Freitag, 16. Oktober 2020

Æblekage - dänischer Apfelkuchen

Æblekage kennen viele nur als Dessert, bei dem Apfelmus mit Kekskrümeln und Sahne serviert wird. Es gibt aber auch Rezepte für "richtigen" Apfelkuchen, wie dieses hier.

Æblekage - dänischer Apfelkuchen.

Die Äpfel kommen natürlich aus Mudderns Garten. 

Æblekage - dänischer Apfelkuchen

Zutaten für eine 26er Springform:

250 g Butter (ggf. mehr zum Ausfetten, dann auch Semmelbrösel zum Ausstreuen)
100 ml Milch
4 Eier
350 g weißer Zucker
1/2 Zitrone, der Saft davon
320 g Mehl
2 TL Backpulver
8 säuerliche Äpfel, je nach Größe ggf. mehr
1 TL gemahlener Zimt.

Zubereitung:

Butter und Milch erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Währenddessen 50 g Zucker mit Zimt und Zitronensaft vermischen. Äpfel schälen, vierteln und an der Wölbung mehrmals längs einschneiden. In das Zucker-Zimt-Zitronensaft-Gemisch geben.

Eier und restlichen Zucker hell und schaumig rühren. Die Butter-Milch-Mischung unter Rühren zugießen. Mehl und Backpulver mischen und sorgfältig unterrühren. 

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben, glattstreichen und die abgetropften Apfelspalten hineindrücken. Bei 160°C (Umluft) etwa 40 Minuten backen (Stäbchenprobe). Auf den noch warmen Kuchen das restliche Zucker-Zimt-Zitronensaft-Gemisch gießen. Den Kuchen in der Form auskühlen lassen. Mit Sahne, Vanillesauce oder Vanilleeis servieren.

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Dieser Beitrag geht rüber zum Freutag. Vielen Dank für's Sammeln!

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Quasi Muschelnudeln: Cannelloni mit Ricotta-Basilikum-Füllung und Tomatensauce

Im Supermarkt ist mal wieder seit Wochen das Nudelregal weitgehend abgegrast. Manchmal konnten wir uns das noch mit Sonderangeboten erklären, aber aktuell sind wir ratlos. Bereiten sich der Hamburger Westen gerade großflächig auf eine Ausgangssperre zu? Sind alle Influencer auf Nudel-Diät? Jedenfalls: Muschelnudeln waren nicht zu finden, und bei den Cannelloni, die uns als Ersatz einfielen, sah's auch schon mau aus, aber da konnten wir noch eine Packung ergattern. 

Cannelloni mit Ricotta-Basilikum-Füllung und Tomatensauce.

Für dieses Gericht erntete ich den Basilikum auf dem Balkon ab (bis auf zwei Stiele mit vielen Blüten, die ich für die späten Insekten stehen ließ). Der war dieses Jahr so tapfer und überstand sogar zwei Wochen Urlaub, ohne einzugehen. Ich bin glatt versucht, ihn in die Wohnung zu holen, um zu gucken, ob ich ihn über den Winter bringe, aber unsere Wohnung ist zu dunkel. 

Cannelloni mit Ricotta-Basilikum-Füllung und Tomatensauce

Zutaten für 2-3 Portionen:

12 – 13 Cannelloni
1 Zwiebel
1 – 2 Knoblauchzehen
1–2 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
1 Dose stückige Tomaten (425 ml)
300 ml Tomatensaft
Salz
Pfeffer 
Paprikapulver edelsüß
1 Prise Zucker 
1 Zitrone, die Schale davon
500 g Ricotta
1 Ei
100 g geriebener Parmesan
6 Stiele Basilikum 

Zubereitung:

Zwiebel schälen und fein würfeln. Knoblauch schälen und fein hacken.

Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten. Tomatenmark zufügen, leicht anschwitzen, mit Tomatenstücken und Tomatensaft ablöschen. Aufkochen. Mit Salz, Pfeffer, Paprika und Zucker abschmecken. Ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Für die Füllung Zitronenschale, Ricotta, Ei und 50 g Parmesan verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Basilikum fein hacken. Unter die Ricotta-Creme rühren.

Etwas Sauce in eine ofenfeste Form füllen. Cannelloni mit der Ricotta-Creme füllen (das geht in diesem Falle richtig gut mit einem Spritzbeutel) und in die Form legen. Die Cannelloni vollständig mit der Sauce bedecken und mit restlichem Parmesan bestreuen. Bei 170°C (Umluft) im Backofen ca. 40 Minuten backen.

Montag, 12. Oktober 2020

Kochen ohne Tüte: Kartoffel-Gratin mit Porree und Apfel

Wenn ich schon mal ein Fix am Wickel habe, auf das ich verzichte, kann ich es auch gleich doppelt nicht verwenden, nämlich nach der Kartoffel-Borretsch-Tarte auch noch für ein Kartoffel-Gratin mit Porree und Apfel.

Für die Zubereitung verzichte ich auf ein Fix, dass je nach Hersteller folgende Inhaltsstoffe hat:

Kartoffelstärke, Sonnenblumenöl, Jodsalz, Gewürze (5,4% Zwiebeln, Knoblauch, Muskatnuss, Pfeffer), Molkenerzeugnis, Glukosesirup, Milcheiweiß, Zucker, Würze (aus Weizen)

bzw.

Palmöl, Kartoffelstärke, 14% Zwiebeln, jodiertes Speisesalz, Milchzucker, Speisesalz, Milchweiß, Würze, Zucker, Knoblauch, Kochsalzersatz, Aromen.

Ich habe die Zutatenmenge erhöht, so dass das Gratin für sechs Portionen reichte. Da ich eine faule Hausfrau bin, reichte ich weder Schweinemedaillons noch Bratwürste dazu, sondern Ofen-Frikadellen. So muss ich nicht am Herd stehen, weil Gratin und Frikadellen im Ofen garen. Auf den Schmelzäse verzichtete ich - ich vergaß einfach, ihn zu kaufen.

Kartoffel-Gratin mit Porree und Apfel.

Die Äpfel kommen übrigens aus Mudderns Garten. Obwohl die neuen Nachbarn versuchten, den Apfelbaum zu fällen, trägt er sehr gut. Ich hoffe, er überlebt auch weiterhin, vor allem, wenn es weitere Attacken der Nachbarn geben sollte.

Kartoffel-Gratin mit Porree und Apfel

Zutaten für 4 - 6 Portionen:

500 g Kartoffeln
2 Stangen Porree (Lauch)
Gemüsebrühe bzw. Brühpulver
3-4 Äpfel
200 g Sahne
100 g Crème fraîche (wenn du 200 g hast, passt das auch)
1 Schöpfkelle Kartoffelkochwasser
Salz
Pfeffer
Muskatnuss, gerieben
100 g Käse, gerieben

Zubereitung:

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze () vorheizen.

Kartoffeln waschen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Lauch putzen, waschen, in dünne Ringe schneiden. Beides in Gemüsebrühe etwa drei Minuten kochen lassen.

Apfel waschen, schälen, halbieren und in dünne Spalten schneiden.

Sahne, Crème fraîche und die Hälfte des Käses verrühren, dann eine Kelle vom Kartoffelwasser abnehmen und mit der Sahne-Mischung verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Kartoffeln und Porree abgießen. Die Hälfte der Kartoffel-Porree-Mischung in eine flache Auflaufform füllen, Apfelspalten darüber geben, mit der restlichen Kartoffel-Porree-Mischung bedecken. Den restlichen Käse darüber streuen und bei 170°C (Umluft)  im Backofen ca. 40 Minuten backen. 

Samstag, 10. Oktober 2020

Wochenplan in KW 41/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXVIII

Diese Woche gab's Bohnensuppe.
Durch den Feiertag am Sonnabend kauften wir schon am frühen Freitagnachmittag ein. Ungewohnt, aber ich könnte mich glatt daran gewöhnen, solange ich im Heimbüro bin. Wie meistens ging's erst in den Discounter, dann in den Supermarkt. Im Laufe der Woche war der Gatte beim Bäcker und im Getränkemarkt.

Ich schaffte es wieder nicht, unseren Wochenplan an die Wandtafel zu schreiben, aber immerhin haben wir diesmal den handgeschriebenen nicht verloren. 

Sonnabend sollte es Apfelklöße geben, aber da der Gatte Freitag keine gefüllten Paprikaschoten machte, sondern Würstchengulasch, gab's die Paprikaschoten.

Sonntag aßen gatte und Schwiegermutter beim Griechen. Ich züchte mir gerade durch das Hormonchaos eine neue Essstörung heran und blieb deswegen zu Hause. Es gab mal wieder "was da ist", in diesem Falle eine Handvoll Nudeln, die vom Würstchengulasch übrig blieb, mit Ei gebraten.

Montag gab's nochmal gefüllte Paprikaschoten.

Dienstag kochte ich ein Kartoffel-Gratin mit Porree und Apfel sowie Ofen-Frikadellen, das auch für Mittwoch reichte. Die Äpfel stammten aus Mudderns Garten, und zwei Portionen konnte ich für sie einfrieren.

Unser Tiefkühler muss leerer werden, und so gab's Donnerstag Bohnensuppe mit Adzukibohnen und Vanille-Curry.

Freitag machte ich Muschelnudeln mit Ricotta-Basilikum-Füllung und Tomatensauce - zumindest war das der Plan, aber das Nudelregal im Supermarkt ist seit Wochen abgegrast, so dass die Muschelnudeln durch Cannelloni ersetzt werden mussten. Der tapfere Basilikum, der sogar zwei Wochen Urlaub überstand und wie wahnsinnig blühte, ist jetzt komplett abgeerntet.

Obwohl der Gatte oft Kuchen mitbrachte, wurde auch gebacken: Es gab Æblekage, eigentlich ein dänisches Dessert, aber Magnus Nilsson hat in seinem Kompendium zur skandinavischen Küche, Nordic*, auch ein Kuchenrezept. Die Äpfel kamen natürlich aus Mudderns Garten. Corona hat schon merkwürdige Auswirkungen: Wir haben einen Kuchengabel-Notstand! Der Gatte stellte entsetzt fest, dass wir nur sechs Stück haben, und die waren Montag alle in der Spülmaschine. Dafür haben wir über 18 Kuchen- bzw. Dessertteller. Kommende Woche muss ich eh ins Einkaufszentrum, dann werden nochmal sechs Kuchengabeln gekauft. Corona sei Dank, verzichten wir ja aufs Mittagessen. Dafür gibt's nachmittags Tee und Kuchen.

Übrigens gibt es das erste Kochbuch einer Blogger-Kollegin: "33 süße Rezepte aus der Vorratskammer*" von Shermin Arif. Herzlichen Glückwunsch!

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Freitag, 9. Oktober 2020

Marmor-Käsekuchen

In der letzten Wochen brauchten wir nur einen kleinen Kuchen, denn der Grønakaka reichte lange, und auf dem Heimweg aus dem Büro brachte der Gatte Kuchen mit. Also buk ich nur einen kleinen Käsekuchen. Den Quark ersetzte ich durch Frischkäse, denn der vermehrte sich ungeplant. 

Marmor-Käsekuchen.

Dieser Beitrag geht rüber zum Freutag. Vielen Dank für's Sammeln!

Marmor-Käsekuchen

Zutaten für eine 18er Springform*:

100 g Zartbitter-Kuvertüre
125 g weiche Butter
150 g brauner Zucker
3 Eier
300 g Frischkäse (alternativ Quark)
100 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1/2 Vanilleschote (das Mark davon)

 Zubereitung:

Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und zimmerwarm abkühlen lassen.

Butter und Zucker cremig rühren. 

Die Eier einzeln unterschlagen. 

Den Frischkäse dazugeben und unterrühren. 

Mehl mit Backpulver, Salz und Vanillemark mischen und unterrühren. 

Den Teig in zwei Hälften teilen. Eine Hälfte hell lassen. In die andere die Kuvertüre rühren. Mit zwei Esslöffeln den Teig abwechselnd in die Mitte der Form geben, denn vorsichtig eine Gabel durch den Teig drehen. 

Bei 160°C (Umluft) ca. 45 Minuten backen (Stäbchenprobe). Dabei nach etwa der Hälfte der Backzeit mit einem scharfen Messer am Rand der Springform entlang schneiden, so dass der Käsekuchen nicht so stark einreißt. Den Käsekuchen bei geöffneter Backofentür abkühlen lassen. Dabei wird die Masse noch fester. 

Quelle / *Affiliate links

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Kochen ohne Tüte: Kartoffel-Borretsch-Tarte

In diesem Jahr hatte ich Glück mit den Borretsch, den ich eigentlich nur für die Insekten pflanzte: Er wuchs so üppig, dass ich mehrfach ernten konnte. Die letzte Ernte landete in dieser Tarte. Für die Zubereitung verzichte ich auf ein Fix, dass je nach Hersteller folgende Inhaltsstoffe hat:

Kartoffelstärke, Sonnenblumenöl, Jodsalz, Gewürze (5,4% Zwiebeln, Knoblauch, Muskatnuss, Pfeffer), Molkenerzeugnis, Glukosesirup, Milcheiweiß, Zucker, Würze (aus Weizen)

bzw.

Palmöl, Kartoffelstärke, 14% Zwiebeln, jodiertes Speisesalz, Milchzucker, Speisesalz, Milchweiß, Würze, Zucker, Knoblauch, Kochsalzersatz, Aromen.

Das wenigstes davon braucht es. Am sinnvollsten ist noch Kartoffelstärke, gilt es im Originalrezept doch, 350 ml Wasser und 50 ml Sahne zu binden. Das Wasser ersetzte ich durch Sahne, Bindung kommt von den Eiern und einen Teelöffel Kartoffelstärke. Eine kleine Zwiebel und eine Knoblauchzehe sind schnell gepellt und gehackt. Einzig die Kartoffel brauchten bei mir mehr Zeit: Unsere Sorte war so festkochend, dass ich wusste, sie wird in 40 Minuten nicht gar, und die Scheiben vorkochte. Dennoch brauchte ich auch nicht länger als die von der fixen Tüte angegebenen 71 Minuten.

Kartoffel-Borretsch-Tarte.

Kartoffel-Borretsch-Tarte

Zutaten für eine 28er Tarte-Form:

750 g Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Öl
200 ml Schlagsahne
1 Schuss Milch oder Wasser
1 TL Stärkemehl (Kartoffelstärke)
etwas Muskatnuss
2 Eier
100 g Borretsch (alternativ Rauke oder glatte Petersilie)
300 g Quiche- & Tarteteig aus dem Kühlregal (oder selbstgemachter Mürbeteig)
50 g geriebener Käse (gerne mehr)
Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, in dünne Scheiben hobeln, ggf. waschen und kurz vorkochen. Zwiebel und Knoblauchzehe pellen, fein würfeln und mit den Kartoffelscheiben in heißem Öl anschwitzen.

Borretschblätter in feine Streifen schneiden. Wenn die Stängel dünn sind, können sie fein gehackt ebenfalls verwendet werden.  

Sahne, Milch und Stärkemehl verrühren. Die Hälfte des Borretsch, Eier unterrühren und die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. 

Tarteform fetten und mit dem Teig auslegen, so dass auch der Rand bedeckt ist. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Kartoffel-Zwiebel-Mischung darauf verteilen, dann die Sahne-Mischung.  

Bei 170°C (Umluft) im Backofen ca. 40 Minuten backen. Kurz vor Ende der Garzeit Käse darüber verteilen und überbacken. Die Tarte herausnehmen, restlichen Borretsch darüber streuen und warm oder kalt genießen. 

Samstag, 3. Oktober 2020

Wochenplan in KW 40/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXVII

Lesen zur Tee-Zeit auf dem Balkon.
In dieser Woche war der sonnabendliche Einkauf rasch erledigt. Der Gatte war schon am Freitag spontan beim Schlachter, weil die Fleischvorräte im TK leer waren. Außerdem butschert er zurzeit ziemlich viel durch diverse Läden, weil er wegen der Kurzarbeit viel Zeit hat, nachdem er sich nicht mehr um Haushaltsauflösung und Umzug seiner Mutter kümmern muss. Da bringt er dann immer mal das eine oder andere mit. Hätten wir gewusst, ob die Milch bis Montag reicht, wären wir Sonnabend gar nicht einkaufen gewesen. So ging's dann kurz in den Supermarkt.

Den Wochenplan haben wir gründlich durcheinander gewirbelt, und wieder hatte ich keine Zeit, ihn an die Tafel im Flur zu schreiben. Deswegen weiß ich gar nicht mehr so genau, was wir eigentlich geplant hatten.

Sonnabend gab's die Reste der Hack-Gemüse-Pfanne mit Nudeln vom Freitag, diesmal als Auflauf. Da blieb auch noch eine Portion für mich für Sonntag, denn der Gatte aß bei seiner Mutter.

Bei Schwiegermutter gab's Hühnerfrikassee. Der Gatte bekam die Reste mit, und das war genug für uns beide als Abendessen am Montag. Durch die Kurzarbeit hat der Gatte ja keine Mittagspause, in der er die Reste vom Abendessen essen kann, sondern isst mittags zu Hause. 

Dienstag gab's das gute alte deutsche Abendbrot.

Mittwoch machte ich eine Kartoffel-Borretsch-Tarte, um den letzten Borretsch im Garten zu verarbeiten. Die Tarte reichte auch für Donnerstag. Der Gatte reichte dazu Tomatensalat. 

Freitag wollte der Gatte gefüllte Paprikaschoten zubereiten, aber als ihm aufging, dass die bummelig eine Stunde garen, warf er einen Blick auf die Uhr, dann einen Blick in den Vorratsschrank und servierte Nudeln mit Würstchengulasch. Das gab's bei uns schon so oft, dass ich langsam mal ein Rezept für die Rubrik "Kochen ohne Tüte" bloggen könnte.

Gebacken wurde auch: Ein kleiner Marmor-Käsekuchen, um der Frischkäseinvasion im Kühlschrank Herr zu werden. 

Ansonsten fehlen mir gerade die Büro-Mittagessen sehr. Seitdem der Gatte in Kurzarbeit ist, meine Hormone komplett durchdrehen und mein Gewicht ins Unermessliche steigen lassen, lasse ich ja das Mittagessen ausfallen, um dafür mit dem Gatte nachmittags Kuchen zu essen und Tee zu trinken. Ich achte sehr auf meine Kalorienbilanz, Eisen- und Östrogengehalt (okay, nicht im Urlaub), aber als ich die frischen Granatäpfel sah, die es zurzeit überall gibt, bekam ich schrecklichen Appetit auf Joghurt mit Honig und Granatapfel. Montag beginnt die Behandlung meiner Hormonstörung, und vielleicht kann ich dann irgendwann auch wieder endlich unbeschwert essen. 

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Freitag, 2. Oktober 2020

Grønakaka - Grüner Mandelkuchen von den Färöer-Inseln

Das Rezept für diesen Kuchen ist simpel und lautet einfach: Den Kuchen wie den Chokolade drømmekage zubereiten. Dabei das Kakaopulver durch 2 TL Mandelaroma ersetzen und 1 EL grüne Lebensmittelfarbe in den Teig geben. Die Kokosraspeln weglassen.

Doch, doch, der Kuchen ist grün.

Besonders das Weglassen der Kokosraspeln fällt mir leicht, denn die bekomme ich hier schon seit Ende Juni nirgendwo. Ich wollte mir welche aus dem Dänemark-Urlaub mitbringen, denn da waren selbst im kleinsten Dorfladen die Regale voll damit, aber dann vergaß ich das dusseligerweise. Also Warten bis zum nächsten Dänemark-Urlaub, der hoffentlich im Februar ist, denn ich weigere mich, Kokosraspeln zu Mondpreisen im Netz zu bestellen. 

Ich hatte noch gemahlene Mandeln übrig und ersetzte damit das Mandelaroma. Dieser Kuchen muss eigentlich quietschgrün sein, was ein Esslöffel meiner Speisefarne nicht hergab. Beim nächsten Mal nehme ich die doppelte Menge. Der Kuchen schmeckt wunderbar mandelig - wie Marzipan, nur ohne Marzipan, wie der Gatte glücklich feststellte, denn nach zwei Wochen dänischer Kuchen mag er gerade kein Marzipan mehr. Durch den Schokoguss bleibt er auch schön lange saftig.

Dieser Beitrag geht rüber zum Freutag. Vielen Dank für's Sammeln!

Grønakaka - Grüner Mandelkuchen von den Färöer-Inseln

Zutaten für eine 26er Springform:

Für den Teig:

250 g Butter
100 ml Milch
4 Eier
300 g brauner Zucker
320 g Mehl
2 TL Backpulver
30 g gemahlene Mandeln, in der Pfanne angeröstet
1 - 2 EL Lebensmittelfarbe, grün
ggf. Butter und Semmelbrösel für die Form

Für die Glasur:

250 g Puderzucker
2 EL Kakaopulver
2 EL Wasser oder starker Kaffee (ggf. auch mehr)

Zubereitung:

Butter und Milch erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Eier und Zucker hell und schaumig rühren. Die Butter-Milch-Mischung unter Rühren zugießen. Mehl, Backpulver und Mandeln mischen und sorgfältig unterrühren. Die Lebensmittelfarbe einarbeiten.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben, glattstreichen und bei 160°C (Umluft) etwa 40 Minuten backen (Stäbchenprobe). Den Kuchen in der Form auskühlen lassen.

Für die Glasur Puderzucker und Kakaopulver mit gerade so viel Wasser / Kaffee verrühren, dass die Glasur fest. aber streichfähig ist, damit sie nicht davon läuft. Den Kuchen damit überziehen.

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