Donnerstag, 12. Januar 2023

Kochen ohne Tüte: Muschelnudeln mit Ricotta-Spinat-Füllung

Bei diesem Gericht verzichte ich auf eine fixe Tüte mit folgenden Zutaten:
57% Tomatenmark, Zucker, Branntweinessig, Sonnenblumenöl, 4,5% Tomaten, Meersalz, Knoblauchpüree, Maisstärke, Knoblauch, Kräuter (Thymian, Oregano, Petersilie, Rosmarin), rote Paprika. 
Gut, die Stärke macht Sinn, um die Sauce zu binden, aber alles andere gibt man ohnehin frisch dazu oder kann es dazu geben.

Muschelnudeln mit Ricotta-Spinat-Füllung.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Muschelnudeln mit Ricotta-Spinat-Füllung

Zutaten für 4 Portionen:

250 g Muschelnudeln
500 g passierte Tomaten
20 g Tomatenmark
3 TL Olivenöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
350 g Blattspinat (TK-Ware aufgetaut)
250 g Ricotta
30 g Cashewkerne
50 g Parmesan, fein gerieben
Salz
Pfeffer
4 Stängel Thymian
3 Stängel glatte Petersilie
3 Stängel Rosmarin

Zubereitung:

Muschelnudeln nach Anweisung auf der Packung kochen und abgießen. Nebeneinander auf einen Teller oder eine Platte legen, damit sie nicht zusammenkleben oder wieder in den Topf geben, mit etwas Olivenöl übergießen und vorsichtig umrühren.

Während die Nudeln kochen, Thymian und Rosmarin fein hacken und mit den passierten Tomaten, Tomatenmark und 1 TL Olivenöl verrühren. Alternativ die Zweige in die Sauce geben und vor dem Servieren entfernen. Die Mischung in eine ca. 25x30 cm große Auflaufform gießen.

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Blattspinat  waschen, die groben Stiele abschneiden und die Blätter in Streifen schneiden (bei TK-Spinat ist das nicht notwendig). In einer Pfanne Olivenöl heiß werden lassen. Zwiebel und Knoblauch andünsten. Blattspinat zugeben und zusammenfallen lassen. 

Cashewkerne hacken und mit zwei Drittel des Parmesans, Ricotta und Spinat mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und abschmecken. Die Muschelnudeln mit der Masse füllen und nebeneinander in die Tomatensauce in der Auflaufform setzen. Im Backofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 25 Minuten backen. Petersilie fein hacken, mit dem geriebenen Parmesan vermischen, über die Nudeln streuen und
servieren.

Mittwoch, 11. Januar 2023

Kochen ohne Tüte: Kräuter-Kartoffelpüree mit Parmesan-Bohnen

Bei diesem Rezept verzichte ich auf keine fixe Tüte, sondern auf eine Flüssigwürze mit folgenden Zutaten:
pflanzliches Eiweiß, biologisch aufgeschlossen (Wasser, Weizenprotein, Salz), Wasser, Aromen (mit Weizen), Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat, Dinatriuminosinat), Salz, Zucker. 

Es gibt Menschen, die können nicht ohne, und auch in unserer Küche wohnt eine Flasche dieser "deutschen Sojasauce", weil der Gatte sie schätzt, aber für ein Kartoffelpüree brauchts das nun wirklich nicht. Im Sommer hätte ich die Kräuter stattdessen um Liebstöckel ergänzt, aber jetzt im Winter ist das Kraut auf dem Balkon im Winterschlaf. 

Kräuter-Kartoffelpüree mit Parmesan-Bohnen.

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Kräuter-Kartoffelpüree mit Parmesan-Bohnen

Zutaten:
 
500 g grüne Bohnen (TK-Ware aufgetaut)
3 Zweige Rosmarin
1 EL Olivenöl
80 g Parmesan
1 kg Kartoffeln, gerne mehligkochend
2 Knoblauchzehen
5 Stängel Petersilie
5 Zweige Thymian
80 g Butter
200 ml Milch
etwas Muskatnuss, frisch gerieben
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. In einen Topf mit Salzwasser geben und gar kochen.

Grüne Bohnen waschen und putzen. Parmesan hobeln. Bohnen in einer Schüssel mit 1 EL
Olivenöl, Rosmarinzweigen und einer Prise Salz mischen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Parmesanhobel darauf geben. Im Backofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 10 – 12 Minuten garen bzw. überbacken.

In der Zwischenzeit für die Kräuterbutter Knoblauch pressen. Petersilie und Thymian waschen, trocken schütteln und fein hacken. In einer Pfanne Butter mit Knoblauch und Kräutern schmelzen.

Kartoffeln abgießen. Kräuterbutter und Milch zugeben und stampfen. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen mit den Parmesan-Bohnen servieren.

Dienstag, 10. Januar 2023

Käse-Gewürz-Cracker als Glücks-Cracker für Silvester und Neujahr

Am letzten Tag des Jahres wurde nach langer Zeit mal wieder gebacken. Wir waren Neujahr bei Schwiegermutter und Tante zu einem Imbiss eingeladen, zu dem ich ein paar herzhafte Cracker mitbrachte, quasi die herzhafte Version der Glücksklee-Kekse aus dem ersten Corona-Jahr.

Käse-Gewürz-Cracker in Form von Glückssymbolen.

Der Teig ist herrlich butterblättrig, fast wie Blätterteig. 

Ommas Ausstecher für Weihnachtsplätzchen kommen wieder zum Einsatz.

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Gleich geht's in den Backofen.

Käse-Gewürz-Cracker für Silvester und Neujahr

Zutaten für ca. 2 Backbleche

Für den Teig:
100 g weiche Butter 
100 g Sahne
1 Ei
100 g geriebenen Käse (je nach Geschmack würzigen Bergkäse, milden Gouda oder was du magst)
250 g Mehl
1 TL Backpulver
1 1/2 TL Salz

Außerdem:
1 verquirltes Eigelb (Tipps zur Verwendung des Eiweißes findest du hier)
Gewürze und Samen wie Kümmel, Sesam schwarz*/weiß, Schwarzkümmel*, Tomatenflocken*, Hibiskussalz*

Zubereitung:

Butter schaumig schlagen, dann Ei und Sahne unterrühren. Geriebenen Käse, Mehl, Backpulver und Salz dazugeben und alles zu einem Teig verarbeiten. 

Teig etwa für mindestens eine Stunde kühlstellen, dann auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder zwischen Backpapier / Folie eher dick ausrollen und Plätzchen ausstechen. 

Die Cracker auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und mit dem verquirlten Eigelb bestreichen. Mit Mohn, Sesam o.ä. bestreuen und bei 180°C (Ober- / Unterhitze) ca. 12 Minuten backen, bis die Cracker goldgelb sind.

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Montag, 9. Januar 2023

Mandarinencreme

Wir hatten zu viele Mandarinen, und Sirup wollte ich nicht machen, denn die Flaschen sollen möglichst leer umziehen, mir fehlte die Zeit zum Sterilisieren usw. Ein paar Mandarinen kamen in einen Obstsalat, aber es waren noch genug für dieses Dessert übrig. 

Mandarinencreme.

Mandarinencreme 

Zutaten für 6 Portionen 

300 g Naturjoghurt
200 ml Sahne
100 g Zucker (bei frischen Mandarin kann es auch etwas mehr Zucker sein)
4-6 Blatt Gelatine
300 g Mandarinen
125 ml Mandarinensaft

Zubereitung:

Mandarinen sorgfältig schälen, putzen, in Stücke schneiden und je nach Geschmack etwa 30 Minuten in Mandarinenlikör marinieren. 

Etwa sechs Esslöffel Mandarinen beiseite stellen. Den Rest mit Mandarinensaft, Joghurt und Zucker verrühren. Die Gelatine nach Packungsanweisung verarbeiten und unter die Mandarinen-Mischung ziehen. Die Creme in Gläser oder Schälchen abfüllen und für etwa 30 Minuten kaltstellen. 

Sahne steif schlagen und unter die Mandarinencreme heben.

Zwei bis drei der übrigen Mandarinenstücke auf dem Boden jedes Glases geben, dann die Mandarinencreme darauf verteilen. Die Gläser bis zum Servieren für mindestens drei bis vier Stunden oder über Nacht kalt stellen. Vor dem Servieren die restlichen Mandarinen auf den Gläser verteilen (ggf. mit etwas Mandarinenlikör).

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Samstag, 7. Januar 2023

Wochenplan in KW 1/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CXLVII

Anders als der Einkauf für die Weihnachtswoche war der für die erste Woche des neuen Jahre sehr anstrengend. Freitag Nachmittag waren für meinen Geschmack zu viele Menschen unterwegs. Gegen 15 Uhr waren beim poshen Edeka gerade noch 10 von 100 Parkplätzen frei. Das Geschäft war rappelvoll. Wir hatten Glück und ergatterten die letzte Packung Käse-Fondue. Beim Bäcker gab's kein Meterbrot mehr, aber wir mussten eh noch ins große Einkaufszentrum, wo sich ein Bäcker mit Meterbroten fand. Leider mussten wir im Einkaufszentrum auch zum Delikatessenstand, weil wir den Großteil des Einkaufs für das Neujahrsessen bei Schwiegermutter übernahmen. Die Schlange vor dem Stand ging einmal durch die Markthalle ... Während ich anstand, jagte der Gatte Meterbrot und suchte sich anschließend eine Sitzgelegenheit, bis wir an der Reihe waren. Für den Wocheneinkauf ging's auch noch zum Discounter.

Erschreckend war die Nachfrage nach Feuerwerk, das rasch ausverkauft war. Hier begann mit Verkaufsstart der Böllerterror. Den haben wir in den ersten beiden Corona-Jahren nicht vermisst. Dieses Silvester war es wieder wie vor Corona undenkbar, zu Fuß ins Dorf zu gehen oder Neujahr zu Schwiegermutter. Beide Wege führen an Böllerstrecken entlang, und Böller, die mir vor die Füße geworfen werden, mag ich noch weniger als die, die auf mein Auto geworfen werden.  

Im Laufe der Woche waren wir dann noch beim Drogeriemarkt und beim Bäcker, drehte der Gatte seine Touren. Da der Gatte momentan alles kauft, was ihm vor die Füße fällt, versuche ich wieder mal, möglichst viele Vorräte zu verbrauchen. Der aufmerksame Gatte, der, seitdem er verrentet ist, lieber Butter als Margarine isst, achtet sehr genau auf die Butterpreise und bringt immer welche mit, wenn das Pfund unter 2 Euro kostet. Da er nicht im Kopf hat, wieviel Butter im Kühlschrank ist, lebt aktuell viel Butter im Tiefkühler ...   

Diese Woche fielen mir wieder einige Preissteigerungen auf. So wurde der HVV teurer, liegt der Benzinpreis wieder bei 2 Euro, wurde der Barbier des Gatten teurer. 

Silvester gab's Käse-Fondue.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Käse-Fondue. Da wir zu viele Mandarinen hatten, machte ich zudem eine Mandarinencreme. Ich hätte auch Sirup daraus machen können, aber dazu fehlt mir aktuell die Kraft.

Sonntag waren wir zu einem Neujahrsimbiss bei Schwiegermutter und Tante. Ich brachte zusätzlich zum Einkauf herzhafte Cracker und Mandarinencreme mit. 

Montag gab's Kartoffelpüree mit Parmesan-Bohnen und Bratwurst. Damit wurde der angebrochene Beutel TK-Bohnen fast verbraucht.

Dienstag füllte ich Muschelnudeln mit einer Spinat-Ricotta-Creme. Damit wurde die angebrochene Flasche Tomatensaft von der Paprika-Hack-Pfanne aus der Vorwoche verbraucht.  

Mittwoch gab's wieder Kartoffelpüree mit gratinierten Bohnen und Bratwurst.

Donnerstag kamen die Muschelnudeln mit Spinat-Ricotta-Creme auf die Baustelle und wurden dort aufgewärmt.

Freitag gab's Ofen-Fisch mit Salat

Diese Woche wurde auch mal wieder gebacken. Neben den Crackern gab's einen Mandarinenkuchen. Über Too good to go wurde nichts geholt. Die Mittagspausen bestritt ich mit den Resten des Neujahrsessens in Form von Dips wie Hummus und Guacamole und Meterbrot bzw. Gurkensticks und Kirschtomaten, und für Brot ging's zum Bäcker. In den Überraschungstüten sind ja oft auch Brötchen, die ich normalerweise einfriere, wenn wir sie nicht sofort essen, aber die Tiefkühler sind gerade übervoll ... Die Festtagstüten hätten mich gereizt, versprechen sie doch Weihnachtsschnobkarm, aber auch da haben wir reichlich. Bei den Too good to go-Angeboten war auch diese Woche noch deutlich die Ferien- bzw. Urlaubszeit zu merken. Angebote, die oft binnen Minuten weg sind, waren teilweise noch nach Stunden zu haben.

Bleibt zuversichtlich, bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.  

Dienstag, 3. Januar 2023

Kochen ohne Tüte: Spätzle-Hähnchen-Topf

Convenience-Produkte aus dem Kühlregal wie Spätzle, Gnocchi, Maultaschen und Pasta sind aktuell mal wieder hoch bei mir im Kurs, weil ich situationsbedingt nur wenig planen kann. Sie lassen sich problemlos einfrieren, wenn sie sich dem MHD nähern, und sind selbst tiefgefroren schnell zur Hand, wenn sich die Lage mal wieder änderte.

Hübsch monochrom: Spätzle-Hähnchen-Topf.

Angesichts des Umstandes, dass wir nicht nur Lebensmittel zwischen Baustelle und Wohnung hin und her schleppen, sondern auch Gewürze, wäre so eine fixe Tüte natürlich verführerisch. Da ich aber weiß, dass die Gewürze und Kräuter in den Tüten nur in mikroskopischen Dosen vorhanden sind, steht das nicht zur Debatte. Statt weiterhin Gewürzgläser mitzuschleppen, sollte ich endlich mal die gängigen Gewürze und Kräuter für die Baustellenküche abfüllen oder einfach neu kaufen ... 

Ich verzichte auf eine fixe Tüte mit folgenden Zutaten:
Kartoffelstärke, Weizenmehl, Jodsalz (Salz, Kaliumjodat), Zucker, Gewürze (3,8% Zwiebeln, Knoblauch, Pfeffer), natürliches Aroma, geräucherter Speck (Speck, Salz, Rauch), Palmfett, Kräuter (Petersilie, Thymian), Salz, Milchzucker, Paprikaöl, Milcheiweißerzeugnis, Würze (aus Weizen).
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Spätzle-Hähnchen-Topf

Zutaten für 4 Portionen:

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
250 g Champignons
1 Öl
500 g Hähnchenbrust
1 EL Speck
Thymian, frisch oder getrocknet
500 g Spätzle (vom Vortag oder aus dem Kühlregal)
300 ml Wasser oder Gemüsebrühe
200 ml Schlagsahne
Salz
Pfeffer
Muskatnuss, gemahlen
ggf. etwas Stärke

Zubereitung: 

Zwiebel und Knoblauchzehe pellen und fein würfeln. Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Hähnchenbrust in Streifen schneiden.

In einer Pfanne Öl heiß werden lassen. Zwiebel, Knoblauch, Speck und das Hähnchenfleisch darin anbraten. Champignons zugeben und mitbraten. Mit Wasser oder Gemüsebrühe ablöschen. Thymian und Spätzle zugeben und zugedeckt bei geringer Wärmezufuhr ca. 8 Minuten kochen, bis die Spätzle gar sind. Gelegentlich umrühren. Sahne dazugeben und heiß werden lassen. Ist die Sauce zu dünn, mit Stärke binden. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Dazu schmecken Worcestershire Sauce* und ein frischer Salat. 

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Samstag, 31. Dezember 2022

Wochenplan in KW 52/22: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CXLVI

Bei der Wochenplanung wusste ich noch nicht, wie ich den Wocheneinkauf wuppen sollte, aber durch die Mandelentzündung war ich unerwartet eine Woche zu Hause. Als ich fit genug war, um ein paar Stunden wach zu sein, begleitete mich der Gatte bei der ersten Hälfte des Einkaufs. Die zweite erledigte ich am 23. Dezember morgens um halb acht - das war in der lindgrünen Hölle erstaunlich entspannt. Der Discounter war so gut wie leer. Beim gegenüberliegenden Supermarkt standen sich Ware einräumende Verkäufer und verpeilte Kunden im Weg, aber auch hier war die Stimmung gelassen, begrüßte man sich mit Namen. In nicht mal einer halben Stunde war ich mit allem durch, inkl. Suchen, weil ich mich beiden Märkten noch nicht so richtig auskenne.

So kann man einen Falafel-Teller auch servieren. Über die Pizzen schweigen wir lieber. 

Im Laufe der Woche wurden noch Champignons gekauft - die aus dem Angebot im Supermarkt waren aus, und die zum regulären Preis waren mir zu teuer. Außerdem ging's mehrfach zum Bäcker, besorgte der Gatte Angebotsware und kaufte die Food-Abteilung der Metro leer. Angesichts der Anzahl der Flaschen, mit denen er zurückkam, muss er gedacht haben: Champagner ist 40% teurer als im Vorjahr? Ach, egal! Der Tiefkühler ist zudem dank seiner Spontankäufe mehr als voll, und die sparsame Hausfrau in mir, die weiß, dass sie einen Baukredit abzahlen, eine Haussanierung finanzieren muss, läuft Amok ... 

Als ich diese Woche etwas bei Amazon* bestellen musste, weil ich keinen Plan hatte, wo sonst ich Knisterfolie und Urinalsiebe kaufen könnte und nach einer Woche Suche in den Geschäften in der Nähe schlichtweg keine Lust mehr hatte, weiter zu suchen, stellte ich fest, dass es sich anscheinend lohnt, in die lindgrüne Hölle und somit in die Nähe eines Amazon-Auslieferungslagers umzuziehen: Bestellungen, die ins alt-neue Haus geliefert werden sollen, kommen zwei Tage früher an als Bestellungen nach Hamburg. 

Situationsbedingt war dies eines der merkwürdigsten Weihnachtsfeste, die wir je hatten. Heiligabend waren wir noch auf der Baustelle, kamen erst im Laufe des Tages zurück und waren dann platt. Der Gatte wird einfach seinen grippalen Infekt nicht los (hoffen wir mal, dass es wirklich nur der grippale Infekt ist), und ich bin einfach grunderschöpft. Zum Glück hatten wir schon früh beschlossen, wenig Aufwand zu treiben. So standen viele Vorräte auf dem Wochenplan.

Unser Plan für die letzte Woche des Jahres 2022.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Avocado mit Shrimps

Sonntag fand zum ersten Mal seit Schwiegermutters Umzug wieder das traditionelle Weihnachtsessen bei ihr statt, diesmal in ihrer Wohnung in der Seniorenwohnanlage. Auch, wenn es viel einfacher abläuft als früher in ihrem Haus, machte sie sich doch viel Stress. Ich versuchte, ihr etwas abzunehmen, weswegen wir das NT-gegarte Roastbeef mitbrachten. Sie sorgte gemeinsam mit Tante für die Beilagen in Form von Speckbohnen und Sellerie-Kartoffel-Püree und für das Dessert. Sie entschuldigte sich, dass das Tiramisù, das sich der Gatte wünschte, gekauft war, denn es selbst zu machen, wäre zu viel für sie gewesen. Das gekaufte war völlig okay, aber es wäre auch in Ordnung gewesen, hätten wir das Tiramisù mitgebracht. Das macht sich ja quasi von selbst. Nur wusste ich nichts vom Wunsch des Gatten ... 

Ich war nicht sicher, ob vom Roastbeef Reste übrigblieben und setzte für Montag Paprika-Hack-Pfanne auf den Plan. Die Paprika waren noch von der Vorwoche übrig und Hack wohnt normalerweise immer im Tiefkühler. Es gab Roastbeef mit Sellerie-Kartoffel-Püree. Ich wollte noch Speckbohnen dazu machen, was der Gatte aber zu aufwändig fand - schließlich soll ich mich erholen. Montag wurde auch mal wieder Paniermehl hergestellt. Das mache ich in der Regel selbst.

Dienstag setzte ich Fischbrote auf den Plan. Es gab Paprika-Hack-Pfanne.

Mittwoch gab's Spätzle-Hähnchen-Topf.

Donnerstag fuhren wir mit Schwiegermutter und Tante in die lindgrüne Hölle, um ihnen das alt-neue Haus und unserer neue Heimat zu zeigen. Mittags waren wir fremdessen, und dementsprechend gab's abends nur noch eine Kleinigkeit.

Freitag gab's wieder Spätzle-Hähnchen-Topf, diesmal mit einem Tomatensalat dazu. 

Gebacken wurde wieder nicht. Ich überlegte kurz, denn Weihnachten wäre Zeit gewesen, aber wie vermutet, buken Schwiegermutter und Tante Kekse, die wir Weihnachten bekamen. Außerdem waren reichlich Stollen und Weihnachtssüßigkeiten da. Über Too good to go wurde ebenfalls nichts geholt. Es gab zwar reichlich Gelegenheiten, denn durch die aktuelle Urlaubszeit war die Nachfrage oft gering, aber wir brauchten schlichtweg nichts. Ich schaffte es sogar, mir Obstsalat mit Joghurt für die Mittagspausen mitzunehmen. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.  

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Dienstag, 27. Dezember 2022

Kochen ohne Tüte: Rosenkohl-Lasagne

Warum man eine Tüte "Ideen vom Wochenmarkt" benamst, dann aber Rezeptideen mit TK-Gemüse veröffentlicht, muss ich nicht verstehen. In der Saison gibt es problemlos frischen Rosenkohl, und außerhalb der Saison gibt es so viel mehr Gemüse-Angebote als jetzt im Herbst und Winter, dass selbst Rosenkohl-Liebhaber problemlos darauf verzichten können. 

Rosenkohl-Lasagne.

Bei diesem Gereicht verzichte ich auf ein Fix mit folgenden Zutaten:

36,6% Tomaten, Gewürze (Zwiebeln, Paprika, Knoblauch, Pfeffer), Kartoffelstärke, Zucker, Meersalz, Karotten, 2 % Kräuter (Oregano, Rosmarin, Thymian), Sonnenblumenöl.

Da ist nichts "Schlimmes" drin, nur braucht es die Tüte einfach nicht. Inzwischen ist sie auch schon nicht mehr im Angebot.

Mit der Tüte verzichtete ich auch auf eine Tomatensauce. Mir war eher nach einer Becher Mehl Béchamel. 

Dieser Beitrag geht rüber zu Dings vom Dienstag, Handmade on Tuesday und Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Rosenkohl-Lasagne

Zutaten für 4-6 Portionen:

Für die Béchamel-Sauce:
50 g Butter
50 g Mehl
550 ml Milch
Salz
Pfeffer
Muskatnuss, frischgemahlen
1-2 Zweige Oregano (ansonsten getrocknet)
1 Zweig Rosmarin (ansonsten getrocknet)
1-2 Zweige Thymian (ansonsten getrocknet)

Für die Lasagne:
450 g Rosenkohl
1 Zwiebel
250 g Champignons
Öl
125 g Ricotta
6 Blätter Lasagne (je nach Größe der Auflaufform ggf. mehr)
250 g Mozzarella

Zubereitung:

Für die Béchamel in einem größeren Topf die Butter zerlassen, dann das Mehl einrühren. Mit Milch ablöschen, dabei kräftig rühren, damit sich möglichst keine Klümpchen bilden. Die Sauce zum Kochen bringen, dann bei schwacher Hitze etwa 5 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Rosenkohl waschen, putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Zwiebel pellen und fein würfeln. Champignons waschen, putzen und in Scheiben schneiden. 

Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel darin glasig dünsten, dann die Champignons dazu geben und Farbe nehmen lassen. 

In die Béchamel Ricotta, Rosenkohl und die Zwiebel-Pilz-Mischung einrühren. In eine Auflaufform etwas von der Béchamel geben, dann Lasagneplatten und Sauce im Wechsel schichten. Mit Sauce abschließen. Mozzarella in dünne Scheiben schneiden und auf der Lasagne verteilen. 

Bei 170°C (Umluft) etwa 30 Minuten backen, bis der Käse zerlaufen und goldbraun ist.