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Donnerstag, 20. Dezember 2012

Philips Homecooker 1050/30 Test IX: Gefüllte Paprikaschoten mit Reis und Tomatensauce

Gefüllte Paprikaschoten mit Reis und Tomatensauce.
Die Füllung war die orientalische Variante (siehe unten).
Normalerweise bereite ich Gefüllte Paprikaschoten mit Reis im Tischdampfgarer zu - natürlich ohne Tüte. Dadurch spare ich mir das Pülverchen aus
Jodsalz, modifizierte Stärke, Aroma, Zwiebeln, Gewürzen (Knoblauch, Pfeffer, Muskat, Piment), Hefeextrakt, Kräuter (Petersilie, Liebstöckel, Oregano, Majoran), Maltodextrin, Paprikapulver (2,4%), Sonnenblumenöl und Spuren von Eiern, Weizen, Milch, Sellerie, Senf (beim gelb-roten Produkt) bzw. 
Tomatenpulver, jodiertes Speisesalz, Stärke, Zucker, Hefeextrakt, Aroma (mit Weizen), Zwiebeln, Reismehl, Knoblauch, pflanzliches Fett, Oregano, Thymian, Gemüsesaftkonzentrate (Sellerie, Karotten, Lauch, Zwiebeln), Pfeffer (die Zutaten des grün-gelben Produkts).
Im Tischdampfgarer dauert die Zubereitung von Reis und Schoten etwa 45 Minuten bei knapp 100 Grad.

Durch den Beitrag einer Mittesterin war ich vorgewarnt, dass die Zubereitung im Homecooker (HC) ein wenig länger dauert - gelinde gesagt ... Aber schon nach nur 110 Minuten hatten wir leckere gefüllte Paprikaschoten mit Reis und Tomatensauce *hüstel* Und wie unser Running Gag besagt: Die Zeit, die es im HC länger dauert, können wir ja gaaaaanz toll anders nutzen, und ich muss ja nicht ständig rührend am Topf stehen. Okay, das muss ich bei der Zubereitung im Tischdampfgarer auch nicht, aber komm' mir jetzt bloß nicht mit Logik.

Wird im HC auf mehreren Etagen gegart, sammelt sich die Flüssigkeit im Topf - in diesem Fall tropften die Paprika auf den Reis. Das gefällt mir nicht und ist bei meinem Tischdampfgarer besser geregelt. Da gibt es für das Abtropfwasser eine eigene Schale.

Gefüllte Paprikaschoten mit Reis aus dem Tischdampfgarer (Tefal VitaCuisine)

Zutaten für vier Portionen
200 g Reis
400 ml Wasser (oder Gemüsebrühe)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
4 Paprikaschoten
750 g Rinderhack
1 TL Tomatenmark
1 TL glatte gehackte Petersilie
Paprika, edelsüß
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Den Reis mit Wasser und etwas Salz oder Gemüsebrühe in einen Garkorb mit Reisbehälter geben, in den Dampfgarraum stellen und 15 Minuten dämpfen.

Währenddessen die Paprika waschen, Deckel von den Paprika schneiden und das Kerngehäuse entfernen. Ggf. den Strunk herausschneiden.

Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken. Mit dem Hack, den Gewürzen, der Petersilie und dem Tomatenmark vermengen. Die Paprikaschoten mit der Hackmasse füllen und den Deckel wieder aufsetzen.
Die gefüllten Paprika neben den Reisbehälter in den Dampfgarraum geben und gemeinsam 25 Minuten bis 30 Minuten dämpfen.

Die Tomatensauce bereite ich nach dem unten genannten Rezept im Topf auf dem Herd zu.

Variation:

Wir mögen die Paprikaschoten auch ganz gerne mal orientalisch angehaucht. Das Hack wird dann mit Zimt, Piment und Nelke angeschmeckt. In die Füllung kommen außerdem Rosinen, Schafskäse und gehackte Mandeln oder Pinienkerne.

Die Paprikaschoten im Dampfeinsatz. In einer steckt ein Zahn-
stocher, damit ich weiß, dass die mit Rosinen und Zimt ist,
genau wie die mit dem Stiel im Deckel. Die Unterscheidung
ist wichtig, da zwei Schoten für Mudderns eingefroren
wurden und Orient im Fleisch für sie zu exotisch ist.
Gefüllte Paprikaschoten mit Reis und Tomatensauce dem Homecooker

Zutaten für 8 Schoten:
600 g Rinderhack
1 altbackenes Brötchen oder 2 altbackene Brotscheiben, in Wasser eingeweicht und gut ausgedrückt
1 bis 2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 Eier
Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikamark, scharf (alternativ Tomatenmark und ein Hauch Cayenne)
Salz
Pfeffer

Zutaten für den Reis:
2,5 l Wasser
250 g Reis
Salz

Der komplette Aufbau. Nachdem die Schoten
etwas weich gegart waren, konnte ich den Deckel
vorsichtig herunterdrücken.
Zutaten für die Tomatensauce:
1 Dose (400 ml) Tomatenstücke
etwas Madeira, Sherry (oder Wasser) 
Thymian, frisch oder gerebelt
Oregano, frisch oder getrocknet
1 Prise Zucker
Salz
Pfeffer
evtl. eine Prise Cayenne oder Chiliflocken

Zubereitung:

Wie beim Schweinegeschnetzelten den Homecooker auf 250 Grad einstellen und den Timer auf 30 Minuten stellen (ohne Rührarm). Wasser in den Topf füllen und abdeckeln. Reis in den Pastaeinsatz geben und beiseite stellen.

Paprika waschen, Deckel von der Paprika schneiden und das Kerngehäuse entfernen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken. Mit dem Hack, den Gewürzen, dem Brötchen oder Brot und dem Paprikamark vermengen. Die Paprikaschoten mit der Hackmasse füllen und den Deckel wieder aufsetzen.

Die Schoten in den Dampfkorb geben, diesen dann auf den Topf setzen und abdeckeln. Es passten 6 Paprikaschoten gleichzeitig in den Topf; zwei garte ich später nach - im Topf, auf dem Herd ...

Wird im HC auf mehreren Etagen gegart, sammelt sich die
Flüssigkeit im Topf - in diesem Fall tropften die
Paprika auf den Reis. Das ist bei meinem Tischdampfgarer
besser geregelt. Da gibt es für das Abtropfwasser
eine eigene Schale.
Diesmal dauerte es 50 Minuten, bis das Wasser kochte - vielleicht, weil die Paprikaschoten so groß waren, dass der Deckel nicht schloss. Ich musste den Timer also nochmal auf 20 Minuten nachstellen.

Wenn das Wasser kocht, den Dampfkorb beiseite stellen (am Besten auf ein Handtuch, denn das tropft)

und den Pastakorb mit dem Reis in den Topf setzen, dann den Dampfkorb wieder oben drauf setzen und abdeckeln. Timer auf 30 Minuten stellen.

Wenn der Reis gar ist, den Dampfkorb abnehmen, den Pastaeinsatz herausnehmen und beides beiseite stellen (am Besten auf jeweils ein Handtuch, denn das tropft). Das Wasser aus dem Topf abgießen, den Rührarm einsetzen und einschalten. Temperatur auf 175 Grad stellen. Die Tomatenstücke in den Topf geben, Madeira dazu, mit den Gewürzen abschmecken und etwa 10 Minuten erwärmen bzw. köcheln lassen. Dabei den Dampfkorb auf den Topf setzen und abdeckeln.

Wenn die Sauce warm ist, zusammen mit den Paprikaschoten und dem Reis servieren.

Hier wieder die Vergleichstabelle:

Donnerstag, 8. Juli 2021

Gefüllte Paprikaschoten mit Tomatensauce

Wir hatten lange keine gefüllten Paprikaschoten mehr. Diese sind vegetarisch, was dazu führte, dass der Gatte vergeblich das Hackfleisch suchte ... 

Gefüllte Paprikaschoten mit Tomatensauce.

Wir hatten eine ungeplanten Tomatenvermehrung, weswegen ich die Tomatensauce aus frischen Tomaten machte. Dafür brauchte ich 500 g Tomaten statt 200 g passierte Tomaten und etwas Gemüsebrühe.

Gefüllte Paprikaschoten mit Tomatensauce

Zutaten für 4 Portionen:

1 Zwiebel
400 g Kartoffeln
Olivenöl
4 rote Paprikaschoten
4 Eier
2 EL Crème fraîche
1 EL mittelscharfer Senf
Salz
Pfeffer
1 EL Schnittlauchröllchen
250 g geriebener Käse (z. B. Edamer)

Für die Sauce:
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 EL Öl
1 EL brauner Zucker
200 g passierte Tomaten 
100 ml Gemüsebrühe
ggf. 2 EL Ketchup
100 g Kirschtomaten
Salz
Pfeffer
Paprikapulver, edelsüß
einige geschnittene Basilikum- und Oreganoblättchen (ersatzweise getrocknet)

Zubereitung:

Für die Paprikaschoten Zwiebel abziehen, Kartoffeln schälen und waschen, beides in Würfel schneiden und in erhitztem Öl anbraten. Paprikaschoten quer halbieren, putzen und waschen.

Eier mit Crème fraîche und Senf verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Schnittlauch würzen. Käse und Kartoffeln mit der Eiermasse vermischen, in die Paprikaschoten füllen und im Backofen bei 180°C (Umluft) circa 30 bis 40 Minuten garen.

Für die Sauce Schalotte und Knoblauch abziehen, in kleine Würfel schneiden und in erhitztem Öl anbraten. Zucker überstreuen und leicht karamellisieren lassen. Tomaten, Brühe und ggf. Ketchup zufügen und abgedeckt circa 10 Minuten garen. Kirschtomaten waschen, halbieren und kurz vor Ende der Garzeit zu der Sauce geben. Sauce mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Basilikum und Oregano abschmecken und zu den Paprikaschoten servieren.

Dienstag, 5. November 2013

Nach-dem-Kochtreffen-Restekochen: Mit Reis, Paneer und Hack gefüllte Paprikaschoten in Tomatensauce

Mit Reis, Paneer und Hack gefüllte Paprikaschoten.
Unerklärlicherweise schafften wir beim indischen Kochtreffen die Desserts nicht mehr. Dadurch bleib Paneer übrig. Gekochter Reis war auch noch da, und der Gatte brachte von seinem planlosen Wocheneinkauf Paprikaschoten und Hack mit.

Ideale Zutaten also, um mal wieder den Tischdampfgarer zu aktivieren.

Mit Reis, Paneer und Hack gefüllte Paprikaschoten in Tomatensauce

Zutaten für 5 Portionen:

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
5 Paprika
250g Paneer
200 g Basmatireis, gekocht (oder so viel, wie gerade da ist)
500 g Rinderhack
1 EL gehackte Korianderblätter
Tomatenmark
Kurkuma, gemahlen
Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer
1 Paket Pomito (passierte Tomaten)
Olivenöl

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein würfeln. Paprika waschen, Deckel abschneiden und die Frucht entkernen.

Paneer in einer Schüssel zerbröseln, Reis, Korianderblätter und Hack dazugeben. Mit Tomatenmark und den Gewürzen abschmecken, dann die Paprikaschoten damit füllen. Bleibt etwas von der Hackmasse übrig, beiseite stellen.

Die Paprikaschoten in den Tischdampfgarer geben und ca. 40 Minuten garen.

Währenddessen die evtl. übrig gebliebene Hackmasse in etwas Olivenöl anbraten, mit Pomito ablöschen und leicht köcheln lassen. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die gefüllten Paprikaschoten mit der Tomatensauce servieren.

Inspiration: Kjero

Samstag, 22. Juli 2023

Wochenplan in KW 29/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CLXXV

Diese Woche war ich so klug, den Wocheneinkauf auf den frühen Sonnabend Vormittag zu legen, als es zwar schon unangenehm warm, aber noch nicht unerträglich heiß war. Der Gatte kam mit, so dass sich ein Frühstück beim Bäcker angeboten hätte, aber wir entschlossen uns für die Aldi-Edeka-Kombi, und beim Edeka-Bäcker sitzt man nicht gemütlich. Also wurden Brötchen mitgenommen.

Im Laufe der Woche ging's zur Apotheke, zum Bäcker und zu Ikea - morgen wird im Haus endlich eine Garderobe aufgebaut! Der Maler hat nämlich Treppenhäuser samt Treppen, Flur und Küche fertig. Apropos Küche: Falls du dich fragst, warum ich im Haus so kochfaul bin: So sieht unsere Küche aktuell aus:

Blick in die Baustellenküche ...

Morgen oder Montag könnte der Kühlschrank aus dem Wohnzimmer wieder zurück in die Küche ziehen, dann hätte ich in der Küche wieder etwas Arbeitsfläche. Aktuell ist meine Arbeitsfläche die im Wohnzimmer für's Lackieren aufgebockte Küchentür. Die könnte jetzt gekürzt und wieder eingehängt werden, so dass ich den Platz im Wohnzimmer endlich für's Lackieren des letzten Handlaufs nutzen könnte ...  

Wie in den Vorwochen gab's einige leere Regale, aber wir bekamen Ersatz für die gewohnten Produkte. Bei Ikea mussten wir auf die Filiale in Altona ausweichen, weil in Schnelsen nicht alle Produkte vorrätig waren und wir keine Lust hatten, uns durch die Stadt nach Moorfleet zu quälen. Altona ist der unangenehmste Ikea in der Stadt. Diesmal begann der Stress schon mit nicht funktionierenden Aufzügen. Generell ist das Personal mehrheitlich unfreundlich, pampig und demotiviert. Der Gatte wurde sogar von einem Sicherheitsmann vertrieben, als er sich setzen musste, weil er nicht mehr stehen konnte. Er wies auf seine Behinderung hin, war mit Gehhilfe unterwegs, aber das war egal. Was für ein Unterschied zu Schnelsen! Dort öffnete ein Sicherheitsmann sogar den wegen Corona gesperrten Aufzug, damit der Gatte sich nicht die Treppen hochquälen musste! 

Der Einkauf in Altona führte auch dazu, dass wir Gutscheine nicht nutzen konnten, die an Schnelsen gekoppelt waren. Natürlich hätten wir warten können, bis die Ware dort wieder vorrätig ist, aber wer weiß, wann das ist und ob wir dann gerade Zeit haben, zusammen zu Ikea zu fahren ... Lichtblick waren die Verkäuferin in der Schrankabteilung, die mir bei einem geplanten Ikea-Hack half und dafür sorgte, dass wir wussten, wo wir die restlichen Artikel auf unserer Liste finden, und die Kassiererin. 

Bei der Wochenplanung war absehbar, dass wir die ganze Woche in Hamburg sein würden, denn der Maler brauchte bis einschließlich heute freie Bahn. Eigentlich wären wir verreist gewesen, um meine Mutter beizusetzen, aber dazu habe ich aktuell keine Kraft. Mudderns "Verklappung" muss also noch etwas warten. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend grillte der Gatte Steaks. Dau gab's Baked Potatoes.

Sonntag gab's Bratwurst mit Kartoffelsalat.

Montag war ich für den Ortstermin mit dem Tischler zuständig, der sich für den späten Nachmittag ansagte, so dass klar war, dass ich erst spät in Hamburg sein würde. So standen mal wieder die schon mal verschobenen Fischbrote auf dem Plan. Der Gatte allerdings hatte Magen, und so gab's magenfreundliches Hühnerfrikassee mit Reis. 

Dienstag bereitete ich gefüllte Paprikaschoten mit Reis und Tomatensauce zu, diesmal aus Bequemlichkeitsgründen im Backofen, da weniger Abwasch als bei Verwendung des Tischdampfgarers. Doch, wir haben in der Wohnung weiterhin eine Spülmaschine, aber da wir die ganze Woche über in Hamburg waren, damit der Maler freie Bahn hat, wurde die auch so voll. 

Es war noch Kartoffelsalat übrig, zu dem es Mittwoch Würstchen gab. 

Donnerstag gab's nochmal gefüllte Paprikaschoten mit Reis und Tomatensauce. 

Ikea ohne Mitnahme von TK-Köttbullar geht selten. Freitag gab's Köttbullar mit Spätzle und brauner Sauce. 

Da wir erst morgen wieder auf die Baustelle fahren, also eine ganze Woche in Hamburg blieben, und ich zwei freie Tage hatte, wurde tatsächlich auch mal wieder gebacken: Es gab Zitronenkuchen. Für den brauchte ich Öl und fand im Vorrat eine No-Name-Flasche, die wir ohne den Ukrainekrieg nie gekauft hätten. So aber nahm der Gatte sie mit, als er sie im Laden sah, weil ungewiss war, wann es wieder Öl zu akzeptablen Preise geben würde. Bei den aktuellen Ölpreisen bekomme ich immer noch Schnappatmung, aber es gibt zumindest wieder die gewohnten Produkte - meistens. Über Too good to go wurde nichts geholt. In den beiden Mittagspausen gab's Sushi bzw. Salat - ich war zu erschöpft, um Obst für Overnight Oats zu schnibbeln. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 10. Oktober 2020

Wochenplan in KW 41/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXVIII

Diese Woche gab's Bohnensuppe.
Durch den Feiertag am Sonnabend kauften wir schon am frühen Freitagnachmittag ein. Ungewohnt, aber ich könnte mich glatt daran gewöhnen, solange ich im Heimbüro bin. Wie meistens ging's erst in den Discounter, dann in den Supermarkt. Im Laufe der Woche war der Gatte beim Bäcker und im Getränkemarkt.

Ich schaffte es wieder nicht, unseren Wochenplan an die Wandtafel zu schreiben, aber immerhin haben wir diesmal den handgeschriebenen nicht verloren. 

Sonnabend sollte es Apfelklöße geben, aber da der Gatte Freitag keine gefüllten Paprikaschoten machte, sondern Würstchengulasch, gab's die Paprikaschoten.

Sonntag aßen gatte und Schwiegermutter beim Griechen. Ich züchte mir gerade durch das Hormonchaos eine neue Essstörung heran und blieb deswegen zu Hause. Es gab mal wieder "was da ist", in diesem Falle eine Handvoll Nudeln, die vom Würstchengulasch übrig blieb, mit Ei gebraten.

Montag gab's nochmal gefüllte Paprikaschoten.

Dienstag kochte ich ein Kartoffel-Gratin mit Porree und Apfel sowie Ofen-Frikadellen, das auch für Mittwoch reichte. Die Äpfel stammten aus Mudderns Garten, und zwei Portionen konnte ich für sie einfrieren.

Unser Tiefkühler muss leerer werden, und so gab's Donnerstag Bohnensuppe mit Adzukibohnen und Vanille-Curry.

Freitag machte ich Muschelnudeln mit Ricotta-Basilikum-Füllung und Tomatensauce - zumindest war das der Plan, aber das Nudelregal im Supermarkt ist seit Wochen abgegrast, so dass die Muschelnudeln durch Cannelloni ersetzt werden mussten. Der tapfere Basilikum, der sogar zwei Wochen Urlaub überstand und wie wahnsinnig blühte, ist jetzt komplett abgeerntet.

Obwohl der Gatte oft Kuchen mitbrachte, wurde auch gebacken: Es gab Æblekage, eigentlich ein dänisches Dessert, aber Magnus Nilsson hat in seinem Kompendium zur skandinavischen Küche, Nordic*, auch ein Kuchenrezept. Die Äpfel kamen natürlich aus Mudderns Garten. Corona hat schon merkwürdige Auswirkungen: Wir haben einen Kuchengabel-Notstand! Der Gatte stellte entsetzt fest, dass wir nur sechs Stück haben, und die waren Montag alle in der Spülmaschine. Dafür haben wir über 18 Kuchen- bzw. Dessertteller. Kommende Woche muss ich eh ins Einkaufszentrum, dann werden nochmal sechs Kuchengabeln gekauft. Corona sei Dank, verzichten wir ja aufs Mittagessen. Dafür gibt's nachmittags Tee und Kuchen.

Übrigens gibt es das erste Kochbuch einer Blogger-Kollegin: "33 süße Rezepte aus der Vorratskammer*" von Shermin Arif. Herzlichen Glückwunsch!

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 22. Dezember 2012

Philips Homecooker 1050/30 Test-Fazit: Die andere Dimension des Slow Food

Fassen wir mal zusammen: Der Homecooker, laut Werbung "eine völlig neuartige all-around Küchenmaschine", ein "Multitasking-Gerät", mit dem ich "jeden Tag frisch kochen [kann] – ohne großen Zeitaufwand", ist für ca. 399 Euro im Handel und soll
  • kochen,
  • garen,
  • dämpfen,
  • schmoren,
  • schnibbeln,
  • schneiden
  • und vieles andere
können. Okay, dann schauen wir mal ...

Nach einer Woche war klar: Der Homecooker und wir sind nicht kompatibel. Ich erfüllte also ein paar der selbstgestellten Aufgaben, packte die eierlegende Wollmilchsau wieder ein und bestellte die Abholung.

Wir kochen abends. Das Abendessen ist unsere Hauptmahlzeit. Wir essen gerne zwischen 19 Uhr und 20 Uhr. Mit dem HC wurde sich diese Zeit nach hinten verschieben, oder, wie der Gatte sagte: "Das Teil ist ideal für einen Mitternachtsimbiss." Die Aussage, mensch könne die Zeit, die der HC für Gerichte braucht, doch sinnvoll anders nutzen, wurde bei uns zum Running Gag.

Was mich am Meisten erstaunte, waren die begeisterten Aussagen, dank des HC müsse frau endlich nicht mehr stundenlang in der Küche stehen und rühren. Ich hatte irgendwann das Kopfkino, dass Tausende Hausfrauen angekettet am Herd stehen und rühren. Und mir war mal wieder klar, dass ich eine faule Hausfrau bin. Ich stehe nicht ständig am Herd und rühre. Sicher bin ich deswegen nicht HC-kompatibel.

Womit sich der HC messen lassen musste:
  • Tefal VitaCuisine Tischdampfgarer (2.000 Watt und 6,5 Liter Fassungsvermögen statt 1.500 Watt und 3 Liter Fassungsvermögen beim HC, hält warm und gart vitaminschonend, muss aber regelmäßig mit Wasser versorgt werden),
  • Moulinette-Schneideturm,
  • Herd und Backofen samt Töpfen und Pfannen,
  • Schneidbrett und Messer,
  • Mikrowelle.
Was mir beim HC gut gefällt:
  • Mit Mehl gebundene Saucen werden langsam gerührt, brennen nicht an. Damit sie nicht klumpen, muss man aber mit dem Schneebesen nachhelfen.
  • Aufgewärmtes schmeckt besser als aus der Mikrowelle und brennt nicht an (das Aufwärmen dauert aber auch sehr viel länger).
  • Der Schneideturm passt gut an den Topf.
  • Man kann direkt in den Topf schneiden lassen, ohne dass was daneben geht. Unter eine normale Schüssel muss man allerdings etwas stellen, da der Schneideturm sonst zu hoch ist. Ansonsten geht dann viel daneben.
  • Man kann im HC auch anbraten - sofern man nicht zu viel erwartet. Es dauert lange, und das Bratgut wird teilweise eher gekocht.
  • Der Topf lässt sich leicht reinigen. Beim Rührarm und bei den Schneidescheiben sieht es anders aus.
  • Das Gerät arbeitet schön leise.
  • Der Schneideturm ist schön klein und schnell zusammengebaut.
  • Die Teile sind spülmaschinentauglich (bis auf die mit Elektrik, klar).

Was mir beim HC nicht gefällt:
  • Die Temperatur ist nicht stufenlos regulierbar.
  • Die Geschwindigkeit des Rührarms ist nicht veränderbar.
  • Bei kleinen Mengen (z.B. ein Kilo Äpfel) wird nur die Menge am Topfboden gerührt, gleichzeitig wird einiges an den Topfrand nach oben geschoben, kommt aber nicht wieder runter, so dass man einen Kochlöffel einsetzen muss (z.B. beim Apfelkompott).
  • Die Temperatur wird nur am Topfboden erreicht. Beim Garen auf mehreren Ebenen hat man, anders als beim Dampfgarer, immensen Temperaturverlust.
  • Die Garzeit verlängert sich zum Teil exorbitant, ist unberechenbar. Um Wasser für Reis zu erhitzen, brauchte ich einmal 50 Minuten, ein anderes Mal 30 Minuten. Okay, ich muss nicht daneben stehen, kann die Zeit auch anders nutzen. Das könnte ich aber auch, wenn ich beispielsweise Geschnetzeltes konventionell in 30 Minuten zubereite statt in 95 Minuten ... Und: 2,5 Liter Wasser für 250 g Reis sind ... öhm, wie sag' ich es diplomatisch? Ein ganz klein wenig unverhältnismäßig?
  • Das Fehlen von Gartabellen und abwandelbaren Grundrezepten. Ein bisschen wurde auf der Philips-Homepage nachgebessert, aber prinzipiell gibt es nur die Rezepte von Jamie Oliver und Mario Pichler sowie die Methode Versuch und Irrtum. Letzteres ist für mich als Testerin okay, aber nicht als Endkundin. Letztlich übernehmen die Testerinnen die Aufgabe, Garzeittabellen und Rezepte zu erstellen, und das auch noch ohne Honorierung.
  • Beim Schneideturm ist der Abstand zwischen Schneidescheibe und Deckel mit ca. 2 cm zu groß, bleibt schon mal was hängen (Wurzeln zum Beispiel kreiselten fröhlich auf der Scheibe herum, wurden aber nicht geschnitten).
  • Die Schneidescheiben sind nicht eindeutig gekennzeichnet (bzw. ich bin zu blöd, zu erkennen, welche Scheibe wofür ist). Außerdem lassen sie sich wirklich schlecht reinigen. Ich musste ziemlich viel knibbeln und bürsten, nachdem sie aus der Spülmaschine kamen, und die Bürstenstriche blieben auf den Scheiben zu sehen. Außerdem sind nicht nur die Messer scharf, sondern auch die Kanten der Scheiben.
  • Die ursprüngliche Behauptung, die Plastikteile seien stabil, musste ich nach dem Garen der Gefüllten Paprikaschoten revidieren, denn der Dampfkorb wurde schnell instabil. Zudem wurde der Rührer ziemlich schnell blass und angeschrammt.
  • Die Versuche, Fleisch anzubraten, schlugen fehl. Das Fleisch wurde eher gekocht.
  • Der HC kann keine Massen zur Rose abziehen. Okay, technisch gesehen kann er es - in 40 Minuten bei 90 Grad. Praktisch allerdings fehlt die Luft, die bei der herkömmlichen Methode mit dem Schneebesen unter die Masse geschlagen wird und für Fluffigkeit sorgt.
  • Wird im HC auf mehreren Etagen gegart, sammelt sich die Flüssigkeit im Topf - zum Beispiel die von den Gefüllten Paprikaschoten auf dem Reis.
Was ich für Augenwischerei halte:
  • Die Aussage, der HC nähme "die lästige Rührerei" ab, und das ausgerechnet manifestiert an Gerichten wie Chili con carne oder Gulasch. Das sind typische Schmorgerichte, die ganz alleine stundenlang vor sich hin köcheln. Da stehe ich garantiert nicht dabei. Und die Aussage anderer Tester, Dank HC sei das Gulasch "endlich mal nicht zäh", ist auch Blödsinn. Bei drei bis vier Stunden Garzeit und 175 bis 250 Grad Temperatur muss Gulasch weich werden - selbst mit viel weniger Temperatur und auf dem Herd. Dazu brauche ich keinen HC.
    Selbst bei Risotto stehe ich nicht ständig am Herd und rühre, und Milchreis gare ich meistens im Bett. Rosmarinkartoffeln mache ich im Ofen, die müssen nicht gerührt werden. Bratkartoffeln mache ich in der Pfanne, denn die müssen auch nicht ständig gerührt werden, wenn mensch weiß, wie's geht. Lachen musste ich über die im Netz gefundene Aussage, Dank HC könne man endlich Couscous kochen, denn Couscous sei anspruchsvoll, dafür bräuchte man einen Couscous-Topf. Nachdem ich mich vom Lachkrampf erholt hatte, kam ich einmal mehr zu dem Ergebnis, dass ich nicht kochen kann, denn sonst würde ich Couscous nicht ohne Couscoussiere zubereiten können ...
  • Die Aussage, der HC können dampfgaren. Okay, technisch gesehen kann er das. In der Praxis bedeutet es allerdings, dass das dazu notwendige Wasser erstmal auf die entsprechende Temperatur gebracht werden und gehalten werden muss. Bevor Dampf entstand, erhitzte ich beispielsweise für die Paprikaschoten mit Reis 2,5 Liter Wasser bummelig 50 Minuten bei 250 Grad. Im Tischdampfgarer wären die Paprikaschoten samt Reis in der Zeit schon fertig gewesen - bei 100 Grad. Beim Tischdampfgarer sammelt sich das Tropfwasser außerdem in einer extra Schale. Im HC sammelt es sich im Topf , also auf dem, was unter dem Dampfkorb gart - beispielsweise auf dem Reis. Das sieht nur bedingt lecker aus und macht sich auch geschmacklich bemerkbar.
  • Die Aussage, dass der HC Zeit spart. Ähm, sorry, aber wenn ich für Gerichte drei oder vier Mal so lange brauche wie sonst, sehe ich das anders. Oder, in des Gatten klaren, deutlichen Worten: "Volksverdummung!" 
Unter welchen Bedingungen ich den HC kaufte / behielte:
  • Wenn ich gerade meine erste Wohnung bezöge und gerade erst kochen lernte, also noch keine gut ausgestattete Küche und grundlegendes Kochwissen hätte. Dann fällt es sicher leichter, den HC und seine Eigenheiten zu akzeptieren - ich wüsste ja nicht, wie es anders geht.
  • Wenn ich nur zwei Kochplatten hätte.
  • Wenn ich viel Freizeit hätte und nichts damit anzufangen wüsste.
  • Wenn es der HC geschafft hätte, meinen Tischdampfgarer und die altersschwache Moulinette zu ersetzen.
  • Wenn die Zubereitung im HC wenigstens annähernd so schnell gewesen wäre wie mit meinen üblichen Gerätschaften.
  • Wenn die gewählte Temperatur nicht nur am Topfboden erreicht würde.
  • Wenn ich nur von Milchreis, Grießbrei, Gebrannten Mandeln oder Aufgewärmtem lebte - beim Aufwärmen ist der HC wirklich großartig, und rühren kann er auch einigermaßen. Er ist sicher ideal für Menschen, die gerne Parties geben und dabei größere Mengen Suppe oder Chili warmhalten müssen.
  • Wenn der Preis für das, was der HC letztlich ist - nämlich ein Topf, der rühren kann - angemessen wäre. 199 Euro (Testpreis) bzw. 399 Euro (UVP) sind in meinen Augen unangemessen.
Hier alle Testbeiträge im Überblick:
Test I: Auspacken und aufwärmen
Test II: Pudding aus der Tüte
Test III: Tomatensuppe ohne Tüte
Test IV: Senf-Rahm-Geschnetzeltes ohne Tüte mit Reis und Rosenkohl
Test V: Ratatouille
Test VI: Eintopf mit Chinakohl
Test VII: Despinas Apfelkompott
Test VIII: Milchreis
Test IX: Gefüllte Paprikaschoten mit Reis und Tomatensauce
Test X: Gebrannte Mandeln

Freitag, 28. August 2020

Mit Bulgur gefüllte Paprika und Gurken-Quark

Paprika haben gerade Saison, also kommen sie zurzeit öfter bei uns auf den Tisch. Gleiches gilt für Gurken und Dill, den wir dieses Jahr überproportional oft essen - insbesondere dafür, dass ich eigentlich keinen Dill mag. Aber Geschmäcker ändern sich ja. Frischen Dill esse ich inzwischen einigermaßen gerne.

Statt Bulgur können die Schoten in diesem Gericht auch mit Couscous oder einem anderen Getreide gefüllt werden. 

Mit Bulgur gefüllte Paprika und Gurken-Quark.

Im Original reichen die Zutaten für zwei Portionen. Wir hingegen schaffen nicht mehr als eine Paprikaschote pro Person und aßen entsprechend zwei Mal davon. Dieses Gericht ist vegetarisch, was bedeutet, dass der Gatte Schinkenwürfel erwartete ... Vergeblich.

Mit Bulgur gefüllte Paprika und Gurken-Quark

Zutaten für 2 - 4 Portionen:

Für den Quark:
200 g Salatgurke
1/2 Bund Dill
1 kleine Zehe Knoblauch
250 g Magerquark
3 EL Milch
2 EL Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Für die Paprikaschoten:
300 ml Gemüsebrühe
60 g Bulgur
2 kleine rote Paprika
2 kleine gelbe Paprika
1 große Tomate
1/2 Bund Petersilie
1/2 TL abgeriebene Zitronenschale
2 EL kalt gepresstes Olivenöl

Zubereitung:

Für den Quark die Gurke schälen, längs halbieren, die Kerne mit einem Teelöffel entfernen und die Hälften in kleine Würfel schneiden. Den Dill waschen, trocken tupfen, die Spitzen abzupfen und fein hacken. Die Knoblauchzehe schälen, in feine Würfel schneiden und mit Quark und Milch verrühren. Gurkenwürfel und Dill untermischen und alles mit 1 bis 2 TL Zitronensaft, Salz und Pfeffer kräftig würzen. Den Dip zugedeckt kühl stellen.

Für die Paprika in einem Topf die Hälfte der Brühe aufkochen. Den Bulgur hinzufügen und offen bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten garen, bis die Flüssigkeit vollständig eingekocht ist. Dabei ab und zu umrühren.

Von den Paprikaschoten einen Deckel abschneiden, die Kerne entfernen und die Schoten waschen. Die Tomate waschen und in kleine Würfel schneiden, dabei Stielansatz und Kerne entfernen. Die Petersilie waschen, trocken tupfen, die Blätter abzupfen und fein hacken.

Den Bulgur mit einer Gabel auflockern und mit Tomate und Petersilie in eine Schüssel geben. Mit übrigem Zitronensaft, Zitronenschale und Olivenöl mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Paprika mit der Bulgurmasse füllen, nebeneinander in eine kleine Auflaufform stellen und die Paprikadeckel daraufsetzen. Die übrige Brühe dazugießen und die Paprika im Ofen bei 180°C (Umluft) etwa 30 Minuten garen. 

Herausnehmen und mit Gurkenquark servieren.

Quelle / Affiliate link

Samstag, 14. Oktober 2023

Wochenplan in KW 41/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CLXXXVII

Bei uns ist gerade mal wieder die Quadratur des Kreises angesagt. Durch die diversen Erkrankungen des Gatten und die Medikation ist sein Kaliumspiegel zu hoch, muss er sich kaliumarm ernähren, damit die Nieren nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen werden. Dusseligerweise ist alles, was kaliumarm ist, nicht diabetikertauglich und umgekehrt. Der Gatte darf weder Haferflocken noch Kartoffeln, Kartoffelchips, Vollkornprodukte, frisches Obst oder Gemüse, Fisch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte oder Kohl wegen des Kaliums. Stattdessen darf er Weißmehl, Zucker, Konserven, hochverarbeitete Lebensmittel und Fertigfutter. Von letzteren muss er sich häufig erbrechen. Das ist dann nicht nur kalium- sondern auch kalorienarm. 

Normalerweise helfen uns die Ernährunsgdocs*, aber das, was sie für eine nierengesunde Ernährung empfehlen, sind genau die Lebensmittel, die der Gatte nicht darf. Zum Glück gibt es einige Nephrologen, die auch Rezepte veröffentlichen (wie Medice oder Nephrocare), bekam der Gatte von seiner Hausärztin eine Liste, und da arbeiten wir uns langsam durch. Der Verzicht auf frisches Obst und Gemüse ist schwer, und mal eben schnell etwas mit Kartoffeln machen, geht auch nicht mehr, denn Kartoffeln müssen mindestens vier Stunden gewässert werden. Ich überlege ernsthaft, nach dem Umzug Kartoffeln einzukochen, denn dafür müssen sie gewässert werden, und wir hätten dann spontan welche zur Hand, müssten nicht jedes Mal erneut wässern. Auf die Idee brachte mich Frau Schnuppschnüss, die eine Kartoffelschwemme hatte und ja generell alles einweckt, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Sie sagt, eingeweckte Kartoffeln schmecken fast wie frische, kein Vergleich zu den Kartoffeln aus dem Glas, die es im Supermarkt gibt.

Neben dem Kaliumtheater beschäftigt uns der Lebensmittelvorrat, der vor dem Umzug möglichst aufgegessen werden muss. Das ist ein hoffnungsloseres Unterfangen als die Kaliumvermeidung, aber natürlich versuche ich mein Bestes.

Den Wocheneinkauf erledigten wir im Nachbardorf, wo wir drei Discounter, zwei Supermärkte und einen Drogeriemarkt auf mehr oder weniger einen Fleck haben. Wir hatten Glück und bekamen alle Angebote. Viele Regale waren aber leer, und es herrscht gerade mal wieder ein Mangel an Klopapier.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Nürnberger Rostbratwürstchen mit Semmelknödeln und Sauerkraut. Im Sauerkraut schmurgelte ein Apfel aus dem Garten mit.

Sonntag erntete ich das Basilikum ab. Es gab Nudeln mit Pesto.

Das Sonntagseis. Dem Gatten ist eine Portion Spaghetti-Eis inzwischen zu viel.

Von den Nürnberger Rostbratwürstchen mit Semmelknödeln und Sauerkraut bereitete ich gleich eine doppelte Portion zu, so dass wir auch noch Montag davon essen konnten. Für mich gab's Kartoffeln statt Semmelknödel.  

Dienstag gab's gefüllte Paprikaschoten mit Reis und Tomatensauce.   

Mittwoch machte ich Spaghetti aglio e olio mit Garnelen.

Donnerstag tupperte ich die gefüllten Paprikaschoten mit Reis und Tomatensauce ein und fuhr damit auf die Baustelle.

Spätes Frühstück beim Bäcker am Donnerstag.

Freitag sollte es Hähnchenbrust mit Apfelpüree und Oregano geben, aber wir hatten auf der Baustelle Wasserschaden zwei in zwei Tagen. So gab's Fertigfutter in Form von Hühnerfrikassee mit Reis. 

Gebacken wurde nicht, und über Too good to go holte ich auch nichts. 

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

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Samstag, 17. November 2012

Rückblick: Kühlschrank und Wochenplan KW 46

Unser Plan für die zurückliegende Woche.
Dass diese Woche sehr Reis- und Hacklastig war, fiel mir erst Mittwoch auf. Allerdings hat uns das nicht gestört.

Sonnabend und Mittwoch spielte ich mit dem neuen Spielzeug - Du wirst in den nächsten Tagen noch einiges vom Homecooker lesen, aber keine Angst, ich koche bald wieder richtig.

Montag kochte der Gatte eines seiner Lieblingsgerichte: Königsberger Klopse nach Ralf Zacherl. Müsste ich eigentlich mal bloggen, denn die sind echt lecker, allerdings eher ein Sommergericht. Der Gatte machte so viele Klopse, dass er sich davon ein Büroessen machen konnte und wir Dienstag nochmal davon aßen. Der Kohleintopf, den es eigentlich geben sollte, war ja ohnehin eingefroren, so dass wir ihn gut schieben konnten.

Blick in den Kühlschrank am Sonntag Abend.
Mittwoch und Donnerstag gab's mit Hack gefüllte Paprikaschoten, Reis und Tomatensauce. Zwei Stück fror ich für Mudderns ein, denn ich habe mir ja angewöhnt, ihr richtiges Essen mitzubringen, wenn ich sie besuche. Sie kocht ja nicht gerne, tat sie nie, und lebt nur von Fertiggerichten. Gleichzeitig beschwert sie sich über ständige Magen-Darm-Probleme, aber einen Zusammenhang will sie nicht sehen ... Es ist ziemlich schwierig, für sie zu kochen oder mit ihr essen zu gehen, denn utländischen Krams mag sie nicht, zu stark gewürzt darf's auch nicht sein, und bissfest gegartes Gemüse ist des Teufels ... Aber wir schaffen das schon!

Freitag wollte der Gatte ein anderes seiner Lieblingsreichte kochen, nämlich Lamm in Schafskäsesauce nach Hanna Saliba. Da aber so viel Tomatensauce übrig war, entschied er sich spontan für einen Nudelauflauf, bei dem auch das Gemüse, das noch im Kühlschrank war, Verwendung fand. Von dem Auflauf werden wir auf jeden Fall noch in der nächsten Woche essen.

Im Kühlschrank stapeln sich Dosen mit Milchreis - wie gesagt, diese Woche war Reislastig. Mal schauen, wie die nächste wird.

Samstag, 11. August 2012

Rückblick: Kühlschrank und Wochenplan KW 32

Wochenplan der 32. Kalenderwoche. Dienstag
aßen wir spontan auswärts.
Der Speiseplan in dieser Woche war durch einen Produkttest bestimmt, über den ich erst in der nächsten Woche schreiben kann. Außerdem waren aus der Vorwoche ein paar Lebensmittel übrig, die verbraucht werden mussten.

Da wir Sonnabend vormittags ziemlich früh unterwegs sein mussten und eigentlich nichts vom Markt brauchten, kauften wir auf dem Rückweg bei Edeka ein. Den großen Markt mag ich wirklich gerne, denn es gibt dort vieles, wonach ich sonst suchen müsste, zum Beispiel Mischungen von 1001 Gewürze. Während der Gatte also den Einkaufszettel abarbeitete, nutzte ich die Zeit, mir die Regale genauer anzuschauen. Dementsprechend fiel der Einkauf üppiger aus als geplant. Nachmittags besorgte der Gatte dann noch Getränke, die ihm bei Edeka zu teuer waren.

Während er ausgiebig die Getränkemarkt-Preise studierte, hatte ich das Vergnügen, neben einem Valess-Stand warten zu dürfen und dem Propaganisten zuzuhören, der den Tapetenkleister als Soja-Alternative anpries. Die Testesser waren begeistert darüber, dass es tatsächlich kein Fleisch war. Na ja, wenn's schmeckt ... Montag war ich dann noch mal schnell bei 'nem anderen Struve, um das zu kaufen, was wir zwei Tage vorher vergessen hatten ...

Der Kühlschrank ist mal wieder proppevoll,
was vor allem an den vielen Getränken liegt.
Als humorvoll erwies sich die Lebensmittelfachverkäuferin, die ich mit "Moin, tschulligung, wo gibbet denn hier Fisch?" ansprach. Knappe Antwort: "Nordsee, Ostsee, Tiefkühltruhe." - "Äh, okay, und Frischfisch?" - "Nordsee, Ostsee." Ah, jaaa. Sie wies mir dann den Weg zur Tiefkühltruhe und setzte hinzu, da gäbe es sogar Lachs. Wie süß. Zum Glück gab's da auch Rotbarbe, die brauchte ich nämlich.

Gestern war ich dann noch mal bei Struve, 'n büschen was Frisches holen, und hatte einen gut gelaunten Kassierer. Mit der Kundin vor mir diskutierte er darüber, dass es nicht schneller geht, mit fixen Tüten zu kochen, was sie nicht glauben wolle. Mit drei Kindern und Bernhardiner sei sie auf solche Helferlein angewiesen. Er bot ihr an, in seiner halbstündigen Mittagspause vorbei zu kommen, um das Gegenteil zu beweisen. Mich begrüßte er mit einem strahlenden "Schön, Sie heute hier zu sehen!" - nicht, dass wir uns vorher schon mal irgendwo gesehen hatten, aber ich ging gut gelaunt in den Nachmittag.
Die Woche war wieder fleichlastiger als mir lieb ist. Montag gab's gefüllte Paprikaschoten mit schnellem Jerk Chicken - Resteverwertung der Zutaten, die vom Nasi Goreng übrig waren. Dienstag war ich auf Ärztetour (vier Praxen in neun Stunden) und abends zu platt zum Kochen, also gab's nach dem Hantelschwingen Currywurst in der Sportlerkneipe.  Mittwoch gab's Cajun Burger mit Sweet Potato Fries. Die Fries wollten wir ausprobieren, seitdem wir sie im Diner kennenlernten. Donnerstag gab's dann den Blumenkohlauflauf nach Jamie Oliver. Freitag befand der Gatte, es sei zu kalt, um Lachs zu grillen und nahm sich ein Rindersteak aus dem Tiefkühler. Für mich gab's Pferdesteak, die hatte ich nämlich bei Struve entdeckt. Dazu gab's Maiskolben und Süßkartoffeln vom Grill mit Gewürzbutter.

Für heute Abend hätten wir noch zwei Portionen Blumenkohlauflauf und Salat. Mal schauen, wonach uns ist.

In der nächsten Woche werden wir so weit wie möglich aus dem Vorrat leben. Die beiden Tiefkühler sind nämlich mal wieder mehr als voll. Der Gatte wurde schon panisch, als er dort zwei Dosen mit Bouneschlupp unterbringen sollte ...

Samstag, 16. September 2023

Wochenplan in KW 37/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CLXXXIII

In dieser Woche pendelten wir ständig die 80 Kilometer zwischen Baustelle und Wohnung hin und her - nach über einem Jahr Pendelei ausgesprochen kräftezehrend, auch, wenn wir es versuchten so einzurichten, dass der Gatte immer einen Ruhetag hat. Zudem versuchen wir, wann immer es geht mit einem Auto zu fahren, und dann fahre ich, damit es weniger anstrengend für den Gatten ist. Aber das klappt leider nur selten, denn ich muss zu viel mitschleppen: Klapprechner, CPAP-Gerät, Wäsche, Lebensmittel ... Immerhin: In der lindgrünen Hölle bleibt das Auto meistens stehen.

Ich kaufte Sonnabend auf dem Rückweg in die Wohnung ein paar Lebensmittel ein. Ansonsten lebten wir weitgehend aus dem Vorrat.  Im Laufe der Woche musste ich ein paar Sachen einkaufen, um etwas zum Betriebsausflug beizusteuern, kaufte der Gatte auch immer mal wieder ein. Einen richtigen Wochenplan schrieb ich nicht, weil wir oft getrennt aßen. Es gibt mal wieder viel Convenience, und ich merke immer öfter, dass ich Probleme habe, diese hochverarbeiteten Lebensmittel zu vertragen.

Mittlerweile komme ich oft durcheinander damit, welche Lebensmittel in der Wohnung oder im Haus fehlen. So gingen in der Wohnung Mehl, Olivenöl und einfaches Salz aus, was ich erst merkte, als ich mitten im Kochen bzw. Backen war.

Im Laufe der Woche ging's in die Trafik, ins Eiscafé und zum Optiker - der Gatte kaufte die erste Brille in der alt-neuen Heimat. Das schaffte er ganz alleine. Und er ging danach sogar alleine ins Eiscafé. Ich bin sehr froh, wenn er sich stabil genug fühlt, um alleine zu Fuß unterwegs zu sein.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Freitag trabte ich zum Schlachter, um für Sonnabend gefüllte Paprikaschoten mit Tomaten-Paprikagemüse und Reis abzuholen. Als Dessert gab's Raffaello-Crème. Wieder mal war ich beeindruckt von der Qualität des Essens, vor allem, weil bislang nie etwas verkocht war. Sogar bei Gerichten mit grünen Bohnen sind die grünen Bohnen noch grün und knackig - das schafft manches Restaurant nicht. Dementsprechend war hier die Paprika auch noch knackig, und die Tomatensauce war mit einer angenehmen Schärfe abgeschmeckt. 

Sonntag waren wir in Hamburg. Der Gatte wollte nachmittags mit Schwiegermutter ins einzige Eiscafé im hiesigen "Dorf", wie der alte Ortskern heißt. Er hat sich so sehr daran gewöhnt, in der lindgrünen Hölle Eis statt Kaffee und Kuchen zu essen. Die Idee war gut, die Umsetzung ein Flop. Mir hätte der Quer"denker"-Aufkleber an der Ladentür Warnung sein sollen (die Coronazis sind stark im Dorf). Jedenfalls: Die beiden Mädels am Tresen waren komplett überfordert. Keine Ahnung, wie das Eis schmeckt, ich bekam keines. Ich weiß allerdings, dass es sehr weich war, denn ich trug zwei Waffeln mit Eis vom Tresen zum Tisch, und dort angekommen, konnte man das Eis trinken, war mein Shirt voller Eisflecken. Vermutlich stimmte die Kühlung nicht. Da lob ich mir die vier (!) Eiscafés in Laufnähe im zukünftigen Wohnort, die wir regelmäßig frequentieren. Die haben zwar auch immer höllisch viel zu tun, wissen aber wenigstens, was sie tun - und servieren keinen Amarena-Becher ohne Amarena-Eis. Stattdessen gab's Karamell-Eis. Da verzichtete ich. Ich muss ja ohnehin noch 70 Kilo abnehmen. Immerhin: Schwiegermutter hatte einen schönen Nachmittag, und ich wurde mit einem Stück Marzipantorte im Restaurant ihrer Seniorenwohnanlage mehr als entschädigt. Abends gab's Flammkuchen und Federweißen.

Montag aßen der Gatte und ich getrennt. Bei mir gab's Pelmeni, ich ich merkte wieder einmal, dass ich Fertigfutter nur schlecht vertrage.

Dienstag aßen wir wieder zusammen. Es gab Bangers and mash with onion gravy.

Mittwoch aßen wir auch zusammen. Es gab Ofen-Fisch mit Ofen-Kartoffeln. Es war ein langer Tag, an dem wir einige hundert Kilometer fuhren. Unterwegs hielt ich in einem Supermarkt, weil ich abends noch etwas für den Betriebsausflug am kommenden Tag vorbereiten musste.

Gegrillte Süßkartoffel mit Korianderbutter, gegrillte Aubergine und Couscous-Salat.

Donnerstag wurde ich auf dem Betriebsausflug verpflegt, während der Gatte Fertigfutter aß. Für das Grillen beim Betriebsausflug steuerte ich Süßkartoffeln vom Grill mit Korianderbutter und gegrillte Auberginen bei. Beim Betriebsausflug sah ich übrigens die Iittala-Weingläser meiner Mutter wieder - eine Kollegin besuchte uns vor einem Jahr auf der Baustelle und nahm sie mit.

Freitag aßen wir wieder zusammen. Da die Woche total planlos war, es bei Wiese Bohnen, Birnen und Speck gab, was wir gerade erst hatten, entschieden wir uns, zu grillen.   

Diese Woche wurde tatsächlich auch wieder gebacken: Ich brachte meinen Kolleginnen Apfel-Streusel-Muffins mit, natürlich mit Äpfeln aus dem alt-neuen Garten. Über Too good to go wurde nichts geholt.

Apfel-Streusel-Muffins.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 23. Juli 2022

Wochenplan in KW 29/22: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CXXIII

Auch dieser Wocheneinkauf war wieder schnell erledigt und kostete inklusive Beifang und Getränken keine 30 Euro. Wir brauchten Zucchini, Kartoffeln, Champignons und Tomaten, alles im Angebot. Alles andere war im Vorrat. 

Eisessen mit Mudderns in der lindgrünen Hölle.

Im Laufe der Woche waren wir mehrfach beim Bäcker, außerdem beim Fairteiler, um die Lebensmittel von Mudderns abzugeben, die wir nicht gebrauchen können, drehte der Gatte seine Runden. Er war auch im großen Einkaufszentrum und entgeistert, wie voll es dort war. Zu meinem Leidwesen verzichtet er beim Einkaufen meistens auf die Maske, aber dort war es so voll, dass er sie freiwillig trug. 

Geburtstagsessen mit Mudderns: Bickbeer-Pfannekuchen mit Eis.

Diese Woche feierte Mudderns Geburtstag, diesmal im Hofcafé Oelkers, wo man sich gewohnt herzlich um sie kümmerte und auch auf ihre Sonderwünsche einging. Mudderns kennt den Betrieb noch aus der Zeit vor 60 Jahren, als der Vater der jetzigen Hofbetreiber mit einem VW-Pritschenwagen durch die Siedlung kam, um Eier und Kartoffeln zu verkaufen. 

Mittagessen im Haus: Erdbeeren von Oelkers mit Vanillesauce.

Ich kam diese Woche gar nicht dazu, den Plan an die Tafel zu schreiben. Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend machte ich Zucchini-Champignon-Moussaka.

Sonntag gab's gefüllte Paprikaschoten mit Reis und Tomatensauce.  

Montag gab's wieder Zucchini-Champignon-Moussaka, diesmal mit Tomatensalat, denn obwohl ich schon mehr als vier Portionen machte, reichte es nicht - der Gatte langte am Sonnabend zu gut zu.

Wir können auch bei der größten Hitze abends warm essen. Dienstag gab's Lasagne bolognese.

Im Tiefkühler war noch Spargelsuppe, die es Mittwoch mit belegten Broten gab. 

Donnerstag gab's wieder Lasagne bolognese, diesmal mit Tomatensalat. Normalerweise wären zwei Portionen zum Einfrieren übrig geblieben, aber Entrümpeln macht hungrig - wir schafften zu zweit an zwei Tagen tatsächlich alle sechs Portionen. 

Freitag stand Ofenfisch mit Salat auf dem Plan. Da nach einem langen Tag mit viel Treppensteigen im Haus abends zu Hause keiner mehr die Kraft zum Treppensteigen hatte, gab's Fischstäbchen, denn die waren im Küchen-Tiefkühler, und dazu Kartoffelwedges und Tomatensalat vom Vortag. 

Gebacken wurde nicht. An den Hitzetagen gab's viel Eis, ansonsten waren wir immer mal wieder beim Bäcker. Da wir immer öfter im Haus sind, haben wir inzwischen auch eine Kundenkarte vom Lieblingsbäcker in der lindgrünen Hölle.

Bleibt zuversichtlich, bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.  

Samstag, 3. Oktober 2020

Wochenplan in KW 40/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXVII

Lesen zur Tee-Zeit auf dem Balkon.
In dieser Woche war der sonnabendliche Einkauf rasch erledigt. Der Gatte war schon am Freitag spontan beim Schlachter, weil die Fleischvorräte im TK leer waren. Außerdem butschert er zurzeit ziemlich viel durch diverse Läden, weil er wegen der Kurzarbeit viel Zeit hat, nachdem er sich nicht mehr um Haushaltsauflösung und Umzug seiner Mutter kümmern muss. Da bringt er dann immer mal das eine oder andere mit. Hätten wir gewusst, ob die Milch bis Montag reicht, wären wir Sonnabend gar nicht einkaufen gewesen. So ging's dann kurz in den Supermarkt.

Den Wochenplan haben wir gründlich durcheinander gewirbelt, und wieder hatte ich keine Zeit, ihn an die Tafel im Flur zu schreiben. Deswegen weiß ich gar nicht mehr so genau, was wir eigentlich geplant hatten.

Sonnabend gab's die Reste der Hack-Gemüse-Pfanne mit Nudeln vom Freitag, diesmal als Auflauf. Da blieb auch noch eine Portion für mich für Sonntag, denn der Gatte aß bei seiner Mutter.

Bei Schwiegermutter gab's Hühnerfrikassee. Der Gatte bekam die Reste mit, und das war genug für uns beide als Abendessen am Montag. Durch die Kurzarbeit hat der Gatte ja keine Mittagspause, in der er die Reste vom Abendessen essen kann, sondern isst mittags zu Hause. 

Dienstag gab's das gute alte deutsche Abendbrot.

Mittwoch machte ich eine Kartoffel-Borretsch-Tarte, um den letzten Borretsch im Garten zu verarbeiten. Die Tarte reichte auch für Donnerstag. Der Gatte reichte dazu Tomatensalat. 

Freitag wollte der Gatte gefüllte Paprikaschoten zubereiten, aber als ihm aufging, dass die bummelig eine Stunde garen, warf er einen Blick auf die Uhr, dann einen Blick in den Vorratsschrank und servierte Nudeln mit Würstchengulasch. Das gab's bei uns schon so oft, dass ich langsam mal ein Rezept für die Rubrik "Kochen ohne Tüte" bloggen könnte.

Gebacken wurde auch: Ein kleiner Marmor-Käsekuchen, um der Frischkäseinvasion im Kühlschrank Herr zu werden. 

Ansonsten fehlen mir gerade die Büro-Mittagessen sehr. Seitdem der Gatte in Kurzarbeit ist, meine Hormone komplett durchdrehen und mein Gewicht ins Unermessliche steigen lassen, lasse ich ja das Mittagessen ausfallen, um dafür mit dem Gatte nachmittags Kuchen zu essen und Tee zu trinken. Ich achte sehr auf meine Kalorienbilanz, Eisen- und Östrogengehalt (okay, nicht im Urlaub), aber als ich die frischen Granatäpfel sah, die es zurzeit überall gibt, bekam ich schrecklichen Appetit auf Joghurt mit Honig und Granatapfel. Montag beginnt die Behandlung meiner Hormonstörung, und vielleicht kann ich dann irgendwann auch wieder endlich unbeschwert essen. 

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 3. Juli 2021

Wochenplan in KW 26/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXVI

Diesen Wocheneinkauf erledigte ich wieder im riesigen Supermarkt, während der Gatte in der Augenklinik war. Mit Glück war's seine letzte Behandlung dort, aber das stellt sich erst in etwa sechs Wochen heraus.

Beim Blick auf das Salatbeet wurde der Wochenplan noch am Freitag umgeworfen, blieb das Würstchengulasch im Tiefkühler. Im Laufe der Wochen waren wir dann noch bei Mudderns im Supermarkt und im Sonderpostenmarkt, mehrfach beim Bäcker (auch bei dem bei Mudderns, der die genialen Brötchen hat - diesmal kamen dänische mit), bei Budni, beim Erdbeerbüdchen, in der Apotheke und im Einkaufszentrum.

Die erste Salaternte.

Wir hätten auch bei Mudderns über den Wochenmarkt bummeln können, aber das ergab sich nicht. Da ist inzwischen übrigens die Maskenpflicht aufgehoben, und auch in Hamburg sehe ich immer weniger Menschen mit Masken. Draußen steckt man sich bekanntlich ja nicht an (wie falsch das ist, sehen wir gerade bei der Fußball-EM, und ich vermute, die nächste Corona-Variante heißt UEFA).

Der aktuelle Wochenplan, diesmal vorbildlich eingehalten.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's Thunfisch-Salat, denn der Salat schoss in kürzester Zeit hoch. Der Gatte übernahm das Schnibbeln und die Zubereitung, was mich sehr freute, zeigt es doch, dass ihm ihm langsam besser geht. Er muss aber sehr aufpassen, sich nicht zu viel zuzumuten, ist nicht belastbar und laut Arzt nicht weit vom nächsten Krankenhausaufenthalt entfernt ...

Sonntag gab's nochmal spanisches Kartoffelgulasch - irgendwie reichte die Menge für zwei bei uns für sieben Portionen ... Im Tiefkühler sind nämlich auch noch zwei Portionen, und eine aß ich am Montag.

Montag gab's Würstchen mit Kartoffelsalat für den Gatten und spanisches Kartoffelgulasch für mich.

Dienstag kochte ich Eier in Kapern-Senf-Sauce, verschoben aus der Vorwoche.

Mittwoch gab's auf Wunsch des Gatten Hähnchenbrustfilet mit Wurzeln und Kräuterquark, und der Gatte bekam eine Alibi-Kartoffel. Den Kräuterquark rührte ich mit dem Kochwasser von Wurzeln und Kartoffel, die in Brühe garten, cremig. Wurzeln und Kartoffel bekamen auch noch ein Bad in Butter und Petersilie.

Donnerstag kochte ich mit Eiern und Kartoffeln gefüllte Paprikaschoten in Tomatensauce.

Freitag schob ich Schlemmerfilet und Pommes frites in den Ofen - Schlefi und Fischstäbchen sind leider wieder mal die einzige Art, Fisch in den Gatten zu bekommen.

Immerhin gab's zwei vegetarische Tage ...Gebacken wurde wieder nicht. Stattdessen gab's Erdbeeren oder Melone oder Kuchen vom Bäcker.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 10. Juli 2021

Wochenplan in KW 27/21: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten LXVII

Momentan habe ich sehr viele Termine und lange Fahrzeiten, da ich mit vornahm, nach der Corona-Impfung wieder den HVV zu nutzen. Gut für die Umwelt, gut für's Portemonnaie, schlecht für die Zeit, denn statt einer Stunde bin ich bis zu vier Stunden unterwegs, meistens stehend, da die Busse trotz der Ferien überfüllt sind, die S-Bahn mal wieder SEV hat. Da wird nur an den Tagen frisch gekocht, an denen ich zu Hause bin, denn an den anderen Tagen bin ich zu schlapp zum Kochen. Der Gatte hat zwar wieder Kochlust, muss aber weiterhin mit seinen Kräften sparsam umgehen. 

Unser Plan für diese Woche.

Den Wocheneinkauf erledigten wir zusammen, zwar nicht vor Tau und Tag, da der Gatte aktuell länger schläft, sondern am späten Vormittag, aber durch die Ferien war es dennoch einigermaßen leer - außer im Getränkemarkt, aber auch dort bekamen wir einen Parkplatz. Danach ging's zum Supermarkt. Im Laufe der Woche waren wir im Einkaufszentrum samt Supermarkt und öfter beim Bäcker. 

Momentan ist es recht schwierig, leckeres Brot zu finden, denn durch die Erkrankung kommt der Gatte nicht mehr an seinen beiden Lieblingsbäckern vorbei, und mal eben 40 km für ein Brot zu fahren, erschien ihm dann doch übertrieben (zumal er noch immer nicht Autofahren soll) - bis zu dieser Woche, denn die Brote der drei Ketten, die wir in der Nähe haben, schmecken ihm nicht. Also gab's einen Brotkauf en gros. Wie gut, dass wir Tiefkühler haben. Es gibt noch zwei Traditionsbäcker in den Elbvororten, bei denen wir es mal versuchen werden. Von einem hatte ich letztens ein Brot, das der Gatte aber nicht mitbekam, da er kurz nach dem Kauf ins Krankenhaus ging. 

Dadurch, dass es dem Gatten besser geht, nimmt er auch seine Discountertouren wieder auf. Das führt dazu, dass er sinnlos irgendwelche Sonderangebote oder Fertigfutter, auf das er gerade Appetit hat, anschleppt, ohne darüber nachzudenken, wer das wann essen soll. Inzwischen ist nicht nur der Vorratsschrank total überfüllt, steht nicht nru ein Curver davor, sondern sind auch die Vorratsregale im Keller übervoll, ist in der Küche kein Platz mehr. Ich hoffe, der Gatte kommt bald meiner Bitte nach, Ordnung in das Chaos zu bringen. Inzwischen finde ich nichts mehr im Vorrat und kaufe selbst das neu, von dem ich weiß, dass wir es theoretisch noch haben müssten - nur wo?!

Dass ich keinen Zucker fand, als ich letztens welchen für die Tomatensauce brauchte, lag allerdings nicht an den vollgestopften Regalen, sondern daran, dass wir seit längerem tatsächlich keinen haben. Ich verwendete schon länger wenig Zucker, aber inzwischen nehme ich ihn auch nicht mehr im Tee oder im Wochenendkaffee, und Kuchen gebacken wurde zuletzt vor vier Wochen.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend gab's nochmal gefüllte Paprikaschoten - zum Leidwesen des Gatten, der nach dem Schwimmen viel lieber Currywurst-Pommes gegessen hätte, denn er sah, dass das Bistro unseres Sportvereins wieder geöffnet ist. Das Bistro muss nicht erst seit Corona dringend unterstützt werden, und so vermute ich, dass wir heute und an den kommenden Sonnabend nach dem Schwimmen dort einkehren werden ... 

Sonntag und Montag gab's Nudel-Bratwurst-Pfanne.

Dienstag machte ich Polenta mit Salbeibutter - der Salbei im Garten wuchert. Dazu gab's Salat - ebenfalls aus eigener Ernte.

Im Keller-Tiefkühler fand der Gatte noch Bohnensuppe. Die gab's Mittwoch. 

Donnerstag und Freitag gab's Hackröllchen in Tomatensauce.

Dadurch, dass ich nun öfter im echten Büro bin, brauche ich auch mittags wieder etwas zu essen. Das ist schwierig, denn es bringt die Kalorienbilanz durcheinander (und da ich mit dem HVV fahre, muss ich viel schleppen). Diese Woche entschied ich mich für Brote mit Avocadoaufstrich und Gemüsebelag für den Ladentag sowie Overnight Oats mit Mango. Brote passen gerade noch so in die Handtasche, die mit Laptop und Unterlagen übervoll ist. Die kann ich auch im Laden mal eben zwischendurch essen, denn dort kann ich keine echte Mittagspause machen, sind Salate oder Overnight Oats ungünstig. Mal schauen, wie sich das einspielt.

Gebacken wurde nicht. Es gibt ja immer noch Erdbeeren. 

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 30. März 2013

Rückblick: Wochenplan KW 13

In dieser Woche bestimmte der von den letzten beiden Wochen übriggebliebene Inhalt unseres Kühlschranks unseren Essensplan.

Sonntag machte ich mir zum Abendessen ein halbes T-Bone-Steak, das vom Vortag übrig blieb, und ein paar  Bratkartoffeln. Der Gatte war fremdessen.

Montag gab's mit Couscous gefüllte Paprikaschoten. Eine nahm der Gatte am nächsten Tag für die Mittagspause mit. Für mich gab's mittags Joghurt mit Banane und Müsli.

Dienstag war ich in wunderbarer Gesellschaft fremdessen - ohne Kamera, aber mit klarer Empfehlung an Euch da draußen, auch mal ins Lambert zu gehen! Is' lecker da - und gemütlich. Ich bestimmt nicht das letzte Mal dort, zumal ich beim Wein hemmungslos zuschlagen darf, da ich nach Hause laufen kann ;o)

Den halben Mittwoch verbrachte ich ungeplant in zwei Arztpraxen und war erstaunt, wie oft man die Worte "sehr" und "gefährlich" in einem dreiminütigen Gespräch unterbringen kann. Ohne Papiertüte oder Niqab gehe ich seitdem nicht mehr aus dem Haus. Abends bekochte mich der Gatte mit Kebap. Zurzeit hoffe ich, dass ich Ostern weder ins UKE noch nach St. Georg muss, sondern dass das Antibiotikum brav seine Arbeit tut.

Donnerstag gab's Makkaroni mit Käse - Seelenfutter.

Freitag kochte ich Kürbis-Wurzel-Linsen-Curry.

Heute werden wir auf den Markt gehen, denn für abends ist ein in Weißwein geschmortes Putenfilet geplant.