Freitag, 10. September 2021

Spaghetti mit Thunfischsauce

Der Gatte ist normalerweise fischophob, und so wunderte es mich sehr, als er sagte, er möchte gerne mal Spaghetti mit Thunfischsauce essen. Und dann wollte er auch noch Nachschlag!

Spaghetti mit Thunfischsauce.

Normalerweise hätte ich für die Sauce Pomito genommen, aber bei uns gab's gerade mal wieder eine spontane Kirschtomatenvermehrung, so dass ich die Sauce selbst machte. Dadurch ist sie nicht in maximal 20 Minuten fertig, sondern muss und kann ein wenig vor sich hin köcheln. 

Spaghetti mit Thunfischsauce

Zutaten für 4 Portionen:

320 g Spaghetti (oder andere Nudeln nach Geschmack)
600 g Kirschtomaten (alternativ 500 g Pomito / passierte Tomaten)
2 Knoblauchzehen
1 Dose Thunfisch im eigenen Saft (185 g Netto-Gewicht)
1 Zweig Rosmarin
1 - 2 Stiele Oregano
1 - 2 Zweige Thymian
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
1-2 Spritzer Balsamico
Olivenöl

Zubereitung:

Wenn du die Tomatensauce selbst kochst, kannst du damit anfangen, denn die freut sich, wenn sie etwas länger köcheln darf: Tomaten waschen, putzen, vierteln. Knoblauch pellen und pressen. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Tomaten und Knoblauch hingeben und glasig dünsten. Normalerweise tritt dabei so viel Wasser aus, dass die Tomaten quasi im eigenen Saft zu ende garen können. Ansonsten mit etwas Wasser ablöschen, die Kräuter und den Zucker dazu geben und alles bummelig 30 Minuten vor sich hin garen lassen. 

Währenddessen Spaghetti nach Packungsanweisung zubereiten.

Wenn die Tomaten zerfallen sind, die Kräuter herausnehmen und die Sauce pürieren. Den Thunfisch abgießen, mit einer Gabel etwas zerpflücken und zur Sauce geben. Mit Salz, Pfeffer und Balsamico abschmecken. Spaghetti abgießen, mit der Sauce vermengen und servieren.

Verwendest du Pomito, wird erst der Knoblauch angeschwitzt, dann so verfahren wie bei frischen Tomaten (bis auf das Pürieren).

Mittwoch, 8. September 2021

Käsekuchen mit Aprikosen

Der Gatte brachte sich Aprikosen für's morgendliche Müsli mit, war dann aber total enttäuscht, dass sie nicht schmeckten. Aus diesem Grunde kaufe ich seit ewigen Zeiten lieber TK- oder Dosen-Aprikosen, es sei denn, ich bin zufällig zur Marillensaison in der Wachau. Es ist schlichtweg unmöglich, hier reife, süße, schmeckende Aprikosen zu bekommen. Sie sind meistens mehlig, nicht süß und geschmacksneutral. So landeten diese Aprikosen in einem Käsekuchen für den Gatten-Geburtstag. 

Käsekuchen mit Aprikosen.

Der Kuchen schmeckt am Besten, wen er einen Tag vor dem Verzehr gebacken wird.

Käsekuchen mit Aprikosen am Stück.

Käsekuchen mit Aprikosen

Zutaten für eine 26er Springform:

Für den Boden:
200 g Mehl 
50 g Speisestärke
75 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Ei 
125 g Butter

Für den Belag:
500 g Aprikosen
1 Zitrone, die Schale davon
500 g Quark
150 g Puderzucker
2 TL Vanillezucker
75 g Speisestärke
4 Eier
200 ml Sahne
1 Prise Salz

Außerdem:
Puderzucker zum Bestäuben vor dem Servieren

Zubereitung:

Mehl, Stärke, Puderzucker und die Prise Salz in einer Schüssel vermischen. Die Butter in Flöckchen und das Ei dazu geben. Alle Zutaten zügig zu einem Teig verarbeiten. Dann den Mürbeteig zu einer Kugel formen, flach drücken und in Frischhaltefolie wickeln. Den Teig für eine Stunde in den Kühlschrank legen. [Da ich eine faule Hausfrau bin, rolle ich den Teig erst in einer mit Backpapier ausgelegten Springform aus und stelle beides zusammen in den Kühlschrank.]

Nach der Kühlzeit den Mürbeteig aus der Kühlung nehmen und zu einem etwa 30 Zentimeter großem Kreis ausrollen. Den Teig in die Springform legen und gleichmäßig mit einer Gabel einstechen. Backpapier auf den Boden legen und Backerbsen darauf verteilen. Den Boden bei 160°C (Umluft) etwa 15 Minuten backen, dann herausnehmen und die Backerbsen und das Backpapier entfernen.

Während der Boden backt und abkühlt, die Aprikosen und die Käsemasse vorbereiten: Die Aprikosen waschen, trocknen, halbieren und den Kern entfernen. 

Die Zitrone lauwarm abwaschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Die Frucht für später aufbewahren (das geht gut im Kühlschrank).

Zwei Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen.

Quark, zwei Eigelb und zwei Eier zusammen mit der Zitronenschale in eine Schüssel geben und verrühren.

Puderzucker, Vanillezucker, Speisestärke und Salz vermischen und unter die Quarkmasse rühren. Die Sahne halb steif schlagen und zusammen mit dem steifgeschlagenen Eiweiß unter die Quarkmasse heben.

Die Füllung auf dem Boden verteilen und glattstreichen. Anschließend die Aprikosenhälften mit der Schnittfläche nach unten auf die Füllung legen.

Danach die Backform in den Ofen schieben und den Kuchen bei 150°C (Umluft) 60 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Nach einer Stunde die Backofentür öffnen und den Kuchen eine weitere Stunde darin stehen. Ich habe ihn dann über Nacht auf dem Balkon auf einem Backgitter zum Auskühlen gestellt und erst am nächsten Tag aus der Form gelöst. Der Kuchen verträgt es, vor dem Servieren mit reichlich Puderzucker bestäubt zu werden.

Montag, 6. September 2021

Zitrus-Kabeljau mit Tomatensalat

Fisch ist hier schwierig, denn der Gatte ist fischophob. Fisch darf weder nach Fisch aussehen noch wie Fisch schmecken. Fischstäbchen und Schlefi sind also ideal. Oder Pute. Huhn geht auch. Hier aß der Gatte aber tapfer das Kabeljaufilet.

Zitrus-Kabeljau mit Tomatensalat.

Zitrus-Kabeljau mit Tomatensalat

Zutaten für 4 Portionen:

800 g Kabeljaufilet  
4 EL Öl  
1 Zitrone, heiß abgewaschen und abgetrocknet, Saft und abgeriebene Schale davon  
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer  
500 g Kirschtomaten  
1 Peperoni  
je 5 Stiele Petersilie und Minze  
3 EL Sherryessig  
1 Knoblauchzehe  
400 g griechischer Joghurt  
6 Spieße 
 
Zubereitung:

Fisch waschen, trocken tupfen und in ca. 2,5 cm große Würfel schneiden. In einer Schüssel mit 2 EL Öl und Zitronensaft mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Abgedeckt ca. 15 Minuten ziehen lassen.

Inzwischen für den Salat Tomaten waschen und halbieren. Peperoni längs aufschneiden, entkernen, waschen und in Streifen schneiden. Kräuter waschen, Blättchen abzupfen. Mit Tomaten, der Hälfte der Zitronenschale, Peperoni, Essig und 2 EL Öl mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für den Dip Knoblauch schälen, fein hacken, mit Joghurt und der übrigen Zitronenschale verrühren. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen.

Eine große, beschichtete Pfanne ­erhitzen. Fischwürfel auf Spieße ­stecken und darin von jeder Seite ca. 3 Minuten braten. Fischspieße auf Salat und Joghurtdip anrichten.

Falls Reste von Dip und Salat bleiben, schmecken die lecker zu geröstetem Graubrot zu Frühstück oder Abendbrot. 

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Samstag, 4. September 2021

Wochenplan in KW 35/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXV

Dadurch, dass ich Freitag und Sonnabend arbeiten musste, ab Sonntag Urlaub haben würde, gab's keinen richtigen Wocheneinkauf und eigentlich auch keinen richtigen Wochenplan. Tante ist zu Besuch, es steht ein runder Geburtstag an, da gehen wir viel essen - zumindest war das der Plan, bis Tante aufgrund des GdL-Streiks drei Tage früher abreisen musste. 

Ansonsten lebten wir aus dem Vorrat, denn der Vorratsschrank ist inzwischen aufgeräumt! Also zumindest der größere der beiden. Und eine Liste mit dem Inhalt gibt's auch. Reis und Nudeln werden wir so schnell nicht wieder kaufen müssen. Auf dem Einkaufszettel standen folglich nur Gurke und Sahne. 

Der Plan für diese Woche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend musste ich lange arbeiten, dann wurde Tante vom Bahnhof abgeholt. Auf dem Heimweg holten wir sauer-scharfe Suppe, Frühlingsrollen und Hähnchen süß-sauer beim Asia-Imbiss. Normalerweise essen wir von den großen Portionen zwei Mal, aber heute waren wir beide ausgehungert.   

Sonntag waren wir beim Griechen. Den Damen waren die Portionen wie üblich zu groß, der Gatte schaffte seinen Grillteller auch nicht ganz, so dass Bifteki übrigblieben. Einzig ich schaffte meine Portion Gyros mit Calamari bis zum letzten Salatblatt (und zum Ausgleich ging ich die drei Kilometer zum Restaurant hin und zurück zu Fuß). 

Montag gab's die übriggebliebenen Bifteki vom Vortag (ja, wir lassen uns Reste einpacken, wenn sie noch für eine Mahlzeit reichen - wäre doch schade, das wegzuwerfen!) mit Tomatensalat

Dienstag ging's anlassbedingt zum Portugiesen. Stockfischkroketten, yeah! Viele schwören ja auf die Lokale im Portugiesenviertel. Ich weiß, der beste Portugiese ist in Klein Flottbek

Ohne Schnickschnack: Stockfischkroketten.

Für mich gab's Stockfischkroketten und Pulpo mit Kartoffel-Aioli und Koriander-Pesto (ich liebe Bacalhau, hätte auch Bacalhau à Bras essen können, aber das war mir mit den Stockfischkroketten dann doch zu viel Stockfisch), danach Schokoladenmalheur mit Vanille-Eis und Galão. Der Gatte und die Damen aßen Entrecôte mit allerlei Gemüse und Süßkartoffelpommes mit Trüffelmayonnaise, gefolgt von Früchtecrumble mit Eis oder Espresso mit Vanille-Eis.

Mit Schnickschnack: Pulpo mit Kartoffel-Aioli und Koriander-Pesto.

Mittwoch gab's Kabeljau mit Salat - für mich vorbildlich low carb, für den Gatten mit Reis. Nachmittags war eigentlich Konditorngehn mit Tante angesagt, aber die saß schon wieder im Zug nach Hause.

Diese Woche war fischig. Donnerstag gab's Spaghetti mit Thunfischsauce. Wie gesagt: Wir lebten aus dem Vorratsschrank. Die Tomatensauce, in die der Thunfisch kam, kochte ich allerdings frisch, denn wir hatten eine spontane Kirschtomatenvermehrung. So blieb ein Tetrapack mit stückigen Tomaten weiter im Vorratsschrank.

Freitag gab's Hühnerfrikassee mit Reis.

Gebacken wurde anlassbedingt auch: Aprikosen-Käsekuchen. Und zwei Tage waren immerhin low carb. Ansonsten sprengte ich oft mein Kalorienlimit. Neben dem Fremdessen lag das hauptsächlich am Anlass-Alkohol, der einfach wahnsinnig viele Kalorien hat. Okay, Champagner hat andererseits kaum Kohlenhydrate, aber irgendwas ist ja immer.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Freitag, 3. September 2021

Bickbeer-Mascarpone-Kuchen mit Pistazien

Schwiegermutter bringt mir regelmäßig das Rewe-Kundenmagazin mit, weil sie weiß, dass wir nur selten dort einkaufen, weil's selten auf dem Weg liegt. Das finde ich sehr nett.

Bickbeer-Mascarpone-Kuchen mit Pistazien.

Normalerweise reduziere ich bei Kuchenrezepten drastisch Zucker, aber in diesem Kuchen ist viel Zitrone, neben den ohnehin säuerlichen Bickbeeren, also ließ ich das. Es war eine gute Entscheidung, denn dem Gatten wäre der Kuchen sonst zu sauer gewesen. 

Bickbeer-Mascarpone-Kuchen mit Pistazien im Ganzen.

Dieser Beitrag geht rüber zur Freutag-Linkparty. Vielen Dank für's Sammeln!

Bickbeer-Mascarpone-Kuchen mit Pistazien

Zutaten für eine 25er Kastenform / 12 Stücke:

250 g Bickbeeren (Blau- oder Heidelbeeren), wenn TK, nicht aufgetaut
200 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Zitrone
125 g weiche Butter
200 g Zucker
2 Eier 
150 g Mascarpone
50 g geröstete Pistazienkerne (gerne auch gesalzen)
150 g Puderzucker
3 EL Wasser / Zitronensaft

Zubereitung:

Frische Bickbeeren waschen und verlesen. Gefrorene Bickbeeren aus dem Tiefkühler nehmen (sie sollten nicht aufgetaut sein). 

Mehl und Backpulver mischen. Zitrone heiß waschen, trocken reiben, Schale dünn abraspeln. Frucht halbieren, Saft auspressen. 

Butter und Zucker cremig rühren. Eier nacheinander unterrühren. Mascarpone, Mehlmischung, Zitronensaft und -schale dazugeben, zu einem glatten Teig rühren. Bickbeeren unterheben.

Teig in die gut gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen, glatt streichen. Im Ofen bei 160°C (Umluft) ca. 75 Minuten backen (Stäbchenprobe). Dabei nach 30 Minuten den Kuchen oben längst einschneiden. Nach 50 Minuten die Backofentür für die restliche Backzeit einen Spalt öffnen (besonders wichtig bei gefrorenen Früchten, damit die Feuchtigkeit besser abziehen kann).

Kuchen aus dem Ofen nehmen und ca. 10 Minuten ruhen lassen. Aus der Form nehmen und abkühlen lassen. Puderzucker mit Wasser oder Zitronensaft zu einem Zuckerguss verrühren, auf dem Kuchen verteilen und mit Pistazien bestreuen.

Dienstag, 31. August 2021

Blumenkohlpüree mit Kalbs-Involtini und gebackenen Radieschen

Low Carb und Keto treiben gelegentlich merkwürdige Blüten. So wird ernsthaft vorgeschlagen, bei Gusto nach Schokolade oder Rotwein Brokkoli zu essen oder Pommes aus Sellerie statt aus Kartoffeln zu machen. Ja, nee, is klaa. 

Blumenkohlpüree mit Kalbs-Involtini und gebackenen Radieschen. 

Bei Pürees geht's mit dem Kartoffelverzicht aber ganz gut. Da fehlen sie mir nicht. Dem Gatten schon, aber irgendwas ist ja immer. 

Besonders gut gefällt mir bei diesem Rezept, dass beim Blumenkohl Stiel und Blätter, bei den Radieschen die Blätter mit verwendet werden. Verzichtet habe ich auf die Zitrone, mit der alles gewürzt wird. Der Gatte, der extrem essigsauer isst, mag zitronensauer gar nicht. Ich vermutete, dass ihm die Kapern sauer genug sein würden und lag damit richtig.

Dieses Rezept geht rüber zu Dings vom Dienstag. Vielen Dank für's Sammeln!

Blumenkohlpüree mit Kalbs-Involtini und gebackenen Radieschen

Zutaten für 4 Portionen:

1 Blumenkohl (ca. 1 kg) 
Salz
Pfeffer  
1 Bund Radieschen  
2  Knoblauchzehen  
1 EL Kapern  
4 dünne Kalbsschnitzel (à 175 g) 
2 EL Wasser
5 EL Olivenöl  
2 EL Butter  
1 EL Doppelrahmfrischkäse
Muskatnuss, gerieben  

Zubereitung:

Für das Püree Blumenkohl waschen, kleine helle ­Blumenkohlblätter beiseitelegen. Kohl inklusive Strunk klein schneiden und in einen Topf geben. So viel heißes ­Wasser angießen, dass der Kohl eben bedeckt ist. Mit 1 TL Salz würzen. Zugedeckt ca. 15 Minuten weich köcheln.

Radieschen waschen und halbieren. Zarte Radieschenblätter hacken. Knoblauch schälen und klein schneiden. Mit Kapern, Radieschen, Blumenkohl­blättern, Hälfte gehackter Radieschenblätter, 3 EL Öl und etwas Salz mischen. In eine ofenfeste Form geben und im Backofen (Umluft: 180 °C) 10–15 Minuten backen.

Inzwischen Schnitzel trocken tupfen, halbieren und eventuell etwas flacher klopfen. Jeweils salzen und pfeffern. Schnitzelchen aufrollen und mit Holzspießchen feststecken.

2 EL Öl in einer Pfanne ­erhitzen. Schnitzelröllchen darin bei mittlerer Hitze ca. 4 Minuten rund­herum braten. Mit Wasser ablöschen. Die übrigen gehackten Radieschenblätter zugeben. Zugedeckt ca. 2 Minuten garen.

Den Blumenkohl abgießen, kurz ausdampfen und zurück in den Topf geben. Butter und Frischkäse zufügen. Alles mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Püree mit Kalbsröllchen und den gebackenen Radieschen anrichten. 

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Samstag, 28. August 2021

Wochenplan in KW 34/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXXIV

"Guck' mal, Corona ist vorbei", meinte der Gatte, als wir an der Supermarktkasse warteten, und wies darauf hin, dass die Trennwände zwischen den einzelnen Kassen jetzt abgebaut sind. Ich bin gespannt, wie lange der Spuckschutz noch bleibt. Zugangskontrollen gibt es ohnehin schon lange nicht mehr.

Eigentlich dachten wir, mit einem Einkauf im Supermarkt wäre der Einkaufszettel abgearbeitet (bis auf Fleisch, das beim Schlachter gekauft wird), aber dann bekamen wir dort weder Blumenkohl noch Filtertüten.  Gelegentlich ist es sehr überraschend, was es in diesem Supermarkt gerade nicht gibt. 

Im Laufe der Woche ging's als außer zum Schlachter noch zum Discounter, zum Drogeriemarkt, zur Apotheke und zum Bäcker (und der Gatte war unzählige Male bei der Packstation). 

Unser Wochenplan in der letzten Septemberwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend wollten wir wieder mal im Bistro unseres Sportvereins essen, aber das Lokal war geschlossen. Von der Frau am Empfang erfuhren wir, dass dort sonnabends nie geöffnet ist, außer, es wäre jemand da, um sich um Bestellungen für den Lieferdienst zu kümmern. Die Öffnungszeiten sind auch dem Verein ein Rätsel. Das ist schade, denn bevor vor ca. fünf Jahren der Pächter wechselte, war das Lokal gut frequentiert. Seitdem gab's zwei Pächterwechsel, sitzen dort auch ohne Corona abends kaum noch Sportler nach dem Training zusammen. Das ist bitter, denn das Lokal ist wirklich schön. 

Da Fremdessen also wieder mal ausfiel, hielten wir auf dem Rückweg beim Discounter, um TK-Pizza zu besorgen (plus Filtertüten und Blumenkohl). Der Gatte befand, die TK-Pizza wäre nach unseren "Pizza-Broten" aus Fladenbrot bzw. Ciabatta enttäuschend. Zukünftig wird als sonnabends nach dem Sport wieder gekocht. So nett der Ausflug in die Fast-Food-Welt war, war's mir doch langsam über.

Sonntag gab's Milchreis aus dem Ofen mit Honigmelone. Es blieben je eine Mittagsportion für den Gatten und für mich für Montag übrig.

Montag wollte der Gatte das in der Vorwoche ausgefallene Schweinefilet mit Steinpilzsauce und Bandnudeln zubereiten, was dann letztlich ich übernahm. 

Dienstag wünschte sich der Gatte Putenbrustfilet mit Salat. Römer und Eichblatt wachsen üppig im Garten und freuten sich, abgeerntet zu werden.

Mittwoch gab's nochmal Schweinefilet mit Steinpilzsauce und Bandnudeln.

Donnerstag buchte ich spontan einen Platz zur Wassergymnastik, und der Gatte kam mit, um zu schwimmen. Die Halle war voll, er machte früher Schluss als ich und wartete im Bistro, das tatsächlich geöffnet war, auf mich. Wo wir schon mal da waren, entscheiden wir uns, dort zu essen: Currywurst Pommes für den Gatten, Salat mit Lachs und Scampi für mich. Der Gatte war von der Currywurst total enttäuscht. Sie war hart, und die Sauce bestand aus einem Klecks Hela Gewürz-Ketchup mit Currypulver obendrauf. Mein Salat war solide. Allerdings haben wir beide noch nie so stumpfe Messer gehabt. Wir waren die einzigen Gäste. Dabei waren sehr viele Menschen im Verein. Seitdem der langjährige Pächter vor etwa fünf Jahren aufhörte, kommt das Bistro einfach nicht mehr auf die Füße. Auf dem Plan stand übrigens Blumenkohlpüree mit Kalbs-Involtini und gebackenen Radieschen

Freitag sollte es Kabeljau mit Salat geben. Stattdessen bereitete ich Blumenkohlpüree mit Kalbs-Involtini und gebackenen Radieschen zu.

Gebacken wurde auch: Es gab Bickbeer-Mascarpone-Kuchen. Zwar ist zurzeit noch Bickbeer-Saison, hätte ich die Früchte auch frisch kaufen können, aber im Tiefkühler waren noch welche vom ausgefallenen Weihnachtsessen, die ich jetzt verbrauchte.

Diese Woche war endlich mal wieder halbwegs Low Carb, zumindest Dienstag und Freitag. Außerdem koche ich Milchreis inzwischen mit Mandelmilch. Das passt geschmacklich, auch in Kartoffelstampf oder bei Puddelings. Ansonsten kann ich mich geschmacklich nicht an den Milchersatz gewöhnen. 

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Dienstag, 24. August 2021

Weiße Lachspizza mit Mascarpone und Sardellen nach Christian Henze

Wenn die Rauke im Balkonkasten üppig sprießt, kommt dieses Pizza-Rezept sehr gelegen. 

Geschnitten: Weiße Lachspizza mit Mascarpone und Sardellen.

Die weiße Sauce mit Mozzarella und Mascarpone ist eine Alternative zur roten Tomatensauce und gibt der pizza bianche ihren Namen. 

Am Stück: Weiße Lachspizza mit Mascarpone und Sardellen.

Dieses Rezept geht rüber zu Dings vom Dienstag. Vielen Dank für's Sammeln!

Weiße Lachs-Pizza mit Mascarpone und Sardellen

Zutaten für ein Backblech / 6 Portionen:

Für den Pizzateig
500 g Mehl
120 g Hartweizengrieß
400 ml lauwarmes Wasser
½ TL Meersalz
1 TL Kristallzucker
10 g Trockenhefe

Für die Mascarponesauce:
1 kleine Zwiebel
½ EL Butter
1 TL Weizenmehl, Type 405
½ Tasse trockener Weißwein (ca. 75 ml)
100 ml flüssige Sahne
4 EL Mascarpone
80 g Mozzarella
Salz
Pfeffer

Für den Belag: 
1 Chilischote
150 g Räucherlachs
150 g frisches Lachsfilet
1 EL Kapern
ca. 10 Sardellen

Zum Anrichten:
1 Handvoll Rucola
1 Zitrone.

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Pizzateig in der Rührschüssel einer Küchenmaschine vermischen und gut durchkneten. Den Teig an einem warmen, zugfreien Ort 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend den Teig nochmals gut durchkneten und den Pizzateig dann 20 Minuten an einem warmen, zugfreien Ort ruhen lassen. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche entweder zu einem Rechteck für ein Backblech oder zu 4–6 Kreisen für runde Pizzableche ausrollen.

Während der Teig ruht, für die Mascarponesauce die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. Die Butter bei mittlerer Temperatur in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin leicht anschwitzen. Das Mehl unterheben und unter Rühren mit dem Wein ablöschen. Mascarpone und Sahne dazugeben. Die Sauce aufkochen lassen und anschließend den Käse unterrühren. Die Sauce mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Sie sollte eine dickflüssige Konsistenz haben. Falls sie zu fest ist, kann etwas Geflügel- oder Gemüsebrühe oder Wasser untergerührt werden. Die Sauce vor der Weiterverwendung vollständig erkalten lassen.

Backofen auf mindestens 250°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein mit Backpapier belegtes Backblech mit dem Pizzateig belegen. Die Mascarponesauce auf dem Teig verteilen. Die Chilischote entkernen und fein würfeln. Den Räucherlachs und das Lachsfilet etwas zerkleinern. Anschließend die Zutaten für den Belag gleichmäßig auf dem Pizzateig verteilen.

Die Pizza dann für 15–20 Minuten in den auf mindestens 250°C vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze, unterste Schiene) schieben. Herausnehmen und in Portionen schneiden. Auf jede Portion etwas Rucola und einige Spritzer Zitronensaft verteilen und servieren.

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