Donnerstag, 19. Februar 2026

Butter Chicken aus dem Ofen

Ich bin ja bekennende faule Hausfrau. Bevor ich ein Gericht auf dem Herd zubereite, gucke ich sicherheitshalber, ob es sich nicht auch im Ofen zubereiten lässt. Ich muss dann nicht am Herd stehen und kann die Zeit anders nutzen - strickend und um den Gatten trauernd im Sessel sitzen, zum Beispiel. 

Butter Chicken aus dem Ofen.

Dieser Beitrag geht rüber zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Butter Chicken aus dem Ofen

Zutaten für 2 Portionen:

Zutaten für das Fleisch und die Marinade:
1 Hähnchenbrustfilet (ca. 500 g)
Paprikapulver, edelsüß
1 EL Limettensaft
Salz
150 g Joghurt
Cayennepfeffer
Garam Masala
1 Knoblauchzehe, gepellt und fein gehackt
Ingwer, gerieben, Menge nach Geschmack

Zutaten für die Sauce:
4 EL Butter
1 Zwiebeln
400 g passierte Tomaten (eine Dose) 
Zimt
Salz
Cayennepfeffer
Ingwer, gerieben, Menge nach Geschmack
1 Knoblauchzehe, gepellt und fein gehackt
1 EL Honig
200 g Sahne
einige Korianderblätter, fein gehackt

Zubereitung:

Am Vortag das Fleisch in Stücke schneiden. Aus Paprikapulver, Limettensaft, Salz, Joghurt, Cayennepfeffer, Garam Masala, Ingwer und Knoblauchzehe eine Marinade herstellen. Das Fleisch mit der Marinade mischen. Über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, dann herausnehmen und in eine Auflaufform geben. Bei 180°C (Umluft) für 25 Minuten im Ofen garen.

Währenddessen für die Sauce die Zwiebel pellen, klein hacken und in 2 EL Butter glasig anschwitzen. Die passierten Tomaten, Zimt, Salz, Cayennepfeffer, Ingwer und Knoblauchzehe hinzugeben. Alles 20 Minuten mit Deckel und bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Nun die restlichen 2 EL Butter, Honig und Sahne hinzufügen und noch etwas köcheln lassen. Das Fleisch aus der Marinade nehmen, in die Sauce geben, kurz umrühren und kurz mitköcheln lassen. Mit Korianderblätter bestreuen und servieren.

Dazu passen Reis oder Naan.

Mittwoch, 18. Februar 2026

Lebkuchen-Brownies

Diese Brownies buk ich zum Stricktreffen im Dezember, aber angesichts der aktuellen Schneemassen passen sie immer noch. 

Ein Teller mit weihnachtlich dekorierten Lebkuchen-Brownies.

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Lebkuchen-Brownies

Zutaten für eine rechteckige Form (ca. 28 x 18 cm):

etwas Fett oder Backpapier für die Form
150 g Zartbitter-Kuvertüre (oder Schoko-Reste von Weihnachten)
100 g Butter 
120 g brauner Zucker
75 g Honig
100 g Orangeat
150 g Weizenmehl
2 gestr. TL Backpulver
2 TL Lebkuchengewürz
2 Eier 
2 EL Milch
100 g gehackte Mandeln

Zum Verzieren:
ca. 125 g Puderzucker, in etwas Zitronensaft aufgelöst
Allerlei dekoratives Zuckerzeugs

Zubereitung:

Für den Teig Kuvertüre, Butter, Zucker und Honig in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen, bis Fett und Kuvertüre geschmolzen sind. Die Masse etwas abkühlen lassen.

Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie zu durften beginnen.

Orangeat fein hacken und mit den Mandeln beiseite stellen. Mehl mit Backpulver und Lebkuchengewürz in einer Rührschüssel vermischen. Übrige Zutaten hinzufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Orangeat und Mandeln kurz unterrühren. Teig in der Form glatt streichen. Form auf dem Rost in den Backofen schieben und bei 160°C (Umluft) etwa 22 Minuten backen (Stäbchenprobe). Kuchen in der Form auf einem Kuchenrost erkalten lassen.

Den Brownie mit Puderzuckerguss verzieren und das dekorative Zuckerzeugs so darauf verteilen, dass sich etwa 12 gleichgroße Stücke ergeben. Nachdem der Guss fest ist den Kuchen aus der Form lösen und  in etwa 12 gleich große Rechtecke schneiden. 

Dienstag, 17. Februar 2026

Thai Lychee Curry

Ich koche noch immer weitgehend aus dem Vorrat. In dem war auch eine Dose Litschis, der der Gatte im Gegensatz zu mir mag. In diesem Curry finde ich die Litschis aber sehr erträglich, so sehr, dass ich fast schon bedauere, dass nur eine Dose da war ...

Thai Lychee Curry auf Reis mit ohne vergessenem Thai-Basilikum.

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Thai Lychee Curry

Zutaten für 4 Portionen (mit Reis o.ä.):

1 dünn geklopftes Schweineschnitzel, ca. 200 g
1 Dose Litschi (255 g Abtropfgewicht)
400 ml Kokosmilch
2 rote Paprikaschoten
rote Currypaste, Menge nach Geschmack
einige Blätter Thai-Basilikum
1 Zwiebel
Sesamöl

Zubereitung:

Litschis aus der Dose nehmen und abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen. Falls erforderlich, die Früchte halbieren.

Das Schnitzel in schmale Streifen schneiden. Die Zwiebel pellen und fein würfeln. Die Paprika waschen, putzen und in feine Streifen schneiden. 

Öl in einer Pfanne oder einem Wok erhitzen. Zwiebel, Fleisch und Paprika anbraten, dann mit dem Litschi-Saft ablöschen. Die Currypaste einrühren, dann die Kokosmilch dazu geben und alles köcheln lassen, bis Fleisch und Paprika gar sind. Die Lychee dazu geben und warm ziehen lassen. Abschmecken, ggf. nachwürzen.

Mit Thai-Basilikum und Reis servieren.

Samstag, 14. Februar 2026

Wochenplan in KW 07/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCIX

Auch diese Woche war davon geprägt, dass mich die Trauer lähmt, mir die Kraft nimmt. Der Wochenplan schaffte es wieder nicht auf die Tafel im Flur.

Den Wocheneinkauf erledigte ich im Nachbardorf bei Aldi und Edeka, meine Lieblingskombi. Ich denke jedes Mal daran, wie wir nach dem Aldi-Einkauf erstmal eine Kaffeepause machte, die der Gatte sehr genoss. Als er zunehmend schwächer wurde, blieb er beim Bäcker sitzen, setzte ich den Einkauf alleine fort. Und ich denke oft daran, wie gerne der Gatte einkaufte, so viel lieber als ich, wie oft er mir den Einkauf abnahm, als er noch gesund war, ich aber gerade keine Kraft hatte. Immer, wenn er alleine einkaufen war, brachte er eine Überraschung für mich mit. Als er zu krank zum Einkaufen war, habe ich versucht, es genau so zu halten.

Im Laufe der Woche ging's dann noch zu Famila, zum Bäcker, in den Drogeriemarkt und zur Apotheke.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Spaghetti Bolognese. Die Bolognese kochte ich Mitte Oktober, und Spaghetti Bolognese war das letzte Gericht, das der Gatte aß. Die Lasagne, zu der ein Teil der Bolognese wurde, konnte er am nächsten Tag schon nicht mehr essen. 

Sonntag wärmte ich Schweinefleisch süß-sauer auf.

Montag hätte es überbackenen Chicorée mit Walnüssen geben sollen, aber die Kraft reichte nur dazu, Granola nach dem Rezept aus Shermins neuem Kochbuch* herzustellen. Dann eskalierten Tante und Schwiegermutter und raubten mir die letzte Kraft. Ich wärmte Spaghetti Bolognese auf.

Dienstag sollte es eigentlich Spaghetti Bolognese geben, aber die aß ich ja schon am Vortag. Für einige Monate führt mich der Weg aufgrund einer Baustelle zum / vom Bahnhof durch die Innenstadt, und so ging ich auf dem Heimweg kurz im Supermarkt vorbei, um mir eine TK-Pizza für den Abend und einen Salat für den kommenden Büro-Tag zu holen.

Mittwoch wollte ich Thai Lychee Curry aufwärmen, hatte aber so gar keinen Hunger oder Kraft zum Reiskochen. Das Brot, das ich am Vortag beim Bäcker kaufte, roch so lecker, und so gab's abends Schnittchen, die ich bei weitem nicht so liebevoll zubereitete wie weiland der Gatte.

Donnerstag fiel das Abendessen aus, denn ich war beim monatlichen Stricktreffen.

Freitag gab's dann endlich den schön öfter aufgeschobenen überbackenen Chicorée mit Walnüssen.

Lieber Besuch hatte sich angesagt, und so wurden Käsekuchen-Pfirsich-Muffins gebacken. An den Echt-Büro-Tagen gab's Granola und einen Kaufsalat. Über Too good to go holte ich nichts. Dienstag wäre das zwar ganz praktisch gewesen, aber beim Italiener neben dem Büro, wo ich mir gerne etwas von der Mittagskarte hole, gibt's immer Pasta, und die hatte ich diese Woche ja schon.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 7. Februar 2026

Wochenplan in KW 06/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCVIII

Ich freute mich darauf, wieder im Nachbardorf einkaufen zu können, hatte einen ellenlangen Einkaufszettel mit diversen Leckereien und einigem Notwendigen. Dann kam wieder der Winter, war unsere Anliegerstraße wieder eine einzige Eisplatte, so dass ich keine Lust hatte, mit dem Auto zu fahren. Alternativ hätte ich die Einkäufe von der Tiefgarage nach Hause schleppen können, aber dazu wollte ich zu viel einkaufen.

Also stellte ich kurzerhand Mittwoch Abend den Wochenplan so um, dass ich weitgehend aus dem Vorrat leben konnte. Der Tiefkühler platzt ohnehin mal wieder aus allen Nähten, und der Vorratsschrank in der Küche wird im Gegensatz zum Vorratsregal im Keller auch nicht wirklich leerer.

Den Wocheneinkauf erledigte ich dann mit dem Hackenporsche beim kleinen Innenstadt-Famila, wo ich ausgesprochen ungern einkaufe, weil mir die Kette einfach viel zu teuer ist. So zahlte ich dann auch fast genauso viel wie für den Riesen-Einkauf bei Discounter und Supermarkt in der Vorwoche, obwohl ich nur ein gutes Dutzend Artikel brauchte. Teilweise nahm ich andere Marken, weil mir die, die ich gerne mag, einfach zu teuer waren. Angesichts von 1,69 € für eine Pampelmuse kaufte ich dann auch nur zwei anstatt vier, in der Hoffnung, in der nächsten Woche wieder zum Discounter fahren zu können, wo die Pampelmusen ein Drittel kosten (Spoiler: Dort werden die Pampelmusen ausverkauft sein). Der Preis für einen Granatapfel stand in keinen Verhältnis zu seiner Qualität, weswegen ich TK-Ware kaufte. Ich hätte zum Grönhöker gehen können, aber dazu fehlte die Kraft. Deswegen gab's auch keine Blumen, denn für den Umweg zum Blumenhöker fehlte ebenfalls die Kraft. Aber ich schaffte es zum Schlachter, um Büro-Mittagessen zu holen und Essen zu bestellen.

Im Laufe der Woche ging's dann noch in den Sonderpostenmarkt, in ein Kaufhaus und schnell auf dem Rückweg vom Bahnhof in den Discounter, weil zu wenig Milch. 

Mir fehlt aktuell für alles die Kraft. Die Trauer lähmt mich. Das wirkte sich auch auf den Wochenplan aus. Der schaffte es nicht mal an die Tafel im Flur. Hier ist er in Theorie und Praxis:

Sonnabend wollte ich Fliederbeersuppe mit Grießklößchen kochen - keine große Sache, aber es war keine Kraft da. Also gab's Ofenfisch mit Ofenkartoffeln aus dem Vorrat.

Sonntag raffte ich mich auf, asiatisch angehauchten Spitzkohl zuzubereiten, denn der Spitzkohl wäre sonst vergammelt.

Montag musste ich nach Hamburg und besorgte auf dem Rückweg TK-Kartoffelpuffer. Dazu gab's Apfelmus aus dem Vorrat. Geplant war Fliederbeersuppe mit Grießklößchen.

Dienstag gab's wie geplant Asia-Spitzkohl.

Mittwoch war Ofenfisch mit Ofenkartoffeln, aber ich hatte noch ein paar TK-Kartoffelpuffer samt Apfelmus übrig.

Donnerstag raffte ich mich auf, schnibbelte ein Schweineschnitzel aus dem Vorrat und eine Paprika, kippte je ein Glas Asia-Gemüse und süß-saure Sauce aus dem Vorrat drüber und nannte es "Schweinefleisch süß-sauer".  Dazu gab's Reis.

Freitag trabte ich zum Schlachter und holte Grünkohl mit Kohlwurst und Salzkartoffeln. Kurz überlegte ich, die Salzkartoffeln in die Pfanne zu werfen, aber die fehlende Kraft ... 

Gebacken wurde nicht, aber ich aß drei Stück veganen Schoko-Kuchen aus dem TK-Vorrat. Damit ich zukünftig öfter kleine Kuchen für mich backen kann, kaufte ich mir ein entsprechendes Backbuch, nur um festzustellen, dass die Backform in einer Kiste auf dem Küchenschrank steht und mir die Kraft fehlt, sie dort runterzuwuchten. Irgendwas ist ja immer. Ich beschloss, zukünftig öfter Muffins zu backen. Das Muffinblech ist in Reichweite, und Muffins lassen sich gut einfrieren. An den Echtbüro-Tagen gab's Overnight Oats. Über Too good to go holte ich nichts.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 31. Januar 2026

Wochenplan in KW 05/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCVII

Endlich konnte ich mal wieder einen Wocheneinkauf im Nachbardort machen, kam das Karlchen mal wieder aus der Garage! Die Eisplatten in unserer kleinen Anwohnerstraße waren kurzfristig auf ein Minimum getaut, so dass sie mich nicht störten. Ich bin ja der Meinung, ich muss bei diesem Wetter nicht mit dem Auto fahren, wenn es sich vermeiden lässt.

Der Einkauf war ziemlich umfangreich, weil ich einiges brauchte, was ich lange nicht mehr kaufte. Seit dem Tod des Gatten stelle ich ja meine Ernährung langsam um. Bevor der Gatte in mein Leben trat, aß ich viel vegetarisch, kochte meistens Gerichte aus der Levante. Dahin werde ich schrittweise wieder zurückkehren, wenn die Fleischberge aus der Hofschlachtung verbraucht sind. 

So schlich ich denn mit einem langen Einkaufszettel durch den Supermarkt und schaffte erstmals wieder einen dreistelligen Betrag - Schnappatmung an der Kasse! Obwohl ich akribisch den Einkaufszettel abarbeitete, schaffte ich es, zwei Flaschen Erdnussöl zu kaufen anstelle je einer Flasche Erdnuss- und Sesamöl. Dafür fand ich den Tee, den ich letztens vergeblich suchte, von dem ich dachte, er Supermarkt habe ihn nicht im Sortiment. Doch, er ist im Sortiment, steht allerdings bei den Bio-Waren. Diese Unterteilung in Bio und Konventionell finde ich ohnehin unsinnig, vor allem für grundverpeilte Frettchen wie mich. 

Es ging zu Supermarkt und Discounter, zum Bäcker und zum Schlachter. Im Laufe der Woche war ich dann noch im Drogeriemarkt, beim Asia-Markt und natürlich nochmal beim Kaffeeröster, um die ausgedruckte Mail vorzulegen und meine Ware abzuholen.

Mein Plan für die letzte Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend war ich bei Freunden zum Fondue / Raclette / heißer Stein eingeladen. 

Sonntag bereitete ich ein Thai Lychee Curry zu und merkte wieder mal, dass ich inzwischen schärferes Essen vertrage. Okay, die Refluxösophagitis meldet sich zwar jedes Mal, aber die meldet sich selbst bei stillem Wasser, gegen die komme ich nicht an, muss lernen, mit ihr zu leben. Jedenfalls ist die Dose Lychee, die der Gatte mal kaufte, jetzt auch verbraucht. Ich mag eigentlich keine Lychees, aber im Curry waren sie lecker. Ein Schweineschnitzel aus der Hofschlachtung konnte ich ebenfalls verbrauchen.

Montag gab's nochmal Kartoffel-Cabanossi-Ragout. Damit sind nur noch zwei Cabanossi im Tiefkühler. 

Dienstag gab's wieder Thai Lychee Curry. Eine Portion wanderte zudem in den Tiefkühler.

Nun geriet mein Wochenplan etwas aus dem Tritt. Für Mittwoch waren Pesto-Nudeln geplant, aber die Kraft reichte noch nicht mal mehr zum Nudelkochen. Also holte ich über Too good to go Tortellini Formaggio

Auch Donnerstag reichte die Kraft für die geplante Fliederbeersuppe mit Grießklößchen nicht aus. Stattdessen gab's eine TK-Pizza, die ich vom Einkauf für die Folgewoche mitbrachte. Seitdem ich weiß, wie ich mit unseren noch immer neuen Herd TK-Pizza perfekt zubereite, schmeckt sie direkt wieder. Schade, dass der Gatte von diesem Wissen nicht mehr profitieren konnte. In der kurzen Zeit, die er nach der Entlassung aus dem Krankenhaus noch leben durfte, hatte er keinen Appetit auf TK-Pizza, gab's nur seine Lieblingsgerichte.

Freitag wollte ich Entenkeule mit Rotkohl und Röstkartoffeln vom Schlachter holen, verbaselte aber die Bestellung. Außerdem waren von den Frühstückstoasties aus Shermins neuem Kochbuch* noch zwei Wiener übrig. Also gab's Würstchen mit Kartoffelsalat

Gebacken wurde wieder mal nichts. Mir fehlt das wöchentliche Backen. Über Too good to go holte ich ein Abendessen. Da ich in den Mittagspausen keinen Appetit mehr auf Overnight Oats hatte, holte ich mir einmal einen Salat und bekam prompt Schnappatmung, weil der inzwischen 10 Euro kostet. Dafür bekam ich vor zwei, drei Jahren noch einen Salat mit Brötchen plus Getränk und süßes Teilchen. Für die zweite Mittagspause holte ich mir beim Schlachter einen super leckeren Linsen-Granatapfel-Salat. Ich muss mal schauen, ob ich das Rezept bekomme ...

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

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Samstag, 24. Januar 2026

Wochenplan in KW 04/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCVI

Auch für diese Woche plante ich so, dass ich den Wocheneinkauf wetterunabhängig mit Hackenporsche bei Netto erledigen konnte. Mittlerweile sind zwar fast alle Straßen schneefrei, aber in den Anwohnerstraßen ohne Winterdienst wie unsere sieht es anders aus, liegen kleine und größere Eisplatten. Ach wenn ich vor 40 Jahren meinen Autoführerschein bei genau so einem Wetter machte, muss ich dennoch nicht unbedingt über Eisplatten fahren, wenn ich es lassen kann. Außerdem brauchte ich auch nicht viel. Also konnte das Karlchen in der Garage bleiben.

Außer zum Discounter ging's ins Kaufhaus, mehrfach zum Bäcker, zum Schlachter, zum Kaffeeröster und in die Buchhandlung. Beim Kaffeeröster braucht es zum Abholen der Bestellungen jetzt einen QR-Code. Das entsetzte Gesicht der Verkäuferin, als sie hörte, dass ich meine eMails nicht auf dem Taschentelefon dabei habe, war entzückend. Ich darf also nächste Woche nochmal zum Kaffeeröster traben, um die ausgedruckte eMail vorzulegen.

Generell ist "Kochen aus dem Vorrat" noch immer mein Projekt, und das heißt im Wesentlichen, den Fleischberg aus den Einkäufen der Hofschlachterei im Tiefkühler abarbeiten. Ich weiß inzwischen, dass die örtliche Tafel auch "Einzelspenden" annimmt und muss mal gucken, dass ich mir einen Tag freinehme, um die Vorräte, die ich nicht mag, dorthin zu bringen. Das ist einfacher, als damit zum Fairteiler nach Hamburg zu fahren. 

Mein Plan für die vorletzte Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Von den Flower Mushrooms war noch ein halber Chinakohl übrig. Den gab's Sonnabend als Chinakohlpfanne mit Walnüssen und Speck, der aus dem Tiefkühler kam.

Sonntag verwandelten sich zwei Bratwürste aus dem Tiefkühler zu Toad in the Hole, einem Bratwurstauflauf.

Montag gab's wieder Chinakohlpfanne mit Walnüssen und Speck.

Dienstag war Strick-Kino, aber da ich unsicher war, ob ich nach einem Tag im Echtbüro nicht zu platt bin, um ins Kino zu gehen, plante ich sicherheitshalber Toad in the Hole als Abendessen ein. Alternativ hätte ich die Stunde zwischen Ankunft in der lindgrünen Hölle und Kinobeginn beim Bäcker überbrückt, Strickzeug hatte ich sicherheitshalber im Rucksack, aber bei dem kalten Winterwetter ging ich dann doch lieber gleich nach Hause zu beheiztem Relax-Sessel und Hasen-Kuscheldecke. 

Mittwoch wollte ich Ofenfisch mit Gurkensalat essen, hatte dann aber doch mehr Appetit auf Kohlenhydrate in Form von Burger und Fritten, musste zudem lange arbeiten, so dass ich auf dem Heimweg bei der Schiebetür vorbei ging. Da ist seit einem Betreiberwechsel die Qualität des Essens ja leider sehr schwankend. Diesmal hatte ich Pech: Das Bun war hart, und im Tsatsiki des Gyros-Burgers fand sich ein Haar, das ganz sicher nicht mir gehörte. Beim nächsten Mal werde ich den Burger-Bräter um die Ecke ausprobieren, der vor einem Jahr, rechtzeitig zu unserem Hochzeitstag eröffnete. Damals wollten wir da tatsächlich unser Hochzeitsessen dort bestellen, waren aber zum zweiten Mal in dem Jahr vergrippt und appetitlos. 

Donnerstag nahm ich mich der Cabanossi im Tiefkühler an. Sie würden zu einem Kartoffel-Cabanossi-Ragout.

Freitag trabte ich zum Schlachter, um Honigrippchen mit grünen Bohnen und Salzkartoffeln zu holen. Als Dessert gab's Philadelphia-Creme.

Gebacken wurde schon wieder nicht, aber ich bestellte etwas über Too good to go. In den Mittagspausen der Echtbüro-Tage gab's wieder Overnight Oats. Langsam bräuchte ich da mal Abwechslung ...  

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Montag, 19. Januar 2026

Flower Mushrooms mit Chinakohl

Im Vorrat fanden sich getrocknete Flower Mushrooms, und ich hatte keinen blassen Schimmer, was das für Pilze sind oder wie ich sie zubereiten sollte. Barbara kam darauf, dass es letztlich Shiitake-Pilze sind und empfahl mir dieses Rezept

Flower Mushrooms mit Chinakohl.

Sturmtief Elli sorgte dafür, dass der Asia-Laden geschlossen war und ich Pak Choi durch Chinakohl ersetzen musste, denn woanders war in der Kleinstadt fußläufig kein Pak Choi zu bekommen. Ich mache das Gericht bestimmt nochmal mit Pak Choi, denn den mag ich lieber als Chinakohl. 

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Flower Mushrooms mit Chinakohl

Zutaten für 1-2 Portionen:

4-6 Getrocknete Flower Mushrooms oder Shiitakepilze, ggf. gesäubert
1 Tasse Wasser
1 Knoblauchzehe
Ingwer
1/2 rote Paprika (alternativ: 1 rote Chilischote)
Erdnussöl
1/2 Chinakohl
1-2 EL helle Sojasauce
1 TL Speisestärke
3-5 EL kaltes Wasser
3-5 Tropfen geröstetes Sesamöl

Zubereitung:

Wasser aufkochen, etwas abkühlen lassen und über die Pilze geben. Ca. 15 Minuten einweichen lassen.

Währenddessen Knoblauch und Ingwer pellen und hacken. Die Paprika fein würfeln. Chinakohl waschen, den Strunk entfernen und den Rest und in mundgerechte Streifen schneiden.

Einen Wok oder eine große Pfanne erhitzen, Öl dazu geben und heiß werden lassen. Knoblauch, Ingwer und Chili hineingeben, kurz pfannenrühren. Die eingeweichten Pilze aus dem Wasser nehmen, dabei das Wasser aufbewahren. Pilze in Streifen schneiden und in die Pfanne geben, unterrühren. Dann erst die dunkleren Teile des Chinakohls dazu geben, unter wenig Rühren braten, schließlich den hellen Rest des Chinakohls dazugeben, unterrühren und unter großer Hitze braten. Das Einweichwasser der Pilze und die Sojasauce dazu geben.

Die Speisestärke mit kaltem Wasser anrühren und unterrühren; kurz aufkochen lassen, damit die Sauce bindet. Mit Sesamöl abschmecken.

Dazu schmeckt (Duft-)Reis.

Samstag, 17. Januar 2026

Wochenplan in KW 03/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCV

Dass ich zwei von ohnehin nur drei Posten auf dem Einkaufszettel austauschen muss, kam lange nicht mehr vor. Angesichts des Sturmtiefs Elli hatte ich den Plan für diese Woche ohnehin so gestaltet, dass ich möglichst nur mit dem Vorrat auskomme. Auf dem Zettel standen also nur Pak Choi, Koriander und Milch. Hätte ich nicht ein Essen beim Schlachter bestellt und einen Schlüssel für einen Veranstaltungsraum abgeben müssen, wäre ich Freitag gar nicht losgegangen, sondern hätte mich bis Dienstag zu Hause eingeigelt. 

So stapfte ich aber am Freitag Vormittag, bevor der Sturm richtig aufdrehte, los. Was Elli da bot, reichte mir schon. Ich war froh über Wanderstiefel und Spikes. Der Hackenporsche war 'ne blöde Idee, aber da ich nicht nur Pak Choi, Koriander und Milch brauchte, sondern auch bei den Altglascontainern vorbei musste, kam der Hackenporsche mit. Die Altglas-Entsorgung ist in der lindgrünen Hölle schwierig und muss geplant werden. In Hamburg stehen so ziemlich auf jedem Supermarkt-Parkplatz und an jeder Straßenecke Container. Das ist hier anders. 

Womit ich nicht rechnete, war, dass jeder Ladeninhaber, der es konnte, sein Geschäft am Freitag schloss. So stand ich dann vor einem geschlossenen Asia-Laden. Pak Choi und Koriander hatten sich damit erledigt. Der Grönhöker neben dem Schlachter war auch zu, hätte aber auch weder Pak Choi noch Koriander gehabt. Der Schlachter war geöffnet, aber so leer, dass ich nicht warten musste. Ohnehin war die Stadt quasi ausgestorben. 

Ich erledigte dann den Einkauf bei Netto, ersetzte Pak Choi durch Chinakohl und Koriander durch glatte Petersilie ... Bei Netto kaufe ich nicht gerne ein, da es keinerlei logische Ordnung im Sortiment gibt, aber ich hatte keine Lust, mich durch den Schneesturm über einen großen Platz zum Supermarkt zu kämpfen. Außerdem ist Netto günstiger, bekomme ich Payback-Punkte.

Außerdem ging's noch in einen Drogeriemarkt und im Laufe der Woche mehrfach zum Bäcker, in die Trafik und in die Apotheke.

Mein Plan für die dritte Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Flower Mushrooms mit Chinakohl, denn Pak Choi war ja nicht zu bekommen.

Sonntag gab's Avocado mit Garnelen in Cocktailsauce. Ich esse aktuell zu viele Avocados. Jetzt ist aber auch erstmal wieder Schluss damit. Am Mittwoch aß ich die letzte. Jetzt ist erst mal wieder Avocado-Pause.

Montag gab's wieder Flower Mushrooms mit Chinakohl.

Dienstag taute ich Kichererbsen-Curry auf. Damit ist das jetzt auch komplett aufgegessen.

Mittwoch kochte ich eine Reispfanne mit Avocado, Mango und Garnelen. Damit wären die TK-Mango aufgebraucht und die meisten der Garnelen.

Für Donnerstag war ich komplett ideenlos. Also kochte ich Pellkartoffeln und aß Kräuterquark dazu.

Freitag gab's nochmal Reispfanne mit Avocado, Mango und Garnelen.

Gebacken wurde nicht (es sind immer noch sechs Stücke veganer Schokokuchen im Tiefkühler ...), und über Too good to go holte ich auch nichts. Für die Mittagspausen gab's Overnight Oats mit Banane und Ananas. Eins von zwei Paketen TK-Ananas ist geschafft.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Freitag, 16. Januar 2026

Spaghetti mit Mupfeln in Tomatensauce (Spaghetti con cozze)

Da ich mich bei diesem Rezept wider besseres Wissen von der Mengenangabe irritieren ließ und nur die Hälfte der Muscheln aß, hatte ich noch welche übrig für dieses Gericht. Natürlich hätte ich auch die ganzen Muscheln essen und mir für den übernächsten Tag was anderes zu essen ausdenken können, aber Wochenplan ist nun mal Wochenplan ;o)

Spaghetti mit Mupfeln in Tomatensauce (Spaghetti con cozze).

Wenn du keine Muscheln übrig hast, musst du sie kurz mit Lorbeer und Zitrone garen, bevor du mit dem Rest des Rezepts loslegst.

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Spaghetti mit Miesmuscheln in Tomatensauce (Spaghetti con cozze)

Zutaten für 1 Portion:

80 g Spaghetti
1/2 rote Paprikaschote
1/2 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund glatte Petersilie
200 ml gehackte Tomaten (Dose)
500 g Miesmuscheln, übrig von diesem Gericht oder entsprechend zubereitet
Weißwein
Salz
Pfeffer
Zucker
Olivenöl
Parmesan, gerieben

Zubereitung:

Spaghetti nach Packungsanweisung kochen.

Während die Spaghetti kochen, Zwiebel und Knoblauch pellen und fein hacken. Paprikaschote waschen, putzen und fein würfeln. Petersilie fein hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Paprika glasig dünsten. Mit einem kräftigen Schuss Weißwein ablöschen. Gehackte Tomaten und die Hälfte der Petersilie dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und etwas köcheln lassen. Ist die Sauce zu dick, etwas Nudelkochwasser dazu geben. Die Miesmuscheln dazugeben und warmziehen lassen.

Nudeln und Sauce zusammen mit geriebenen Parmesan und der restlichen Petersilie servieren.

Donnerstag, 15. Januar 2026

Mupfeln mit Cajun-Butter (Miesmuscheln in Cajun-Butter)

Mit der Hummer-Bestellung für Silvester ließ ich auch gleich noch Miesmuscheln mitliefern, denn die hatte ich ebenfalls schon lange nicht mehr gegessen, bekomme ich sie doch hier in der lindgrünen Hölle nicht frisch. Ich muss beizeiten mal beim Fischhöker auf dem Markt fragen, ob ich dort Muscheln bestellen kann, aber zwischen Weihnachten und Neujahr ging sich das nicht aus.

Miesmuscheln in Cajun-Butter.

Aus der Hälfte der Muscheln wurden zwei Tage später Spaghetti mit Miesmuscheln. Ich hätte problemlos auch das ganze Kilo Mupfeln verputzen können, ließ mich aber durch die Angaben im Rezept irritieren. Ich rechne normalerweise mit einem Kilo Muscheln pro Person und schaffe dazu auch noch problemlos Fritten.

Die Muscheln nur in Öl und etwas Zitronensaft zu garen, irritierte mich anfangs, aber es klappt tatsächlich.

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Mupfeln mit Cajun-Butter (Miesmuscheln in Cajun-Butter)

Zutaten für 1 Portion:  
 
1 kg frische Miesmuscheln
1 Zitrone, heiß abgewaschen
3 frische Lorbeerblätter, leicht zerdrückt
30 g Ingwer
3 Knoblauchzehen
1 Handvoll glatte Petersilie
Olivenöl
80 g Butter

Zubereitung:

Muscheln unter fließend kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Geöffnete oder kaputte Muscheln aussortieren.

Zitrone in breite Scheiben schneiden. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Muscheln und Lorbeerblätter zugeben, mit Zitronenscheiben belegen und mit Deckel ca. 5 Minuten garen. Die Muscheln sind fertig, wenn sie sich alle geöffnet haben. Ungeöffnete Muscheln aussortieren. Muscheln danach warmhalten.

Ingwer schälen, Knoblauch pellen. Knoblauch, Ingwer und Petersilie mit Olivenöl in einem Küchenmixer fein pürieren. Butter in einem Topf erhitzen und die gemixte Masse zusammen mit 1 TL Cajun-Gewürz zugeben. Alles bei niedriger Hitze 3-4 Minuten erhitzen. Öfter umrühren und eventuell mit etwas Salz abschmecken. 

Muscheln anrichten und mit der warmen Cajun-Butter beträufeln. Eventuell alles noch mit etwas Cajun-Gewürz bestreuen.

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Mittwoch, 14. Januar 2026

Linsen-Lasagne mit Wintergemüse

Linsen-Bolognese wollte ich schon lange ausprobieren. Als ich im November vegetarisch lebenden Besuch hatte, war es so weit. Der Gatte liebte ja Linseneintöpfe, und so sind im Vorrat drölfzich Dosen gekochte Linsen mit Suppengemüse. So eine Dose beschleunigt die Zubereitung ungemein, vervielfacht allerdings auch die Menge des Gerichts. Die Lasagne als auch die Bolognese lassen sich aber sehr gut einfrieren.

Linsen-Lasagne mit Wintergemüse.

Ich habe bei diesem Gericht mal wieder gemerkt, dass ich immer noch keine Pastinaken mag. Eine Zeitlang aß ich sie sehr gerne, aber inzwischen sind sie mir zu dominant. Hier geht es noch gerade so.

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Linsen-Lasagne mit Wintergemüse

Zutaten für 6 - 8 Portionen:

Für die Linsen-Bolognese:
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Wurzeln (Karotten, Möhren)
2 EL Tomatenmark
350 ml Gemüsebrühe
2 Dosen gehackte Tomaten (800 g)
1 Dose braune gekochte Linsen (800 g)
Paprikapulver rosenscharf
Oregano
Thymian
Zucker
1 EL Aceto Balsamico
etwas Olivenöl

Für die Béchamelsauce:
1/2 Knollensellerie
1 Pastinake
3 EL Butter
2 EL Mehl
250 ml kalte Milch
150 ml kalte Gemüsebrühe
geriebene Muskatnuss

Außerdem:
Lasagneplatten
200 g Schafskäse
etwas frischer Thymian
Salz
Pfeffer
Zucker

Zubereitung:

Für die Linsen-Bolognese Wurzeln, Zwiebel und Knoblauch putzen bzw. pellen und fein hacken. Etwas Öl in eine Pfanne geben und alles für ein paar Minuten anbraten. Dann das Tomatenmark kurz mit anschwitzen.
Alles mit Brühe und gehackten Tomaten ablöschen. Die restlichen Zutaten bis auf die Linsen dazugeben und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis alles gar ist. Die Linsen dazugeben und warmziehen lassen. Alles mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Während die Bolognesen köchelt, Sellerie und Pastinake putzen, schälen und fein hacken. Butter zerlassen und das Gemüse mit mittlerer Hitze anbraten, ohne dass es Farbe nimmt. Das Mehl hinzugeben und unter Rühren kurz erhitzen. Mit Milch und Brühe ablöschen - dabei zügig rühren, damit es keine Klümpchen gibt. Die Sauce unter Rühren aufkochen lassen und dann köcheln, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

In eine Auflaufform etwas Linsen-Bolognese geben, dann eine Schicht Lasagneplatten darauf legen und mit gut einem Drittel der Béchamel bestreichen. Wieder Lasagneplatten, dann Linsen-Bolognese - solange, bis die Form voll ist, die Linsen-Bolognese aufgebraucht ist (sollte welche übrig bleiben, lässt sie sich prima einfrieren). Mit einer Schicht Béchamel abschließen und den Schafskäse darüber bröseln. Die Form abdecken und bei 190°C (Umluft) etwa 30 Minuten im Backofen garen. Dann die Abdeckung von der Folie nehmen und den Käse noch etwas bräunen lassen. Mit frischen Thymianblättchen bestreuen und portionsweise servieren. 

Dienstag, 13. Januar 2026

Hummer in Vanille-Butter auf Pak Choi

Wenn ich in den letzten sechs Jahren eines lernte, dann, dass das Leben blitzschnell zu Ende sein kann und dass Verzicht Moppelkotze ist. Dass Leben will in vollen Zügen genossen werden, und ich will mit Champagner und Schokolade in den Händen ins Grab gleiten. 

Hummer in Vanille-Butter auf Pak Choi.

Es gab viel zu lange keinen Hummer mehr, was auch daran liegt, dass ich ewig nicht mehr bei der Metro war. Als wir noch in Hamburg wohnten, lag die Metro nur einen Katzensprung entfernt, kauften wir oft dort ein. Alternativ gibt es Hummer Pedersen im Fischereihafen. In der lindgrünen Hölle fehlt ein Fischhöker. Es gibt zwar einen Forellenhof, und zwei Mal in der Woche ist ein Fischstand auf dem Wochenmarkt, aber ich kam nicht dort hin, um zu klären, ob ich dort Hummer bestellen kann. 

Einfacher ist es da schon, an Pak Choi zu kommen - zumindest, wenn Sturmtief Elli nicht gerade unterwegs ist. Wir haben nämlich fußläufig einen sehr gut sortierten Asia-Laden. Hier gibt es eine recht große vietnamesische Community, im örtlichen Krankenhaus arbeiten viele Menschen aus Thailand und von den Philippinen. Kurz: An asiatische Lebensmittel komme ich hier leichter als in Hamburg.

Dieser Beitrag geht rüber zum Dings vom Dienstag und zum Creativsalat. Vielen Dank für's Sammeln!

Hummer in Vanille-Butter auf Pak Choi

Zutaten für 1 Portion:

1 Hummerhälfte, ca. 200 g
3 EL Butter
2 Pak Choi, in Streifen
Fleur de Sel
1 Vanilleschote, das Mark davon

Zubereitung:

Das Hummerfleisch vorsichtig aus Schale, Beinen und Scheren herauslösen. Ggfs. den Darm entfernen.

2 EL Butter in einer Bratpfanne erwärmen. Zuerst die dicken, hellen Teile des Pak Choi darin ca. 2 Minuten dämpfen, dann die zarten grünen Teile kurz garen. Salzen, aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

In derselben Pfanne 1 EL Butter und Vanille erwärmen. Das Hummerfleisch ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze rundum anbraten. Hummer und Pak Choi anrichten, mit Vanille-Butter beträufeln und ggfs. noch Salz darüberstreuen.

Samstag, 10. Januar 2026

Wochenplan in KW 02/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCIV

Montag half alles nichts. Ich musste das Karlchen freischaufeln und mit dem Auto zum Einkaufen fahren, trotz Schnee und Eis, denn ich brauchte zu viel für ÖPNV, Hackenporsche und Rucksack. Ich lebe noch immer weitgehend aus dem Vorrat, kann aber keine Linsen-Lasagne, keine Lasagne, keine Linsen-Bolognese oder Bolognese mehr sehen, also mussten ein paar frische Zutaten her. 

Also schaufelte ich 40 cm Schnee vom Auto und fuhr ins Nachbardorf, wo es zwei Discounter, einen Supermarkt mit Bäcker und einen Drogeriemarkt gibt. Im Laufe der Woche war ich in der Trafik, nochmal in einem Drogeriemarkt, im Wollladen und beim Schlachter.

Beim Kochen komme ich langsam mit kleinen Mengen zurecht. Rezepte für vier Portionen lassen sich in der Regel gut teilen, so dass ich zwei Mal davon essen kann, statt zwei weitere Portionen einzufrieren. Auf bestimmte Gerichte, die für vier Portionen schon schwierig zuzubereiten sind, verzichte ich momentan oder hole sie vom Schlachter. Seit gestern gibt es die Idee, beispielsweise Rouladen, Grünkohl, Kohlrouladen oder Gulasch mit der 91jährigen Nachbarin zu teilen, denn sie vermisst diese Gerichte auch. Mal schauen.

Mein Plan für die zweite Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

Von Neujahr hatte ich noch Miesmuscheln übrig. Die wurden Sonnabend zu Spaghetti mit Miesmuscheln.

Sonntag gab's Bratwurst mit Sauerkraut und Semmelknödeln. Das kann ich jetzt auch erstmal nicht mehr sehen.

Montag bereitete ich Ofen-Shakshuka mit Avocado und Ei zu.

Dienstag nahm ich Butterchicken aus dem Tiefkühler und kochte Reis dazu. Die Menge für eine Portion Reis habe ich inzwischen im Griff.

Mittwoch wärmte ich Ofen-Shakshuka mit Avocado und Ei auf.

Donnerstag wurde ich etwas aus der Bahn geworfen, denn eigentlich sollte das Abendessen wegen des monatlichen Stricktreffens ausfallen. Da im Laufe des Nachmittags das Wetter aber immer schlechter wurde, entschieden wir uns kurzfristig, das Treffen absagen zu lassen. Ich war völlig überfordert davon, mir zu überlegen, was ich nun essen möchte - Verhungern im vollen Vorratskeller, sozusagen. Lieferdienst schied aus aufgrund des Wetters (und weil ich den Mindestbestellwert nicht erreiche), zu einem der Imbisse in der Nähe wollte ich auch nicht laufen, weil Wetter. Also nahm ich mir den Wochenplan für die kommende Woche vor, der Ofenfisch mit Gurkensalat vorsah. Auf den Gurkensalat hatte ich keinen Appetit, also gab's Ofenfisch mit Ofenkartoffeln

Freitag trabte ich dann trotz des Wetters zum Schlachter, denn ich hatte Sauerbraten mit Salzkartoffeln und Rotkohl bestellt. Als Dessert gab's Cappuccino-Creme. Der Schlachter war eines der wenigen Geschäfte, das geöffnet war. Wer konnte, hielt seinen Laden geschlossen. Dementsprechend ausgestorben war die Stadt.

Wetterbedingt arbeitete ich nur zu Hause, brauchte also nichts für die Mittagspause. Gebacken wurde nicht. Über Too good to go holte ich auch nichts.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.


Samstag, 3. Januar 2026

Wochenplan in KW 01/26: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CCCIII

Auf der Fahrt zur Tante nach Dachau machte ich auf dem Hin- und Rückweg Station im Hotel Kaisers Weinland in Hammelburg, so wie früher, als der Gatte noch lebte. Dort ist ausgezeichnetes Essen mit ebensolchen Weinen garantiert, und auf dem Weg liegt ein großer Supermarkt, wo ich Sonnabend auf dem Rückweg einkaufte. Viel brauchte ich nicht, lebe ich doch noch immer aus dem Vorrat. Ich bekam alles bis auf Pak Choi und vernünftigen Champagner. Letzteren ersetzte ich durch eine Flasche Schlumberger, ersteren kaufte ich Mittwoch in unserem sehr gut sortierten Asia-Laden. Ansonsten war ich noch beim Bäcker. Hummer und Muscheln wurden ganz dekadent von Deutsche See geliefert. Dekadenz? Kann ich! Eigentlich wollte ich Mittwoch noch eine größere Runde drehen, Blumen zum Friedhof bringen und auch mir einen Strauß kaufen, aber die Straßen waren so glatt, dass ich nur den nötigsten Weg machte.  

Mein Plan für die erste Januar-Woche.

Mein Wochenplan in Theorie und Praxis:

In Restaurants suche ich mir ja bevorzugt Gerichte aus, die ich zu Hause nicht koche, und so aß ich Sonnabend Schäufele mit Kartoffelknödeln

Da ich nicht wusste, wann ich Sonntag nach Hause kommen würde, setzte ich auf Fertigfutter in Form von Ofen-Fisch mit Ofen-Kartoffeln. Die Entscheidung war gut, denn ich war zwei Stunden länger unterwegs als geplant. Lebte der Gatte noch, hätten wir sicher Essen bestellt, aber alleine erreiche ich den Mindestbestellwert nicht mehr.

Montag gab's Bratwurst mit Sauerkraut und Semmelknödeln.

Dienstag taute ich Linsen-Lasagne mit Wintergemüse auf.

Mittwoch bereitete ich Hummer in Vanille-Butter auf Pak Choi zu.

Donnerstag gab's Miesmuscheln in Cajun-Butter. Zwei Mal Fisch nacheinander machte meinem Körper etwas zu schaffen - zu viel Eiweiß. Es ging aber gut.

Da immer zwei Portionen Lasagne in einen TK-Beutel passen, gab's Freitag nochmal Linsen-Lasagne mit Wintergemüse.

Gebacken wurde nichts, und über Too good to go holte ich auch nichts. An einem Echtbüro-Tag gab's Overnight-Oats mit Apfelsine und Mango, am anderen nichts, denn ich musste bis zu einem Arzttermin am Mittag nüchtern bleiben und fuhr danach nach Hause, wo ich erstmal ordentlich frühstückte.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.