Samstag, 18. Dezember 2021

Wochenplan in KW 50/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XCII

Diese Woche war in mehrfacher Hinsicht ein Blindflug: Es gab keine Käseblättchen, wir konnten uns bei der Planung also nicht an den Sonderangeboten orientieren (was wir seit einiger Zeit machen, da wir total ideenlos sind). Der Gatte befand daher, der Tiefkühler könne leer gegessen werden, wodurch wir nur das Übliche, also Milch, Butter, Eier brauchten, und erledigte den Wocheneinkauf kurzerhand selbst. Dann verlegte er den Zettel mit dem Wochenplan, und ich hatte nur Fragmente im Kopf. Schließlich erwischten den Gatte die Nebenwirkungen der Booster-Impfung, konnte er nichts essen. Also wurde mit dem improvisiert, was da ist, und das ist bei uns normalerweise viel.

Wenn der Tee durch Glüh-Gin ersetzt wird ... 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend waren wir noch im Plan: Es gab Rindfleisch mit Kartoffel-Wurzel-Stampf und brauner Sauce. Das Rindfleisch kam aus der Dose, untypisch für uns, aber das ist ein richtiges Kindheitsessen. Wir kennen das Fleisch als "Bundesfleisch". Wir wuchsen beide während des Kalten Krieges auf, und zu bestimmten Zeiten kamen große Mengen dieser Dosen auf den Markt. Unsere Eltern erklärten uns, die hätte der Bund für den Kriegsfall eingelagert und weil es dann doch keinen Krieg gab, wird das Fleisch sehr günstig an die Bevölkerung verkauft. Keine Ahnung, ob das so stimmt, aber Dosenfleisch hat deswegen irgendwie eine beruhigende Wirkung auf mich, weil der erwartete Kriegs- oder Katastrophenfall nicht eintrat. Als Kind kam ich so zum ersten Mal in den Genuss von Truthahnfleisch, damals sehr exotisch für mich. Bei uns beiden gab's Dosenfleisch immer mit Kartoffelbrei und brauner Sauce - beides aus der Tüte bzw. aus der Packung. Ganz so authentisch muss das Kinderessen heute nicht mehr sein: Stampf und Sauce wurden selbstgemacht. Lecker ist das Gericht übrigens noch immer.

Sonntag sollte es Spaghetti Bolognese geben, aber der Gatte kämpfte mit der Immunisierung und konnte nichts essen. Die Bolognese wanderte in den Kühlschrank. Ich machte mir Schnittchen.

Da die Bolognese aufgetaut war, gab's Montag Spaghetti Bolognese. Geplant war Steckrübensuppe.

Dienstag gab's Klopse mit Kartoffel-Wurzel-Stampf. Damit war dann auch der Drei-Kilo-Beutel Wurzeln aus der Vorwoche leer. Aus dem Rest Bolognese wurde eine Sauce.

Mittwoch wünschte sich der Gatte Hühnerfrikassee mit Reis, aß allerdings nachmittags, als wir im Einkaufszentrum waren, eine üppige Portion Burger und Pommes frites, so dass das Abendessen für ihn ausfiel. Für mich gab's ganz frugal - Hüttenkäse. Ich hatte zwar weder Burger noch Pommes zwischendurch, aber dennoch keinen Hunger. 

Es waren noch Klopse da, also gab's die Donnerstag mit Kartoffeln und Kräuterquark.

Freitag gab's wie geplant Schlemmerfilet mit Ofenkartoffeln. 

Eingekauft wurde im Supermarkt und beim Discounter. Als der Gatte wieder fit war, drehte er auch wieder seine üblichen Runden. Außerdem ging's ins Einkaufszentrum, mehrfach in die Apotheke, in den Drogeriemarkt, mehrfach zum Bäcker. Gebacken wurde nicht. Die letzten Stücke Kürbis-Marmorkuchen mit Zimtglasur wurden gegessen, es gab Plätzchen oder der Kuchen kam vom Bäcker.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

Freitag, 17. Dezember 2021

Gnocchi in Salbeibutter

Gnocchi in Salbeibutter ist inzwischen eines meiner Lieblingsgerichte, wenn's schnell gehen soll - also, schnell geht's, sofern fertige Gnocchi da sind. 

Gnocchi in Salbeibutter.

Dieser Beitrag geht rüber zur Freutag-Linkparty. Vielen Dank für's Sammeln!

Gnocchi in Salbeibutter

Zutaten für 2 Portionen:

500 g Gnocchi
3 Stiele Salbei
50 g Butter
Salz
10 g Pecorino oder Parmesan, grob gerieben oder gehobelt
ggf. Pinienkerne, gehackte Mandeln / Haselnüsse, in einer fettfreien Pfanne angeröstet

Zubereitung:

Ich lasse die Salbeistiele immer ganz, denn der Gatte mag zwar den Salbeigeschmack, aber keine Blätter in seinem Essen, und so kann ich den Salbei aus seiner Portion leichter entfernen. Ansonsten Salbeiblätter waschen, abzupfen und klein schneiden. Butter, Salbei und Gnocchi in eine große Pfanne geben, vorsichtig mischen und alles erhitzen, bis die Butter schmilzt. Weiter garen, bis die Gnocchi leicht gebräunt sind. Mit Salz abschmecken.

Gnocchi mit Butter und Salbei auf Teller verteilen, mit Parmesan und ggf. Pinienkernen bestreuen und servieren.

Donnerstag, 16. Dezember 2021

Maultaschen-Brokkoli-Pfanne

Weil wir uns letzte Woche missverstanden, kam der Gatte mit Brokkoli heim. Der musste nun irgendwie mit Maultaschen kombiniert werden, denn die hatte ich en gros gekauft. 

Maultaschen-Brokkoli-Pfanne. 

Ich musste ein wenig improvisieren, da ich zu spät feststellte, dass das ursprünglich geplante Rezept nicht funktionieren würde, und keine Lust hatte, nochmal einkaufen zu fahren. 

Wenn du Maultauschen ohne Fleischfüllung verwendest, ist dieses Gericht vegetarisch bzw. bei entsprechenden Maultaschen und Käse-Ersatz auch vegan.

Maultaschen-Brokkoli-Pfanne

Zutaten für 2 Portionen:

360 g Maultaschen (1 Packung)
1 Brokkoli
3 EL Kokosöl
50 g Walnusskerne
50 g Scamorza oder Bergkäse (bzw. Käse-Ersatz)
Salz
Pfeffer
Schnittlauch

Zubereitung:

Maultaschen nach Packungsanleitung in ausreichend heißem Wasser garen, abtropfen lassen und vierteln oder in drei dicke Streifen schneiden. 

Während die Maultaschen garen, Brokkoli in Röschen abtrennen, den Stiel ggf. schälen und fein würfeln, waschen und Röschen und Stiel in einem Topf mit sprudelnd kochendem gesalzenem Wasser etwa 5 Minuten kochen. Mit einer Schöpfkelle herausholen und in eiskaltem Wasser abschrecken.

2 EL Kokosöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Maultaschen hineingeben und für 2 Minuten von jeder Seite goldbraun braten. 1 EL Kokosöl hinzufügen. Brokkoli in die Pfanne geben und abgedeckt bei mittlerer Hitze für 5 Minuten anbraten. In der Zwischenzeit die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Scamorza auf einer Reibe fein raspeln. Schnittlauch fein hacken.

Maultaschenpfanne mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit gerösteten Walnüssen, Scamorza und Schnittlauch toppen und servieren.

Mittwoch, 15. Dezember 2021

Wurzelsuppe mit Ingwer (vegan)

Die Wochenplanung war in der letzten Woche schnell erledigt, weil der Gatte drei Kilo Wurzeln mitbrachte: Es gab Wurzeln in Variationen.

Wurzelsuppe mit Ingwer (vegan).

Wurzelsuppe mit Ingwer (vegan)

Zutaten für 4 Portionen: 

700 g Wurzeln (Möhren, Karotten)
1 Zwiebel
2 cm Ingwer
20 g Kokosöl
1 EL Currypulver
600 ml Gemüsefond
400 ml Kokosmilch
Salz
Pfeffer
Chiliflocken
ggf. frische Korianderblätter zum Servieren

Zubereitung:

Wurzeln und Zwiebel schälen, Wurzeln in Stücke und Zwiebel in Würfel schneiden. Ingwer schälen und klein hacken.

Kokosöl in einem Topf erhitzen und Wurzeln, Zwiebel, Ingwer ca. 3 Minuten andünsten. Currypulver zugeben und ca. 2 Minuten mit anschwitzen. Mit Gemüsefond und Kokosmilch aufgießen, dabei etwas Kokosmilch zurückhalten. Mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen und etwa 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren, evtl. durch ein Sieb passieren und zurück in den Topf geben. 

Suppe evtl. nochmals abschmecken, mit restlicher Kokosmilch und ggf. Korianderblätter garniert servieren. 

Dienstag, 14. Dezember 2021

Rührei mit Tomaten, Avocado und Schnittlauch

Vorletzten Sonntag hatte ich mal Lust auf ein üppiges Frühstück, zumal gerade Avocado, Roggenbrot und Schnittlauch da waren. Tomaten, Parmesan und Eier sind normalerweise ohnehin immer da. 

Rührei mit Tomaten, Avocado und Schnittlauch.

Rührei mit Tomaten, Avocado und Schnittlauch

Zutaten für 2 Portionen:

½ Bund Schnittlauch
2 Tomaten (alternativ eine gute Handvoll Kirschtomaten)
1 kleine Avocado
2 Scheiben Roggenbrot
1 EL Öl
½ EL Butter
Salz
4 Eier
2 EL Parmesan (gerieben)
Pfeffer

Zubereitung:

Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Von den Tomaten den Stielansatz entfernen, Tomaten klein würfeln. Avocado schälen und den Stein entfernen, Avocado in Scheiben schneiden.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen und das Roggenbrot darin auf jeder Seite etwa eine halbe Minute rösten. Das Brot aus der Pfanne nehmen.

 Öl und Butter in der Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. 4 Eier in einer Schale verquirlen und salzen. In die Pfanne geben und unter Rühren 2 bis 3 Minuten stocken lassen. Mit Parmesan bestreuen und kurz schmelzen lassen. Tomatenwürfel untermischen.

Das Rührei zusammen mit den Avocadoscheiben auf dem Brot anrichten. Mit Pfeffer und Schnittlauchröllchen bestreut servieren.

Montag, 13. Dezember 2021

Maultaschen in Brühe mit Schmelzzwiebeln und Schnittlauch

Vor einem Jahr, als der Gatte schwer erkrankte, ich viel Zeit vor und in Krankenhäusern verbrachte, nur wenig Kraft zum Kochen hatte, entdeckte ich Convenience-Maultaschen, -Schupfnudeln und -Gnocchi für uns. Die sind ratzfatz zubereitet und lassen sich ggf. einfrieren, wenn zu viel gekauft wurde. 

Maultaschen in Brühe mit Schmelzzwiebeln und Schnittlauch.

Dieses Jahr schlug ich wieder zu, als Maultaschen und Co. im Angebot waren. Ein gut gefüllter Vorrat für alle Fälle ist schließlich immer beruhigend.

Dieses Gericht lässt sich mit den entsprechenden Maultaschen sehr leicht vegetarisch oder vegan zubereiten. Wenn du die Maultauschen halbierst und in viel Brühe servierst, hast du eine Vorsuppe. Wir mögen sie als Hauptgericht. 

Maultaschen in Brühe mit Schmelzzwiebeln und Schnittlauch

Zutaten für 2 Portionen (als Hauptgericht) bzw. 4 Portionen (als Vorsuppe):

6 Maultaschen (1 Packung mit 300 - 360g, je nach Sorte)
800 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
3 weiße Zwiebeln, gepellt und in Streifen geschnitten
50 g Butter (alternativ Kokosfett)
1 EL Öl
Salz
Pfeffer
1/2 Bund Schnittlauch, in feine Ringe geschnitten

Zubereitung:
 
Die Brühe zum Kochen bringen und die Hitze reduzieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Maultaschen 8 bis 10 Minuten in der nicht mehr kochenden Brühe garen, bis sie oben schwimmen.

Während die Brühe kocht, Butter bzw. Kokosfett und Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln weich braten, bis sie eine schöne Farbe abgenommen haben. Vorsicht, das dauert länger, als frau denkt. Mit Salz abschmecken.

Die Maultaschen zusammen mit etwas Brühe und den geschmolzenen Zwiebeln auf Teller geben, Schnittlauch darüber streuen und servieren.

Sonntag, 12. Dezember 2021

Pizzaboden mit Maismehl

Im Vorrat ist sehr viel Maismehl, warum auch immer. Etwas davon landete in diesem Pizzaboden, der leider knuspriger wurde als geplant, weil die Hefe nicht so wollte wie ich. 

Für den Gatten wird die Pizza außer mit Gemüse noch mit Salami belegt.

Mir kommt nur Gemüse auf die Pizza.

Pizzaboden mit Maismehl 

Zutaten für 2 Portionen:

100 g Weizenmehl
100 g Maismehl
20 g Hefe
80 ml Milch
3 EL Olivenöl, ggf. auch mehr, je nach Konsistenz des Teigs
1 Prise Salz
1 Prise Zucker

Zubereitungsschritte

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten und zugedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen. Dann nochmal kräftig durchkneten, halbieren und zwei runde Pizzen formen. 

Den Backofen vorheizen. 

Die Pizzen auf mit Backpapier belegte Bleche legen und nach Wunsch belegen (Pizzatomaten / Tomatenmark, Tomaten, Paprika, Oliven, Thunfisch, Salami, Kräuter, Mozzarella - was immer dir schmeckt). Im vorgeheizten Ofen bei 220°C Unter- und Oberhitze in ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Samstag, 11. Dezember 2021

Wochenplan in KW 49/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XCI

"Das ist ja ein richtiges Glühweinglas vom Weihnachtsmarkt!", stellte der Gatte glücklich fest, als wir Mittwoch den nachmittäglichen Tee durch Glühwein ersetzen, weil er durchgefroren nach Hause kam. "Ich weiß sogar noch, von welchem Weihnachtsmarkt das Glas ist: Von dem am Jungfernstieg!" "Stimmt, und da waren wir nach der Chanukka-Feier an der Alster." "Das war vor Corona, nich?" 

Ja, das war vor Corona, wie so vieles. Wir gehen jetzt ins dritte Corona-Jahr, und ich bezweifle inzwischen, dass es eine Zeit nach Corona geben wird. Nun, nützt ja nix.

Mal wieder mit dem Gatten richtig konditorn gehn.

Dieser Wocheneinkauf hätte eigentlich schnell erledigt sein können: Der Gatte verstand mich miss und besorgte letzte Woche nicht nur Pralinen und ein paar Non-Food-Artikel aus dem Wochenangebot eines Discounters, sondern auch 3 Kilo Wurzeln, einen Brokkoli und ein Netz Avocados. Normalerweise hätten wir überlegt, ob wir anhand der Wochenangebote diverser Supermärkte und Discounter etwas benötigen, aber so waren Fakten geschaffen: Diese Woche gibt's Wurzeln satt, Brokkoli und Avocados. Außerdem waren noch Maultaschen und Gnocchi von meiner letzten Schnäppchen-Eskalation im Vorrat. So brauchten wir neben dem Üblichen (Milch, Butter) eigentlich nur Schnittlauch. Es wurde natürlich doch mehr.

Die Schnäppchen-Avocados fand ich übrigens ausgesprochen ärgerlich. Ich kaufe ohnehin selten Avocado, weil ihr Anbau sehr viel Wasser verschlingt, und seitdem es zum Beispiel bei Edeka mit Wachs überzogene Früchte gibt, kaufe ich lieber die, da sie länger halten. Sie sind zwar teurer, halten aber sehr viel länger. Von dem Netz mit sechs Früchten, die der Gatte für einen Euro kaufte (was für ein unmöglicher Preis!) waren binnen vier Tagen eine verschimmelt und vier innen braun. Was für eine Verschwendung!

Diesen Wocheneinkauf erledigten wir am Freitag bei Edeka. Eigentlich wären wir schnell durch gewesen, weil wir ja nur wenig brauchten, aber der Gatte schwächelte. Zudem war der Laden zur frühen Mittagszeit proppenvoll, wie die die Straßen insgesamt. Wir vermuten, es lag daran, dass ab dem kommenden Tag im Einzelhandel 2G gilt. Darunter fallen zwar nicht Lebensmittelgeschäfte und andere Geschäfte für den täglichen Bedarf, aber das war einigen wohl nicht klar. Dafür war der Wocheneinkauf ausgesprochen günstig, brauchten wir doch nur Schnittlauch und Kokosmilch. Alles andere war im Vorrat.

Außer zum Supermarkt ging's mehrfach zum Bäcker, zur Apotheke, drehte der Gatte seine Runden, u.a. mit seiner Mutter im Einkaufzentrum. Einkaufen unter 2G-Bedingungen ist schon ein Erlebnis. Das Einkaufszentrum entschied sich für ein Bändchensystem, aber dennoch gab's vor den Geschäften lange Schlangen, zeigten sich Inhaber und Verkäufer, mit denen der Gatte ins Gespräch kam, besorgt. 

Diese Woche ergab sich auch unser gemeinsamer vorweihnachtlicher Stadtbummel, der im letzten Jahr aufgrund der Erkrankung des Gatten ausfallen musste. Der Gatte fühlte sich fit genug, mit dem HVV zu einem Termin zu fahren, beschloss, danach in die Stadt zu fahren, und nach meinem Feierabend trafen wir uns dort. So schön die weihnachtlich beleuchtete Stadt auch ist, ein Bummel unter 2G-Bedingungen ist nicht schön. 

Aber der Gatte war in seinem Lieblingsladen, freute sich, dass ich ihm World of Candy zeigte (prompt mussten Ding Dongs* mit) und bekam endlich eine Lotsenmütze beim einzig wahren Mützenmacher. Den Wackeldackel hat er schon für die Hutablage, fehlt also nur noch die umhäkelte Klorolle. Danach ging's zum Konditorn ins Arkaden-Café, das zur besten Kaffeezeit proppenvoll war mit Gruppen von weiblichen Stammgästen, und das der Gatte noch nicht kannte. 

Im hiesigen Einkaufszentrum tendiert man übrigens dazu, Impfnachweise oder Impfpässe nicht mehr anzuerkennen, da zu viele Fälschungen kursieren. Wer kein Smartphone hat, muss auf die teure "Immuncard" ausweichen, ist abgehängt, wenn er sich die nicht leisten kann. Und da die "Immuncard" nicht aktualisiert werden kann, braucht es nach jeder Auffrischungsimpfung eine neue. Da machte eine Firma ordentlich Reibach.

Unser Plan für die zweite Dezemberwoche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Currywurst und Pommes frites, nachdem der Gatte noch einen Beutel im Keller-Tiefkühler fand. Den Tiefkühler will er eigentlich schon länger leer bekommen, um ihn abschalten zu können, aber irgendwas ist ja immer. Von Wurst und Sauce blieb eine Portion übrig, die in den Tiefkühler wanderte - wie gesagt, er soll eigentlich leer werden ... 

Sonntag kochte ich Wurzelsuppe mit Ingwer. Dazu gab's Schnittchen.

Montag gab's den süß-sauren Wurzelsalat, den der Gatte so mag, mit Hähnchenbrust. Netterweise machte der Gatte den Salat nicht ganz so sauer wie sonst, so dass er auch mir schmeckte. Eine Salatportion blieb als Mittagessen für den Gatten übrig.

Dienstag wollte ich Maultaschen mit Brokkoli und Apfelsinenfilets machen. Da wären wir auch noch eine Fertig-Hollandaise aus dem Vorrat los geworden. Für's Gericht wäre eine frische okay gewesen, denn die fertige hat ihre Berechtigung allenfalls zum Überbacken, aber der Vorratsschrank ist ja immer noch voll. In meiner üblichen Verpeiltheit übersah ich allerdings, dass die Maultaschen mit dem Brokkoli gefüllt wurden. Ich hingegen hatte fertige Maultaschen. Die kamen dann samt Brokkoli in eine Maultaschen-Pfanne.

Mittwoch machte ich Wurzel-Spinat-Curry. Diesmal dachte ich sogar an die Rosinen. Die vergaß ich zum Leidwesen des Gatten nämlich beim letzten Mal. Den Würzreis mache ich inzwischen übrigens mit Advieh*, einer persischen Gewürzmischung, die gut passt.

Donnerstag gab's Gnocchi in Salbeibutter.

Freitag gab's wieder Wurzel-Spinat-Curry, diesmal mit einer Banane für eine fruchtige Note.

Diese Woche war bis auf Sonnabend und Montag endlich mal wieder vegetarisch. Suppe und Curry waren sogar vegan. 

Gebacken wurde nicht. Entweder gab's Kuchen vom Bäcker oder Weihnachtsplätzchen.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf. 

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