Samstag, 27. Dezember 2025

Wochenplan in KW 52/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCII

In dieser Woche war ich auf dem Swutsch. Dementsprechend fiel der Wocheneinkauf aus, gab es auch keinen Wochenplan. Stattdessen war ich fremdessen, gab's jede Menge von Bofrost, kochte Schwiegermutter. Zum Glück hatte ich Cola und Salzstangen im Gepäck ...Tante mag nicht kochen, lebt deswegen von Bofrost, Schwiegermutter sollte nicht kochen, und ich darf nicht kochen, denn erstens kann ich es nicht und zweitens nehme ich dann Schwiegermutter die Arbeit weg. Je nach Laune von Schwiegermutter musste ich dann aber doch in die Küche, denn das Auftauen von Fertigfutter traut sie mir gerade noch zu.

Wie zu den Zeiten, als der Gatte noch lebte, machte ich auf der Fahrt zur Tante nach Dachau die traditionelle Station in Kaisers Weinland Hotel in Hammelburg. Da kann man gut essen und trinken und schlafen. Wie vor einem Jahr gab's Sonnabend für mich eine halbe knusprige Rhön-Ente mit Rotkohl und Klößen sowie einem Glas Scheurebe. Das Restaurant hat übrigens auch eine pfiffige vegetarisch-vegane Karte - sehr bemerkenswert! Ich freue mich immer über Lokale, in denen Vegetarier und Veganer nicht nur Beilagen serviert bekommen.

Eine halbe knusprige Rhön-Ente mit Rotkohl und Klößen sowie ein Glas Scheurebe. 

Die folgenden sechs Tage waren kulinarisch eher schwierig, aber das wusste ich ja vorher. 

Sonntag gab es Lasagne mit Lachs und Spinat.

Montag verteilte Schwiegermutter den Inhalt von drei Menüschalen getrennt auf zwei Formen, um sie im Backofen zu erwärmen. Immerhin waren es drei gleiche Menüschalen. Es gab Spätzle mit Pute und Gemüse. Essbar, aber würde Gatte noch leben, hätte sich Schwiegermutter das nicht getraut.

Dienstag kochte Schwiegermutter Spaghetti Bolognese. Mein Körper verriet mir, dass es nicht ohne Fix ging. Nudelkochen traute Schwiegermutter mir plötzlich zu, aber natürlich kann ich auch das nicht, denn ich befand, 250 g Spaghetti reichen für drei Personen. Als Schwiegermutter das mitbekam, warf sie erzürnt die restlichen 250 g Spaghetti ins Kochwasser. Überraschenderweise blieben reichlich Spaghetti übrig.

Nachdem es Sonntag zum Rotgarnelen-Gate kam, fand Schwiegermutter dann doch noch die richtigen Garnelen. Mittwoch servierte sie ihren berüchtigten berühmten Garnelen-Cocktail. Besonders stolz ist sie auf ihre selbstgemachte Cocktailsauce. Schwiegermutter ist eine geborene Knorr. Aus Gründen, die ich aus Contenance nicht hinterfragte, servierte Schwiegermutter nicht wie früher Meterbrot oder Toast zum Garnelen-Cocktail, sondern Börek. Eine ... ähm ... interessante Kombi.  

Donnerstag gab's Lachsfilet im Spinat-Blätterteig-Mantel.

Freitag wurde ich von Bofrost enttäuscht. Tante und ich erwärmten Rehgulasch, während Schwiegermutter Entenbrustfilet in Orangensauce essen wollte. Eine Portion wog 250 g - beim Rehgulasch waren das ca. 100 g Fleisch (5 bis 6 Stückchen) und 150 g Sauce. Beim Entenbrustfilet war die Relation etwas besser, aber auch hier schwamm das Fleisch in Unmengen von Sauce. Mit Wasser verdient man Geld. Das gilt auch für das Kartoffelpüree aus der Tüte, das es dazu gab und dessen Zubereitung mich mehr fordert als die eines "echten" Pürees. 

An den beiden Weihnachtstagen wurde das Rührei frisch zubereitet. An den anderen Tagen kam es aus dem Chafing Dish.

Als wir den Urlaub planten, schlug ich dem Gatten vor, ein anderen Hotel als in den Vorjahren zu buchen, aber er war nicht davon abzubringen, das Hotel zwischen Supermarkt, Tankstelle und Baumarkt zu buchen. Da landeten wir, weil es fußläufig zur Tante liegt, aber gehen konnte der Gatte ja schon länger nicht mehr. Als klar war, dass ich ohne den Gatten fahren muss, buchte ich mich im Hotel Modi ein. Eine gute Wahl! 

Weißwurst-Frühstück.

Frühstück gibt es beim Bäcker im Haus, was gute Backwaren und Kuchen garantiert (nur an den beiden Feiertagen, als der Bäcker geschlossen war, gab's Aufbackbrötchen), und auf dem Büfett findet sich nicht die Standard-Auswahl. Es gab auch Weißwürste, viele Salate, mediterrane Köstlichkeiten ... Ich genoss es, ausgiebig und in Ruhe zu frühstücken. 

Ein Teil der großartigen Kuchen-Auswahl. Ich konnte mich kaum entscheiden.

Tante erinnerte sich an den Konditor, bei dem sie früher gerne kaufte, als sie noch mobil war, und freute sich, als ich Heiligabend anbot, dort vorbeizufahren. So gab's eine große Kuchenplatte für alle und Petit Fours für mich alleine. Angesichts von Schwiegermutters Launen brauchte ich Nervennahrung, zumal ich alles nüchtern ertragen musste, da ich ja mit dem Auto unterwegs war. 

Petit Fours kann ich nicht widerstehen, vor allem, wenn sie so frisch und gut sind wie hier.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 20. Dezember 2025

Wochenplan in KW 51/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCI

Für diesen Wocheneinkauf fuhr ich zum AfD-Edeka, weil ich in einem der Nachbar-Dörfer etwas erledigen musste und mir einen Umweg sparen wollet. Ich mag den Markt nicht, nicht nur wegen der politischen Einstellung des Inhabers, sondern auch, weil er so unsortiert ist. Inzwischen weiß ich aber, dass Käse, Chips und Nudeln beim Wein liegen, was auch immer sie dort suchen, und fand alles, was ich brauchte. Das war ohnehin nicht viel. Ich lebe ja immer noch aus den Vorräten.

Ich musste daran denken, dass ich zum letzten Mal im August in dem Laden war, als der Gatte im Krankenhaus lag. Er brauchte Wassermelone. Lieblingsbrause und Pfeifentabak, und der Laden ist der einzige außer der Trafik, der den führt. Also fuhr ich dorthin, um einen Weg zu sparen.

Beim Einkaufen musste ich dem Drang widerstehen, einen Karton mit der Lieblingsbrause des Gatten mitzunehmen - er kann sie ja nicht mehr trinken. Ich musste auch an die Pausen beim Bäcker denken, die der Gatte so gerne machte, mochte. Der Gatte fehlt mir so unendlich!

Im Laufe der Woche ging's zum Sonderpostenmarkt, zum Bäcker, in den Drogeriemarkt, in die Trafik (es ist immer noch ungewohnt, dort keinen Pfeifentabak für den Gatten mitzunehmen), in einen Discounter, der den Lieblingskaffee des Gatten im Angebot hatte (ich muss erst wieder lernen, eigenen Geschmack zu entwickeln), ins Kaufhaus und über den Weihnachtsmarkt. Dort hole ich mir regelmäßig Schmalzgebäck und Quarkbällchen. Das koste ich dieses Jahr richtig aus. 

Mein Plan für die dritte Dezemberwoche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend taute ich die von der Trauerfeier des Gatten übriggebliebene Spargelsuppe auf. Der Küchen-Tiefkühler ist jetzt tatsächlich so leer, dass ich nach Weihnachten alles aus dem Keller-Tiefkühler umpacken kann. Der Keller-Tiefkühler kann dann verschenkt werden. 

Sonntag kamen die Sandkasten-Freundinnen zum Waffelessen. Das wollten wir schon im letzten Jahr machen, als der Gatte noch lebte. Er liebte Waffeln, und als er noch im Einzelhandel arbeitete, gab's die gerne sonnabends zur Teestunde. Es war ein sehr schöner Nachmittag. Da das Waffeleisen einmal im Gebrauch war, gab's abends herzhafte Avocado-Waffeln. Ich hatte im März eine Avocado eingefroren, die nun in die Waffeln kam. Das mit dem Einfrieren klappt wunderbar, allerdings wurde die Avocado während des Auftauens an der Oberfläche schnell braun, obwohl sie vorm Einfrieren mit Zitronensaft eingerieben wurde. Außerdem würde ich die aufgetaute Avocado immer püriert verwenden, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Montag machte ich Butterchicken, das unerwartet scharf wurde, weil ich das Garam Masala nicht fand und stattdessen Harissa nahm. Erstaunlicherweise kann ich inzwischen schärfer essen als früher. Ich muss ja aber auch keine Rücksicht mehr auf den Gatten nehmen, der gegen Schärfe noch viel empfindlicher war als ich. 

Dienstag fand zum ersten Mal Strick-Kino in der Kleinstadt statt! Das Abendessen bestand also aus Popcorn, und weil das nicht reichte, gab's zu Hause noch eine übriggebliebene Avocado-Waffel.

Mittwoch gab's nochmal Butterchicken. Eine kleine Portion kam in den Tiefkühler.

Donnerstag gab's Currywurst mit Ofenkartoffeln. Pommes frites wären zwar schöner gewesen, aber ich übe mich ja im Verarbeiten von Vorräten und Resten, hatte auch keine Lust zum Frittieren.

Freitag trabte ich zum Schlachter und holte mir Tafelspitz mit Meerrettichsauce, Salzkartoffeln und Mixed Pickles. Als Dessert gab's Blaubeerquark.

Gebacken wurde nicht, und über Too good to go holte ich auch nichts. In der Mittagspause des einzigen Büro-Tages gab's eine übriggebliebene Avocado-Waffel.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Dienstag, 16. Dezember 2025

Baked Feta Pasta mit Butternuss-Kürbis

Seit dem Tode des Gatten lebe ich ja weitgehend aus den Vorräten. In denen sind unzählige Nudeln. Außerdem waren ein, zwei Pakete Schafskäse da, so dass ich nur einen Kürbis für dieses Gericht kaufen musste, denn die restlichen Zutaten sind in meiner normalen Küchenausstattung vorhanden.

Baked Feta Pasta mit Butternuss-Kürbis, gut durchmischt.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Baked Feta Pasta, frisch aus dem Ofen.

Baked Feta Pasta mit Butternuss-Kürbis

Zutaten für 4 Portionen:

320 g Nudeln, Sorte nach Gusto
2 Knoblauchzehen, gepresst
1 cm Ingwer, fein gerieben
Curry
Pfeffer
Salz
2 rote Zwiebeln, in Spalten geschnitten
400 ml Sahne
600 ml heiße Gemüsebrühe
1 kg Butternuss-Kürbis, in Würfel geschnitten
200 g Schafskäse, halbiert in Höhe und Breite

Zubereitung:

Nudeln zusammen mit Knoblauch, Ingwer, Curry und Zwiebeln in die Form geben, mischen. Sahne und Gemüsebrühe darüber gießen. Es scheint zu viel Flüssigkeit zu sein, aber am Ende wird es passen. Kürbiswürfel darauf verteilen, salzen. Käse zwischen den Kürbiswürfeln platzieren.

Ohne Vorheizen in der Ofenmitte bei 180°C Umluft ca. 40 Minuten backen, bis der Kürbis weich ist. Herausnehmen, alles mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Quelle

Samstag, 13. Dezember 2025

Wochenplan in KW 50/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCC

Der Wocheneinkauf fiel üppiger aus als sonst, seitdem der Gatte tot ist. Ich trank in den letzten sieben Wochen so tapfer seine Säfte aus, dass ich mal wieder Lust auf Brause hatte. Zudem mag ich den Winter-Cider, den es gerade gibt, und ich mochte gerade nicht mehr nur aus dem Vorrat leben. Außerdem wollte ich für das Stricktreffen backen. Die letzten Mini-Fläschchen Apfelsaft des Gatten reichten für einen Apfelpunsch für das Stricktreffen, denn im hiesigen Bürgerhaus gibt es auch eine Küche. Die kleinen Apfelsaft-Flaschen brauchte der Gatte bei Unterzucker, und da sie phasenweise nicht zu bekommen waren, hatte ich einen Vorrat angelegt. 

Es ging zum kleinen Edeka-Aldi, der für mich reicht, solange ich kein Anzündholz brauche. Bei Aldi war der Honig nicht auffindbar, gab's keinen Puderzucker mehr. Bei Edeka bekam ich beides und Lebkuchen-Gewürz, wovon allerdings auch nur noch wenig da war. Aber ein Tütchen reichte mir ja. Spontan nahm ich einen "Retter-Beutel" mit Tomaten mit - das dürften bummelig drei Kilo gewesen sein. Die aß ich auf Brot oder als Salat.

Im Laufe der Woche ging's in die Trafik, in den Drogeriemarkt, zum Bäcker und natürlich zum Schlachter, wo es einen wunderbaren Mittagstisch gibt. Den nutzte ich in dieser Woche gerne, denn bestimmte Gerichte mag ich (noch) nicht für mich alleine machen, weil sie nur in großen Portionen gut schmecken und der Tiefkühler noch rappelvoll ist. Außerdem ging's zu Leysieffer, damit Schwiegermutter und Tante ihre "Himmlischen" bekommen. Früher besorgte sie der Gatte, wenn wir im Advent über die Weihnachtsmärkte in der Hamburger Innenstadt bummelten.  

Mein Plan für die zweite Dezemberwoche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Avocado mit Garnelen in Cocktailsauce.

Sonntag kochte ich das mehrfach verschobene Kürbis-Kichererbsen-Curry.

Montag gab's nochmal Avocado mit Garnelen in Cocktailsauce. Damit ist der erste Beutel Garnelen leer. Einer ist noch da. 

Dienstag war ich aufgrund eines Termins in der lindgrünen Hölle im Heimbüro und konnte zum Schlachter traben, um Grützwurst mit Apfelkompott und Bratkartoffeln zu holen. Gut, das hätte ich mir problemlos selbst machen können, aber dann hätte ich keine Mocca-Creme zum Dessert gehabt.

Mittwoch gab's nochmal Kürbis-Kichererbsen-Curry. Eine Portion wanderte zudem in den Tiefkühler.

Donnerstag war ich zum monatlichen Stricktreffen, wodurch das Abendessen ausfiel.

Freitag trabte ich wieder zum Schlachter und holte Entenkeule mit Orangensauce, Rotkohl und Salzkartoffeln samt Schokoladen-Mousse als Dessert.

Endlich wurde auch mal wieder gebacken: Zum Stricktreffen brachte ich Lebkuchen Brownies mit (und Apfelpunsch). Über Too good to go holte ich nichts. Eigentlich könnte ich die App löschen. Für die Mittagspause holte ich mir ein Falafel-Wrap, das aber viel zu viel für mich war.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Dienstag, 9. Dezember 2025

Baghali Gatogh - dicke Bohnen auf persische Art

Ich koche mich ja immer noch durch die Vorräte, und das wird auch noch lange so weitergehen. Vieles ging schon zum Fairteiler, aber dahin muss ich 80 Kilometer fahren, das will gut überlegt sein. Was haltbar ist und was ich im Prinzip mag, geht ohnehin erstmal nicht zum Fairteiler wie zwei Gläser mit dicken Bohnen zum Beispiel. 

Dicke Bohnen auf persische Art, serviert auf Chubz.

Ein Glas mit dicken Bohne wurde zu diesem persischen Gericht, das mir so gut schmeckte, dass ich vermute, dem zweiten Glas wird das gleiche Schicksal zu teil. Bei der Verwendung von Bohnen aus dem Glas gibt es auch keine Probleme mit den unterschiedlichen Garzeiten von Bohnen und Spiegeleiern. 

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Baghali Gatogh - dicke Bohnen auf persische Art

Zutaten für 2 Portionen:

1 Glas dicke Bohnen (720 ml / Abtropfgewicht 420 g)
Öl
3 Zehen Knoblauch, gepellt und fein gewürfelt
1,5 TL Kurkuma
Pfeffer
Salz
1 EL Dill, gehackt
1 EL Butter
2 Eier

Zubereitung:

Bohnen abgießen.

Knoblauch in Öl weich dünsten, Bohnen und Kurkuma hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den gehackten Dill zufügen und kurz durchrühren.

Die Butter dazugeben und in der Bohnenmasse schmelzen lassen. Die Eier an verschiedenen Stellen über den Bohnen aufschlagen stocken lassen. Das dauert etwa 15 Minuten. 

Portionsweise auf Chubz servieren (alternativ Naan, Fladenbrot oder Tortilla-Wraps nehmen).

Quelle

Samstag, 6. Dezember 2025

Wochenplan in KW 49/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCIX

Der Wocheneinkauf war am Freitag auf dem Rückweg vom Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt im Freilicht-Museum schnell erledigt. In der üblichen Aldi-Edeka-Kombi bekam ich alles, was ich brauchte. Viel ist es ohnehin nicht mehr, seitdem der Gatte nicht mehr lebt. Ich koche weiterhin aus dem Vorrat und habe wenig Hunger, wobei: Schokolade geht immer, leider. 

Der Wocheneinkauf fiel schmal aus, trotz des Beifangs.

Dieser Plan schaffte es irgendwie nicht auf die Tafel ... 

Den Wochenplan überarbeiten. 

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Steak und Baked Potatoe. Außerdem habe ich gerade eine Frucht-Punsch-Phase. Besonders gerne mag ich Fliederbeer-Apfel-Punsch. 

Honigkuchen vor Fliederbeer-Apfel-Punsch.

Sonntag war ich bei Schwiegermutter zum Essen eingeladen. Es gab das Sonntagsmenü ihrer poshen Seniorenwohnanlage. Ich war beeindruckt, dass man es schaffen kann, Wildschweinbraten knochentrocken zu garen. Dazu gab's Kroketten und Rahmwirsing. Als Vorspeise wurde Feldsalat mit Lachsröllchen serviert und als Dessert Eis mit Eierlikör. Abends gab's noch eine Scheibe Brot.

Montag gab's wieder Steak mit Baked Potatoe. Jetzt sind noch zwei Steaks im Tiefkühler.

Dienstag schob ich ein Schlemmerfilet zusammen mit Kartoffelwürfeln in den Ofen und ignorierte tapfer, dass das Schlefi zwei Portionen sind. Pansenlähmung war die Folge. Das nächste Mal plane ich das Schlefi für zwei Tage ein. Zwei müssten noch im Keller-Tiefkühler leben.

Mittwoch gab's Lasagne Bolognese. Eigentlich war dazu ein Tomatensalat geplant, aber mir fehlte die Kraft dazu. Der Echtbüro-Tag dauerte länger als gedacht. Immerhin schaffte ich es noch, mir auf dem Heimweg auf dem Weihnachtsmarkt Schmalzgebäck und ein Quarkbällchen zu besorgen. Ich versuche, neue Rituale zu entwickeln. Eines ist, dass ich nach dem Tag im Echtbüro zu Hause eine Tasse Tee mit einem Teilchen zu mir nehme - fast wie früher, als der Gatte noch lebte.

Der Donnerstag entwickelte sich andres als geplant, und abends fehlte die mir Kraft für das geplante Kürbis-Kichererbsen-Curry. Stattdessen bestellte ich bei der Schiebetür. Seitdem ich alleine lebe, schaffe ich mit Burgern und Pommes nicht mehr den Mindestbestellwert, aber mit einem Gyros-Teller klappt das gerade so. Als Folge musste natürlich der Plan für die kommende Woche überarbeitet werden. 

Freitag gab's wie geplant Lasagne Bolognese mit Tomatensalat.

Gebacken wurde nicht, und über Too good to go holte ich - Überraschung - auch nichts. Seit dieser Woche arbeite ich wieder. An meinen beiden Echtbüro-Tagen gab's Overnight Oats mit Obstsalat - Ananas und Mango aus dem Tiefkühler wollen ja verbraucht werden. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Samstag, 29. November 2025

Wochenplan in KW 48/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCVIII

Der Wocheneinkauf war schnell erledigt und günstiger als gedacht. Ich lebe noch immer aus den Vorräten, die der Gatte anlegte, brauche also im Wesentlichen nur frische Lebensmittel als Ergänzung und ein paar Dinge für mich, denn ich neige nicht so zum Hamstern wie der Gatte. Es ging zum Supermarkt im Gewerbegebiet, wo es leckeren Honigkuchen gibt, und zum kleinen Edeka-Aldi. Im Laufe der Woche ging's sehr oft zum Bäcker.

Der Wochenplan war weitgehend Makulatur, denn ich hatte eine Woche lang Besuch und rechnete damit, dass wir öfter Essen gehen, wenn ich nicht zu erledigt bin. In dieser Woche stand nämlich die Räumung des Lagerraums, den der Gatte anmietete, auf dem Plan. Das war psychisch sehr anstrengend, aber physisch waren wir zum Glück sehr viel schneller durch als gedacht. 

Der Wochenplan war im Rückblick Pasta-, Kürbis- und Currylastig. Da habe ich diesmal nicht aufgepasst. Dafür war er vegetarisch, denn der Besuch isst vegetarisch. Das fällt mir zum Glück nicht schwer, denn ich esse ja selbst wenig Fleisch.

Mein Plan für die letzte Novemberwoche.

Unser Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend waren wir noch im Plan, gab's Baked Feta Pasta mit Butternuss-Kürbis. Nudeln und Feta kamen aus dem Vorrat.

Beim Bäcker kombinierten wir zwei Frühstücke, ein süßes und ein mediterran-veganes. 

Sonntag stärkten wir uns mit einem Frühstück bei einem meiner beiden Lieblingsbäcker, bevor wir uns auf den Weg ins Lager machten. Nach getaner Arbeit gab's ein zweites Frühstück bei Meet Me In The Morning, einem sehr netten Lokal, das der Besuch entdeckte. 

Apfelpunsch und Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt.

Im Laufe der Woche gab's dann nochmal Baked Feta Pasta, außerdem Baked Beans on Toast Bread und Penne Creme Spinaci. Das Fertiggericht schmeckte mir so gut, dass ich es nachkochte. Außerdem wurde angeglühweint, waren wir auf dem Weihnachtsmarkt. 

Frühstück, erster Gang.

Zum Abschluss einer unter dem Strich dann doch ziemlich anstrengenden Woche waren wir am Freitag zum Frühstücken auf Hof Oelkers. Anschließend ging's in Freilichtmuseum zum Weihnachtsmarkt, und nach gut drei Stunden Rumlaufen war das üppige Frühstück soweit verdaut, dass schon wieder Platz für ein Mittagessen in Stoof Mudderns Krog war. Abends gab's nur noch eine Handvoll Cashews. 

Wenn es Rosinen-Grützwurst mit Bratkartoffeln und Apfelmus gibt, kann ich nicht widerstehen.

Gebacken wurde nicht, und über Too good to go holte ich - Überraschung - auch nichts. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Samstag, 22. November 2025

Wochenplan in KW 47/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCVII

Den großen Wocheneinkauf erledigte ich am Freitag, nachdem ich Tante und Schwiegermutter zurück nach Hamburg gebracht hatte. Sie waren ein paar Tage zu Besuche wegen der Trauerfeierlichkeiten für den Gatten.

Es ging zum kleinen Aldi-Edeka, in den Baumarkt und in den Drogeriemarkt. Im Drogeriemarkt war ich im Laufe der Woche öfter, ebenso beim Bäcker, in der Trafik und beim Grönhöker. Ich war auch auf dem Wochenmarkt, wo die Blumen frischer und günstiger sind als beim Floristen. 

Ich versuche weiterhin, möglichst viel aus dem Vorrat zu verwenden. Dadurch beschränken sich die Lebensmitteleinkäufe auf Gemüse, Obst, Joghurt, Milch und Butter und sind relativ günstig.

Mein Plan für die dritte Novemberwoche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Ich schwächelte bei der Pizza beim Lieblingsitaliener und ließ mir die Reste einpacken. Sonnabend gab's daher nochmal Pizza Parma.

Im Hamster-Vorrat des Gatten war noch Hühnerfrikassee. Das gab's Sonntag mit Reis.

In meinem Hamster-Vorrat waren noch Tortellini. Die waren immer praktisch, wenn wir spät von langen Arztterminen zurückkamen. Aus dem letzten Paket wurden am Montag Tomaten-Mozzarella-Tortellini.

Dienstag gab's wieder Hühnerfrikassee mit Reis.

Mittwoch gab's wieder Tomaten-Mozzarella-Tortellini. Eine Portion wanderte zudem in den Tiefkühler. So wird der niemals leer, ich weiß. 

Donnerstag hatte ich lieben Tee-Besuch, der bis spätabends blieb. Über Plaudern und Stricken vergaßen wir total das Abendessen. Es wäre Baked Feta Pasta mit Kürbis gewesen.

Die Woche ist Pasta-lastig, aber unser unendlicher Nudelvorrat muss ja auch mal abgebaut werden. Freitag gab's Linsen-Lasagne mit Wintergemüse. Lasagneplatten, Käse zum Überbacken und eine Dose Linsen kamen aus dem Vorrat. 

Da Besuch kam, wurde endlich mal wieder gebacken. Es gab einen veganen Schokoladenkuchen, für den ich Hafermilch-Kakao und Schokoladen aus dem Vorrat verwenden konnte. Über Too good to go holte ich wieder mal nichts. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Donnerstag, 20. November 2025

Maultaschen-Aprikosen-Spieße

Während des neunwöchigen Krankenhausaufenthaltes des Gatten zwischen Juli und September kochte ich nur selten. Drei Wochen zog ich sogar zum Gatten und wurde im Krankenhaus verköstigt, bis sich der Gatte entschloss, zum Sterben nach Hause zu kommen. Wir hatten dann noch fast sieben gemeinsame Wochen. 

Bevor ich zum Gatten ins Krankenhaus zog, war ich den ganzen Tag bei ihm im Krankenhaus, nur unterbrochen von einer Mittagspause. In der Mittagspause besorgte ich die Kleinigkeiten, die der Gatte im Krankenhaus vermisste. So bestand er jeden Tag auf Wassermelone. Die aß er tatsächlich bis zwei Tage vor seinem Tode jeden Tag. Erstmals kaufte ich deswegen Wassermelone aus Brasilien, als die Melonensaison vorbei war. Ich vermute, ich werde nie wieder Wassermelone essen können.

In einer Mittagspause entdeckte ich beim lokalen Obststand zufällig Aprikosen aus dem Alten Land. Normalerweise mag ich keine Aprikosen, weil sie immer mehlig schmecken, unreif sind, aber diese hier, keine 20 Kilometer entfernt angebaut, waren perfekt! So kaufte ich denn immer wieder Aprikosen, über die sich auch der Gatte freute, denn er mag Aprikosen noch lieber als ich. 

Da Aprikosen auch warm schmecken, kombinierte ich sie nicht nur mit gebackenem Camembert, sondern auch mit Maultaschen.

Maultaschen-Aprikosen-Spieße.

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Maultaschen-Aprikosen-Spieße

Zutaten für 2 Portionen (6 Spieße):

1 Packung Maultaschen à 360 g (= 6 Stück), nach Gusto auch vegetarisch oder vegan 
6 Aprikosen
12 Kirschtomaten
Öl
Salz
Pfeffer
6 gewässerte Schaschlikspieße

Zubereitung:

Maultaschen halbieren. Aprikosen und Tomaten waschen. Aprikosen halbieren und den Kern entfernen. Maultaschen, Aprikosen und Tomaten im Wechsel auf den Spießen verteilen. 

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Spieße darin unter mehrmaligem Wenden garen, bis Aprikosen und Tomaten weich und die Maultaschen gebräunt sind. 

Dienstag, 18. November 2025

Ijjeh - Petersilien-Omelette

Während des neunwöchigen Krankenhausaufenthaltes des Gatten zwischen Juli und September kochte ich nur selten. Drei Wochen zog ich sogar zum Gatten und wurde im Krankenhaus verköstigt, bis sich der Gatte entschloss, zum Sterben nach Hause zu kommen. Wir hatten dann noch fast sieben gemeinsame Wochen. 

Bevor ich zum Gatten ins Krankenhaus zog, war ich den ganzen Tag bei ihm im Krankenhaus, nur unterbrochen von einer Mittagspause. Abends lebte ich hauptsächlich von Fertigfutter, kochte nur selten für mich. Eines der wenigen Gerichte, das ich mir zubereitete, war Ijjeh.

Ijjeh, etwas monochromatisch serviert mit Oliven.

Ijjeh wird im Libanon und in Syrien gerne als Vorspeise oder wie in meinem Falle als Hauptgericht gegessen. Normalerweise ist es ein Petersilien-Omelette. Manchmal werden aber auch andere Kräuter oder sogar Paprika oder Zucchini verwendet. Selbst Ijjeh mit Hackfleisch ist möglich. Ijjeh wird warm oder kalt gegessen. Beilage sind normalerweise Oliven, Tomaten oder eingelegte Gemüse. Gewürzt wird nach Geschmack, zum Beispiel mit Zimt, Cumin, Muskat ... Ich mag's schlicht mit Salz und Pfeffer.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Ijjeh - Petersilien-Omelette

Zutaten für 2 Portionen:

4 Eier
1/2 Bund glatte Petersilie (wenn du nur ein "deutsches" Bund bekommst, verwende zwei davon)
Salz
Pfeffer
Öl

Zubereitung:

Eier aufschlagen und verquirlen. Petersilienblätter fein hacken und in die Eiermasse rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Eiermasse hineingeben. Bei kleiner Hitze garen, bis das Ei gestockt ist (ggf. umdrehen). 

Alternativ den Backofen mit 120°C (Umluft) vorheizen und das Omelette im Backofen zu Ende garen.

Samstag, 15. November 2025

Wochenplan in KW 46/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCVI

Den Wocheneinkauf erledigte ich am Donnerstagvormittag. Ich hätte ihn auch schon eher erledigen können, aber ich brauchte Dill, und der hält sich ja nicht solange. Den Dill kaufte ich dann am Sonnabend nochmal, denn mir ging auf, dass ein "deutsches" Bund Dill nicht vergleichbar ist mit einem "orientalischen". So lief ich dann zehn Minuten in den relativ neuen orientalischen Supermarkt, um Dill und vergessenes Fladenbrot zu kaufen. Der Laden ist erfreulich gut sortiert. Es gab sogar Chubz. Da war ich bestimmt nicht zum letzten Mal! Traurig dachte ich daran, dass sich der Gatte sehr über den Laden gefreut hätte, dort gerne eingekauft hätte. Als der Laden eröffnete, war der Gatte aber schon nicht mehr gesund genug, um einfach mal da hin zu bummeln.

Viel brauchte ich nicht, so dass ich in Discounter und Supermarkt schnell durch war. Im Laufe der Woche ging's nach noch zwei Mal zum Schlachter, außerdem öfter zum Bäcker. 

Beim Einkaufen ertappe ich mich jedes Mal dabei, dass ich etwas mitnehmen möchte, worüber sich der Gatte freuen würde, eine seiner Lieblingsleckereien oder eine Kleinigkeit Irgendwas. Dann realisiere ich, dass der Gatte nicht mehr da ist, und mir kommen die Tränen. Anfang Juni war der Gatte zum letzten Mal einigermaßen fit genug, um mit mir einzukaufen. Danach war er entweder im Krankenhaus oder zu schwach. Als er Anfang September aus dem Krankenhaus entlassen wurde, freute er sich so darauf, mal wieder durch die Geschäfte bummeln zu können, schaffte es aber nicht mehr, auch nicht im Rollstuhl.

Der Plan für die zweite Novemberwoche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Baghali Gatogh, dicke Bohnen auf persische Art nach einem Rezept von Frau Küchenlatein

Sonntag gab's nochmal die Feta-Tasche aus der Hofschlachtung. Ich habe gelernt, dass eine dreiviertel gefüllte Mainzelmännchen-Tasse die ideale Reismenge für zwei Portionen für mich ist. 

Montag gab's wieder Baghali Gatogh.

Dienstag sollte es abends Spargelcremesuppe geben, aber die Damen wirkten schon mittags so, als bräuchten sie vor der Trauerfeier eine Stärkung. Also buk ich ein Baguette aus dem Vorrat auf und servierte die Suppe. Abends gab's verschiedene Salätchen vom Schlachter zu frischem Baguette, gefolgt von Vanille-Eis mit Amarena-Sauce (auch so eine Speise, die der Gatte bis zuletzt bekam).

Mittwoch wollten wir zum Lieblingsitaliener, aber Schwiegermutter befand, sie wolle erst Donnerstag dort essen. Ins Deutsche Haus wolle sie nicht mehr, weil bei unserem Besuch Mitte Oktober die Ochsenbäckchen die falsche Form hatten und mit Rotkohl serviert wurden. Ja, nee, ist klaa. Dank des Gatten mit seinen Hamster-Genen war eine Dose Ochsenschwanzsuppe im Vorrat, zu der es das restliche Baguette vom Vortag gab.

Donnerstag ging's dann zum Lieblingsitaliener. Dorthin wollten wir eigentlich Ende September mit dem Gatten, aber er war zu schwach. Drei Tage später wurde er als palliativ eingestuft, vier Wochen später starb er. Beim Lieblings-Italiener bestellte Schwiegermutter wieder Pizza Quattro Stagioni. Die gefiel ihr Ende Juli beim Innenstadt-Italiener nicht, weil sie keine vier Stationen hatte. Ende September hingegen befand sie die Quattro Stagioni für sehr gut. Diesmal gefiel ihr die Pizza wieder nicht, denn sie war geachtelt, nicht geviertelt. Eine echte Pizza Quattro Stagioni muss vier Teile haben. Ja, nee, is klaa. 

Drei Mal Pizza beim Lieblingsitaliener. Vorne ist meine normale Portion, während Schwiegermutter und Tante eine kleine Pizza bekamen.

Ich jieperte schon seit Tagen darauf, dass es beim Schlachter endlich Grünkohl gibt, denn der schmeckt nur gut, wenn er in Mengen gekocht wird. Das lohnt sich für mich alleine nicht wirklich, ich würde Tage davon essen. Freitag wurde endlich angegrünkohlt, holte ich drei Portionen Grünkohl mit Kohlwurst und Röstkartoffeln mit Stracciatella-Creme als Dessert. Zwei Portionen waren für Schwiegermutter und Tante. Hätte doch der Gatte noch erlebt, dass seine Mutter Grünkohl isst! So ein Bauernessen lehnte die Dame von der Elbchaussee immer ab. Aber nach drei anstrengenden Tagen mit Trauerfeier und Beisetzung war auch Schwiegermutter froh, abends nicht mehr für Tante und sich kochen zu müssen und nahm meinen Vorschlag, ihnen Essen vom Schlachter mitzubringen, dankbar an. Ich bin gespannt über ihr Urteil. Ich vermute, Kohl und Wurst waren zu fett, die Kartoffeln zu süß, und vermutlich vergaß sie auch, dass die Straciatella-Creme das Dessert ist, und dachte, es wäre Schmand für die Kartoffeln oder so.

Backen oder Lebensmittel über Too good to go holen lohnt sich für mich alleine irgendwie nicht mehr.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Donnerstag, 13. November 2025

Lackierter Hasselback-Kürbis mit Schafskäse-Creme und Walnüssen

Hasselback ist ursprünglich eine Zubereitungsart für Kartoffeln und kommt aus Schweden. Letztlich lässt sich aber so ziemlich jedes Gemüse fächerförmig aufschneiden. In den Tiefen meines Foto-Fundus' habe ich auch irgendwo ein Rezept für Fleischwurst à la Hasselbacken. Fleischwurst ist ja auch irgendwie Gemüse ...

Lackierter Hasselback-Kürbis mit Schafskäse-Creme und Walnüssen.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Lackierter Hasselback-Kürbis mit Schafskäse-Creme und Walnüssen

Zutaten für 2 Portionen
1 kleiner Butternut-Kürbis
3 EL Honig
2 Limette, heiß abgewaschen
je 2 Zweige Rosmarin und Thymian
1 Apfel
Paprikapulver, rosenscharf oder Chiliflocken
1-2 Handvoll Walnusskerne
4 EL weißer Essig
200 ml Milch
50 ml Olivenöl
200 g Feta

Zubereitung:

Den Kürbis schälen, halbieren und aushöhlen. Mit der ausgehöhlten Seite nach unten auf ein Brett legen und einen Fächer hineinschneiden. Damit du den Kürbis nicht versehentlich durchschneidest, evtl. rechts und links Brettchen hinlegen. Kürbis salzen und mit etwas Olivenöl einpinseln. Rosmarin- und Thymianzweige in eine Auflaufform legen und die Kürbishälften darauf setzen.  Die Form für 20 Minuten bei 180° C (Umluft) in den Ofen geben.

Währenddessen für den Lack den Honig in ein mikrowellentaugliches Gefäß füllen und in der Mikrowelle erwärmen. Schale sowie Saft einer Limette, Essig und rosenscharfes Paprikapulver dazugeben. Nach 20 Minuten den Kürbis zum ersten Mal lackieren, dann noch drei Mal alle 15 Minuten (Gesamt-Garzeit ist also ca. 65 Minuten). Beim letzten Bepinseln die Walnüsse in die Auflaufform geben und den Kürbis ggf. mit etwas Alufolie abdecken. Falls Lack übrig ist, den zu den Walnüssen in die Auflaufform geben.

Jetzt für die Schafskäse-Creme den Apfel schälen und würfeln. Zusammen mit Schafskäse und Milch in einen Mixer geben und zu einer Creme mixen. Mit Limettensaft und Limettenschale würzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Die Creme auf einen Teller streichen und darauf den Kürbis anrichten. Zum Schluss mit den Nüssen toppen.

Dienstag, 11. November 2025

Gefüllte Schmorgurken mit Senf-Ei-Ragout

Durch den langen Krankenhausaufenthalt des Gatten, bei dem ich ihn drei Wochen lang begleitete, hänge ich mit den Rezepten hinterher. Deswegen kommt jetzt mitten im Spätherbst ein Sommerrezept.

Gefüllte Schmorgurken mit Senf-Ei-Ragout.

Der Gatte aß gerne Schmorgurken, die er erst durch mich kennenlernte. Ich freute mich sehr, dass ich nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus im September noch welche beim Grönhöker bekam. Als es die Schmorgurken gab, war der Gatte schon als palliativ eingestuft, war sein Ableben nur noch eine Frage der Zeit. Bis zuletzt bekam der Gatte nur Gerichte zu essen, die er mochte wie eben Schmorgurken.

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Gefüllte Schmorgurken mit Senf-Ei-Ragout

Zutaten für 4 Portionen:

4 Eier
2 Schmorgurken
30 g Butter 
20 g Mehl
350 ml Gemüsebrühe
200 ml Milch
4 EL Senf
200 g tiefgefrorene Erbsen
Salz
Pfeffer
Öl
4 Stiele Dill

Zubereitung: 

Eierwachsweich kochen, abschrecken und pellen. Schmorgurken schälen, längs halbieren, Kerne mit einem Löffel herausschaben. 

Butter schmelzen, unter Rühren mit Mehl bestreuen und anschwitzen. Nach und nach unter Rühren Brühe und Milch zugießen. Senf unterrühren. Soße unter Rühren aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eier sechsteln. Die Sechstel von 3 Eiern grob zerteilen, mit den tiefgekühlten Erbsen unter die Senfsoße rühren. Übriges Ei zugedeckt beiseitestellen.

Gurken-Hälften in eine flache Auflaufform legen und mit ca. der Hälfte der Sauce füllen. Im vorgeheizten Backofen (Umluft: 175 °C) ca. 30 Minuten überbacken, dabei ggf. abdecken oder noch etwas Gemüsebrühe angießen.

Dill waschen, trocken tupfen und Fähnchen von den Stielen zupfen. Fähnchen, bis auf etwas zum Garnieren, fein hacken. Die restliche Sauce nochmals erhitzen. Gurken aus dem Ofen nehmen, mit der Sauce anrichten, mit Dill bestreuen und mit Ei und Dillfähnchen garnieren. 

Und schmeckt dazu Reis oder Kartoffelbrei. 

Samstag, 8. November 2025

Wochenplan in KW 45/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCV

Diesen Wocheneinkauf erledigte ich Donnerstag Mittag - eine ziemlich blöde Idee, war es doch wegen des Feiertags ziemlich voll. Aber ich musste zum Müllumschlagplatz und zur Kleidersammlung, so dass es sich nicht anders ausging. Zum Glück verzichtete ich darauf, wie geplant in den großen Supermarkt im Gewerbegebiet zu fahren, sonst wäre ich mitten in eine Halloween-Party gekommen. Dafür durfte ich im Laufe der Woche auf die Jagd nach tiefgekühltem Spargel für eine Suppe für den Leichenschmaus des Gatten gehen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwer ist, TK-Spargel zu bekommen - und das er so teuer ist. Fünf Euro für 300 g erzeugten kurzfristig Schnappatmung. Normalerweise käme ich nicht auf Idee, im November Spargelcremesuppe zu machen. Sie ist für das Beerdigungsessen des Gatten. Er mochte Spargelcremesuppe.

Erschreckend leer waren übrigens die Eierregale - Vogelgrippe sei Dank. Ich brauche aktuell keine Eier, dachte nur bei jedem Blick ins Leere an die, die bald mit der Weihnachtsbäckerei anfangen. 

Da ich immer noch aus dem Vorrat lebe, brauchte ich nur wenig aus Discounter und Supermarkt. Teuer wurde der Einkauf trotzdem, denn ich kaufte Adventskalender für Schwiegermutter und mich. Außerdem ging's in Apotheken, in den Baumarkt und zum Bäcker. Zum ersten Mal holte ich Brötchen und Kuchen nur für mich - sehr ungewohnt. Im Laufe der Woche fuhr ich zum Möbel-Dänen. Wie schön, dass der in der Kleinstadt eine Filiale hat! Da werde ich in Zukunft öfter kaufen, denn Ikea ist bannig weit weg (und nach dem Desaster mit unserer Küche kaufe ich da eh nicht mehr so gerne). Außerdem kaufte ich endlich wieder einen Akku-Sauger. Unser alter, den wir zur Verlobung bekamen, wollte nach über 20 Jahren nicht mehr und fehlte mir schon länger. Es ging auch in die Drogerie und ins Kaufhaus.

Ich bummelte kurz über den Wochenmarkt, der sehr viel kleiner wurde in den letzten drei, vier Jahren. Leider ist der Rossschlachter weg. Lange Zeit hoffte ich, er wäre nur im Urlaub. Neu ist ein Stand mit Büsumer Krabben. Der Blumenstand, an dem Mudderns sonnabends Blumen für den Friedhof holte, ist noch da, wenn auch an anderer Stelle. Ich hoffe, dass auch die Stände mit Gewürzen, Trockenobst und Nüssen noch da sind, aber so weit ging ich nicht. Fisch-, Honig- und Geflügel-Höker sind noch da, ein Glück. 

Der Plan für die erste Novemberwoche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend taute ich mir Hörzu-Nudeln auf. 

Sonntag gab's nochmal Hasselback-Kürbis mit Schafskäse-Creme.

Montag gab's TK-Pizza. Der Keller-Tiefkühler ist tatsächlich fast leer!

Dienstag gab's einen Germknödel mit Pflaumenkompott - wieder etwas mehr Platz im Tiefkühler.

Mittwoch taute ich Penne mit Creme Spinaci auf. Das Fertigfutter hatte ich noch im Sommer gekauft, als der Gatte im Krankenhaus war und ich keine Kraft zum Kochen hatte. Dann aber zog ich drei Wochen zum Gatten ins Krankenhaus und wurde bekocht.

Donnerstag gab's Currywurst mit Pommes frites. Der 2,5 Kilo-Beutel Pommes ist endlich geschafft! Eine Currywurst ist noch im Tiefkühler. Die gibt es irgendwann mal mit Ofenkartoffeln.

Aus dem Hofschlachtungsvorrat gab's Freitag eine Feta-Tasche mit Tomaten-Reis. An der Reismenge für eine Person scheitere ich noch immer, aber diesmal kochte ich Reis für zwei Tage. So klappte es einigermaßen mit der Menge.

Backen oder Lebensmittel über Too good to go holen lohnt sich für mich alleine irgendwie nicht mehr, wobei ich beim Backen immerhin auf eine kleine Springform zurückgreifen könnte.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 7. November 2025

Gebratener Romana-Salat mit karamellisierten Walnüssen

Es war ein Romana-Salat übrig. Daraus wurde dieses feine Gericht.

Gebratener Romana-Salat mit karamellisierten Walnüssen.

Wenn du statt Honig Zucker zum Karamellisieren nimmst, ist das Gericht vegan. Ich stellte wieder mal fest, dass ich karamellisierten Honig gar nicht so mag, das mir Zucker einfach feiner schmeckt.

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Gebratener Romana-Salat mit karamellisierten Walnüssen

Zutaten für 1 Portion:

1 Romana-Salat
Olivenöl
Salz
Pfeffer
2-3 Zweige Thymian
2-3 Stängel Lauchzwiebeln
etwas Honig oder Zucker
1 Handvoll Walnüsse

Zubereitung: 

Den Salat als Ganzes waschen, dann in der Mitte durchschneiden, so dass möglichst viel vom Strunk erhalten bleibt. Lösen sich dennoch Blätter, die Salathälften mit Zahnstochern fixieren. Lauchzwiebeln in Ringe schneiden und waschen.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Salathälften darin anbraten. und wenden, sobald sie gut Farbe genommen haben. Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen. Temperatur reduzieren und solange dünsten, bis der Salat weich ist. 

Währenddessen Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie duften. Mit Honig karamellisieren. 

Die Salathälften auf einem Teller anrichten, die Walnüsse und die Lauchzwiebelringe darüber geben. 

Samstag, 1. November 2025

Wochenplan in KW 44/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCIV

Aktuell lebe ich aus dem Vorrat. Der Gatte musste irgendwie Hamster- und Eichhörnchen-Gene haben, denn unser Vorratskeller ist immer voller als voll. Das, was ich sicher nicht essen werde, brachte ich schon zum Fairteiler - ganze vier Taschen. Da werden sicher noch weitere folgen, wenn ich erstmal einen Überblick habe und Ideen, was ich essen möchte. Außerdem fror ich im letzten Monat übriggebliebene Portionen ein, nachdem der Gatte als palliativ eingestuft wurde, denn ich ahnte schon, dass ich froh darüber sein würde, nicht kochen zu müssen. Das kommt mir aktuell zugute. 

Der Keller-Kühlschrank ist ja schon länger leer, müsste nur noch sauber gemacht werden, um verschenkt werden zu können, und der Keller-Tiefkühler soll bald folgen. Die TK-Kombi in der Küche ist mehr als ausreichend für mich (sie ist sogar viel, viel zu groß).

Den Wocheneinkauf erledigte ich Freitag Mittag wie zu Lebzeiten des Gatten in der Aldi-Edeka-Kombi im Nachbardorf. Nicht, dass ich so viel brauchte, eigentlich nur einen Butternuss-Kürbis, Milch, Walnüsse und Halloween-Schnobkram, aber ich hatte reichlich Pfand, und da ist das Auto dann schon praktisch. Pfand wird es zukünftig auch weniger geben. Sprudelwasser macht der Soda-Stream, und da der Gatte Säfte hamsterte, wird es lange Zeit Schorlen geben.

Der erste Wochenplan, den ich ohne den Gatten machte.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend kam G., um mit mir in Regen und Sturm über den kleinen Friedhof zu spazieren und nach potentiellen Gräbern zu gucken, damit ich vorbereitet bin auf den Termin mit der Friedhofsverwaltung und nicht aus Überforderung irgendein Grab nehme. Sie brachte Madeleines zum Tee mit. Außerdem gab's fette Burger im Lim's.

Sonntag konnte ich dank G.s Madeleines alle Trauer-Besucherinnen bewirten, die spontan vorbei kamen. Abends briet ich mir ein Steak und aß dazu eine Baked Potatoe. Ich hätte das Steak auch grillen können, aber ich traue mich noch nicht an den Weber heran. Das gehört zu den Dingen, die ich noch lernen will.    

Montag gab's Schmorgurke mit Senf-Ei-Ragout. Dazu kochte ich Reis und war völlig überfordert mit der Menge für eine Portion. Eine kleiner halber Becher war jedenfalls zu viel. Ich werde mich mal mit einer Espresso-Tasse herantasten. 

Dienstag gab's Schweinefilet mit Steinpilzsauce und Spätzle. Das war so viel, dass es auch für Donnerstag reichte, so dass ich das Schlefi mit Ofenkartoffeln verschob.

Freitag kochte ich frisch: Hasselback-Kürbis mit Schafskäse-Creme, wobei der Schafskäse aus dem Vorrat kam.

Gebacken wurde nicht, und über Too good to go holte ich auch nichts.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 25. Oktober 2025

Wochenplan in KW 42/25 - 43/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCII - CCXCIII

Für die dritte Oktober-Woche machten der Gatte und ich zum letzten Mal gemeinsam einen Wochenplan. Der Gatte war zu dem Zeitpunkt schon sehr schwach, das Lebensende absehbar.

Bis zuletzt aß der Gatte Wassermelone, so dass ich tatsächlich eine brasilianische Import-Melone kaufte. Unter normalen Umständen hätten wir das nicht gemacht. Überraschenderweise war die Melone aber wirklich lecker (ich probierte ein kleines Stück). 

Den Wochenplan für die 42. Woche schrieb ich noch auf die Tafel im Flur, den für die 43. Woche schon nicht mehr. 

Der Wocheneinkauf war schnell erledigt, da wir nur wenig brauchten - ich setzte ja konsequent auf das Verbrauchen des Vorrats. Es ging zu Discounter und Supermarkt, mehrfach zu Bäcker, Schlachter und Grönhöker, in den Drogeriemarkt ... Zu den Gerichten, die der Gatte bis zuletzt gerne aß, gehörte auch Fränkischer Wurstsalat von unserem Schlachter. 

Unser Plan für die dritte Oktoberwoche.

Unsere Wochenpläne in Theorie und Praxis:

Kurz bevor der Gatte aus dem Krankenhaus entlassen wurde, beschloss er, zu Hause Bolognese zu kochen. Er war zu schwach zum Kochen, also machte ich das am Sonnabend. Abends gab's Spaghetti Bolognese.

Aus unserem Einkauf im Hofladen war noch Pfannen-Gyros im Tiefkühler. Das gab's Sonntag mit Reis, Tsatsiki und Krautsalat

Montag gab's wieder Spaghetti Bolognese.

Dienstag kochte ich einen großen Topf Linsensuppe.

Mittwoch gab's Klopse, Kartoffeln und Möhrchen.

Donnerstag wollte ich Bauernfrühstück aus dem Ofen machen, aber der Gatte mochte lieber Linsensuppe.

Freitag gab's wieder Klopse, Kartoffeln und Möhrchen.

In der vierten Oktoberwoche waren wir am Sonnabend noch im Plan. Schwiegermutter kam für ein paar Tage zu Besuch. Es gab Lasagne Bolognese. Der Gatte konnte davon schon nichts mehr essen, aber er konnte sich noch Wassermelone wünschen. Die bekam er natürlich auch, gefolgt von Vanille-Eis mit Amarena-Kirschen. Nachmittags gab's nochmal Altländer Apfelkuchen, zum letzten Mal für den Gatten.

Sonntag bis Dienstag waren Schwiegermutter und ich fremdessen. Geplant waren Steaks mit Baked Potatoe, Kartoffel-Sellerie-Suppe und Lasagne Bolognese

Mittwoch machten wir uns Reste mit Salat - in Schwiegermutters Falle waren es Bratkartoffeln mit Roastbeef, in meinem Falle Kürbis-Falafel. Geplant waren Eier in Senfsauce.

Für Donnerstag war Kartoffel-Sellerie-Suppe geplant. Ich machte mir ein Steak mit Baked Potatoe.

Für Freitag war Schnitzel Wiener Art mit Petersilien-Kartoffeln und Gurkensalat geplant. Es war noch ein Romana-Salat da, den ich mir briet. Dazu gab's karamellisierte Walnüsse.

Gebacken wurde nicht, stattdessen gab's reichlich Kuchen vom Bäcker - Seelenfutter und Nervennahrung. Über Too good to go holte ich nichts. Vier Taschen voller Lebensmittel gingen zum Fairteiler - der Gatte hatte einiges an Eintöpfen, Suppen und anderen Lebensmitteln eingekauft, die ich nicht esse.

Überhaupt wird Kochen für mich alleine spannend. Ich bin damit zurzeit absolut überfordert, weiß gar nicht mehr, worauf ich alleine Appetit habe. Als ich noch jeden Sonntag für mich alleine kochte, war das einfacher, da gab's dann immer Gerichte, die der Gatte nicht mochte. Aber sechs Jahre lang haben wir ja quasi nicht getrennt gegessen, da habe ich völlig verlernt, darauf zu achten, was mir schmeckt, ging Kompromisse ein. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 11. Oktober 2025

Wochenplan in KW 41/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXCI

Der Gatte ist seit 19 Tagen als palliativ eingestuft, und ich verbringe weiterhin so viel Zeit wie möglich bei ihm. In der Küche gibt es nach wie vor keine Experimente, sondern ich koche seine Lieblingsgerichte. Ich achte auch darauf, dass ich möglichst einfache Gerichte koche, denn ich muss jederzeit aus der Küche herauskönnen, falls der Gatte Hilfe braucht. 

Den Großeinkauf machte ich in der üblichen Aldi-Edeka-Kombi im Nachbardorf. Im Laufe der Woche ging's mehrfach in die Apotheke und zum Bäcker, außerdem zum Schlachter. Zu den wenigen Dingen, die der Gatte noch isst, gehört Wassermelone, die ich auch regelmäßig besorgte. Erfreut nahm ich zur Kenntnis, dass der Butter-Preis wieder sank.

Der kleine Keller-Tiefkühler wurde etwas leerer und gleichzeitig etwas voller. Da der Gatte nur noch wenig isst, bleibt immer wieder eine Portion übrig, die ich einfriere, denn ich ahne, es wird die Zeit kommen, in der ich froh über Ein-Portionen-Gerichte bin (und noch froher, wenn ich dann nicht wieder auf Fertigfutter zurückgreifen muss). 

Normalität suggeriert, dass die Spülmaschine jeden Tag läuft - so wie früher, als noch alles irgendwie in Ordnung war, wir beide viel und gerne kochten. Jetzt kann der Gatte nicht mehr seine Lieblingsgerichte kochen.

Unser Plan für die erste Oktoberwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis.

Sonnabend gab's Eier in Senfsauce.

Sonntag gab's Hörzu-Nudeln.

Montag gab's Zwiebel-Sahne-Hähnchen mit Reis.

Mittwoch gab's wieder Hörzu-Nudeln.

Donnerstag hätte es wieder das Zwiebel-Sahne-Hähnchen mit Reis geben sollen, aber der Gatte befand nach einem siebenstündigen Krankenhaus-Termin, dass er gerne Fertig-Frikadellen mit Fertig-Nudelsalat essen möchte. Nun denn. Der Gatte ist palliativ und bekommt alles, was er möchte. Also hielt ich kurz bei Edeka, um das Gewünschte zu besorgen. Für mich gab's auch Fertigfutter, aber anderes. 

Freitag hätte es Schnitzel mit Petersilien-Kartoffeln und Gurkensalat geben sollen, aber da war ja noch das Zwiebel-Sahne-Hähnchen mit Reis

Gebacken wurde auch, zum letzten Mal ein Altländer Apfelkuchen aus den Äpfeln des kleinen Apfelbaums, den der Gatte einst pflanzte. Über Too good to go holte ich nichts.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 4. Oktober 2025

Wochenplan in KW 40/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCXC

Seit zwölf Tagen ist der Gatte als palliativ eingestuft, seit vier Wochen ist er wieder zu Hause. Seitdem gibt es möglichst keine Koch-Experimente mehr, sondern nur Gerichte, die er sicher essen mag. Seine letzten Tage sollen so schön wie möglich sein, in jeder Beziehung. 

Den Wocheneinkauf machte ich wie üblich im Nachbar-Dorf mit der Aldi-Edeka-Kombi. Der Gatte war leider zu schwach, um mitzukommen, obwohl er so gerne mal wieder durch die Geschäfte streifen möchte. Er kauft ja so viel lieber ein als ich. Für mich ist das nur lästige Pflichterfüllung, die ich möglichst schnell hinter mich bringe.

Da ich nicht weiß, wie es sich mit dem Gatten entwickelt, versuche ich die Zeiten, in denen ich außer Haus bin, auf ein Minimum zu reduzieren, was bedeutet, dass wir weiterhin möglichst aus dem Vorrat leben. So lassen sich Gerichte leichter schieben. Ich muss zwar ohnehin öfter zu Ärzten oder in die Apotheke und besorge dann immer mal wieder frisches Obst oder Gemüse, aber auch diese Zeiten versuche ich auf ein Minimum zu begrenzen. Zum Bäcker geht's auch öfter. Der Gatte wird nicht mehr mit Eiweißbrot gequält. Hunger und Durst werden weniger, aber immerhin kann der Gatte noch schlucken. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Spaghetti Carbonara.  

Sonntag war es mir wichtiger, mit dem Gatten in der Sonne zu sitzen, als den geplanten Linseneintopf zu kochen. Also gab's abends Essen von der Schiebetür.  

Fast Food am Sonntag: Currywurst und Pommes frites für den Gatten, Chickenburger Hawaii mit Pommes frites für mich.

Montag kochte ich dann den Linseneintopf mit Cabanossi.

Dienstag gab's einen Tortellini-Tomaten-Mozzarella-Auflauf. Der kleine Keller-Tiefkühler leert sich zusehends, endlich.

Mittwoch gab's wieder Linseneintopf mit Cabanossi. Zwei Portionen wurden eingefroren. Ähm, schrieb ich gerade, der kleine Keller-Tiefkühler leere sich?!

Donnerstag gab's nochmal Tortellini-Tomaten-Mozzarella-Auflauf.

Freitag gab's paniertes Fischfilet mit Ofen-Kartoffeln. Ich habe keine Ahnung, wie sich der Fisch angesichts des fischophoben Gatten so ungehindert im Keller-Tiefkühler vermehren konnte ... 

Gebacken wurde nicht, denn es war noch Sachertorte da. Über Too good to go holte ich nichts. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 27. September 2025

Wochenplan in KW 39/25: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCLXXXIX

Den Wocheneinkauf erledigte ich am Freitag Morgen, als unsere Zugehfrau da war, damit der Gatte nicht alleine ist. Dabei ging es ihm letzten Freitag noch vergleichsweise gut. Inzwischen kann ich ihn quasi gar nicht mehr alleine lassen, was in der Praxis leider nicht geht. Inzwischen ist nicht mehr daran zu denken, den Gatten mit zum Einkaufen zu nehmen. Dem Gatten fehlen unsere Einkaufstouren, und mir fehlt der Gatte. Ich gehe mit einem unruhigen Gefühl aus dem Haus, immer bangend, was mich bei der Rückkehr erwartet. 

Da wir noch immer möglichst aus dem Vorrat leben, wundere ich mich jedes Mal, wie umfangreich so ein Wocheneinkauf sein kann. Obwohl ich beim üblichen Discounter und beim üblichen Supermarkt einkaufte, musste ich diesmal ewig suchen, stand in langen Schlangen, waren die Straßen voll, dauerte alles länger als gedacht. Dafür bekam ich endlich wieder kleine Apfelsäfte. Die braucht der Gatte, falls er doch mal unterzuckert.

Während der Woche ging's öfter ins Dorf, um Wassermelone für den Gatten zu besorgen, außerdem zum Schlachter, in die Trafik, öfter zum Bäcker und in die Apotheke. Ich freute mich total, dass ich noch Schmorgurken bekam, denn die eigentliche Schmorgurkenzeit verbrachte der Gatte ja komplett im Krankenhaus.

Aufgrund der palliativen Situation des Gatten gibt es aktuell nur Gerichte, die er mag, möglichst keine Experimente. Ich richte mich komplett danach, was er gerne essen mag, worauf er Appetit hat. Seine letzten Tage sollen so schön wie möglich sein, auch kulinarisch.

Unser Plan für die vorletzte Septemberwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend machten wir den letzten Ausflug mit dem Gatten, noch nicht ahnend, dass ihn danach die Kräfte verlassen sollten. Es ging in die Teestube in Undeloh. Abends wollten wir zum Lieblingsitaliener, aber der Gatte war schon zu schwach. Also stornierte ich den Tisch und holte unser Essen ab. 

Während sich der Gatte für Schwarzwälder Kirschtorte entschied, muss es für mich bei einem Ausflug in die Heide natürlich Buchweizentorte sein. 

Da der Gatte nicht viel aß, mir auch der Appetit vergangen war, gab's für mich Sonntag Pizza-Reste. Der Gatte bekam magenfreundliches Hühnerfrikassee mit Reis.

Wenn wir schon mal richtige Pizza haben, dann hole ich auch die echten italienischen Pizzateller aus dem Schrank. Die nutzen wir selten, weil sie nicht in die Spülmaschine passen.

Montag kochte ich Schmorgurken mit Senf-Ei-Ragout, das es auch Dienstag nochmal gab. 

Aus der Spargelzeit war noch Spargelsuppe im Tiefkühler. Die gab's Mittwoch mit Hackbällchen. Eigentlich wollten wir zweimal von der Suppe essen, aber der Gatte hatte Hunger, was gut ist in der aktuellen Situation. Hört er auf zu essen und zu trinken, geht es endgültig dem Ende zu.

Donnerstag gab's für uns beide Hühnerfrikassee mit Reis.

Freitag war spontan lieber Besuch da - perfekt, um die 30er Packung Fischstäbchen aus dem Tiefkühler zuzubereiten. Dazu gab's Kartoffelbrei und Gurkensalat.

Da sich der besagte Besuch ansagte, wurde tatsächlich mal wieder gebacken. Es gab Sachertorte, die sich der Gatte wünschte. Über Too good to go holte ich nichts. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.