Dienstag, 2. August 2011

Food Porn und Blind Dates VIII: Wehe, wenn sie los gelassen

Nummer eins und Nummer zwei kehrten die Regel, dass vor dem Vergnügen die Arbeit kommt, um. Aber nach zwei vergnüglichen Tagen ließ sie sich nicht länger ignorieren, die Arbeit. Denn sie war ja der eigentliche Grund für die Reise in den Norden. Und Arbeit heißt Kochen. Was sonst? Während also Nummer eins und Nummer zwei beim kargen Frühstück die Haare schön bekamen, trafen sich Heidi, Frau Küchenlatein und ich zum frugalen Frühstück im Eisenstein in den Zeisehallen, wo einst Schiffschrauben hergestellt wurden.

Vor lauten Klönen über Orient und Okzident, (Her-)Männer, Treppen, unerwünschte Nominierungen, Lebensmittel und was man aus ihnen machen kann, hätten wir fast das Frühstück vergessen. Aber nur fast.

Frühstück, erster Gang
Eisenstein, zweiter Gang
Eisenstein, dritter Gang
Nach bummelig zwei Stunden machten wir uns von Ottensen nach Bahrenfeld auf, von der Zeisefabrik zum Gelände des ehemaligen Ottensener Eisenwerks. Und wer uns beim Frühstück in den Zeisehallen beobachte und womöglich dachte, die drei Kichererbsen da hinten in der Ecke wären völlig enthemmt gewesen, wäre wahrscheinlich gänzlich vom Glauben abgefallen, wenn er uns knapp zwei Stunden später gesehen hätte. Oder vier. Oder sechs. Wir machten uns nackig. Wir zeigten Brust. Wir kreischten, stampften, hüpften und jubelten. Und da waren wir noch nüchtern. Ehrlich. Dass es auch Bier und Prosecco gab, erfuhren wir erst viel später.
Wenn Du weißt, wo dieses Schwein zu finden ist, weißt Du, wo
wir nach dem Frühstück waren.
Wir gaben alles. Und Frau Küchenlatein ist davon überzeugt, dass wir ein ganz klein wenig daran beteiligt waren, dass es später das eine oder andere wohlverdiente Bier gab. Natürlich alles ganz gesittet.
Das zischte.
Mehr kann ich Dir an dieser Stelle nicht erzählen. Du musst bis zum 1. September warten. Da berichte ich dann hier von krosser Haut, gelangweilter Sauce, Po-Push-Ups, Bauarbeiter-Dekolletés, Kompetenzessern, geharkten Pürees, Glücks-Parklücken und warum Frau Küchenlatein dringend ein Zimmer in Hamburg braucht, kurzum: Von Food Porn und Blind Dates, Teil IX.

Food Porn und Blind Dates:
Der Auftakt
Teil I
Teil II
Teil III
Teil IV
Teil V
Teil VI
Teil VII

Weitere Topfgeldjäger-Berichte bei Hamburg kocht!:

Vorbericht von 31. August 2011
Topfgeldjäger am 1. September 2011
Topfgeldjäger am 2. September 2011
Topfgeldjäger am 5. September 2011
Topfgeldjäger am 6. September 2011

Frau Küchenlateins Blind Dates

Topfgeldjäger-Berichte von denen, die kochten:

Bushcooks Kitchen:

Erst das Vergnügen, dann die Arbeit
Warum?
Durchschnaufen
Finale
Nachlese


Heike Essen von Au:

Warenkorb vom 1. September 2011
Warenkorb vom 2. September 2011
Wochenende
Finale
Nachlese

Kommentare:

  1. Kann man da zum Frühstück schon Pizza essen? Die ist nämlich oberlecker.

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  2. @ Ulrike,
    aber sicher datt. Die brauchst Du dann demnächst auch unbedingt wieder. Sollte sie besetzt sein, lassen wir abschleppen. Da kenn' ich nix.

    @ nata,
    keine Ahnung, ob die zum Frühstück auch à la carte haben. So viel hätte ich aber auch gar nicht essen können.

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  3. Watt is? 1. September? Da kann ich nich, da versuche ich, meinen Kochlöffel unterzubringen, da lasse ich ein Kochbuch signieren, da hab ich keine Zeit, das geht nicht, das ist zu lang, 1. September, das sind noch miese vier Wochen, ich bemerke gerade einen Anflug von Wahnsinn in der Neugierde, der mich schier kirre macht. 1. September - pah!

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  4. Soll ich Dir einen Wir-warten-auf-den-1. September-Adventskalender basteln, Jutta? Ja, ist noch schrecklich lang, ich weiß. Falls es ein Trost ist: Ich bin dann auch nicht in HH. Ich bin dann noch nicht mal in Deutschland. Ich hoffe, dass die automatische Freischaltung klappt ... Aber keine Panik: Das vom 1. September geht auch noch am 2. September. Mindestens.

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