Diese Geschichte enthält fiktive Anteile. Ich sage aber nicht, welche.
Freitag Abend. Sie kommt ungewöhnlich spät für einen Freitag nach Hause, nach ihm.
Er: Ich hab' mir schon Sorgen gemacht. Sonst liegst du um diese Zeit doch immer schon im Bett.
Sie: Na ja, ich habe gestern und vorgestern so früh Feierabend gemacht, dass ich heute ein paar Stunden nachholen und was zu Ende bringen wollte.
Er: Dann willst du jetzt bestimmt nicht mit zu Ikea? Du bist sicher zu müde?
Sie: Nö, is' okay, lass' fahrn.
Er: Ich dachte nur, wir könnten dann auch gleich da essen.
Sie: Is' nich' dein Ernst?! Wo doch Pferd in den Köttbullar war und du panische Angst vorm Pferdeverzehr hast?!
Er, ertappt: Ach was!
Sie: Was willste eigentlich bei Ikea?
Er: Ich brauch' nochn Brett.
Unterwegs.
Sie: Schatz, was hältst du davon, wenn wir mal bei dem Griechen da vorne essen? Da sind wir so oft dran vorbeigefahren, ham aber nie da gegessen. Und kuckma, der hat auchn Garten. Da können wir draußen sitzen. Ist doch gerade so schön.
Er: Da ist ein Grieche?!
Am Eingang.
Er: Wollen wir gleich in die Markthalle?
Sie: Nee, wenn ich schon mal hier bin, will ich auch den vollen Spaß und einmal durchgehen. Nimm' dir schon mal 'ne Tasche.
In der Bettenabteilung.
Er: Ach, was ich dir schon lange sagen wollte: Das Gästebett nervt mich furchtbar! Ich stoß da immer mit dem Schreibtischstuhl gegen!
Sie: Ach? Da hab' ich kein Problem mit.
Er: Ich aber! Ich will, dass das Bett rauskommt!
Sie: Also, eigentlich sollte dein Schreibtisch ja gar nicht ins Gästezimmer, sondern nur meiner. Dann haste dich da mit rein gequetscht, und gezz isses halt eng. Da musste gezz halt mit leben.
Er, innerlich mit dem Fuß aufstampfend: Ich will das Bett aber nicht!
Sie bekommt einen taktischen Tinnitus.
In der Küchenabteilung.
Er, hektisch: Du, sachma, sind wir eigentlich schon in der Küchenabteilung gewesen? Mir fällt gerade ein, dass ich da was brauche!
Sie: Öhm, Schatz, guck' dich mal um ...
Er, immer noch hektisch: Oh! Ja! Ich brauche ein Tablett und einen Halter für meinen Schlauch!
Sie, süffisant: So so, einen Halter für deinen Schlauch. Sicher, dasde nich lieba auffen Kiez in die Boutique Bizarre willst?
Er, genervt: Ach was!
In der Kinderabteilung.
Er bleibt vor einem Kinderbett mit einer Länge von einsfuffzig stehen: Kuckma, das wäre ideal für's Gästezimmer! Da stieße ich nicht imma gegen!
Sie: Schatz, alle meine Freundinnen sind größer als einfuffzig.
Er: E., B. und G. nicht.
Sie: E., B. und G. auch. Die kommen dir nur so klein vor, weil du so groß bist.Außerdem wohnen die in Hamburg und brauchen bei uns kein Gästebett.
Vor dem Restaurant.
Er: Essen wir jetzt hier?
Sie: Wie gezz? Haste schon Hunger?
Er, kläglich: Jaaaaa.
Sie wundert sich wieder mal, dass er, der zu Hause selten vor 21 Uhr zu Abend essen möchte, in Baumärkten und Möbelhäusern aber ständig essen kann, und fügt sich in Köttbullar als ihr Schicksal.
In der Markthalle.
Er: Brauchen wir einen Wagen?
Sie: Bessa is. Wenn ich schon mal hier bin, will ich auch in aller Ruhe gucken. - Spricht's und greift zu Eisformen und Servietten.
Er stöhnt, holt einen Wagen und fügt sich in sein Schicksal.
Sie. Du, ich brauche unbedingt einen Eiskugelmacher! Und kuckma, hier gibt's Tabletts.
Er: WAS brauchst du?
Sie: Einen Eisportionierer.
Er: WAS?
Sie, grundgenervt: Na, so'n Teil, das aus eckigem Eis runde Kugeln macht!
In der Lampenabteilung.
Sie: Du, ich hätte am Nachttisch gerne eine hellere Lampe.
Er: Da sind doch schon so viele Lampen.
Sie: Ja, aber die eine Birne ist so dunkel. Gibt's da nicht 'ne hellere? So hundert Watt oder so?
Er: Was hattn die Lampe für 'ne Fassung?
Sie: 'ne Graue. Also, außen. Innen ist sie weiß. Glaube ich.
Er seufzt und schreitet die Lampenreihen ab auf der Suche nach dem heimischen Modell. Gelegentlich ist es ganz praktisch, dass der Großteil ihrer Einrichtung von Ikea stammt. Dann sucht er nach einem passenden Leuchtmittel und legt es in den Wagen.
Er: Auswechseln kannste die Birne aber alleine, ja?
Sie: Öhm, das gehört eigentlich zu den Dingen, für die ich verheiratet bin. Wenn du also so lieb wärst?!
Er lamentiert: Also, bevor ich meine Frau geheiratet habe, hatte sie einen gut sortierten Werkzeugkasten. Und sie hatte einen Bohrhammer. Und mit all dem konnte sie umgehen! Das habe ich selbst gesehen! Und dann habe ich sie geheiratet, und sie kann das alles nicht mehr! Das gibt es doch nicht!
Sie: Denk' immer dran, dass du mich liebst, Schatz.
Er seufzt.
Beim Geschenkpapier stoppt sie abrupt: Halt, wir brauchen Geschenkpapier!
Er: Menno, ich weiß schon nicht mehr, wohin mit den ganzen Rollen! Ich hätte die letztens schon fast weggeworfen!
Sie: Ja, aber du hast doch selbst gesagt, das ist alles nur Weihnachtspapier.
Er: Na und?!
Sie: Wir haben Hochsommer. Ich kann jetzt nichts mit Schneeflocken verpacken und brauche nächste Woche welches!
Er grunzt.
Sie: Und guck mal, die haben jetzt auch Papeterie. Guck mal, Tagebücher! Notizblöcke! Sind die nicht entzückend?!
Sie verfällt in Kaufrausch. Er tut, als kennte er sie nicht.
Auf dem Weg zur Kasse bleibt sie automatisch an einer bestimmten Stelle stehen. Er läuft ihr in den Hacken.
Er: Wassen los?!
Sie: Hier gibt es Schräubchen, Griffe, Beschläge und Rädchen. Die willste doch immer haben. Rädchen wären ganz praktisch für ein Brett vor Tiefkühler im Keller. Die ganzen Pfandkisten musste ich letztens da weg wuchten, um die Garnelen für's Abendessen zu suchen.
Er: Ja, warum hast du das eigentlich getan? Du hättest nur ziehen müssen!
Sie: Dolle Wurst! Du hast da mindestens vier Kästen gestapelt! Die wären umgefallen. Mit 'nem Rollbrett hätte ich einfach ziehen können!
Er: Öhm, Schatz, die Kisten stehen auf einem Rollbrett.
Sie, irritiert: Ach was!
Nach der Kasse.
Sie: Hot Dog?
Er: Nee.
Sie: Sicher? Guck mal, es gibt ein Partypack. 60 Würstchen und 64 Brötchen. Sicher, dassde nich willst? Warum zeigste mir 'nen Vogel? Geht's dir noch gut?!
Er steuert den Schwedenshop an: Ich will noch Mandeltorte!
Sie: Nee, die sollten wir nicht mehr essen. Ich hab' mal gesehn, wie die gemacht wird. Geht gaa nich!
Er: So schlimm?
Sie: Ja, die ganze Butter!
Er: Egal.
Sie, getreu der Devise, widerspreche keiner Frau, sondern warte, bis sie es selber macht: Guck ma, da gibt es ein 3-für-2-Angebot. Dann nimm' doch gleich drei Stück. Packen wir dann in den Tiefkühler.
Beim Einpacken.
Er verstaut die Einkäufe und fragt: Sachma, wo ist eigentlich mein Brett geblieben?
Sie: Welches Brett?
Sonntag, 8. September 2013
Donnerstag, 5. September 2013
Update zum 11. Hamburg kocht!-Treffen am 12.10.13: Es geht nach Indien - Wir sind ausgebucht und haben erste Kochideen
In gut vier Wochen treffen wir uns bei mir zum indischen Kochen.
Meine Wohnung sieht aus wie bei Hempels unterm Sofa - ich hoffe, das wird sich zwischenzeitlich noch ändern. Andernfalls begrüße ich Euch mit "Make yourself at home! Clean my kitchen. And don't skip the other rooms!"
Inzwischen haben wir uns auch schon erste Gedanken gemacht, was wir kochen könnten. Ich ahne wieder mal: Keiner wird satt ...
Wir sind inzwischen 13 Kochbekloppte - von zweien brauche ich noch die eMail-Adressen, um ihnen die Bankverbindung und meine Adresse mitteilen zu können. Alle anderen sollten inzwischen eine Mail von mir bekommen haben.
Dabei sind:
Hier erste Überlegungen, was wir kochen könnten:
Vorspeisen:
Mulligatawny Soup
Frittierte Zwiebeln
Dal-Suppe
Wönzöge Tandoori-Hähnchenspieße als Suppenbeilage
Hauptgerichte:
Chicken Biryani
Chicken 65
Erbsen-Curry mit Paneer
Kartoffeln mit Königskümmel
Blumenkohl in Spinat mit Kokosmilch
Grüne-Bohnen-Masala
Ingwer-Kokos-Hähnchen
Chicken Vindaloo
Desserts: Rasmalai, Burfi / Kulfi
Getränke: Variationen von Raita und Lassi
Knabberkram (gibt ja sonst nix) und Sonstiges:
Palakayalu
Chutneys zum Mitnehmen für Zuhause
Curry-Mischungen zum Mitnehmen für Zuhause
Naan
Weitere Details sind hier nachzulesen.
Falls Ihr, die Ihr teilnehmt, Euch an der Menüplanung beteiligen wollt, gerne per Kommentar. Und bitte bringt unbedingt Gefäße für die Reste mit, Gläser für die Currymischungen und Chutneys ...
Meine Wohnung sieht aus wie bei Hempels unterm Sofa - ich hoffe, das wird sich zwischenzeitlich noch ändern. Andernfalls begrüße ich Euch mit "Make yourself at home! Clean my kitchen. And don't skip the other rooms!"
Inzwischen haben wir uns auch schon erste Gedanken gemacht, was wir kochen könnten. Ich ahne wieder mal: Keiner wird satt ...
Wir sind inzwischen 13 Kochbekloppte - von zweien brauche ich noch die eMail-Adressen, um ihnen die Bankverbindung und meine Adresse mitteilen zu können. Alle anderen sollten inzwischen eine Mail von mir bekommen haben.
Dabei sind:
- Heidi
- Orsi
- Gundi
- Barbara
- Sabine
- Miki
- Sandra
- Doreen
- Anne (?)
- Krisztina (?)
- Martin
- Hannah
- Thomas
Hier erste Überlegungen, was wir kochen könnten:
Vorspeisen:
Mulligatawny Soup
Frittierte Zwiebeln
Dal-Suppe
Wönzöge Tandoori-Hähnchenspieße als Suppenbeilage
Hauptgerichte:
Chicken Biryani
Chicken 65
Erbsen-Curry mit Paneer
Kartoffeln mit Königskümmel
Blumenkohl in Spinat mit Kokosmilch
Grüne-Bohnen-Masala
Ingwer-Kokos-Hähnchen
Chicken Vindaloo
Desserts: Rasmalai, Burfi / Kulfi
Getränke: Variationen von Raita und Lassi
Knabberkram (gibt ja sonst nix) und Sonstiges:
Palakayalu
Chutneys zum Mitnehmen für Zuhause
Curry-Mischungen zum Mitnehmen für Zuhause
Naan
Weitere Details sind hier nachzulesen.
Falls Ihr, die Ihr teilnehmt, Euch an der Menüplanung beteiligen wollt, gerne per Kommentar. Und bitte bringt unbedingt Gefäße für die Reste mit, Gläser für die Currymischungen und Chutneys ...
Mittwoch, 4. September 2013
Drüben gibt's Salat
Miho von herzelieb lernte ich an einem lauschigen Sommerabend bei der Vorstellung von Mia Moscato kennen.
Ich hatte einen ziemlich heftigen Arbeitstag hinter mir, weil mal wieder nicht sicher war, ob es mit einer seit Monaten geplanten Umsetzung klappt oder nicht. Es gab mal wieder ein (diesmal unerfreuliches) Gespräch, ich war schwerst genervt von dem ewigen Hin und Her und wollte eine Uzi oder einen Sandsack.
Und dann, schon fast am Ende des Abends, meinte ein schwarzhaariges Wesen: "Komm', setz' dich doch zu uns!" Das war Miho. Der weitere Abend verlief mit viel Gelächter und endete sehr fröhlich - so fröhlich, dass Miho glatt ihre Tochter in der "Sturmfreien Bude" vergaß ...
Keine vier Wochen später erreichte mich die Nachricht, dass Miho krank ist. Diese lachende, vor Energie sprühende Frau soll krank sein? Nicht vorstellbar! Und doch, das Schicksal schlägt manchmal unerwartet zu. Klar also, dass ich zusagte, als sie fragte, ob ich etwas beisteuern könne, damit ihr Blog nicht verwaist, während sie nicht schreiben kann.
Daher findest Du gerade einen Wassermelonensalat von mir bei Miho - rechtzeitig zum Spätsommerbeginn.
Ich hatte einen ziemlich heftigen Arbeitstag hinter mir, weil mal wieder nicht sicher war, ob es mit einer seit Monaten geplanten Umsetzung klappt oder nicht. Es gab mal wieder ein (diesmal unerfreuliches) Gespräch, ich war schwerst genervt von dem ewigen Hin und Her und wollte eine Uzi oder einen Sandsack.
Und dann, schon fast am Ende des Abends, meinte ein schwarzhaariges Wesen: "Komm', setz' dich doch zu uns!" Das war Miho. Der weitere Abend verlief mit viel Gelächter und endete sehr fröhlich - so fröhlich, dass Miho glatt ihre Tochter in der "Sturmfreien Bude" vergaß ...
Keine vier Wochen später erreichte mich die Nachricht, dass Miho krank ist. Diese lachende, vor Energie sprühende Frau soll krank sein? Nicht vorstellbar! Und doch, das Schicksal schlägt manchmal unerwartet zu. Klar also, dass ich zusagte, als sie fragte, ob ich etwas beisteuern könne, damit ihr Blog nicht verwaist, während sie nicht schreiben kann.
Daher findest Du gerade einen Wassermelonensalat von mir bei Miho - rechtzeitig zum Spätsommerbeginn.
Liebe Miho, komm' ganz bald wieder auf die Beine!
Dienstag, 3. September 2013
Shepherd's Pie nach Gordon Ramsay
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| Shepherd's Pie. |
Der "Schäferkuchen" ist ein traditionelles britisches Gericht, das normalerweise mit Lammhack zubereitet wird. Jede Familie hat aber ihr eigenes Rezept, so dass es unzählige Variationen gibt.
Shepherd's Pie nach Gordon Ramsay
Zutaten für 4 - 6 Portionen
Für die Fleischschicht:
2 EL Olivenöl
ca. 500 g Lammhack
1 große Wurzel (Karotte, Möhre), gerieben
1 große Zwiebel, gerieben
Rosmarin, gerne frisch, abgerebelt und gehackt
Thymian, gerne frisch, abgerebelt
4 Zehen Knoblauch, fein gehackt
Salz
Pfeffer
Worcestershire Sauce, einige Spritzer
2 EL Tomatenmark
Rotwein, einige großzügige Schüsse
ca. 125 ml Hühnerbrühe
Für das Kartoffelpüree:
ca. 500 g Kartoffeln, gerne mehlig-kochend
ca. 100 g Schmand oder Crème fraîche
3 EL Butter
Salz
Pfeffer
2 Eigelb
Außerdem:
125 g Cheddar, gerieben
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| Shepherd's Pie in der Form. |
Die Kartoffeln schälen, vierteln oder achteln, ggf. waschen und in kochendem, gesalzenem Wasser garen.
Während die Kartoffeln garen, die Fleischschicht zubereiten. Dafür das Olivenöl in einer großen. tiefen Pfanne erhitzen, das Hack dazu geben und krümelig braten, bis es braun ist. Rosmarin. Thymian und Knoblauch unter Rühren dazu geben, dann Wurzel und Zwiebel. Weiter rühren, so dass sich alles schön vermischt.
Worcestershire Sauce, Tomatenmark und Rotwein dazu geben und jeweils umrühren. Die Hühnerbrühe dazu geben und alles etwas einköcheln lassen.
Spätestens jetzt sollten die Kartoffeln gar sein. Sie werden mit den restlichen oben genannten Püreezutaten gestampft.
Die Fleischmischung in eine Auflaufform geben, dann das Kartoffelpüree darauf verteilen. Den Cheddar darüber streuen und mit einer Gabel ein paar Rillen durch Käse und Püree ziehen.
Die Auflaufform im Ofen bei 160°C (Umluft) etwa 20 Minuten backen, bis die Kartoffeln goldbraun sind.
Quelle
Dieses Rezept ist mein zweiter Beitrag für das Blog-Event "Very British!"
Sonntag, 1. September 2013
Szenen einer Ehe: Full English Breakfast
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| Full English Breakfast mit Toast, Würstchen, gegrillter Tomate und gegrilltem Champignon, gebackenen Bohnen, eggs in pots. Für mich gab's außerdem Black Pudding und Fisch. |
Also kein Geburtstagskuchen, zumal der Gatte in diesem Jahr am Sonnabend Geburtstag hat, den Kuchenrest also nicht anschließend mit ins Büro nehmen kann.
Aber irgendwas Besonderes sollte der Gatte dann doch zum Geburtstag bekommen. Und da er ein englisches Frühstück liebt, gab es das - komplett selbstgemacht. Nur die Hash Browns, kleine Kartoffelpuffer oder Rösti, wollte der Gatte nicht.
Als ich beim Schlachter Rostbratwürstchen und Frühstücksspeck kaufte, meinte die Verkäuferin mit Kennermiene: "Das sieht nach einem englischen Frühstück aus!" - "Ja", antwortete ich, "inklusive gebackener Bohnen." Sie verzog angeekelt das Gesicht, was mich daran erinnerte, dass ich noch zwei Scheiben Blutwurst für Black Pudding brauchte - nur für mich. Der Gatte guckt dann ähnlich wie die Fleischereifachverkäuferin - er mag Black Pudding nicht.
Eggs in pots (oeufs en cocotte)
Zutaten für 4 Portionen:
8 Scheiben Frühstucksspeck
4 Eier
Zubereitung:
In je eine ofenfeste Form eine Scheibe Speck auf den Boden legen, so dass der bedeckt ist, und eine Scheibe an den Rand legen, so dass es ein geschlossener Kreis ist.
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| Die Förmchen werden sorgfältig mit Speck ausgekleidet. |
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| Die Förmchen können in den Ofen. |
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| Eggs in pots auf dem Frühstückstisch. |
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| Würstchen und Blutwurst in der Pfanne. |
Zutaten für 6 - 8 Portionen (als Beilage zu einem üppigen Frühstück):
300 g weiße getrocknete Bohnen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Öl
800 g geschälte Tomaten aus der Dose
1 Lorbeerblatt
1 Gewürznelke
250 ml Gemüsebrühe
2 EL Zuckerrübensirup (ggf. zusätzlichen braunen Zucker - der Gatte mag's lieber süß)
1 EL Pontack-Sauce oder Essig
2 EL Senf
Cayennepfeffer
Salz
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| Dürfen nicht fehlen: Tomaten und Champignons. |
Zubereitung
Die Bohnen nach Packungsanweisung über Nacht in kaltem Wasser einweichen und kochen.
Zwiebeln fein würfeln, Knoblauch hacken. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch darin andünsten. Tomaten, Brühe, Lorbeerblatt und Nelke, Sirup, Essig und Senf zugeben, aufkochen und ca. 30 min köcheln, bis die Flüssigkeit dicklich eingekocht ist. Mit Salz, Cayennepfeffer und Zucker abschmecken, Lorbeerblatt und Nelke herausfischen.
Die Bohnen zur Sauce geben, ggf. noch etwas warmziehen lassen und servieren.
Quelle: CK
Das Full English Breakfast ist mein Beitrag zum Blog-Event "Very British" bei Foodfreak.
Freitag, 30. August 2013
Kostprobe: Elbler - Cider mit Äpfeln von der Elbe, quasi frisch vom Deich
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| Elbler Flut. |
Die Sorten, die es für kleines Geld im Supermarkt gibt, waren mir allerdings allesamt zu süß.
Bei Edeka entdeckte ich schließlich Elbler Cider. Das Getränk wird mit biologisch angebauten Äpfeln aus dem Alten Land, Europas größtem zusammenhängenden Obstanbaugebiet, hergestellt, ist also regional, zudem ohne Zuckerzusatz, Farb-, Konservierungs- oder Aromastoffe und vegan.
Es gibt zwei Sorten: "Ebbe" mit 2,5 % Alkohol und "Flut" mit 5 % Alkohol. Letzter schmeckt mir besser, ist er doch etwas herber als "Ebbe".
Einziger Wermutstropfen: Elbler ist nicht überall zu bekommen. Aber die Macher haben Abhilfe geschaffen: Der Cider kann auch online bestellt werden.
Mittwoch, 28. August 2013
Ohne fixe Tüte und trotzdem richtig saftig: Schweinefilet "Toskana" mit Gemüse und Reis
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| Schweinefilet "Toskana" mit Gemüse und Reis. |
Bei mangelnder Kochlust sind die Bratbeutel ähnlich praktisch wie der Tischdampfgarer: Alle Zutaten in den Beutel geben, ab in den Ofen, Küchenwecker stellen und vergessen.
Zwei Hürden gab's: Wir kamen nicht zur Hühnerfrau auf dem Markt. Im Supermarkt gab's nur Wiesenhof-Hähnchen, die wir nicht kaufen, oder ganze Bio-Hähnchen aus Frankreich, und ich hatte partout keine Lust, ein Huhn zu zerlegen.
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| Unterm Gemüse liegt das Schwein: Blick in den Bratschlauch. |
Aber ich muss ja nicht alles machen, was ich kann.
Also kauften wir Schweinefilet - wenn auch nicht beim Schlachter, weil wir auch da nicht hin kamen, so doch wenigstens nicht das ganz billige vom Discounter, so dass ich mir einreden kann, dass es dem Schwein vielleicht ein bisschen besser ging ... Der Unterschied zum Filet vom Schlachter war allerdings zu schmecken.
Zweite Hürde: Ich grundverpeiltes Frettchen vergaß, die Zucchini mit in den Bratbeutel zu geben. War aber nicht ganz so tragisch. Ich habe sie einfach gebraten.
Durch die fixe Tüte verzichtete ich auf das Meiste von diesem Pülverchen:
Stärke,Tomatenpulver, jodiertes Speisesalz, Kartoffelflocken, Zucker, Hefeextrakt, Zwiebelpulver, Knoblauchpulver, Paprika, Aroma, Basilikum, pflanzliches Fett, Cayennepfeffer, Oregano, Pfeffer, Rosmarin, Lorbeerblätter.
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| Essen ist fast fertig. |
Schweinefilet "Toskana"
Zutaten für 4 Portionen:
500 g Schweinefilet
3 - 4 Tomaten
1 rote Paprika
1 Zucchino
1 rote Zwiebel
1 TL Basilikum, getrocknet
1 TL Oregano, getrocknet
1 Prise Zucker
4-5 Knoblauchflakes (oder eine feingehackte Knoblauchzehe)
2 Lorbeerblätter, getrocknet (oder ein frisches)
1/2 TL Paprikapulver edelsüß
1 Prise Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer
1 Zweig Rosmarin
1 Bratschlauch, ca. 40 cm
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| Nicht so hübsch angerichtet, aber dafür sieht man, dass das Fleisch innen noch schön rosa ist. |
Das Schweinefilet parieren und shcmale Stücke ggf. zusammenbinden (das Filet gart am Besten, wenn es gleichmäßig dick ist). In den nach Packungsanweisung vorbereiteten Bratschlauch geben.
Tomaten, Paprika und Zucchino waschen. Tomaten achteln, Paprika und Zucchini in Stifte schneiden. Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Gemüse zum Fleisch geben, dann die Gewürze dazu geben. Den Schlauch zu binden und vorsichtig schütteln, damit sich alles gut verteilt.
In eine Auflaufform setzen und bei 180°C (Umluft) ca. 20 Minuten garen.
Dazu schmeckt Reis oder Fladenbrot und Tsatsiki oder Kräuterquark.
Montag, 26. August 2013
Himbeer-Dickmilch-Kuppel auf Himbeerspiegel
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| Doch, doch, ich kann mit Gelatine richtig umgehen. Meistens jedenfalls. Hier nun gerade mal nicht ... |
Einzeln portioniert ist es sogar ein menütaugliches Dessert. Ein erfrischendes Sommergericht ist es auf jeden Fall - und für mich die elegante, schmackhafte Alternative zum angeblich besten Dessert der Welt. Okay, wenn's davor Schichtsalat und Pfundstopf an Schlossgeheimnis gibt, mag man so euphorisch werden ...
Die Kuppel lässt sich aus frischen oder tiefgefrorenen und aufgetauten Himbeeren zubereiten und schmeckt das ganze Jahr. Im Sommer mag ich sie auch als kaltes Mittagessen.
Himbeer-Dickmilch-Kuppel auf Himbeerspiegel
Zutaten für 6 bis 8 Portionen:
500 g Himbeeren, frisch oder aufgetaut
3 Blatt Gelatine, rot
2 Blatt Gelatine, weiß
500 g Dickmilch
200 ml Sahne
4 EL Puderzucker
1 TL Vanillezucker
1 Vanilleschote
Frische Himbeeren als Garnitur
Zubereitung:
Die Gelatine in Wasser einweichen (beide Farben getrennt).
Sahne steif schlagen und mit der Dickmilch vermischen.
Für die rote Creme die Himbeeren pürieren, durch ein Sieb passieren und mit 2 EL Puderzucker abschmecken. Etwa 2/3 des Himbeerpürees beiseite stellen – daraus wird später der Himbeerspiegel. Das restliche Drittel in einen Topf geben, erwärmen und die rote Gelatine darin auflösen. Löffelweise etwa ein Drittel der Sahne-Dickmilch-Mischung solange unterrühren, bis die Gelatine aufgelöst ist. Dann diese Mischung auf kalt ausgespülte Portionsschälchen verteilen, beim Erkalten lassen immer noch mal umrühren, damit sich die Gelatine nicht absetzt, und im Kühlschrank etwas fest werden lassen.
Für die weiße Creme 2 EL von der restlichen Sahne-Dickmilch-Mischung abnehmen, in einem Topf erwärmen und die weiße Gelatine darin auflösen. Das Mark aus der Vanilleschote kratzen. Die Sahne-Dickmilch-Mischung mit dem Vanillemark, 2 EL Puderzucker und 1 TL Vanillezucker verrühren. Löffelweise unter die Gelatine rühren. Dann diese Mischung auf der roten Creme vorsichtig verteilen.
Zum Servieren aus dem restlichen Himbeerpüree einen Spiegel auf die Teller machen und auf jeden Teller eine Creme stürzen. Mit Minzeblättchen und Himbeeren garnieren.
Der Zucker kann ganz oder teilweise durch Süßstoff ersetzt werden. Dann muss man jeweils ein Blatt mehr Gelatine nehmen. In die Himbeercreme kann man auch einen Schuss Himbeergeist oder Himbeerlikör geben. Zur Johannisbeerzeit schmeckt es auch gut, wenn die Himbeeren durch Johannisbeeren ersetzt werden.
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