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Dienstag, 31. Mai 2022

Hähnchen-Saltimbocca auf Erbsen-Risotto

Wenn der Gatte zum Schlachter geht, bringt er nicht nur leckeres Fleisch mit, sondern auch die Schlachter-Postille mit vielen Rezepten. Als letzte Woche der Tiefkühler geleert werden sollte, kam mir dieses Rezept in den Sinn. Saltimbocca wird zwar klassisch aus Kalbfleisch gemacht, aber es schmeckt auch mit Hähnchenbrustfilet. 

Hähnchen-Saltimbocca auf Erbsen-Risotto.

Dieser Beitrag geht rüber zu Dings vom Dienstag, Creativsalat und Handmade on Tuesday. Vielen Dank für's Sammeln!

Hähnchen-Saltimbocca auf Erbsen-Risotto

Zutaten für 4 Portionen:

300 g Scamorza
250 g Risotto-Reis
4 Hähnchenbrustfilets (die von den Hühnern unseres Schlachters sind so groß, dass ein Doppelfilet reicht)
8 dünne Scheiben Pancetta
300 g tiefgefrorene Erbsen
4 getrocknete Tomaten
8 Stiele Salbei
500 ml Gemüsebrühe
150 ml trockener Weißwein
4 EL Olivenöl
2 EL Butter
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
Salz 
Pfeffer

Zubereitung:

Fleisch zwischen zwei Lagen Folie flachklopfen. Die Hälfte des Käses in vier Scheiben schneiden. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und jeweils auf einer Hälfte mit einer Scheibe Käse und einer getrockneten Tomate belegen. Unbelegte Fleischhälften überklappen, mit Pancetta umwickeln und mit Spießen feststecken. Beiseite stellen.

Schalotten und Knoblauch schälen und würfeln. Brühe aufkochen. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen. Schalotten und Knoblauch darin glasig dünsten. Reis hinzufügen und anschwitzen. Mit Wein ablöschen und immer wieder Brühe angießen, wenn der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat. Reis unter mehrmaligem Rühren insgesamt 20 bis 25 Minuten garen. Ca. 5 Minuten vor Ende der Garzeit Erbsen unterrühren. 

Während der Reis gart, 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Saltimbocca darin von jeder Seite anbraten, dann Hitze reduzieren und weitergaren lassen. 

Bevor die Erbsen in das Risotto kommen, Salbei waschen, trocken schütteln und Blättchen von den Stielen zupfen. Einige zum Garnieren beiseitestellen. Butter in einer Pfanne schmelzen und die Salbeiblättchen  darin ziehen lassen. 

Den restlichen Käse würfeln. Risotto vom Herd nehmen und Käsewürfel unterheben. Risotto und Saltimbocca auf Tellern anrichten. Salbeibutter darüber träufeln und mit übrigem Salbei garniert servieren. 

Dienstag, 15. September 2015

Seeteufel-Saltimbocca mit Polenta und gebratenem Salat

Schnelle Feierabendküche, die auch noch was her macht, wenn unter der Woche Besuch beköstigt werden möchte, und die Fisch- und Fleischesser gleichermaßen mögen: Dieses Rezept ist quasi ein Überraschungsei, drei Dinge auf einmal.

Im Original wird es mit Scholle gemacht, aber wir hatten gerade Seeteufel zur Hand. Für den gerade mal wieder fischophoben Gatten gab's Saltimbocca mit Pute. Die Garzeit ist etwas länger, ansonsten ist die Zubereitung gleich.

Seeteufel-Saltimbocca mit Polenta und gebratenem Salat.
Seeteufel-Saltimbocca mit Polenta und gebratenem Salat

Zutaten für 4 Portionen:

250 ml Gemüsesuppe
85 g Polenta
20 g Parmesan
6 EL Butter
2 Salatherzen
8 Seeteufelfilets à ca. 150 g
8 Scheiben Prosciutto
12 Salbeiblätter
3 EL Rapsöl
Salz
Schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Gemüsebrühe aufkochen, Polenta unter Rühren zugeben und bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten unter Rühren köcheln lassen. Vom Herd nehmen und abgedeckt ca. 5 Minuten quellen lassen. Parmesan reiben. 2 EL Butter und Parmesan unterrühren, mit Salz würzen und warm halten.

Währenddessen den Salat waschen und halbieren.

Fischfilets kalt abspülen, trocken tupfen und mit je einer Scheibe Schinken und einem Salbeiblatt belegen. Mit Zahnstochern feststecken und mit Salz und Pfeffer würzen.

In einer großen Pfanne 2 EL Öl erhitzen und die Fischstücke auf jeder Seite 3 bis 4 Minuten braten. Restliche Butter (4 EL) zum Fisch geben und leicht braun werden lassen. Restliche Salbeiblätter zugeben und kurz braten. Währenddessen in einer zweiten Pfanne das restliche Öl (1 EL) erhitzen, den Salat darin scharf anbraten, Pfanne abdecken, ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze schmoren und mit Salz und Pfeffer würzen.

Polenta auf Tellern anrichten, Salat und Fischfilets daraufsetzen, die Butter mit den Salbeiblättern darübergießen und servieren.

Quelle: Billa 10/2013

Dienstag, 24. November 2015

Schnelles Saltimbocca aus Pute

Zur Polenta mit Salbeibutter gibt es bei uns gerne ein schnelles Saltimbocca. Schnell, weil ich Puten- statt Kalbsschnitzel nehme, die plattgeklopft werden, sondern einfach in Butter angebraten werden, und der Bratensatz nicht zu einer Sauce eingekocht wird.

Schnelles Saltimbocca aus Pute.
Schnelles Saltimbocca aus Pute

Zutaten für 4 Portionen:

8 kleine Putenschnitzel
8 Scheiben Frühstücksspeck oder Schinken
8 Salbeiblätter
Butter
Salz
Pfeffer
Zahnstocher oder Rouladennadeln

Zubereitung:

Auf jedes Schnitzel ein Salbeiblatt legen. Schnitzel mit je einer Scheibe Frühstücksspeck oder Schinken umwickeln und mit einem Zahnstocher befestigen.

Gleich springen sie in die Pfanne.
Butter in einer Pfanne erhitzen und die Schnitzelchen je nach Dicke von jeder Seite ca. 5 Minuten braten. Vor dem Servieren pfeffern (ich nehme wegen des Schinkens kein Salz, sondern lasse bei Tisch jeden se-bst salzen).

Dazu schmecken Polenta oder Risotto.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Aus zwei mach' eins: Huftsteaks mit Süßkartoffeln und Pfirsichen

Dies ist mal wieder ein Eigentlich-Gericht. Eigentlich hätte es Simmentaler Huftsteaks schlicht zu Ofenkartoffeln und Kräuterbutter geben sollen und die Süßkartoffeln mit den Pfirsichen zu Saltimbocca, nach einem Tim Mälzer-Rezept, als Beitrag zum Garten-Koch-Event im Juli, wo sich diesmal alles um den Pfirsich dreht.

Dann kam an dem Steak-Tag einiges anders und der Gatte erlegte das Abendessen beim Schotten. Hatten wir lange nicht mehr, war dadurch direkt mal wieder lecker. Am Saltimbocca-Tag legte mich Erkältung 5.0 flach, und ich schaffte es nicht zum Schlachter.

Halbwegs wieder hergestellt, sollte es erst Barbaras Süßkartoffeln zu Steak und Himbeer-Salat geben und einen Tag später endlich Saltimbocca. Jetzt machte uns aber das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Durch den plötzlichen Wintereinbruch gab's auf dem ganzen Markt keine Himbeeren mehr. Beim Grünhöker im Einkaufszentrum waren die Himbeerpreise indiskutabel, im Garten waren nicht genug reif, und mit tiefgefrorenen Himbeeren wollte ich den Salat nicht machen. Kalbfleisch für das Saltimbocca hatten wir noch nicht gekauft, dafür aber immer noch Pfirsiche im Kühlschrank, und Süßkartoffeln waren auch noch da - also warum nicht einfach aus zwei Gerichten eines machen?

Garten-Koch-Event Juli 2011: Pfirsich [31.07.2011]

Huftsteaks mit Süßkartoffeln und Pfirsichen

Zutaten für 2 Portionen:
3 Süßkartoffeln
Olivenöl
Rosmarinzweige
2 Huftsteaks
Butterschmalz
2 Pfirsiche
Weißwein
Salz
Pfeffer
Öl
Chiliflocken

Zubereitung:
Süßkartoffeln schälen, würfeln und mit Rosmarinzweigen in eine Auflaufform geben. Einen Rosmarinzweig für die Pfirsiche aufbewahren. Im Backofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) etwa 20 - 30 Minuten garen. Dabei regelmäßig wenden, damit nichts anbrennt.

Die Pfirsiche waschen, halbieren und den Stein entfernen. Rosmarinnadeln vom Zweig abzupfen.

Nach ca. 20 Minuten die Steaks in reichlich Butterschmalz von beiden Seiten anbraten, die Pfirische und die Rosmarinnadeln dazu geben und die Früchte von jeder Seite jeweils eine Minute garen. Mit Weißwein ablöschen, mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen.

Süßkartoffeln zusammen mit den Steaks und den Pfirsichen servieren.

Samstag, 15. August 2020

Wochenplan in KW 33/20: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten XXII

Angesichts der Hitze der letzten Tage waren wir letzten Sonnabend schon vor Tau und Tag auf dem Wochenmarkt, im Discounter und im Supermarkt. Gegen neun Uhr waren es schon über 30 Grad; und ich war froh, für alle Frischwaren TK-Akkus und Kühltaschen eingepackt zu haben. Als Lohn für das frühe Unterwegssein konnten wir mit frischen Brötchen und Ochsenherztomaten auf der noch einigermaßen kühlen Terrasse frühstücken. Was mich allerdings ritt, ganze sechs Paprika zu kaufen, ist mir ein Rätsel - drei wären völlig ausreichend gewesen. Und wenn davon dann auch noch zwei grün gewesen wären, nicht nur eine, wäre es optimal gewesen. So wurde das Essen etwas bunter, und zum Glück lassen sich die Schoten auch zwischendurch knabbern.

Diese Woche klappte es erstaunlich gut mit uns und dem Wochenplan.

Im Laufe der Woche besorgte der Gatte immer noch mal das eine oder andere, insbesondere Klopapier, für den Fall, dass wir nach unserem Urlaub tatsächlich in Quarantäne müssen oder die Hamsterer wieder zuschlagen. Außerdem war er beim Bäcker, versorgte uns mit Brot und Kuchen. 

Das Thema Quarantäne wurde plötzlich sehr aktuell: Im Kollegenkreis gab's einen Corona-Verdachtsfall. Ich dachte bis dahin, bis zur Vorlage eines negativen Testergebnisses müssten auch Erst-Kontakt-Personen in Quarantäne und sich vorsorglich testen lassen, aber dem scheint nicht so zu sein. Gott sei Dank war der Test negativ, also vermutlich, denn Infos gab's nicht, und die Person arbeitet wieder. 

Bei der Erstellung des Wochenplans orientierte ich mich daran, was auf dem Balkon und im Garten geerntet werden muss. Das sind aktuell Borretsch, Petersilie, Rosmarin, Thymian, Petersilie und Rauke. Der Dill ist durch. Der Neuseeländer Spinat wächst nach und kann bald wieder geerntet werden.

Saltimbocca und mediterrane Köstlichkeiten vom Markt.

Eigentlich wollte ich auch das Kasseler Strünkchen schon verarbeiten, aber dem kann ich noch etwas Zeit geben. Das wurde also nur umgetopft. Tomaten und Zucchini lassen ebenfalls noch auf sich warten, und bei beiden bin ich gespannt, ob ich etwas ernten kann. Bislang hatten wir weder Tomaten- noch Zucchiniglück. Außerdem wollte ich mit dem Wochenplan ein wenig unser Mallorca-Weh bekämpfen. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend machten wir wieder einen Tapas-Abend auf der Terrasse. Der Gatte briet dazu Saltimbocca, denn er findet, er bekommt momentan zu wenig Fleisch. Immerhin war's in der letzten Woche drei Mal vegetarisch ...

Der Gatte is(s)t sonntags immer öfter zu Hause, schließlich kann Schwiegermutter noch nicht den Herd in ihrer neuen Wohnung bedienen. Seitdem eine Bewohnerin die halbe Anlage abfackelte, wurden alle Herde erneuert und bekamen eine Touchzone, die für Schwiegermutter zu kompliziert ist. Ich vermute, das ist Absicht. Schließlich verdient die Anlage kein Geld mit Bewohnern, die sich selbst versorgen. Wir müssen ihr mal eine Schritt-für-Schritt-Anleitung machen, die sie sich über den Herd hängen kann.  

Sonntag sollte es also Salade niçoise geben, aber vom Vortag waren noch Saltimbocca und Tapas da. Kopfsalat, Gurken und Tomaten wurden im Lauf der Woche bei Sandwiches verarbeitet.

Montag machte ich Sommergemüse mit Borretsch und Petersilie.

Dienstag stand Pasta Toscana Style für die Reihe "Kochen ohne Tüte" auf dem Plan. 

Mittwoch tat ich was gegen das Mallorca-Weh und kochte Cassola de patata a la abuela, einen vegetarischen Kartoffeleintopf. 

Für Donnerstag standen Reste auf dem Plan.

Freitag sollte es Muschelnudeln mit Garnelen in Dillsauce geben.

Gebacken wurde auch: Apfel-Bickbeer-Kuchen mit Mandelstreuseln.

Bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 28. Mai 2022

Wochenplan in KW 21/22: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CXV

"Müssen wir heute gar keine Tüte abholen?", fragte der Gatte irritiert, als wir Sonnabend Mittag nochmal los mussten. In dieser Woche holten wir tatsächlich kaum etwas über Too good to go. Der Gatte möchte Bolognese auf Vorrat kochen und mal wieder weiße Bohnensuppe essen, von der auch einige Portionen eingefroren werden müssen, aber vorher muss der Tiefkühler erst gelehrt werden, in dem Brötchen schlummern, denn in den Tüten sind immer mehr Brötchen, als wir essen können. Das und der Umstand, dass im Kühlschrank noch Bacon schlummerte, zu viele Tomaten da waren, bestimmte diese Woche den Wochenplan. 

Der Einkaufszettel war kurz. Es ging zum Discounter und zum Stamm-Supermarkt. Im Laufe der Woche war der Gatte in der Apotheke und beim Grönhöker, butscherte mit seiner Mutter durch die Innenstadt, war ich beim Fairteiler, um Fehlkäufe und umgetopfte Kräuter abzugeben, und beim Bäcker. Einmal holten wir dann doch Brot über Too good to go, und einmal gab's darüber Luxus-Schnobkram. 

Mehl ist übrigens noch immer Mangelware. Im Discounter stehen weiterhin an dem Platz Paniermehl und Tütchen für Salatsaucen. Im Stamm-Supermarkt stehen im Mehlregal Salz, Brotbackmischungen und ein paar Tüten Dinkelmehl (was mich beruhigt, denn damit backe ich gerne, wenngleich ich es normalerweise 1:1 mit Weizenmehl mische). 

Diese Woche wurde publik, dass der Stamm-Supermarkt im Sommer schließt. Wir haben damit schon länger gerechnet, denn die Kette wurde zerschlagen, Standorte gingen an unterschiedliche Käufer. Bei uns wird früher oder später ein Globus eröffnen - vermutlich eher später, denn das Areal, auf dem der Markt steht, hat Potential. Da wird es sicher nicht nur ein bisschen Kosmetik geben, da wird vermutlich richtig neu gebaut. Aber dazu ist noch nichts bekannt. Für die vielen kleinen Geschäfte und Restaurants, die im gleichen Gebäude sind, sowie deren Mitarbeiter ist es das sichere Aus (und wir müssen gucken, wo wir zukünftig einkaufen, denn die Alternativen sagen uns aus unterschiedlichen Gründen nicht wirklich zu).   

Der Plan für die letzte Mai-Woche.

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Sonnabend kochte ich Spaghetti mit Zucchini-Tomaten-Bacon-Sauce.

Sonntag gab's Hähnchen-Saltimbocca auf Erbsen-Risotto

Montag sollte es wieder Spaghetti mit Zucchini-Tomaten-Bacon-Sauce geben, der der Gatte hatte außergewöhnlich viel Hunger. Statt zwei Portionen nur eine Mittagsportion für ihn übrig. Montag gab's also Kartoffel-Zucchini-Spargel-Pfanne.

Dienstag füllte der Gatte Wraps mit Thunfisch, Spargel und Rauke.

Mittwoch gab's nochmal Saltimbocca auf Erbsen-Risotto

Gut verpackt halten Wraps auch zwei Tage, also gab's Donnerstag wieder Wraps mit Thunfisch, Spargel und Rauke.

Donut-Pause beim Rumbutschern am Freitag.

Freitag war ich rumbutschern und fremdessen. Der Gatte wollte nicht mit, und da der Tiefkühler ja leerer werden soll, gab's für ihn Chili con carne

Gebacken wurde nicht. Nachmittags gab's Erdbeeren oder Mango, und beim Brotkauf brachte ich Kuchen vom Bäcker mit - ausgerechnet an dem Tag hatte der Bäcker mit den besten Berlinern Hamburgs keine.

Bleibt zuversichtlich, bleibt zu Hause, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.

Samstag, 20. Oktober 2012

Rückblick: Wochenplan und Kühlschrank KW 42

Plan der 42. Kalenderwoche.
Angesichts der momentanen Temperaturen warfen wir gestern unseren Wochenplan kurzerhand um. Ich besorgte auf dem Heimweg Steaks, und wir grillten. Den Kohleintopf gibt es also erst heute - mit einem halben Kopf. Aus der anderen Hälfte wird Krautsalat.

Ansonsten verlief die Woche fast wie geplant. Der Gatte ging am Sonnabend auf den Markt (ich war zu schlapp, um ihn zu begleiten) und kam neben einem großen Rosenstrauß für mich noch mit einem Bund Wurzeln und einer Gurke wieder. Die liegen noch im Gemüsefach (nein, nicht die Rosen, die kamen natürlich in eine Vase!) und müssen zu Beginn der nächsten Woche verbraucht werden, sonst machen sie schlapp.

Sonnabend gab's die Reste vom Vortag mit einem Gurken-Champignon-Salat. Dessen Reste wiederum aß ich am Sonntag mit Brötchen, denn ich hatte keine Lust zu kochen. Montag gab's Linsensuppe, komplett aus Zutaten aus dem Vorratsschrank. Die Bolognese vom Dienstag war tiefgefroren, kam also auch aus dem Vorrat. Damit ist der kleine Tiefkühler im Keller jetzt endlich leer (eine Portion Bolo ist zwar noch da, fand aber Zuflucht im Küchen-Tiefkühler).

Der Blick in den Kühlschrank zeigt:
Diesmal kaufte der Gatte ein, denn das
Fleisch kommt nicht vom Schlachter.
Da der Gatte mal wieder ein Kilo Spaghetti für zwei Personen kochte, was überraschenderweise wieder zu viel war, gab's die restlichen Nudeln am Donnerstag mit Salbeibutter (und, mit der restlichen Bolognese, auch noch einmal als Büroessen für den Gatten).

Zur Polenta mit Salbeibutter gab's Saltimbocca und Schmelztomaten aus eigener Ernte. Der Salbei kam auch aus dem Garten und ist endlich mal rechtzeitig zum Winter abgeerntet.

Samstag, 23. Juli 2011

Bratrauten mit Blatt in der Mitte

"Kannst Du nicht mal wieder diese Bratrauten mit dem Blatt in der Mitte machen? Die waren lecker!" fragt der Gatte. Ich brauchte ein bisschen, bis ich darauf kam, dass er Polenta mit Salbeibutter meinte.

Schon komisch, wie sich Geschmäcker ändern, denn als wir uns kennenlernten, möchte der Gatte keinen Salbei. Er befand, der schmecke nach Hustensaft und Wald. Heute isst er sogar die gebratenen Blätter und schlägt freiwillig vor, Hähnchenschnitzelchen mit Salbei zu aromatisieren.

Mit Salat ist die Polenta ein vegetarisches Hauptgericht für zwei Personen, ansonsten eine Beilage für vier Personen, zum Beispiel für venezianische Leber, Saltimbocca oder Salbei-Honig-Huhn. Auch dieses Rezept stammt übrigens aus dem essen & trinken - Buch "Kochen mit Kräutern und Gewürzen" - Du siehst: Der Kauf lohnt sich. Wenn Du es antiquarisch findest, greif' zu.

Polenta mit Salbeibutter

Zutaten für 4 Portionen

900 ml Gemüsebrühe
250 g Maisgrieß
100 g Butter
4 Knoblauchzehen
10 große Salbeiblätter
kleine Salbeiblätter zum Dekorieren
Salz
Pfeffer


Zubereitung:

Die Gemüsebrühe aufkochen, Maisgrieß einrühren. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dabei stetig umrühren. Eventuell noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Achtung, die Masse wird richtig fest, damit sie sich später gut weiterverarbeiten lässt. Ist sie zu fest, lässt sie sich nicht mehr rühren, etwas Milch, Wasser oder Gemüsebrühe zugeben, um die Masse wieder rührfähig machen. Polenta vom Herd nehmen, noch ca. 10 Minuten im Topf quellen lassen.

Die Polenta auf einer Schicht Backpapier verstreichen, eine zweite darüber legt und die Masse dann mit einem Schneidbrett platt drücken, so dass sie etwa 2 cm hoch ist. Erkalten lassen. Die fest gewordene Polenta mit einem Messer in Rauten schneiden.

Knoblauch pellen und in dünne Scheiben schneiden.

Butter in einer Pfanne erhitzen und die Polentarauten darin von jeder Seite ca. 5 Minuten goldbraun braten. Warm stellen.

In der übrig gebliebenen Butter den Knoblauch und die großen Salbeiblätter etwa 2 Minuten mitbraten, dann die großen Salbeiblätter aus der Butter nehmen (wer’s mag, kann sie natürlich auch drin lassen).

Die Polentarauten anrichten, evtl. auf jede Raute ein kleines Salbeiblatt zur Dekoration legen. Salbeibutter über die Rauten geben.

Samstag, 25. März 2017

Rückblick: Wochenplan KW 12

Diese Woche war ein wenig chaotisch und anstrengend, weswegen es den Plan nur als Einkaufszettel gibt.

Provisorischer Wochenplan samt Einkaufszettel.
Sonnabend gab's Currywurst und Pommes frites.

Sonntag aß ich einen gefüllten Pfannkuchen aus der Vorwoche.

Montag kamen wir das erste Mal ins Schleudern. Das Saltimbocca war kein Problem, aber als ich die Polenta machen wollte, stellte ich fest, dass unsere schier unendlich scheinenden Maisgrießvorräte erschöpft waren. Dinkelgrieß war kein adäquater Ersatz, ließ sich aber essen.

Dienstag gab's überbackene Blumenkohl-Makkaroni.

Mittwoch kam ich später und nach einem anstrengenden Termin erschöpfter als gedacht nach Hause. Der Gatte, selbst drei Wochen im Job am Limit, ahnte schon so was und besorgte auf dem Heimweg TK-Baguettes. Die gab's statt Spinat-Spaghetti mit Hackbällchen, und die mag er im Gegensatz zu mir sehr gerne.

Donnerstag war der Gatte so erschöpft, dass er nach der Arbeit gleich ins Bett fiel. Mir reichte ein simples Spiegelei.

Freitag hielt die Erschöpfung des Gatten an, also übernahm ich den Küchendienst. Statt Wiener Schnitzel gab's Spinat-Spaghetti mit Hackbällchen.

Im Büro klappte es mit der Mittagspausenversorgung. Es gab Sommerrollen und Bananen-Mandel-Espresso-Smoothie - ich habe zurzeit stressbedingt wenig Hunger.

Freitag, 16. Juli 2010

Gegen Sommer-Grippe: Wassermelone mexikanisch

Mich hat's erwischt. Im Papiergebirge konnte ich in den letzten Wochen wählen zwischen Sauna und Zug. Ich entschied mich für Zug, und irgendwann, nach einem verniesten, verkrächsten Tag, lag ich abends flach. Bei fast 40 Grad Außentemperatur und annähernd gleicher Körpertemperatur macht es besonderen Spaß, zähneklappernd unter Daunen- und Heizdecke zu liegen, während der kopfschüttelnde Gatte mehr oder minder bekleidet unter dem Deckenventilator Zuflucht sucht.

Zwischen den Schlafphasen meldete sich irgendwann der Magen - es gibt ja nur wenige Lebenslagen, die mich vom Essen abhalten. Zwar versorgte mich der Gatte abends blendend mit Letscho, Saltimbocca, Tomaten-Zwiebel-Gemüse und ähnlichem, aber tagsüber war ich mir selbst überlassen. Prompt fiel mir ein Rezept ein, das ich unlängst in einem "What to eat now"-Video von Valentine Warner sah. Die Sendungen laufen in deutscher Synchronisation gerade dienstags gegen 23 Uhr auf RTLII, aber genialerweise werden sie in der Original-Reihenfolge gesendet. Start bei BBC war im Herbst, so dass uns RTLII unter dem Motto "Saisonale Küche" mitten im Hochsommer Herbst- und Wintergerichte präsentiert. Da weiß der Verantwortliche im Sender doch wirklich, was er tut, nichich?!

Aber bei youtube gibt's die Sommerfolgen (und die anderen) im englischen Original, teilweise komplett, teilweise als Preview. Das Melonen-Rezept gehört zu den Refreshing Summer Snacks. Es ist denkbar einfach: Gut gekühlte, reife Melone in Scheiben schneiden, mit Limette beträufeln, grobes Salz und Chili mischen, über die Melone geben und essen. Die kalte Frucht hilft dem wehen Hals, und das Chili macht die Nase frei. Im ersten Tran erwischte ich übrigens statt Chili Cayenne ... Das macht die Nase noch schneller frei ...
Guten Appetit und / oder gute Besserung!

Samstag, 29. Juli 2023

Wochenplan in KW 30/23: Einkaufen und Kochen in Corona-Zeiten CLXXVI

"Vielleicht bin ich inzwischen spießig, aber mir langt der Famila in Buchholz völlig", sagte der Gatte, als wir endlich aus dem riesigen Globus rausfanden, der letzten Donnerstag am Ort unseres Stamm-Supermarktes in Hamburg öffnete. Entstanden ist nicht einfach nur ein Supermarkt, sondern ein komplettes Einkaufszentrum! Darauf waren wir nicht vorbereitet, wollten wir doch nur Pfand abgeben und ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Viel brauchten wir nicht, denn zum einen war alles da, zum anderen wollte der Gatte die Woche über auf der Baustelle bleiben und sich selbst versorgen. Ich beschloss, mich über Too good to go zu versorgen.

Im Laufe der Woche ging's mehrfach zum Baumarkt und zum Bäcker, außerdem zum Schlachter, zum Grönhöker und zum Obststand, außerdem zur Apotheke und zu Pylones. Außerdem kaufte ich online ein. Sollte ich mal einen Rucksack haben wollte, soll's einer von Brichbag werden, nahm ich mir vor, als ich vor fünf Jahren den Job wechselte und seitdem mit dem ÖPNV ins Büro fahre. Bislang konnte ich darauf verzichten, aber mit dem Umzug ist ein Rucksack praktisch für die täglichen zwei Kilometer zum Bahnhof. Außerdem fand ich den gewünschten Schlüsselkasten nur online. Ich hatte keine Lust auf die üblichen Blech- oder Holzkisten, sondern wollte etwas Stylisches. Ähnlich war's bei der Außenleuchte mit Dämmerungssensor: Da hätte ich eine im stationären Einzelhandel kaufen können, hätte mir aber einen halben Tag frei nehmen müssen, um zum Laden zu fahren. 

Unser Wochenplan in Theorie und Praxis:

Aus der Vorwoche waren noch Paprika da, weil der Gatte und ich beide welche kauften. Sonnabend gab's also Würstchengulasch

Sonntag tupperte ich die restlichen Köttbullar mit Spätzle und brauner Sauce ein, und wir fuhren auf die Baustelle - im Schritttempo, zweieinhalb Stunden lang. Wir sind heilfroh, wenn wir umgezogen sind. 

Montag hatte ich frei, konnten wir ausschlafen und nutzten das weidlich, denn es standen keine Handwerkertermine an. Der Maler hat Corona, der Gärtner Wetter und der Glaser, kein Witz, Glasbruch ... Da wir ohnehin zum Baumarkt mussten, um Fliesen auszusuchen, frühstückten wir spät beim Bäcker. Der Gatte bekam endlich mal wieder "Bauernfrühstück", ein großes Sesambrötchen mit Spiegelei und gebratenem Speck. Das gibt's nur unter der Woche, und da gehen wir selten zum Frühstück. Abends gab's für den Gatten Würstchengulasch und für mich Fertigfutter in Form von Gyoza

Bauernfrühstück und Milchkaffee beim Bäcker.

Dienstag grillte sich der Gatten ein Filetsteak und aß dazu Baked Potatoe. Ich holte mir über Too good to go etwas von L'Quán. Das war wieder ein vegetarisches Curry - vermutlich nichts, was auf der Karte steht, sondern das, was vom Mittagstisch übrig blieb. Ich mag vor allem den Reis gerne, der mit einer Kokosmilchsauce daher kommt.

Gemüse-Curry mit Reis. 

Mittwoch grillte der Gatte Schaschlik. Ich bestellte über Too good to go in der Perle und bekam Petersilienkartoffeln mit Gemüse-Frikadellen und Rahm-Kohlrabi von der Tageskarte. Las sich gut, entpuppte sich allerdings als vakuumierte vorgekochte Kartoffeln, vorgefertigte Gemüse-Frikadellen und in der Konsequenz vermutlich auch nicht selbst gemachter Rahm-Kohlrabi, der zudem deutliche Spuren von Angebrannten zeigte. Das war Mensa-Niveau. Generell passt das nicht zum eigentlich guten Eindruck des Restaurants. Für den Too good to go-Preis war es okay, für den regulären Preis hätte ich es nicht in Ordnung gefunden. Ja, ich weiß, gestiegene Kosten, aber dennoch. Davon ab war die Portion üppig und hätte bei uns mit einem Salat auch für Zwei gereicht. 

Petersilienkartoffeln mit Gemüse-Frikadellen und Rahm-Kohlrabi.

Beim Schlachter mit "Hallo Schatzi" begrüßt zu werden, muss man erst mal schaffen - meine alte Klassenkameradin begrüßte mich so, als ich Donnerstag unser Essen abholte. Für mich gab's Matjes „Hausfrauen Art“ mit gebratenen Drillingen, für den Gatten Pulled Pork mit BBQ-Soße, gebratenen Kartoffelspalten und Krautsalat. Als Dessert gab's Erdbeercreme.

Auch Freitag trabte ich zum Schlachter. Es gab Saltimbocca, grüne Bohnen und Salzkartoffeln, gefolgt von Schaumkussdessert

Gebacken wurde nicht. Ich wollte zwar einen Pflaumenkuchen mit Streuseln backen, kam aber nur Montag zum Einkaufen beim Discounter, und da gab's keine Pflaumen ... Beim Grönhöker in der lindgrünen Hölle hätte ich zwar Pflaumen bekommen, habe aber nur eine rudimentäre Küche und wüsste nicht, wo ich Backformen und Handrührer unterbringen sollte. Also freuten sich die Bäcker. Immerhin schaffte ich es, mir Overnight Oats für's Büro zu machen. Als ich Montag Obstsalat schnibbelte, zweigte ich mir etwas für die beide Bürotage ab.

Bleibt zuversichtlich, bleibt gesund, passt auf euch und eure Lieben auf.