatten gibt es aktuell nur Gerichte, die er mag, möglichst keine Experimente. Ich richte mich komplett danach, was er gerne essen mag, worauf er Appetit hat. Seine letzten Tage sollen so schön wie möglich sein, auch kulinarisch.

Unser Plan für die vorletzte Septemberwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend machten wir den letzten Ausflug mit dem Gatten, noch nicht ahnend, dass ihn danach die Kräfte verlassen sollten. Es ging in die Teestube in Undeloh. Abends wollten wir zum Lieblingsitaliener, aber der Gatte war schon zu schwach. Also stornierte ich den Tisch und holte unser Essen ab. 

Während sich der Gatte für Schwarzwälder Kirschtorte entschied, muss es für mich bei einem Ausflug in die Heide natürlich Buchweizentorte sein. 

Da der Gatte nicht viel aß, mir auch der Appetit vergangen war, gab's für mich Sonntag Pizza-Reste. Der Gatte bekam magenfreundliches Hühnerfrikassee mit Reis.

Wenn wir schon mal richtige Pizza haben, dann hole ich auch die echten italienischen Pizzateller aus dem Schrank. Die nutzen wir selten, weil sie nicht in die Spülmaschine passen.

Montag kochte ich Schmorgurken mit Senf-Ei-Ragout, das es auch Dienstag nochmal gab. 

Aus der Spargelzeit war noch Spargelsuppe im Tiefkühler. Die gab's Mittwoch mit Hackbällchen. Eigentlich wollten wir zweimal von der Suppe essen, aber der Gatte hatte Hunger, was gut ist in der aktuellen Situation. Hört er auf zu essen und zu trinken, geht es endgültig dem Ende zu.

Donnerstag gab's für uns beide Hühnerfrikassee mit Reis.

Freitag war spontan lieber Besuch da - perfekt, um die 30er Packung Fischstäbchen aus dem Tiefkühler zuzubereiten. Dazu gab's Kartoffelbrei und Gurkensalat.

Da sich der besagte Besuch ansagte, wurde tatsächlich mal wieder gebacken. Es gab Sachertorte, die sich der Gatte wünschte. Über Too good to go holte ich nichts. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 20. September 2025

Wochenplan in KW 38/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCLXXXVIII

Aufgrund der palliativen Situation des Gatten mache ich die Einkäufe noch immer alleine, denn er ist zu schwach, um mitzukommen. Er bräuchte den Rollstuhl, den er aber wegen fehlender Kraft nicht selbst rollen kann, und ich kann Einkaufswagen und Rollstuhl nicht gleichzeitig schieben. Außerdem bräuchten wir dann das große schwarze Auto. Nächstes Ziel ist, dass es der Gatte mit dem Rollator ins Auto schafft und beim Bäcker geparkt wird, wenn es ihm zu anstrengend wird. Müssen wir keinen Getränkekisten einkaufen, könnte ich dann sogar wie gewohnt mit dem Karlchen fahren.

Wir leben immer noch weitgehend aus dem Vorrat, denn ich weiß immer noch nicht, wann ich ein Zeitfenster für einen großen Wocheneinkauf habe. Da hat es sich bewährt, mit Lebensmittel zu planen, die da sind. Es ging wie üblich zu Supermarkt und Discounter, außerdem in den Getränkemarkt, mehrfach zum Bäcker, in die Apotheke, in die Trafik, zum Grünhöker und endlich mal wieder zum Schlachter. 

Ich bekam alles, was ich brauchte, was nicht so schwer war, da wir aktuell kaum Angebotsware kaufen. Allerdings gab's beim Discounter gähnende Leere beim Kräuterquark, warum auch immer. 

Unser Plan für die vorletzte Septemberwoche bzw. die zweite Woche nach dem neun Wochen langen Krankenhausaufenthalt des Gatten.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Aus der Sommer-Hofschlachtung hatten wir noch Schweinelachssteaks gefüllt mit Hirtenkäse und Tomaten, die es Sonnabend mit Reis, Kräuterquark und Zucchini-Gemüse gab.

Aus der Hofschlachtung stammte auch das Fleisch, das Sonntag zu Wetterauer Gulasch wurde. Dazu gab's Kartoffelbrei.

Montag gab's Spinat, Kartoffelbrei und Ei.

Damit wir nicht drei Tage in Folge Kartoffelbrei essen, gab's Dienstag das Wetterauer Gulasch mit Bandnudeln

Mittwoch gab's Germknödel mit Pflaumenkompott.

Donnerstag gab's Currywurst und Pommes frites. Der Riesenbeutel, den ich mal während einer der vielen Krankenhausaufenthalte des Gatten kaufte, ist noch immer nicht leer ... 

Freitag war Schwiegermutter zu Besuch. Es gab Schweinefilet mit Steinpilzen und Bohnensalat. Zusammen mit dem Wetterauer Gulasch schaffte ich es diese Woche dann immerhin, einen Beutel grüne Bohnen zu verbrauchen - etwas mehr Platz im Tiefkühler. Das Schweinefilet stammte auch aus der Hofschlachtung. Da wurde dann doch einiges aus dem Tiefkühler verbraucht.

Gebacken wurde nicht. Über Too good to go wurde nichts geholt. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 13. September 2025

Wochenplan in KW 37/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCLXXXVII

Einen richtigen Wocheneinkauf machte ich nicht, sondern fuhr öfter los, wenn der Gatte etwas brauchte. So leben wir derzeit meistens aus dem Vorrat. Der Keller-Tiefkühler ist ja noch immer voller als voll, und das Fleisch aus der Hofschlachtung, das wir im Juni zum Grillen kauften, ist ja auch noch unangetastet. Der Sommer fiel für uns ja komplett aus. 

Sonnabend, nachdem ich den Gatten abholen durfte, war ich kurz los, um ein paar Sachen für das Sonntagsfrühstück und die kommenden Tage zu holen. Natürlich ging's auch zum Bäcker, denn der Gatte freute sich auf sein Lieblingsbrot. Mittwoch fiel ein Termin aus, so dass ich Zeit für einen größeren Einkauf hatte. Freitag war ich dann nochmal los, weil der Gatte Melonennachschub brauchte. 

Der Gatte ist noch zu schwach für einen gemeinsamen Einkauf. Wir hoffen, er kommt wieder so weit zu Kräften, dass er zumindest zum Bäcker mitkommen kann, aber momentan kann er nur wenige Meter gehen, so dass auch der geplante Möbelhaus-Besuch zum Kauf eines Relax-Sessels aufgeschoben werden musste. Mit dem Rollstuhl ginge das zwar, aber das ist dem Gatten zu umständlich. 

Für Schnappatmung sorgten die Milch- und die Kaffeepreise. Der Lieblingskaffee des Gatten kostet inzwischen über 10 Euro das Pfund. Eine unserer beiden Lieblingsmolkereien erhöhte den Milchpreis um sechzig Cent, so dass der Liter jetzt über 2 Euro kostet.

Nach über neun Wochen schrieb ich erstmal wieder einen Wochenplan an die Tafel im Flur.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend durfte ich nach neun Wochen endlich den Gatten nach Hause holen, wo er in der kommenden Zeit palliativ versorgt wird. Wir bestellten abends Essen bei der Schiebetür.

Im Krankenhaus gab's einige Gerichte, die auf die Nachkochliste kamen. Dazu gehörte auch Kirschsuppe mit Grießklößchen, die es Sonntag gab.

Bei einem der Krankenhausaufenthalte des Gatten hatte ich einen drölfzich Kilo Beutel Pommes frites gekauft, und als ich mit Schwiegermutter im Supermarkt im Gewerbegebiet war, kam die Lieblingsfertigcurrysauce mit, die eingefroren wurde. Montag gab's entsprechend Currywurst mit Pommes frites.  

Dienstag gab's weiße Bohnensuppe. Das machte den Keller-Tiefkühler um etliches leerer.

Mittwoch sollte es Tortellini mit Salbeibutter geben, aber der knapp zwei Jahrzehnte alte Salbei überstand diesen Sommer nicht. Stattdessen gab's Rosmarinbutter.

Donnerstag durfte ich zum Stricktreffen, denn der Gatte fühlte sich fit genug, um alleine zu bleiben. Ich machte ihm einen Teller mit Broten und einen mit Wassermelone zurecht. Für mich gab's beim Stricktreffen Sushi.

Strickzeug vor Sushi.

Freitag wollte der Gatte zum Stadtfest - nach aktueller Prognose zum letzten Mal, wie es in diesen Tagen überhaupt viele letzte Male für uns gibt. Ich schob ihn im Rollstuhl. Es gab Pizza, Hot Dog und Schmalzgebäck. Es war ein schöner Abend, gemessen an den Umständen. 

Gebacken wurde nicht, wenngleich ich für das Stricktreffen Zweibelkuchen-Muffins und für uns einen Birnenstreuselkuchen backen wollte. Alleine: Mir fehlte die Kraft. Über Too good to go wurde nichts geholt. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Sonntag, 7. September 2025

Wochenplan in KW 32/25 bis KW 36/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCLXXXII bis CCLXXXVI

Der Gatte ist nach neun Wochen Krankenhaus endlich wieder zu Hause! Mehr dazu wie es ihm geht, wie es uns geht, schreibe ich im Gedöns-Blog.

Mediterraner Seelachs mit ebensolchem Gemüse. Keine Ahnung, wo das Mittelmeer war ... Die Knusperhaube war aber lecker.

Drei Wochen wohnte ich bei ihm, war nur gelegentlich kurz zu Hause wegen frischer Wäsche, der Post oder zum Bezahlen von Rechnungen.

Putenbrustbraten und das sonntägliche Eis.

Geflügelspieß und als Dessert Apfelmus.

Frühlingsrolle mit China-Gemüse, also quasi die Füllung der Frühlingsrolle als Beilage.

Kirschsuppe mit Grießwürfeln.

Geplant waren mediterrane Maultaschen mit Walnüssen. Geliefert wurden vegetarische Maultaschen mit Gemüsesauce.

Der Gatte bestellte philippinische Glasnudeln.
 
Einkaufen musste ich quasi gar nicht, abgesehen von Wassermelone, die der Gatte weiterhin am Liebsten täglich isst. 

Sommerlicher Gemüseeintopf mit Bratwurst-Ersatz, der bei der Abfrage, was wir essen möchten, nicht erwähnt wurde. Zum Glück mag ich trocken Brötchen ... Die Suppe bestand größtenteils aus gelber Hand, und den Fleischersatz probierte ich aus Allergiegründen erst gar nicht. Der Gatte nahm tapfer einen Bissen, war wenig überraschend aber nicht überzeugt.

Italienische Hackpfanne (so eine Art Bolognese).

Birnenkompott hatte ich anders in Erinnerung.

Die Küche im hiesigen Krankenhaus ist sehr gut. Es wird frisch gekocht, und jeden Tag kann man mittags zwischen mindestens drei verschiedenen Gerichten wählen, davon eines vegetarisch. Zusätzlich zu den knapp 300 Patienten und den Mitarbeitenden wird auch noch für die Nachbarschaft gekocht, denn man kann einfach in die Caféteria zum Essen kommen. Das eine oder andere Gericht muss ich auf Wunsch des Gatten nachkochen. Das Essen war übrigens richtig heiß! Die Warmhalteteller waren auch eine Wucht, hielten das Essen bis zu anderthalb Stunden auf Temperatur. Reichte das nicht, weil eine Behandlung dazwischen kam, wurde das Essen auf Station in die Mikrowelle gegeben.

Hackbraten, fein abgeschmeckt mit Senf.

Germknödel mit Pflaumenkompott.

Matjes mit Hausfrauen-Sauce. Mir tun ja immer die versaucten Hausfrauen leid.






Linseneintopf mit Wiener Würstchen.

Auch Frühstück und Abendessen kann man frei wählen. Da bleibt kaum ein Wunsch unerfüllt. Nachdem der Gatte von Vollkost auf Wunschkost umgestellt wurde, bekam er morgens sogar die gewünschten Orangensaft! Einzig das Brot schmeckte uns nicht. Es war trocken und brüchig, eine Hausforderung für den Gatten, dessen Hände nicht so gut funktionieren. So landete denn oft etwas auf dem Fußboden ...

Das Geburtstagsfrühstück für den Gatten.

Ein typisches Abendessen. Das Tablett ist für den Gatten. Darauf fehlt die ominöse Cremesuppe, die er längere Zeit jeden Abend aß, bis er sie nicht mehr vertrug.

Für Überraschungen sorgten jeden Tag die Nachtische, denn oft gab's nicht das, was auf dem Plan stand. Mein Highlight war das Birnenkomplott, das in Form eines ganzen Apfels daher kam.

Geflügelragout mit Dinkelreis. War laut Schwiegermutter sehr lecker. Ich konnte an dem Tag nichts essen, mein Magen streikte.

Würstchengulasch. Sehr lecker, schön gewürzt! Meistens ist das Essen im Krankenhaus etwas laff. Hier wurde aber die Nase schön frei.

An die Essenszeiten musste ich mich erst gewöhnen: Frühstück um 8 Uhr, Mittagessen um 12 Uhr, Abendessen um 17 Uhr ... Zum Essen hat man knapp 30 Minuten Zeit, ehe die Tabletts wieder eingesammelt werden, was oft zu wenig für den Gatten war, so dass ich regelmäßig unsere Tabletts selbst wegbrachte.

Geflügelragout mit Reis, quasi ein Hühnerfrikassee mit dunkler Sauce.

Milchreis mit Kirschen.

Es ist nicht verwunderlich, dass auch in diesen Wochen weder gebacken noch etwas über Too good to go geholt wurde.

Kartoffelpuffer mit Apfelmus.

Kräuterbraten mit Remoulade und Bratkartoffeln. Den restlichen Braten gab's am nächsten Abend dünn aufgeschnitten als Aufschnitt.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 2. August 2025

Wochenplan in KW 31/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCLXXXI

Der Gatte ist inzwischen seit vier Wochen im Krankenhaus. Den Wocheneinkauf erledigte ich am Montag in der gewohnten Aldi-Edeka-Kombi im Nachbardorf, weil der Gatte eine bestimmte Brause haben wollte, von der ich dachte, ich bekäme sie dort. In den beiden Märkten kaufe ich aktuell nicht ein, da der Weg dorthin aktuell nur einspurig ist, man nur im Stau steht. Ich hatte aber Glück und kam über Mittag einigermaßen durch. 

Beide Läden waren auch einigermaßen leer - leider ebenso viele Regale. Die Brause war gerade vergriffen. Ich besorgte sie am Ende der Woche im großen Supermarkt im Gewerbegebiet, wohin ich musste, weil der Gatte neue Jogginghosen brauchte. Bei den aktuellen passen die Bündchen nicht über die verbundenen Füße. Ansonsten ist mein Leben weiterhin ginlos, denn auch in dieser Woche bekam ich nicht den Gin aus dem Angebot Ich muss kommende Woche mal gucken, was es sonst noch so gibt an Gin. 

Diese Woche bekam ich auch nach zwei Wochen Suche endlich wieder die kleinen Apfelsäfte, die der Gatte gelegentlich gegen Unterzucker trinkt, und Kompostbeutel. Insta brachte mich inzwischen auf die Idee, die aus Zeitungspapier selbst zu machen. Mal gucken, wann ich dazu komme. Von den zwischenzeitlich vergriffenen Tabletten gegen das Sodbrennen habe ich inzwischen auch wieder einen soliden Vorrat.

Schwiegermutter kam über's Wochenende zu Besuch. Sonnabend waren wir beim Innenstadt-Italiener und hatten Glück, dass wir noch einen Tisch bekamen. Für Schwiegermutter gab's Pizza Quattro Stagioni, die ihr nicht schmeckte, weil sie keine vier Stationen hatte. Es war zwar so ziemlich alles drauf, was auf eine Pizza Quattro Stagioni gehört, aber eben nicht sauber in vier Teile getrennt. Außerdem waren es nicht vier Stücke Pizza, sondern acht. Schwiegermutter hätte den Bedienungen gerne erklärt, wie eine richtige Pizza Quattro Stagioni geht, aber sie konnte sich ja nicht mit den Bedienungen unterhalten, weil sie nicht genug Italienisch spricht. Muss ich sagen, dass alle Bedienungen ganz hervorragend und sehr fließend Deutsch sprechen?! Ich hatte Pizza Parma, die fein war. Pizza kann man da wirklich gut essen, und der Lambrusco ist leicht und süffig. 

Vorne meine Pizza Parma, hinten die Pizza Quattro Stagioni.

Eigentlich wollten wir noch über's Weinfest, aber das war uns zu voll. Wir hätten den Wein im Stehen neben den Toiletten trinken müssen, da alle anderen Plätze besetzt waren. 

Durch Schwiegermutters Besuch kam ich auch wieder zu einem ordentliche Frühstück, jenseits von trocken Toast, denn sie übernachtete wieder im Hotel und mochte nicht alleine frühstücken.

Außerdem hatte ich noch einmal Matjes mit Ofenkartoffeln. Zwei Vormittage hatte ich krankenhausfrei, weil beim Gatten eine weitere, diesmal leichte OP anstand. So schaffte ich es, Ofengemüse zumachen. Wurzeln, eine Paprika und ein paar Kartoffeln kamen mit Kräuterbutter, Oliven und Mozzarella in den Ofen. Einmal holte ich Spaghetti Bolognese und Fliederbeersuppe vom Schlachter - Essen für drei Tage. Für den Gatten musste ich auch eine Portion Spaghetti Bolognese mitbringen, obwohl das Krankenhausessen gut ist. Wir hatten das Gericht aber ewig nicht mehr. Bevor der Gatte so überraschend ins Krankenhaus kam, wollte er gerade neue Bolognese zubereiten.  

So gab's in dieser Woche tatsächlich nur einmal Fertigfutter.

Es ist nicht verwunderlich, dass auch in dieser Woche weder gebacken noch etwas über Too good to go geholt wurde.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.