Montag, 17. Januar 2022

Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln

Dieses Gericht gab's in meiner Kindheit öfter, als Mudderns noch selbst kochte. Sie hatte dazu nie wirklich Lust, und sobald es ging, lebten wir hauptsächlich von Fertigfutter und Restaurantküche - unter Vadderns Mandanten waren viele Restaurants, und die wurden halt regelmäßig besucht. Schöner Nebeneffekt: Die Mandanten kamen aus Italien, Griechenland und der Türkei, und so lernte ich früh utländische Köök kennen.  

Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln.

Statt Milch nehme ich für Béchamel seit einiger Zeit Mandel- oder Hafermilch - merkt man geschmacklich nicht, wirkt sich positiv auf die Kohlenhydratbilanz aus. Hier kannst du auch das Kochwasser von Kohlrabi und Kartoffeln nehmen, aber dann schmeckt die Sauce recht dünn.

Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln

Zutaten für 4 Portionen:

4 Kohlrabi (ggf. mehr, insgesamt ca. 1 kg)
2 frische feine Bratwürste
4 EL Butter
4 EL Mehl 
500 ml Milch 
Salz
weißer Pfeffer
Muskatnuss
Zitronensaft
1/2 Bund glatte Petersilie

Zubereitung:

Kohlrabi und Kartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. In kochendem Salzwasser ca. 10 Minuten garen.

Bratwurstbrät aus der Pelle drücken und zu kleinen Klößchen formen. Beiseite stellen. 

Butter in einem Topf erhitzen. Mehl darüber stäuben und ein bis zwei Minuten anschwitzen. Milch unter ständigem Rühren dazugeben, weiterrühren, bis eine cremige Sauce entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Kohlrabi- und Kartoffelstücke abgießen und zusammen mit den Bratwurst-Klößchen zur Sauce geben. Auf niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Fleischklößchen gar sind. Mit Zitronensaft abschmecken.

Petersilie fein hacken und jede Portion damit bestreuen.

Samstag, 15. Januar 2022

Wochenplan in KW 2/22: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XCVI

Wir kaufen immer noch nach den Käseblättchen ein. Ich habe keine Ahnung, ob wir durch die Angebote tatsächlich sparen, aber zumindest fühle ich mich so als sparsame Hausfrau. Aber um wirklich zu sparen, müssten wir uns an den Einkaufszettel halten, und das klappt selten. Außerdem stört mich, dass das Gemüse aus dem Angebot selten saisonal ist. Da wären wir auf dem Wochenmarkt besser aufgehoben, aber zu dem kommen wir seit einiger Zeit nicht. 

Wochenmarkt hätte auch den Vorteil, dass wir nur die Mengen einkaufen können, die wir brauchen. So sitze ich gerade hier mit einem halben Kilo Wurzeln und überlege, was ich kommende Woche daraus koche. Okay, ich könnte das Gemüse zum Fairteiler bringen, aber das mache ich nur im Notfall.

Fleisch und Brot kaufen wir nicht im Supermarkt, sondern beim Schlachter bzw. Bäcker. Milch ist zurzeit doof, denn frische gibt's nur bei Edeka oder im großen Rewe, und beides liegt nicht auf dem Weg. Im Stammsupermarkt gibt's nur noch ESL-Milch, aber die immerhin vom Hamfelder Hof. So ist der Preis wenigstens fair. In dieser Woche kaufte ich allerdings einen Teil der Milch im Discounter, um sicher zu sein, dass wir welche haben, denn auch Hamfelder Milch ist im Supermarkt nicht immer zu bekommen.

In dieser Woche kauften wir in Discountern und im Supermarkt ein. Außerdem ging's in den Baumarkt, in die Trafik, ins Sanitätshaus, in den Getränkemarkt (ungewohnt leer), zum Bäcker und Schlachter sowie durch diverse Geschäfte in der Innenstadt. Zudem versuche ich, viel aus dem Vorrat zu verarbeiten, denn der ist mal wieder mehr als üppig. 

Zudem fuhren wir zum schwedischen Möbelhaus. Der Gatte war erst zögerlich wegen der hohen Inzidenzen, beschloss dann aber, dass das Ansteckungsrisiko dort auch nicht höher sei als beim Einkaufsbummel in der Innenstadt mit seiner Mutter, und außerdem will er jetzt endlich mit dem Umbau des Schlafzimmer anfangen. Die aktuelle 2G-Regelung wurde akribisch kontrolliert, im Restaurant ist 2Gplus mit fest zugewiesenen Tischen und Kontaktverfolgung. Ikea war so leer, dass wir einen idealen Parkplatz zwischen Ein- und Ausgang bekamen und nirgendwo warten mussten - gespenstisch. 

Beim Recyclinghof waren wir diese Woche auch noch und lernten, das so ziemlich alles, was wir bislang dort abgeben konnten, inzwischen Hausmüll ist: Lumpen und Schuhe (angenommen wird nur noch tragbare Kleidung, aber die geht eh in die Kleiderkammer), Medikamente, brauchbarer Hausrat (ging früher zu Stilbruch). Das erklärt, warum die Mülltonnen hier immer übervoll sind. Für mehr als Batterien und Elektroschrott müssen wir da nicht mehr hinfahren.   

Unser Plan für die zweite Januarwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's ein Kindheitsgericht: Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln. Meine Mutter machte das öfter, als sie noch selbst kochte. Viel Spaß am Kochen hatte sie nie, und so wurde der Haushalt bald komplett auf Fertigfutter und Restaurantessen umgestellt, aber einige Gerichte aus der Kindheit erinnere ich noch.

Sonntag ging's endlich an die Ernte des im Garten angeboten Topinamburs. Es gab Porree-Pfannkuchen mit Topinambur-Apfel-Salat.

Montag gab's nochmal Kohlrabi mit Fleischklößchen, weißer Sauce und Kartoffeln.

Dienstag machte ich eine Blätterteig-Tarte mit Topinambur, Wurzeln, Pastinaken und Ziegenkäse. Wir mussten Topinambur dazu kaufe, aber der war diesmal sehr regional. In den Vorjahren kam er in der Regel aus Frankreich.

Mittwoch kochte ich Svensk pølseret, ein Kartoffel-Würstchen-Topf vermeintlich schwedischen Ursprungs. Den gab's auch am Freitag. Eine schöne Alternative zum Würstchengulasch, das wir sonst gerne machen, wenn sich die Würstchen im Vorratsschrank ungeplant vermehren (und das Rezept für's Würstchengulasch habe ich noch immer nicht gebloggt ...). Einzig Gemüse fehlte uns, was aber daran lag, dass ich mich ans Ursprungsrezept hielt.  

Donnerstag sollte es Labskaus geben, damit dann auch die eingefrorene Rote Bete verarbeitet und der Tiefkühler angenehm leer wird. Bei der Blätterteig-Tarte mit Topinambur, Wurzeln, Pastinaken und Ziegenkäse hatte ich dann allerdings doch so viel Gemüse, dass es für vier Portionen bzw. zwei Tage reichte 

Diese Woche wurde auch wieder gebacken, sogar zwei Mal, trotz der Fika im schwedischen Möbelhaus. Da aus meinem Ladentag ein Bürotag wurde, gibt es normalerweise wieder jeden Tag die Möglichkeit einer gemeinsamen Teezeit, weil ich mir die Arbeitszeit frei einteilen kann. Ich buk eine garantiert nicht schwedische Apfeltorte sowie einen bulgarischen Apfelkuchen. Damit verarbeitete ich auch ein paar Gläser Ofen-Apfelmus aus dem Vorrat - und reichlich Eier, denn aus unerfindlichem Grunde haben wir gerade 30 Stück hier.

Eigentlich war auch Essengehen geplant, denn der Gatte entdeckte bei einem seiner Bummel einen Edel-Pommes-Laden, den er gerne mal ausprobieren würde. Den hatten wir in der Hinterhand, falls es mit dem Wochenplan nicht hinhauen würde, aber das ergab sich nicht. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 14. Januar 2022

Das 12-von12-im-Januar-Rezept: Svensk pølseret: Dänischer Wurst-Kartoffel-Eintopf

Auf Deutsch heißt dieser Eintopf "Schwedisches Wurstgericht" und ist ein in Dänemark sehr beliebtes Familiengericht. Vielleicht ist es eine vereinfachte Variante des schwedisches Gerichts Korv stroganoff, das statt mit Filetspitzen aus Falukorv, einer Art Leberkäse in Wurstform, zubereitet wird. Angeblich aßen dänische Kinder dieses Gericht, als sie irgendwo in Schweden in einem Sommerlager waren, und nahmen das Rezept mit nach Hause.  

Svensk pølseret: Dänischer Wurst-Kartoffel-Eintopf.

Svensk pølseret ist typische Hausmannskost mit wenigen, preisgünstige Zutaten. Wer hat und mag, gibt Gemüse und Gewürze dazu, so wie miho es hier beschreibt. Das Gericht ist schnell zubereitet, vor allem, wenn du noch gekochte Kartoffeln vom Vortag da hast. Falls nicht, sind Scheibenkartoffeln aber auch schnell gar.

Ach ja, die dänische Königin begeht heute ihr 50jähriges Thronjubiläum. Tillyke! Die dänische Königsfamilie gilt ja als recht bodenständig mit einem Hang zu Hausmannskost wie Biksemad, so dass dort sicherlich auch gelegentlich Svensk pølseret auf den Tisch kam.

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Svensk pølseret: Dänischer Wurst-Kartoffel-Eintopf

Zutaten für 4 Portionen:

800 g Kartoffeln
25 g Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
500 g mild geräucherte Würstchen (z.B. Wiener oder Bockwürstchen), in Scheiben geschnitten
3 TL Paprikapulver
3 EL Tomatenmark
200 g Sahne
Salz
Pfeffer
1-2 EL gehackter Schnittlauch oder gehackte glatte Petersilie

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und kochen. 

Wenn die Kartoffeln fast gar sind, die Butter in einem Topf zerlassen, die Zwiebel dazu geben und glasig dünsten (nicht bräunen). Wurstscheiben, Tomatenmark und Paprikapulver dazu geben und 1 bis 2 Minuten braten. Mit etwas Kartoffelkochwasser ablöschen.

Kartoffel abgießen, dabei etwas Kochwasser zurückhalten, und mit der Sahne in den Topf geben. Sanft köcheln lassen, bis die Sauce andickt. Wird sie zu dick, mit etwas Kartoffelkochwasser verdünnen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Schnittlauch oder Petersilie servieren.

Dienstag, 11. Januar 2022

Raclette-Auflauf mit Shrimps

Ursprünglich sollte es Silvester Raclette geben, sollte aus den unvermeidlichen Resten zwei Tage später ein Auflauf werden. Dann entschied der Gatte spontan, er habe keine Lust auf das Gehühnere mit den kleinen Pfännchen und machte schon Silvester aus den Raclette-Zutaten einen Auflauf.

Ein wenig monochrom: Raclette-Auflauf mit Shrimps.

Fertig-Hollandaise ist bei uns immer im Vorratsschrank, denn der Gatte liebt sie. Ich hingegen finde sie meistens überflüssig, mag sie lieber frisch (hier geht's zum Rezept). Unentbehrlich ist Fertig-Hollandaise allerdings bei Aufläufen, denn anders als frische enthält sie so viele Bindemittel, dass sie sich im Ofen nicht zerlegt. 

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Raclette-Auflauf mit Shrimps

Zutaten für 4 - 6 Portionen:

500 g Shrimps (TK-Ware, aufgetaut)
1 kleine Zwiebel, geschält und fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gepellt und fein gewürfelt
Kokos-Öl
1 guter Schuss Weißwein
4-6 Kartoffeln, gekocht und in Scheiben genschnitten
250 - 300 ml Sauce Hollandaise 
8 Scheiben Raclettekäse (je nach Größe der Auflaufform auch mehr oder weniger)
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Kokos-Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin andünsten, dann die Shrimps dazu geben und etwas Farbe nehmen lassen. Mit Weißwein ablöschen.

Den Boden einer Auflaufform mit etwas Hollandaise einpinseln, dann die Kartoffeln darauf geben, gefolgt von den Shrimps und der restlichen Hollandaise. Mit Käsescheiben abdecken und bei 180°C (Umluft) etwa 20 Minuten im Ofen backen, bis der Käse geschmolzen und goldgelb ist.

Samstag, 8. Januar 2022

Wochenplan in KW 1/22: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XCV

Den Einkauf für diese Woche übernahm netterweise der Gatte am letzten Donnerstag, und prompt überanstrengte er sich dabei. Wenigstens war er dann so vernünftig, zumindest einen Teil der Einkäufe im Auto zu lassen, bis ich nach Hause kam und sie hereintragen konnte. 

Den Großteil der Einkäufe erledigte der Gatte im Supermarkt. Im Laufe der Woche war er dann noch beim Schlachter, denn der Fleischvorrat im Tiefkühler war total aufgebraucht. Außerdem ging's in den Baumarkt, in die Apotheke, in die Trafik, ins Sanitätshaus (leider vergeblich, da falsches Rezept) und zum Bäcker.

Den Wochenplan warfen wir schnell um, denn der Gatte befand, er habe keine Lust auf Raclette an Silvester. Aus den Zutaten wurde ein Auflauf, von dem wir zwei Mal aßen. Außerdem war die für einmal geplante Portion Schäufele so viel, dass wir zwei Mal davon aßen.

Unser Plan für die erste Woche des dritten Corona-Jahres.

Unser Wochenplan im Detail:

Sonnabend sollte es Nizza-Salat geben. Nach dem fetten Raclette war uns nach was Frischem. Nur wurde das Raclette ja zum Auflauf, war Schäufele übrig, also gab's nochmal Schäufele mit Semmelknödel und Sauerkraut. 

Sonntag waren wir mittags mit Mudderns fremdessen. Für abends war Steckrüben-Eintopf aus dem Tiefkühler geplant. Es gab stattdessen Nizza-Salat, der auch noch für Montag reichte. Diesmal ergab es sich mittags im Restaurant, dass ich ein wenig mit der Bedienung plaudern konnte, die wir schon seit Jahrenden kennen, weil sie meistens im Dienst ist, wenn wir dort essen. Sie erzählte, dass die Hälfte des Personals, vor allem die Aushilfen, entlassen werden musste, dass die Öffnungszeiten verkürzt sind, dass viel, viel weniger als früher eingekauft wird, weil nur wenige Gäste kommen, dass sie in Kurzarbeit sind, und dass sie keine Hoffnung hat, dass sich das schnell ändert. Corona ist Moppelkotze. Das Lokal tut, was es kann, setzt auf 2G innen wie außen, kontrolliert akribisch und war bei 2Gplus lange Teststation, weil's im Dorf zu wenige gibt und um es den Gästen bequemer zu machen.

Montag waren wir wieder im Plan, schließlich sollte es Raclette-Reste geben. Es gab also den Rest des Auflaufs, dazu den Rest des Nizza-Salats.

Dienstag gab's Hackfleisch-Lauch-Käse-Suppe. 

Mittwoch machten wir Rostbratwürstchen mit Sauerkraut und Kartoffelstampf.

Donnerstag gab's wieder Hackfleisch-Lauch-Käse-Suppe. Eigentlich sollte ein Rest für den Tiefkühler übrigbleiben, aber der Gatte langte ordentlich zu ...

Für Freitag fehlte uns jegliche Phantasie, also gab's Backfisch mit Ofen-Kartoffeln und Gurkensalat. Ursprünglich war Schlemmerfilet geplant. Panierter Fisch ist aktuell der einzige Fisch, den der Gatte isst. 

Gebacken wurde nicht. Wir waren entweder beim Bäcker oder aßen weiterhin Weihnachtsplätzchen. Die wollen irgendwie kein Ende nehmen. 

In der kommenden Woche werde ich mal schauen, ob wir im Garten Topinambur und Knollenziest ernten können. Beim Knollenziest bin ich noch etwas ratlos, was ich daraus kochen kann, aber das wird sich finden. Außerdem habe ich inzwischen wieder eine lange Liste an Koch-Ideen, die im Idealfall auch wieder den Tiefkühler füllen. Der Gatte hat inzwischen seine ÖPNV-Jahreskarte und überlegt, regelmäßig zum Wochenmarkt zu fahren. Mal schauen, wann er fit genug ist, das umzusetzen. Es wäre auf jeden Fall schön, wieder Lebensmittel direkt vom Erzeuger zu kaufen, und das Angebot ist auch vielfältiger als im Supermarkt, die Qualität besser.

Bleibt zuversichtlich, bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 7. Januar 2022

Spontaner Eggnog, diesmal warm (Eggnog II)

Für das Weihnachtsfest, das wir mit Schwiegermutter bei der Tante in Bayern verbrachten, wurde eine Flasche Fertig-Eggnog besorgt, der so grauslich schmeckte, dass wir die Gläser nach dem ersten Schluck stehen ließen.

Eggnog, warm serviert.

Schwiegermutter wollte aber unbedingt Eggnog trinken, und da man dafür im Prinzip ja nur Sahne, Eier und etwas Alkoholisches braucht, inspizierten wir die Vorräte bei Tante, machte ich mich ans Werk. Schließlich galt es auch, Schwiegermutter mal für einen Moment aus ihrem Dauer-Keif-Modus zu holen, der für alle Beteiligten ausgesprochen anstrengend war. Ein warmes Sahne-Milch-Eigelb-Zucker-Gemisch mit einem üppigen Schuss Cognac wirkt da Wunder ... 

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Eggnog II 

Zutaten für 4 - 6 Portionen: 

200 ml Sahne
200 ml Milch
4 Eigelb (das Eiweiß aufbewahren, ggf. einfrieren und nach einem dieser Rezepte verwerten)
80 g Zucker
1 Packung Vanillinzucker
1 Msp. Muskatnuss, gemahlen
1 Msp. Zimt, gemahlen 
ggf. 1 Prise Salz
100 ml Weinbrand (Cognac, Brandy), Whisk(e)y oder Rum

Zubereitung:

Milch und Sahne in einen Topf geben und bei mittlerer Temperatur auf dem Herd erhitzen. Es soll nicht kochen, sondern nur heiß werden.

Eigelb, Vanillinzucker und Zucker aufgeschlagen, bis sie hell weiß und sehr voluminös geworden ist. Achtung, dafür ein Gefäß nehmen, das so groß ist, dass auch noch die Sahne-Milch-Mischung hineinpasst. 

Jetzt die Sahne-Milch-Mischung ganz langsam unter ständigem Rühren zur Eigelb-Mischung geben, damit die Mischung vorsichtig temperiert wird und nicht gerinnt. Du willst ja kein Rührei haben. Da durfte dann der Gatte assistieren, der froh war, einen Moment aus den Fängen seiner Mutter zu sein. 

Anschließend kommt alles in den Topf und wird unter ständigem Rühren erhitzt, ohne zu kochen, bis die Flüssigkeit etwas dickflüssiger geworden ist. Das dauert ca. fünf Minuten. 

In jede Tasse einen guten Schuss Weinbrand (Cognac, Brandy), Whisk(e)y oder Rum geben, mit dem warmen Eigelb-Gemisch auffüllen, mit Muskat und Zimt garnieren und servieren.

Dienstag, 4. Januar 2022

Matcha-Cranberry-Knusper

Mudderns liebt ja Kranbeeren, und so dachte ich, dieses Konfekt wäre etwas für sie. Allerdings überforderte sie der Matcha total, bekam ich das Konfekt wieder zurück. Tante und Schwiegermutter hingegen, die jeweils etwas Konfekt in eine Geschenktüte mit handgestrickten Spültüchern und passendem Gedöns bekamen, mussten davon abgehalten werden, aus dem Konfekt Tee zuzubereiten, denn Matcha ist ja schließlich Grüner Tee. Irgendwas ist ja immer.  

Matcha-Cranberry-Knusper.

Mach' das Konfekt also am Besten für dich selbst! Der herbe Matcha ist ein schöner Kontrast zu den süßen Kranbeeren. Außerdem ist er so gesund, dass er die Inhaltsstoffe der weißen Schokolade neutralisiert. Du musst nur fest genug daran glauben.

Matcha-Cranberry-Knusper inmitten von Keksen am letzten #pmdd des Jahres.

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Konfekt im Detail.

Matcha-Cranberry-Knusper

Zutaten für 12-14 Stück:

50 g Mandelstifte
200 g weiße Schokolade / Kuvertüre
1-2 EL Matcha*
50 g Cornflakes
1-2 EL getrocknete Cranberries

Zubereitung:

Mandelstifte in einer Pfanne ohne Fett anrösten.

Schokolade fein hacken und in einer Metallschüssel in einem warmen Wasserbad lang­sam schmelzen lassen, dabei gut rühren. 

Mat­cha­-Teepulver mit einem Quirl gut unter­rühren. Cornflakes, Mandelstifte und die Hälfte der Cranberries gründlich unter die flüssige Scho­kolade mischen, bis alles gut mit Scho­kolade überzogen ist.

Jeweils etwa 1 EL der ­Masse auf Backpapier geben. Die restlichen Cranberries leicht in die feuchte Schoko­lade drücken. Konfekt vollständig abkühlen und fest werden lassen. Kühl aufbewahrt, hält sich das Konfekt ein bis zwei Wochen. 

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Samstag, 1. Januar 2022

Wochenplan in KW 51/21 und 52/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XCIII-XCIV

In den letzten beiden Wochen des zweite Corona-Jahres haben wir kaum selbst gekocht. Wir verbrachten Weihnachten bei Tante in Bayern und wurden bekocht oder waren fremdessen. An den Tagen, an denen wir zu Hause waren, lebten wir aus dem Vorrat. Vorm Urlaub gab's natürlich zuerst das, was weg musste. 

Belegte Brote und Bier.

Eingekauft haben wir dennoch. Schließlich brauchten wir für die Fahrt nach Bayern belegte Brote. Die machte der Gatte, endlich mal wieder. Er ist darin so viel besser als ich. So ging's natürlich zum Bäcker (seitdem ich den Gatten zum Rehasport fahre und die Wartezeit nutze, um beim guten Bäcker einzukaufen, stieg unser Brotverbrauch erheblich). Außerdem waren wir im Discounter, ein paar Angebote, haltbare Lebensmittel für die Rückkehr und Mudderns Lieblingsschokolade kaufen, im Supermarkt, im Einkaufszentrum, im Drogeriemarkt, bei der Apotheke, bei der Packstation.

Die Privat-Bar ist eröffnet.

 Auf dem Weg nach Bayern kauften wir in Hammelburg Wein und Blumen. In München bummelten wir ausführlich durch die Stadt, verzichteten allerdings auf Dallmayr (die Warteschlange reichte bis zum Marienplatz), auf den Viktualienmarkt (die Warteschlangen ...) und einige Klamottenläden (die - du ahnst es). In Dachau waren wir ein paar Mal im Supermarkt und im Discounter. Heiligabend mussten wir zudem in einen Elektromarkt, um Tante Weihnachten mit einer neuen Stereoanlage zu überraschen (es zeigte sich, dass ihre defekt ist), und fürchteten das Schlimmste, aber es war total leer. Die Verkäufer rissen sich geradezu darum, uns zu bedienen. Einzig das Café in dem kleinen Einkaufszentrum war gut besetzt. Übrigens wurde überall 2G akribisch kontrolliert, außer im Dachauer Hotel, wo der Gatte nur für uns beide unterschreiben musste, dass wir geimpft sind, aber niemand einen Nachweis sehen wollte. Allerdings wurden nirgendwo mehr die Kontakte erfasst Das war befremdlich. Wo's ging, checkte ich per Corona-Warn-App ein.

Bei Tante und Schwiegermutter gab's einen Fertig-Eierpunsch, der so grauslich schmeckte, dass ich kurzerhand einen Eggnog improvisierte.

Im Hotel in Dachau waren wir phasenweise die einzigen Gäste, was befremdlich war.  Die Bar im Hotel war coronabedingt geschlossen, so dass wir unsere eigene Bar eröffneten, es uns abends ungestört in der Lobby bequem machten (die Zimmer waren sehr klein und ohne Sitzgelegenheit). Im Vergleich zum Urlaub an der Ostsee im letzten Monat war das recht befremdlich, tobte dort doch das maskenlose Leben, vor allem abends an der Bar. In den bayerischen Hotels wurde hingegen auf das Tragen von FFP2-Masken geachtet und dass nicht mehr als zwei Personen gleichzeitig am Frühstücksbüfett waren. Außerdem lernten wir die bayerischen Büfett-Handschuhe kennen: Man durfte Teller, Besteck und Speisen nur mit Einweg-Handschuhen anfassen. 

Toffee und Schäfchen beim Corona-Test.

In dieser Woche mussten einige Lebensmittel aufgefüllt werden. Das Einkaufen übernahm der Gatte, da ich arbeiten musste. Er entsorgte sogar einen Teil der Pfandflaschen, die sich bei uns mal wieder stapeln. Das alles war sehr anstrengend für ihn, aber er wollte es unbedingt machen, damit ich Silvester nicht morgens um sieben Uhr einkaufen muss, sondern ausschlafen kann. Lieb, aber mir ist ja immer noch wohler, wenn er sich schont ... Ich kann aber auch verstehen, dass er sich nicht mehr schonen mag. Silvester gingen wir dann zu Fuß ins Dorf, um ein paar vergessene Kleinigkeiten zu holen und ein Rezept für Schwiegermutter einzulösen, aber hauptsächlich, weil ich Bewegung brauchte. Mir fehlt aktuell der Sport (und dem Gatten tut die Bewegung auch gut). Dass wir zu Fuß gehen konnten, lag auch am Böllerverbot, denn sonst könnten wir kaum auf die Straße. So genossen (und genießen) wir die Ruhe.

Im Besucherzentrum am Eingang der KZ-Gedenkstätte Dachau gibt es ein Bistro, in dem es u.a. Apfelstrudel gibt. Mich befremden gastronomische Angebote an solchen Orten, aber ich habe mich damit arrangiert (und es ist für die Überlebenden und ihre Angehörigen okay, also passt's).

Vor der Abfahrt war natürlich erstmal das Aufbrauchen frischer Lebensmittel angesagt - oder anders: Es gibt, was da ist. 

Sonnabend sollte es Schupfnudeln mit Roter Bete geben. Wir hatten aber noch reichlich Datteltomaten da, also sollten es Schupfnudeln mit Tomaten und Mozzarella werden. Nur: Die Schupfnudeln waren mau. Also gab's Nudeln mit Tomatensauce und Mozzarella. Die Rote Bete schläft weiterhin im Tiefkühler.

Sonntag gab's Grüne-Bohnen-Suppe. Ich war zudem mittags mit Mudderns essen und genoss endlich mal wieder ein Bauernfrühstück. Das machen wir merkwürdigerweise nie selbst, und so freue ich mich immer, wenn ich es in einem Lokal auf der Karte sehe. Im August kam ich ja drum rum, weil der Gatte einen Tag früher als geplant aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Montag hatte der Gatte noch einen Fertig-Burger. Ich bestellte mir ebenfalls einen Burger und Pommes frites für uns beide.

Dienstag aßen wir in Hammelburg. Eigentlich sollte es in eine Pizzeria gehen (das Hotel-Restaurant hatte leider Ruhetag), aber wir hatten nur wenig Hunger und noch viele Brote, sehr viele Brote. Also aßen wir im Hotel. Das hat übrigens einen Veranstaltungsraum mit einer wunderbaren Küche, so dass ich kurz schwächelte und überlegte, die Kochtreffen wieder aufleben zu lassen. Aber ein, ich bleibe standhaft. Der Orga-Krams wäre mir einfach zu viel. 

Mittwoch wollte Tante auf Wunsch des Gatten ihren Nudelauflauf machen, den der gatte so gerne mag, aber Schwiegermutter, die über Weihnachten und Silvester bei ihr zu Besuch ist, verhängte ihr Kochverbot und kreierte selbst einen Auflauf. Schwiegermutter kann es nicht ab, wenn jemand anderes im Mittelpunkt steht. 

Donnerstag gab's für Tante, Schwiegermutter und mich Fertigfutter in Form von TK-Paella, während der Gatte nochmal Nudelauflauf aß.

Freitag machte Schwiegermutter Schnittchen-Teller - richtige 1970er-Jahre-Klassiker inkl. in Kochschinken eingewickelten Spargel aus dem Glas. 

Sonnabend gab's Kalbsschulter aus dem Ofen mit Röstkartoffeln, Speck-Bohnen und Béarnaise. Von der Kalbsschulter blieb so viel übrig, dass es Sonntag Vitello tonnato gab. 

Haselnussschnitte für den Gatten, Gewürzkuchen für mich (von dem Stück aß ich drei Mal).

Montag übernachteten wir wieder in Hammelburg. Das Hotel-Restaurant hatte wieder Ruhetag, also ging's in die Altstadt. Der Gatte wollte endlich in die Pizzeria, die er aus Bundeswehrzeiten erinnerte, aber fast alle nutzten die Zeit zwischen den Feiertagen zum Schließen. Das Downtown Diner war geöffnet. Es gab also wieder Burger und Fritten.

Burger, Fritten und Bier.

Dienstag gab's Hühnerfrikassee mit Reis - dem Gatten schlug der Reisestress auf dem Magen, da war Schonkost angesagt. 

Mittwoch gab's Plätzli mit Champignon- bzw. Käse-Schinken-Füllung. Damit sind wir dann auch erstmal wieder für eine Weile durch. Früher schmeckten die schlichtweg besser, war auch mehr in der Packung (sechs statt vier Stück).

Donnerstag taute ich Schäufele auf und machte dazu Semmelknödel und Sauerkraut. 

Freitag sollte es Raclette geben, aber der Gatte beschied, keine Lust auf das Gehühnere mit dem kleinen Pfännchen zu haben, und machte aus dem Zutaten kurzerhand einen Auflauf. 

Gebacken wurde nicht. Wir haben reichlich Plätzchen, da auch Tante überraschend buk, und waren öfter beim Bäcker. Zwei Tage brauchte ich Büro-Essen, arbeitete im echten Büro, damit die Kollegen Urlaub machen konnten. Wir hatten in Dachau reichlich Fertig-Sandwiches gekauft, falls wir mittags Hunger bekommen, ich aß meine aber nicht. Die Dinger sind ja so voll mit Konservierungsstoffen, dass sie quasi unkaputtbar sind. Zwei aß ich also mittags im Büro. Zusammen mit Lay's Teriyaki-Chips, von denen ich an einem Abend naschte, brachten sie meinen Magen gehörig durcheinander. Ich bin so viel Fertigfutter nicht gewohnt, zumal die Inhaltsstoffe der Chips mit nicht näher definierten Aromen auf Glutamat hinweisen. 

Ein glückliches neues Jahr! Bleibt zuversichtlich, bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.